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Wabenschilderwels, L165, Glyptoperichthys gibbiceps

Für große Aquarien

Wabenschilderwelse können dauerhaft nur ab 150 cm Aquarienlänge gehalten werden

Robuster Fisch

Er toleriert pH-Werte von 6,0 bis 7,5 und weiches bis hartes Wasser

Außergewöhnliches Muster

Glyptoperichthys gibbiceps besitzt ein markantes Wabenmuster

Effektiver Algenfresser

Der Wabenschilderwels ist bekannt für seine Vorliebe für Algen

Wabenschilderwels, L165, Glyptoperichthys gibbiceps


Auf einen Blick: Wabenschilderwels, Glyptoperichthys gibbiceps (L165)
Deutscher Name: Wabenschilderwels
Wissenschaftlich: Glyptoperichthys gibbiceps
Synonyme: Pterygoplichthys gibbiceps, Liposarcus gibbiceps, Ancistrus gibbiceps (veraltet), L165, Segelflossen-Harnischwels
Herkunft: Südamerika (Amazonas- und Orinoco-Einzugsgebiet)
Gesellschafts-Aquarium: bedingt geeignet
Wasserwerte: weich bis mittelhart, pH ca. 6,0 - 7,5
Temperatur: ca. 24-30 °C
Beckengröße: ab 200 cm für adulte Tiere
Bepflanzung: robust, stark verwurzelt, viel Holz
Futter: Omnivore; pflanzlich betont, Aufwuchs, Holz, Frost- und Zusatzfutter
Geschlechts-Unterschiede: äußerlich kaum sicher unterscheidbar
Zucht möglich: Nein, im Aquarium nicht bekannt
Maximale Größe: bis zu 50 cm
Liefergröße: S (4–6 cm), L (10–12 cm), XL (30–40 cm)
Mit Garnelen verträglich: nicht empfehlenswert
Im Detail: Wabenschilderwels, Glyptoperichthys gibbiceps (L165)

Herkunft des Wabenschilderwelses (Glyptoperichthys gibbiceps)

Der Wabenschilderwels (Glyptoperichthys gibbiceps) gehört zu den imposantesten Vertretern der Harnischwelse Südamerikas. In den weitläufigen Flusssystemen des Amazonas- und Orinoco-Gebiets bewohnt er langsam fließende Hauptarme, überflutete Waldzonen und ufernahe Bereiche, die von massiven Wurzeln, versunkenem Holz und feinen Sandflächen geprägt sind. Das Wasser ist dort warm, sauerstoffreich und je nach Jahreszeit klar bis leicht getrübt. Während der Regenzeiten verändern sich die Lebensräume stark, wodurch die Tiere große Strecken entlang von Holz- und Uferstrukturen zurücklegen können.
Schon junge Tiere wirken durch ihr kontrastreiches, netzartiges Muster auffällig, das sich mit zunehmendem Wachstum immer markanter entwickelt. Besonders charakteristisch ist die hohe, segelartige Rückenflosse, die dem Wabenschilderwels eine archaische, kraftvolle Silhouette verleiht. Im Aquarium zieht er weniger durch Bewegung als vielmehr durch seine Präsenz die Aufmerksamkeit auf sich. Ruhig gleitet er über Wurzeln und Bodenzonen, raspelt Aufwuchs ab und besetzt bevorzugt feste Ruheplätze, die er regelmäßig aufsucht.

Wabenschilderwels vergesellschaften

Die Vergesellschaftung ist nur bedingt empfehlenswert und setzt sehr große Aquarien voraus. Gegenüber anderen robusten Großfischen verhält sich der Wabenschilderwels meist gelassen, beansprucht jedoch feste Liegeflächen und Rückzugsorte. Kleinere Fische oder Wirbellose werden häufig als Nahrung betrachtet. Artgenossen sollten nur in außergewöhnlich großen Becken gehalten werden, da es sonst zu Revierkonflikten kommen kann.

