Vielfarbiger Leuchtaugenfisch, Aplocheilichthys pumilus
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Vielfarbiger Leuchtaugenfisch, Aplocheilichthys pumilus
| Deutscher Name: | Vielfarbiger Leuchtaugenfisch |
| Wissenschaftlich: | Lacustricola pumilus |
| Synonyme: | Aplocheilichthys pumilus, Kleiner Neon-Leuchtaugenfisch, Tanganjika-Leuchtaugenfisch, Tanganyika Lampeye, Haplochilus pumilus, Micropanchax pumilus |
| Herkunft: | Ostafrika, vor allem Randbereiche und Zuflüsse des Tanganjikasees |
| Gesellschafts-Aquarium: | gut geeignet mit kleinen, friedlichen Arten |
| Wasserwerte: | weich bis mittelhart, pH ca. 6,5 - 8,0 |
| Temperatur: | ca. 22-25 °C |
| Beckengröße: | ab 60 cm Kantenlänge |
| Bepflanzung: | dicht am Rand, mit freien Schwimmflächen |
| Futter: | feines Lebend-, Frost- und Trockenfutter |
| Geschlechts-Unterschiede: | Männchen farbiger, Weibchen schlichter und fülliger |
| Zucht möglich: | Ja, Haftlaicher an feinen Pflanzen und Laichmopps |
| Maximale Größe: | bis ca. 5,5 cm |
| Liefergröße: | ca. 2-3 cm |
| Mit Garnelen verträglich: | mit adulten Zwerggarnelen meist möglich |
Herkunft des Vielfarbigen Leuchtaugenfischs (Lacustricola pumilus)
Zwischen feinen Uferpflanzen, flachen Randzonen und langsam ziehendem Wasser zeigt der Vielfarbige Leuchtaugenfisch (Lacustricola pumilus) genau den feinen Zauber, der kleine Leuchtaugenfische so besonders macht. Die Art stammt aus Ostafrika und ist vor allem aus dem Umfeld des Tanganjikasees bekannt, wo sie nicht als großer Freiwasserfisch auftritt, sondern die ruhigeren Übergangsbereiche nutzt: Flussmündungen, deltanahes Wasser, sumpfige Ufer, flache Seeabschnitte und pflanzenreiche Zonen mit wenig bis sanfter Strömung. Dort bieten feine Wurzeln, Halme, Laub, Uferbewuchs und beschattete Randbereiche Schutz vor größeren Fischen und zugleich einen reichen Tisch aus winzigen Wirbellosen, Insektenlarven und Kleinstnahrung. Der Bodengrund besteht je nach Bereich aus Sand, feinem Mulm oder schlammigen Ablagerungen, während das Licht oft durch Pflanzen, Ufervegetation und leicht getrübtes Wasser weich gebrochen wird. Als Vertreter der Familie Procatopodidae gehört dieser kleine Eierlegende Zahnkarpfen zu den Leuchtaugenfischen, deren Name im Aquarium sofort verständlich wird: Über den Augen liegt ein hell reflektierender Glanz, der bei seitlichem Lichteinfall wie ein winziger Neonpunkt aufblitzt. Dazu kommen bei gut eingewöhnten Männchen ein bronzig bis goldbrauner Körper, zarte dunklere Schuppenränder, feine blaugrüne Reflexe an den Flanken und farbige Akzente in den Flossen. Gerade in einer gepflegten Gruppe wirkt Lacustricola pumilus nicht laut oder groß, sondern lebendig, fein gezeichnet und ständig in Bewegung – ein Fisch für Aquarianer, die kleine Details lieben und Freude daran haben, wenn ein Becken nicht durch Masse, sondern durch feines Verhalten lebendig wird.
Vielfarbiger Leuchtaugenfisch vergesellschaften
Für ein friedliches Gesellschaftsaquarium eignet sich der Vielfarbige Leuchtaugenfisch besonders dann, wenn seine Mitbewohner ähnlich klein, friedlich und nicht hektisch sind. Eine Gruppe von mindestens 8-10 Tieren ist sinnvoll, weil sich die Fische dann sicherer zeigen, natürlicher verteilen und die Männchen ihre Farben und kleinen Imponiergesten besser ausspielen können. Sehr gut passen zum Beispiel kleine Panzerwelse wie Corydoras pygmaeus oder Corydoras habrosus, friedliche Zwergbärblinge, kleinere Salmler, zarte Regenbogenfische ähnlicher Größe oder ruhige Schnecken. Auch mit Zwergbuntbarschen kann eine Haltung funktionieren, wenn das Aquarium ausreichend bepflanzt ist und die Leuchtaugenfische im oberen freien Bereich nicht bedrängt werden. Weniger geeignet sind große, schnelle oder futtergierige Arten, die die kleinen Fische einschüchtern oder beim Fressen dauerhaft verdrängen würden. Flossenzupfende Barben, räuberische Buntbarsche, große Killifische und sehr lebhafte Lebendgebärende bringen zu viel Unruhe in ein Aquarium, das für Lacustricola pumilus besser fein strukturiert, übersichtlich und sicher wirken sollte.
