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Katzenaugenschmerle, Canthophrys gongota

Tigerartige Zeichnung

Dunkle Querbänder verlaufen deutlich kontrastreich über die helle Grundfarbe

Ausdrucksstarker Augenring

Heller Augenring verstärkt deutlich den intensiv wachen Gesichtsausdruck

Klare Gruppensignale

Deutlich ausgeprägte Rangordnung lenkt kurze, fein abgestimmte Sozialrituale

Elegante Körperform

Langgestreckter Körper entfaltet sichtbar dynamische, kraftvolle Präsenz

Katzenaugenschmerle, Canthophrys gongota


Auf einen Blick: Katzenaugenschmerle, Canthophrys gongota
Deutscher Name: Katzenaugenschmerle
Wissenschaftlich: Canthophrys gongota
Synonyme: Acanthocobitis gongota, Somileptes gongota (historisch), Gongota-Schmerle, Tiger Loach (engl.)
Herkunft: Südasien (Indien, Bangladesch, Nepal – Ganges- und Brahmaputra-System)
Gesellschafts-Aquarium: geeignet bei strukturreicher Einrichtung
Wasserwerte: weich bis mittelhart, pH ca. 6,0–7,5
Temperatur: ca. 22–26 °C
Beckengröße: ab 80 cm Kantenlänge
Bepflanzung: gut strukturiert, freie Sandflächen
Futter: Insektenlarven, Frost- & Lebendfutter, feines Granulat
Geschlechts-Unterschiede: Weibchen kräftiger, Männchen schlanker
Zucht möglich: selten im Aquarium dokumentiert
Maximale Größe: bis zu 8 cm
Liefergröße: ca. 3–6 cm
Mit Garnelen verträglich: mit größeren Arten meist möglich
Im Detail: Katzenaugenschmerle, Canthophrys gongota

Herkunft der Katzenaugenschmerle (Canthophrys gongota)

Zwischen klaren Bachläufen, kiesigen Uferzonen und sanft strömenden Flussabschnitten Südasiens lebt die Katzenaugenschmerle (Canthophrys gongota) verborgen am Grund. Ihr Verbreitungsgebiet umfasst Teile des Ganges- und Brahmaputra-Systems in Indien, Nepal und Bangladesch. Dort durchziehen flache Nebenarme mit sandig-kiesigem Untergrund die Landschaft, oft durchsetzt mit rundgeschliffenen Steinen, Wurzelwerk und fallendem Laub. Das Wasser ist sauerstoffreich, klar und bewegt sich gleichmäßig – keine reißende Strömung, sondern ein stetiger Fluss, der kleine Wirbellose heranträgt. Charakteristisch ist ihre Zeichnung: dunkle Querbänder, die an Tigerstreifen erinnern, kombiniert mit einem auffälligen, leicht irisierenden Augenring – daher der Name. Die langgestreckte Körperform und die leicht abgeflachte Bauchseite verraten ihre Zugehörigkeit zur Familie der Nemacheilidae, den Bachschmerlen. In freier Natur halten sich die Tiere einzeln oder in lockeren Gruppen bodennah zwischen Steinen auf, huschen blitzartig hervor und verschwinden ebenso schnell wieder. Genau dieses lebendige, suchende Verhalten bringen sie auch ins Aquarium – immer wachsam, immer in Bewegung, aber nie hektisch.

Katzenaugenschmerle vergesellschaften

Ihr Temperament ist lebhaft, aber nicht aggressiv. In einem gut strukturierten Gesellschaftsbecken harmoniert sie mit ruhigen Barbenarten, kleinbleibenden Bärblingen oder friedlichen Welsen, die ähnliche Wasserbedingungen schätzen. Wichtig ist, dass ausreichend Rückzugsmöglichkeiten vorhanden sind: Steinaufbauten, flache Höhlen und Sichtbarrieren reduzieren innerartliche Spannungen. Innerhalb einer kleinen Gruppe von fünf bis sieben Tieren zeigt sich ein spannendes Sozialgefüge mit kurzen Rangordnungsritualen, die jedoch ohne ernsthafte Verletzungen verlaufen. Während größere, dominante Bodenfische Konkurrenz erzeugen können, profitieren ähnliche, agile Arten von der gemeinsamen Nutzung der unteren Beckenbereiche. Das Aquarium wirkt dadurch lebendig und naturnah.

Passende Wasserparameter

Sauerstoffreiches, sauberes Wasser ist entscheidend für das Wohlbefinden dieser Bachbewohner. Ideal sind weiche bis mittelhart mineralisierte Bedingungen mit einem pH-Wert zwischen 6,0 und 7,5. Eine gute Filterung mit leichter, gleichmäßiger Strömung ahmt ihre natürlichen Lebensräume nach und unterstützt das aktive Suchverhalten am Boden. Regelmäßige Teilwasserwechsel halten die Nitratwerte niedrig und fördern Vitalität sowie intensive Zeichnung. Besonders wichtig ist eine stabile Wasserqualität ohne starke Schwankungen – Konstanz bedeutet Sicherheit.

