Okinawa-Schwertschwanzmolch het. Albino, Cynops ensicauda poppei
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Okinawa-Schwertschwanzmolch het. Albino, Cynops ensicauda poppei
| Deutscher Name: | Okinawa-Schwertschwanzmolch het. Albino |
| Wissenschaftlich: | Cynops ensicauda poppei |
| Synonyme: | Popes Schwertschwanzmolch, Okinawa-Molch |
| Herkunft: | Japan: Okinawa-Inselgruppe und Kerama-Inseln im Ryūkyū-Archipel |
| Lebensweise: | Überwiegend aquatisch, mit zeitweisen Landaufenthalten und Ruheplätzen über Wasser |
| Haltungsform: | Ausbruchsicheres Paludarium mit großem, strömungsarmem Wasserteil |
| Mindestgröße des Terrariums: | Richtwert ab 60 × 30 × 30 cm für zwei bis drei adulte Tiere |
| Temperatur und Luftfeuchtigkeit: | Subtropisch; meist 20–24 °C, zur Zucht im Winter zeitweise 12–16 °C |
| Beleuchtung: | Wärmefreie Pflanzenbeleuchtung; UVB-Bedarf nicht artspezifisch belegt |
| Bodengrund: | Feiner Sand oder freier Boden im Wasser, feuchte Naturmaterialien an Land |
| Futter: | Regenwürmer, Wasserinsektenlarven, Kleinkrebse und geeignetes Frostfutter |
| Maximale Größe: | Meist 10–14 cm, große Weibchen vereinzelt etwa 16–18 cm |
Lebensraum und Verhalten von Okinawa-Schwertschwanzmolch het. Albino (Cynops ensicauda poppei)
Die Unterart Cynops ensicauda popei ist ein Endemit des südjapanischen Ryūkyū-Archipels. Ihr natürliches Verbreitungsgebiet liegt auf Okinawa und mehreren umliegenden Inseln, darunter Teile der Kerama-Inselgruppe. Bewohnt werden vor allem stille oder langsam fließende, häufig dicht bewachsene Gewässer. Dazu zählen natürliche Tümpel, ruhige Bachabschnitte und Feuchtgebiete ebenso wie Reisfelder, Viehtränken und Bewässerungsgräben. Das Klima der Region ist subtropisch, niederschlagsreich und über weite Teile des Jahres mild bis warm. Dennoch nutzen die Molche kühlere, beschattete Mikrohabitate im Wasser, unter Vegetation oder in feuchter Laubstreu. Erwachsene Tiere halten sich überwiegend im Wasser auf, können aber besonders während feuchter Witterung längere Strecken an Land zurücklegen. Jungtiere durchlaufen natürlicherweise häufig eine stärker terrestrische Lebensphase. Charakteristisch für die Unterart sind die dunkle Oberseite, die individuell verteilten hellen bis goldfarbenen Sprenkel sowie die gelbe bis orangefarbene Bauchseite. Die kleinräumig verbreiteten Wildbestände leiden unter Lebensraumverlust, Straßenverkehr, ungeeigneten Entwässerungsgräben und früherer Entnahme für den Tierhandel. Für die Haltung sollten deshalb ausschließlich nachvollziehbare Nachzuchten gewählt werden.
Die richtige Haltung
Geeignet ist ein ausbruchsicher geschlossenes Paludarium, dessen Grundfläche überwiegend als Wasserteil gestaltet wird. Für zwei bis drei adulte Tiere gilt eine Grundfläche von etwa 60 × 30 cm als sinnvoller Ausgangspunkt; größere Anlagen erleichtern Strukturierung und Wasserpflege. Das Wasser sollte sauber, gut eingefahren und möglichst strömungsarm sein. Ein schwach eingestellter Filter und regelmäßige Teilwasserwechsel sind einer kräftigen Umwälzung vorzuziehen. Dichte Pflanzenbestände, Wurzeln, glatte Steine und Korkstücke schaffen Deckung sowie leicht erreichbare Ruheplätze direkt an oder über der Wasseroberfläche. Ein dauerhaft zugänglicher Landbereich ist verbindlich, auch wenn adulte Tiere ihn nicht ständig nutzen. Dort müssen feuchte Verstecke vorhanden sein, ohne dass das Substrat vernässt oder fault. Alle Öffnungen sind sorgfältig zu sichern, da Molche an Einrichtung und Scheibenrändern emporklettern können. Eine Haltung im übersichtlichen Artbecken ist empfehlenswert; Vergesellschaftungen lassen sich wegen unterschiedlicher Ansprüche, Futterkonkurrenz und möglicher Hautsekrete nicht pauschal befürworten.
