Prachtlaubfrosch, Dendropsophus leucophyllatus
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Prachtlaubfrosch, Dendropsophus leucophyllatus
| Deutscher Name: | Prachtlaubfrosch |
| Wissenschaftlich: | Dendropsophus leucophyllatus |
| Synonyme: | Hyla leucophyllata, Weißblatt-Laubfrosch, Amazon Tree Frog |
| Herkunft: | Südamerika – Amazonasbecken in Peru, Ecuador, Brasilien und Kolumbien |
| Lebensweise: | Semi-aquatisch, baumbewohnend, dämmerungs- und nachtaktiv |
| Haltungsform: | Paludarium mit strukturiertem Land- und Wasserteil |
| Mindestgröße des Terrariums: | 60x45x60 cm (LxBxH) für eine kleine Gruppe |
| Temperatur & Luftfeuchtigkeit: | 24–28 °C tagsüber, 22–24 °C nachts, 70–90 % Luftfeuchtigkeit |
| Beleuchtung: | LED-Tageslicht mit UV-A, geringe UVB-Zugabe möglich |
| Bodengrund: | Humoser, dauerhaft feuchter Boden mit Drainageschicht |
| Futter: | Kleine Insekten, regelmäßige Vitamin- und Kalziumzugabe |
| Maximale Größe: | ca. 4–5 cm |
Lebensraum und Verhalten des Prachtlaubfroschs (Dendropsophus leucophyllatus)
Der Prachtlaubfrosch ist ein typischer Vertreter der feuchtwarmen Regenwälder des Amazonasbeckens. Dort bewohnt er vor allem vegetationsreiche Überschwemmungsgebiete, Waldränder entlang kleiner Tümpel sowie temporäre Wasseransammlungen, die sich während der Regenzeit bilden. Charakteristisch für diese Art ist das enge Zusammenspiel aus Wasser und Vegetation: Tagsüber ruht der kleine Laubfrosch gut verborgen auf Blättern, in dichtem Geäst oder zwischen Pflanzenstängeln, wo ihn seine kontrastreiche Zeichnung erstaunlich gut tarnt. Erst mit einsetzender Dämmerung wird er aktiv, klettert geschickt durch die Vegetation und begibt sich auf Nahrungssuche. Dabei zeigt er ein ruhiges, fast schwebendes Bewegungsmuster, das ihn besonders elegant wirken lässt. In der Fortpflanzungszeit versammeln sich die Tiere in der Nähe von Wasserstellen, wo die Männchen mit leisen, rhythmischen Rufen auf sich aufmerksam machen.
Die richtige Haltung im Terrarium
Für die artgerechte Haltung des Prachtlaubfroschs ist ein hochformatiges Regenwald-Terrarium mit ausgeprägter Struktur unerlässlich. Die Tiere sind überwiegend baumbewohnend, benötigen aber regelmäßig Zugang zu Wasser und eine dauerhaft hohe Luftfeuchtigkeit. Grundsätzlich lassen sich dabei zwei Haltungsvarianten unterscheiden.
Minimalvariante:
Eine großzügig dimensionierte, flach zugängliche Badeschale kann für die reine Haltung
ausreichend sein, sofern sie täglich gereinigt und frisch befüllt wird.
Zusätzlich sind eine sehr stabile Luftfeuchtigkeit von dauerhaft über 75 %,
regelmäßiges Sprühen sowie zahlreiche feuchte Rückzugs- und Sitzplätze zwingend erforderlich.
Diese Variante eignet sich ausschließlich für die Haltung ohne Zuchtabsichten
und erfordert eine besonders sorgfältige Beobachtung des Tierverhaltens.
Empfohlene Variante:
Deutlich naturnäher und langfristig stabiler ist die Haltung in einem
Paludarium oder Aquaterrarium mit fest integriertem Wasserteil.
Flachwasserzonen, bepflanzte Uferbereiche und strukturierte Übergänge zwischen Land- und Wasserteil
ermöglichen ein viel breiteres Verhaltensspektrum, fördern das Wohlbefinden
und schaffen optimale Voraussetzungen für Rufaktivität und Fortpflanzung.
Diese Haltungsform entspricht dem natürlichen Lebensraum deutlich besser
und wird klar empfohlen.