Passende Wasserparameter

Glyptoperichthys gibbiceps bevorzugt leicht saures bis neutrales Wasser mit stabilen, gleichmäßigen Werten. Aufgrund seiner Endgröße ist eine hohe Wasserqualität entscheidend. Leistungsstarke Filtertechnik, gute Strömung und regelmäßige Teilwasserwechsel sorgen für langfristig stabile Bedingungen und unterstützen die Gesundheit der Tiere.

Haltungstemperatur

Temperaturen zwischen 24 und 30 °C entsprechen den natürlichen Bedingungen der Herkunftsgewässer. In diesem Bereich zeigen die Tiere ein ruhiges, ausgeglichenes Verhalten und eine zuverlässige Futteraufnahme. Dauerhaft niedrigere Temperaturen können sich negativ auf Aktivität und Stoffwechsel auswirken.

Die Beckengröße für Glyptoperichthys gibbiceps

Für ausgewachsene Wabenschilderwelse sind Aquarien ab 200 cm Kantenlänge zwingend erforderlich. Entscheidend ist eine großzügige Grundfläche mit klarer Struktur. Große Wurzelstücke, massive Holzaufbauten und freie Bodenbereiche bieten sowohl Rückzug als auch Bewegungsraum. Jungtiere können vorübergehend in kleineren Becken gepflegt werden, benötigen jedoch frühzeitig eine langfristige Perspektive.

Bepflanzung

Feinfiedrige oder locker sitzende Pflanzen werden häufig beschädigt oder verdrängt. Bewährt haben sich robuste Arten, die fest aufgebunden oder tief verwurzelt sind. Der Schwerpunkt sollte klar auf Holz liegen, da der Wabenschilderwels dieses aktiv nutzt und zur Verdauung benötigt.

Das Futter für Wabenschilderwelse

Als Allesfresser mit stark pflanzlicher Ausrichtung benötigt der Wabenschilderwels ballaststoffreiche Kost. Aufwuchs, Holzfasern, spezielle Welsfuttertabletten sowie Gemüse wie Zucchini oder Gurke bilden die Basis. Ergänzend werden Frost- und proteinreiches Zusatzfutter angenommen, sollten jedoch maßvoll eingesetzt werden.

Geschlechtsunterschiede

Äußerliche Geschlechtsunterschiede sind nur sehr schwer zu erkennen und im normalen Aquarienbetrieb praktisch nicht sicher bestimmbar. Auch bei adulten Tieren bleiben Männchen und Weibchen optisch sehr ähnlich.

Die Zucht von Glyptoperichthys gibbiceps

Eine erfolgreiche Nachzucht im Aquarium ist bislang nicht dokumentiert. In der Natur laichen die Tiere in speziellen Ufer- oder Höhlenstrukturen, die sich im Aquarium kaum realistisch nachbilden lassen.

Die Endgröße von Wabenschilderwelsen

Der Wabenschilderwels erreicht eine Endgröße von bis zu 50 cm und zählt damit zu den wirklich groß werdenden Harnischwelsen. Bei artgerechter Haltung, sehr großen Becken und guter Pflege sind Lebenserwartungen von 15 Jahren und mehr realistisch. Diese langfristige Verantwortung sollte vor der Anschaffung bewusst bedacht werden.

Verträglichkeit mit Zwerggarnelen

Zwerggarnelen sind für den Wabenschilderwels keine geeigneten Beckenpartner und werden früher oder später als Nahrung betrachtet. In entsprechend groß dimensionierten Aquarien mit auf Großfische abgestimmtem Besatz entfaltet der Wels jedoch seine volle Wirkung als imposanter Einzelbewohner.

Telefon: Aquaristik: Anforderung aktueller Fischfotos und Videos per WhatsApp: 016099209130.
Temperaturbereiche: Mäßig warm (22-23°C) - wenig zuheizen, Warm (24-26°C) - heizen

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