Die richtige Bepflanzung
Robuste Unterwasserpflanzen erfüllen gleich mehrere Aufgaben: Sie geben Deckung, bremsen die Wasserbewegung und dienen den Weibchen als Ablageplatz für einzelne Eier. Bewährt sind fein verzweigte oder biegsame Bestände, beispielsweise Hornkraut, Wasserpest, Wassernabel und Javamoos. Zwischen dichter bepflanzten Bereichen sollte eine freie, gut einsehbare Futter- und Balzfläche bleiben. Schwimmpflanzen oder aus dem Wasser ragende Wurzeln bieten zusätzliche Ruheplätze. Der Landteil kann mit Moosen, Laub und schattenverträglichen Pflanzen gestaltet werden. Er soll gleichmäßig feucht und gut belüftet sein, jedoch weder sumpfig noch dauerhaft tropfnass. Bei allen Pflanzen und Naturmaterialien ist auf schadstofffreie Herkunft sowie den Verzicht auf Dünger- und Pflanzenschutzmittelrückstände zu achten.
Beleuchtung, UV, Heizung und Luftfeuchte
Während des größten Teils des Jahres eignen sich Wassertemperaturen von etwa 20–24 °C. Dauerhafte Werte oberhalb von 26 °C sollten trotz der vergleichsweise guten Wärmetoleranz dieser subtropischen Unterart vermieden werden. Steigt die Temperatur, sind Beschattung, stärkere nächtliche Lüftung oder eine geeignete Kühlung wichtiger als zusätzliche Technik zur Beheizung. Für eine naturnahe Jahresrhythmik und insbesondere zur Anregung der Fortpflanzung kann das Wasser im Winter für ungefähr acht Wochen auf 12–16 °C absinken; eine tiefe Winterruhe ist nicht erforderlich. Der Landteil bleibt feucht und gut belüftet, ohne Staunässe. Eine wärmefreie LED-Beleuchtung mit saisonal angepasster Tageslänge unterstützt die Pflanzen. Ein zwingender UVB-Bedarf ist für diese überwiegend aquatisch lebende Unterart nicht belegt. Wird schwaches UVB angeboten, müssen dichte Schattenplätze vorhanden sein und Überwärmung zuverlässig ausgeschlossen werden.
Fütterung
Okinawa-Schwertschwanzmolche fressen vor allem tierische Nahrung. Besonders wertvoll sind Regenwürmer, die je nach Tiergröße ganz oder zerteilt angeboten werden. Ergänzend eignen sich lebende oder aufgetaute Mückenlarven, Mysis, Artemia, Wasserasseln, Bachflohkrebse, Enchyträen und andere passende Wirbellose. Eine abwechslungsreiche Zusammenstellung ist einer dauerhaften Einzelfütterung vorzuziehen und unterstützt auch das natürliche Such- und Jagdverhalten. Adulte Tiere werden gewöhnlich zwei- bis dreimal wöchentlich bedarfsgerecht gefüttert; Jungtiere benötigen kleinere Portionen in kürzeren Abständen. Futterreste müssen zeitnah entfernt werden, damit das Wasser nicht belastet wird. Aquatisches Futter lässt sich kaum sinnvoll bestäuben. Eine gute Nährstoffversorgung erfolgt deshalb vor allem über abwechslungsreiche, hochwertig ernährte Futtertiere. Werden terrestrische Insekten gereicht, kann ein für Amphibien geeignetes Calcium- und Vitaminpräparat sparsam und nicht bei jeder Mahlzeit verwendet werden. Eine übermäßige Supplementierung ist ebenso zu vermeiden wie einseitig fettreiches Futter.