Die richtige Bepflanzung
Eine üppige, tropische Bepflanzung ist für den Prachtlaubfrosch essenziell. Pflanzen wie Bromelien, Philodendron, Scindapsus oder kleinbleibende Farne schaffen nicht nur Deckung, sondern werden aktiv als Sitzplätze genutzt. Besonders beliebt sind überhängende Blätter oberhalb des Wasserteils. Moose, Bodendecker und Rankpflanzen unterstützen zusätzlich ein stabiles Mikroklima und tragen zu einer konstant hohen Luftfeuchtigkeit bei.
Beleuchtung, UV, Heizung und Luftfeuchte
Eine gleichmäßige LED-Tageslichtbeleuchtung mit UV-A-Anteil bildet die Basis für einen stabilen Tag-Nacht-Rhythmus. Eine schwache UVB-Beleuchtung (2.0) kann unterstützend eingesetzt werden, ist jedoch nicht zwingend notwendig. Die Tagestemperaturen sollten zwischen 24 und 28 °C liegen, nachts darf die Temperatur leicht auf 22–24 °C absinken. Für die Beheizung eignen sich seitlich oder rückseitig angebrachte Heizmatten oder externe Wärmelampen. Direkte Hitzequellen im Terrarium müssen unbedingt vermieden werden. Die Luftfeuchtigkeit sollte dauerhaft zwischen 70 und 90 % liegen. Regelmäßiges Sprühen, ein Nebler oder eine automatische Beregnungsanlage sorgen für stabile Bedingungen und regen das natürliche Verhalten der Tiere an.
Fütterung: Was frisst der Prachtlaubfrosch?
Aufgrund seiner geringen Körpergröße frisst der Prachtlaubfrosch vor allem kleine Futtertiere. Fruchtfliegen, kleine Heimchen, Springschwänze oder Ofenfischchen werden zuverlässig angenommen. Gefüttert wird bevorzugt in den Abendstunden. Eine regelmäßige Bestäubung der Futtertiere mit Kalzium- und Vitaminpräparaten ist wichtig, um langfristig gesunde Tiere zu erhalten.
Geschlechtsunterschiede bei Dendropsophus leucophyllatus
Geschlechtsunterschiede sind eher subtil. Männchen bleiben meist etwas kleiner und fallen während der Fortpflanzungszeit durch ihre Rufe auf. Weibchen wirken insgesamt kräftiger und erreichen meist die größere Endgröße.
Zucht, Fortpflanzung und Entwicklung
In der Natur erfolgt die Fortpflanzung während intensiver Regenperioden. Die Eier werden im Wasser abgelegt, wo sich die Kaulquappen entwickeln. Im Terrarium ist eine Nachzucht möglich, setzt jedoch stabile Wasserwerte, hohe Luftfeuchtigkeit und eine ausgeprägte Regenzeit-Simulation voraus.
Die Endgröße und Lebenserwartung von Dendropsophus leucophyllatus
Mit einer Endgröße von etwa 4 bis 5 cm bleibt der Prachtlaubfrosch zierlich. Bei guter Pflege kann er eine Lebenserwartung von 5 bis 8 Jahren erreichen.
Nice-to-Know: Kleine Frösche, große Wirkung
Trotz seiner geringen Größe zieht der Prachtlaubfrosch durch seine Zeichnung und sein ruhiges Verhalten schnell die Aufmerksamkeit auf sich. Besonders in den Abendstunden entfaltet er seine volle Wirkung und wird zum lebendigen Blickfang im Paludarium.
Giftigkeit und Vorsichtsmaßnahmen
Dendropsophus leucophyllatus gilt als weitgehend harmlos. Wie bei vielen Amphibien kann das Hautsekret bei empfindlichen Personen leichte Reizungen verursachen. Direkter Kontakt sollte daher vermieden werden. Nach Arbeiten im Terrarium empfiehlt sich gründliches Händewaschen. Für Kinder und Haustiere ist ein direkter Kontakt nicht geeignet.
| Telefon: | Terraristik: Telefonberatung (8.30-15.00 Uhr) und Anforderung aktueller Tier-Fotos per WhatsApp: 016099593364 |
|---|---|
| Temperaturbereiche: | Mäßig warm (22-23°C) - wenig zuheizen, Sehr warm (27-30°C) - viel heizen, Warm (24-26°C) - heizen |
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