Haltungstemperatur

Bei Temperaturen von 22 bis 26 °C entfaltet die Katzenaugenschmerle ihr typisches Verhalten am besten. In diesem Bereich bleibt sie aktiv, neugierig und zeigt ihre kontrastreiche Musterung besonders klar. Kurzfristige leichte Schwankungen werden toleriert, doch dauerhaft konstante Bedingungen wirken sich positiv auf Fresslust und allgemeine Robustheit aus.

Die Beckengröße für Canthophrys gongota

Eine Kantenlänge ab 80 cm bietet ausreichend Raum für eine kleine Gruppe. Entscheidend ist weniger die Höhe, sondern die Grundfläche mit viel Bewegungsraum entlang des Bodens. Feiner Sand oder sehr glatter Kies erlaubt es den Tieren, zwischen Substrat und Steinen nach Futter zu suchen, ohne ihre empfindlichen Barteln zu verletzen. Flache Steinplatten, verzweigte Wurzeln und kleine Höhlen schaffen Reviergrenzen und sorgen für Sicherheit. Gleichzeitig sollten freie Sandzonen erhalten bleiben, damit die Tiere ihre schnellen Sprints und Richtungswechsel ausleben können. Eine moderate Strömung entlang einer Beckenhälfte schafft zusätzlich Abwechslung.

Bepflanzung

Pflanzen strukturieren das Aquarium und geben den Schmerlen Deckung, ohne den Boden komplett zu verdecken. Bewährt haben sich robuste Arten wie Cryptocorynen, Javafarn oder schmalblättrige Vallisnerien entlang der Ränder. Moose auf Wurzeln schaffen schattige Zonen und fördern Mikrofauna, die als natürliche Nahrungsquelle dient. Wichtig ist, dass zwischen bepflanzten Bereichen immer offene Sandflächen bleiben. Dieses Wechselspiel aus Struktur und Freiraum imitiert flache Bachabschnitte und sorgt für ein harmonisches Gesamtbild.

Das Futter für Katzenaugenschmerlen

In der Natur ernährt sich Canthophrys gongota überwiegend von Insektenlarven und kleinen Wirbellosen. Im Aquarium werden feines Frost- und Lebendfutter wie Artemia, Cyclops oder schwarze Mückenlarven begeistert angenommen. Ergänzend eignen sich sinkende Granulate oder Tabletten mit hohem Proteinanteil. Mehrere kleine Fütterungen über den Tag verteilt entsprechen ihrem natürlichen Suchverhalten. Wer abwechslungsreich füttert, wird mit intensiver Zeichnung und vitalem Auftreten belohnt.

Geschlechtsunterschiede

Adulte Weibchen wirken meist etwas kräftiger und fülliger im Bauchbereich, während Männchen schlanker gebaut erscheinen. Bei Jungtieren sind Unterschiede kaum sicher zu erkennen. Mit zunehmendem Alter werden Körperproportionen deutlicher, bleiben jedoch insgesamt subtil – ein stark ausgeprägter Geschlechtsdimorphismus ist nicht vorhanden.

Die Zucht von Canthophrys gongota

Über erfolgreiche Nachzuchten im Aquarium gibt es nur wenige gesicherte Berichte. In ihrem natürlichen Habitat laichen die Tiere vermutlich zwischen Steinen oder in kiesigem Substrat ab, wobei Strömung und saisonale Veränderungen eine Rolle spielen. Im Aquarium könnte eine Kombination aus kühleren Phasen, erhöhtem Sauerstoffgehalt und reichhaltiger Fütterung stimulierend wirken. Eine gezielte Zucht erfordert Geduld und genaue Beobachtung, da Brutpflege wie bei Buntbarschen nicht bekannt ist.

Die Endgröße von Katzenaugenschmerlen

Ausgewachsene Exemplare erreichen eine Länge von bis zu 8 cm. Unter guten Bedingungen können sie 6 bis 8 Jahre alt werden. Bei stabiler Wasserqualität, abwechslungsreicher Ernährung und strukturreicher Einrichtung bleiben sie über viele Jahre hinweg lebhafte und charaktervolle Bewohner des unteren Beckenbereichs.

Verträglichkeit mit Zwerggarnelen

Kleine Zwerggarnelen können als Nahrung betrachtet werden, insbesondere Jungtiere. Mit größeren Arten wie Amanogarnelen ist eine Vergesellschaftung meist möglich, sofern ausreichend Verstecke vorhanden sind. Schnecken werden in der Regel ignoriert. Wer empfindliche Garnelen pflegt, sollte das Aquarium entsprechend dicht strukturieren oder getrennte Becken wählen.

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