Passende Wasserparameter
Der Vielfarbige Leuchtaugenfisch kommt mit einem erstaunlich breiten Bereich zurecht, wichtig ist jedoch ein sauber gepflegtes Aquarium ohne abrupte Schwankungen. Geeignet ist weiches bis mittelhartes Wasser mit einem pH-Wert von etwa 6,5 bis 8,0, wobei stabile Werte deutlich wichtiger sind als das Ausreizen einzelner Grenzbereiche. Da die natürlichen Fundorte von langsamem Wasser, Uferzonen, Sümpfen und Mündungsbereichen geprägt sind, sollte das Aquarium nicht steril blank, aber sehr gut gepflegt sein. Regelmäßige Teilwasserwechsel, feines Filtermaterial, eine sanfte Oberflächenbewegung und sauerstoffreiches Wasser helfen, die kleinen Fische vital zu halten. Torfige Schwarzwasserbedingungen sind nicht nötig; ein leicht bepflanztes, biologisch stabiles Becken mit gut eingefahrenem Filter ist für die Haltung deutlich wertvoller als ständig wechselnde Wasserchemie. Besonders schön kommen die Farben zur Geltung, wenn das Wasser klar ist, aber nicht grell ausgeleuchtet wird.
Haltungstemperatur
Bei 22 bis 25 °C fühlt sich Lacustricola pumilus wohl und zeigt ein aktives, aber nicht überdrehtes Verhalten. In diesem Temperaturbereich schwimmen die Tiere aufmerksam durch die bepflanzten Randbereiche, steigen gern zur Wasseroberfläche auf und reagieren lebhaft auf feines Futter. Dauerhaft deutlich höhere Temperaturen verkürzen bei kleinen Leuchtaugenfischen oft die Lebensspanne und machen das Becken anfälliger für Sauerstoffmangel, während zu kühle Haltung die Aktivität sichtbar bremsen kann. Ein Aquarium im normalen Wohnraumbereich mit zuverlässiger Heizung oder stabiler Raumtemperatur reicht in vielen Fällen aus. Entscheidend ist, dass die Temperatur nicht täglich stark pendelt. Eine sanfte Wasserbewegung an der Oberfläche unterstützt zusätzlich den Gasaustausch, ohne die kleinen Fische in eine starke Strömung zu zwingen.
Die Beckengröße für Lacustricola pumilus
Ein Aquarium ab 60 cm Kantenlänge bietet einer kleinen Gruppe Vielfarbiger Leuchtaugenfische genügend Platz, um sich in lockerer Formation zu bewegen, kurze Balzspiele zu zeigen und bei Bedarf zwischen Pflanzen auszuweichen. Trotz der geringen Körpergröße brauchen diese Fische keine winzige Schale, sondern ein klar gegliedertes Aquarium mit Randbepflanzung, freien Schwimmflächen und einer ruhigen Oberfläche. Feiner Sand oder sehr feiner Kies passt gut, weil er den natürlichen Ufercharakter aufgreift und das Becken optisch weich wirken lässt. Wurzeln, dünne Äste, Laub und Pflanzenbüsche schaffen Deckung, ohne den Schwimmraum zuzustellen. Wichtig ist ein dicht schließender Deckel, denn Leuchtaugenfische können bei Schreckreaktionen springen. Die Strömung darf nur sanft sein; ideal ist ein Filterauslass, der die Oberfläche leicht bewegt, aber keine starke Bahn durchs Becken drückt. So entsteht ein Lebensraum, in dem die Tiere ihre feine, oberflächenorientierte Lebensweise gut zeigen können.
Bepflanzung
Eine durchdachte Bepflanzung macht aus einem Aquarium für den Vielfarbigen Leuchtaugenfisch erst den passenden Lebensraum. Besonders wertvoll sind feinfiedrige und randbildende Pflanzen wie Hornkraut, Nixkraut, Wasserpest, Limnophila, Rotala oder feine Stängelpflanzen, weil sie Deckung bieten und zugleich Kleinstlebewesen fördern. Schwimmpflanzen wie Froschbiss, Salvinia oder Muschelblumen dämpfen das Licht und erzeugen die beschatteten Bereiche, in denen sich die Tiere sichtbar sicherer bewegen. Zwischen den Wurzeln der Schwimmpflanzen stehen die Fische gern, beobachten ihre Umgebung und nehmen feines Futter von der Oberfläche. Javamoos, Taxiphyllum und andere Moose sind zusätzlich interessant, weil sie Jungfischen und Garnelennachwuchs Schutz geben und als natürlicher Suchbereich für Kleinstfutter dienen. Die Mitte des Beckens sollte nicht komplett zuwachsen, denn gerade der Wechsel aus dichter Deckung und offenen Zonen lässt die Gruppe lebendig und gut beobachtbar wirken.