Geschlechtsunterschiede
Weibchen werden im Durchschnitt kräftiger und besitzen einen auffallend langen, schlanken Schwanz, der deutlich länger als die Kopf-Rumpf-Partie sein kann. Beim Männchen entspricht die Schwanzlänge ungefähr der Kopf-Rumpf-Länge oder bleibt etwas darunter; die Schwanzspitze wirkt meist runder. Während der Fortpflanzungszeit ist die Kloakenregion des Männchens deutlich vergrößert. Außerhalb der Saison und bei noch nicht geschlechtsreifen Tieren kann die Bestimmung unsicher bleiben. Färbung und Zahl der goldfarbenen Sprenkel sind keine verlässlichen Geschlechtsmerkmale.
Zucht, Fortpflanzung und Entwicklung
Die Geschlechtsreife wird meist im Alter von zwei bis drei Jahren erreicht. Eine winterliche Absenkung von Temperatur und Beleuchtungsdauer kann den Fortpflanzungsrhythmus unterstützen. Das Männchen verfolgt das Weibchen, fächelt ihm mit dem Schwanz Duftstoffe zu und setzt schließlich eine Spermatophore ab, die vom Weibchen aufgenommen wird. Die Eier werden über mehrere Tage oder Wochen einzeln an Wasserpflanzen oder vergleichbaren weichen Strukturen befestigt. Da adulte Molche Eier und kleine Larven fressen können, werden Gelege zur gezielten Aufzucht separat untergebracht. Je nach Temperatur schlüpfen die Larven häufig nach etwa 12–18 Tagen; bis zur Metamorphose können ungefähr drei bis sechs Monate vergehen. Gefüttert wird anfangs mit sehr kleinem Lebendfutter wie Artemia-Nauplien, Moina oder kleinen Daphnien. Unterschiedlich große Larven sollten getrennt werden, um Futterkonkurrenz und Beißverletzungen zu vermindern. Metamorphosierende Jungtiere benötigen unbedingt flache, leicht erreichbare Ausstiege. Eine Nachzucht lässt sich nicht garantieren und setzt gut konditionierte, sicher bestimmte Elterntiere voraus.
Endgröße und Lebenserwartung
Die meisten Tiere erreichen etwa 10–14 cm Gesamtlänge. Weibchen sind gewöhnlich größer und langschwänziger als Männchen. Für außergewöhnlich große Weibchen werden in der Fachliteratur Werte von ungefähr 16 bis 18 cm genannt; solche Maße sind nicht als reguläre Durchschnittsgröße zu verstehen. Das Gehege sollte daher nicht allein nach kleinen oder noch nicht ausgewachsenen Exemplaren bemessen werden.
Nice-to-Know
Die hellen bis goldfarbenen Sprenkel auf der dunklen Oberseite sind typisch für die Unterart popei und bei jedem Tier anders verteilt. Auch das Muster der gelben bis orangefarbenen Bauchseite ist individuell. Bei guter Pflege können Schwertschwanzmolche ein Alter von mehr als 20 Jahren erreichen und sind damit eine langfristige Haltungsverantwortung. Der Zusatz het. Albino bezeichnet ein äußerlich nicht erkennbares Trägertier einer behaupteten Albinoanlage. Er verändert weder Aussehen noch Haltungsansprüche und ist nur über eine nachvollziehbar dokumentierte Zuchtlinie beziehungsweise passende Verpaarungsnachweise belastbar.
Giftigkeit und Vorsichtsmaßnahmen
Für Cynops ensicauda popei sind Tetrodotoxin und verwandte Giftstoffe nachgewiesen. Die Tiere dürfen nicht in den Mund gelangen, und Hautsekrete müssen von Augen, Schleimhäuten, offenen Wunden, Lebensmitteln sowie Kindern und Haustieren ferngehalten werden. Berührungen sollten auf unvermeidbare Pflegemaßnahmen beschränkt bleiben. Falls ein Umsetzen notwendig ist, sind angefeuchtete, puderfreie und zuvor abgespülte Nitrilhandschuhe sinnvoll; anschließend werden Hände und verwendete Geräte gründlich gereinigt. Gleichzeitig ist die empfindliche Molchhaut vor trockenen Händen, Seifenresten, Desinfektionsmitteln und unnötigem Abrieb zu schützen.
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