Das Futter für Vielfarbige Leuchtaugenfische
Der Vielfarbige Leuchtaugenfisch frisst in der Natur sehr kleine Nahrungspartikel, darunter Insektenlarven, Kleinkrebse, Copepoden und andere feine Beutetiere aus Ufer- und Oberflächennähe. Im Aquarium sollte das Futter deshalb klein genug sein, damit es ohne Mühe aufgenommen werden kann. Feines Flockenfutter, Mikrogranulat und staubfeines Aufzuchtfutter eignen sich als Basis, werden aber deutlich wertvoller, wenn regelmäßig Frost- und Lebendfutter ergänzt wird. Besonders passend sind Artemia-Nauplien, Cyclops, Bosmiden, feine Daphnien, kleine Mückenlarven und Essigälchen für Jungfische. Mehrere kleine Portionen sind besser als eine große Fütterung, weil die Tiere mit ihren kleinen Mäulern eher picken und sammeln als große Brocken herunterzuschlingen. Wer abwechslungsreich füttert, sieht schnell den Unterschied: Die Männchen zeigen intensivere Reflexe, die Gruppe steht aktiver im freien Wasser und die Fische wirken insgesamt wacher.
Geschlechtsunterschiede
Bei gut entwickelten Tieren lassen sich die Geschlechter recht gut unterscheiden, bei sehr jungen Exemplaren ist eine sichere Zuordnung jedoch noch nicht zuverlässig möglich. Männchen zeigen meist mehr Farbe, wirken schlanker und tragen auffälligere Flossenakzente, während Weibchen schlichter gefärbt sind und besonders bei guter Fütterung etwas voller erscheinen. In der Gruppe fallen die Männchen oft durch kurze Präsentationsschwünge auf: Sie stellen die Flossen, zeigen seitlich ihren Glanz und versuchen, Weibchen in fein bepflanzte Bereiche oder zu geeigneten Laichplätzen zu locken. Diese kleinen Balzgesten bleiben zwar wesentlich zarter als bei größeren Fischen, machen aber genau den Reiz der Art aus. Ein Verhältnis mit mehr Weibchen als Männchen sorgt dafür, dass einzelne Weibchen nicht zu stark bedrängt werden und die Gruppe insgesamt entspannter wirkt.
Die Zucht von Lacustricola pumilus
Die Zucht des Vielfarbigen Leuchtaugenfischs ist im Aquarium möglich, verlangt aber Aufmerksamkeit für feines Futter, sauberes Wasser und geeignete Laichplätze. Lacustricola pumilus ist kein Saisonfisch, sondern ein Haftlaicher, der Eier zwischen feinen Pflanzen, Moospolstern oder künstlichen Laichmopps absetzt. Die Eier sind klein und werden nicht von fürsorglichen Eltern bewacht, daher haben Jungfische in einem dicht besetzten Gesellschaftsaquarium nur geringe Chancen. In einem Artbecken oder gezielt vorbereiteten Zuchtansatz lassen sich Laichmopps regelmäßig kontrollieren und die Eier separat aufziehen. Nach dem Schlupf brauchen die Jungfische winziges Erstfutter wie Infusorien, Pantoffeltierchen oder sehr feines Staubfutter, später Artemia-Nauplien. Eine niedrige bis mittlere Wasserhöhe, ruhige Filterung über Schwamm und sehr saubere Bedingungen erleichtern die Aufzucht. Besonders spannend ist, dass die Jungfische schon früh als typische Leuchtaugenfische erkennbar werden, auch wenn die volle Farbe erst mit zunehmender Entwicklung erscheint.
Die Endgröße von Vielfarbigen Leuchtaugenfischen
Ausgewachsene Vielfarbige Leuchtaugenfische erreichen eine Länge von bis ca. 5,5 cm, bleiben im Aquarium aber oft etwas darunter. Dadurch wirken sie zierlich, ohne unscheinbar zu sein: Der schlanke Körper, die reflektierenden Augen und die farbigen Akzente der Männchen sorgen auch bei kleiner Größe für viel Bewegung und feine Beobachtungsmomente. Bei guter Pflege, sauberem Wasser, passender Temperatur und abwechslungsreicher Ernährung liegt die Lebenserwartung bei etwa 2 bis 3 Jahren. Gerade weil kleine Leuchtaugenfische keine jahrzehntelangen Begleiter sind, lohnt sich eine Haltung in der Gruppe besonders: Dann zeigen sie ihr natürliches Sozialverhalten, ihre kleinen Balzspiele und die lebendige Oberflächenorientierung wesentlich schöner als einzeln oder in zu kleiner Zahl.
Verträglichkeit mit Zwerggarnelen
Mit adulten Zwerggarnelen ist der Vielfarbige Leuchtaugenfisch in gut bepflanzten Aquarien meist möglich, da er klein bleibt und sich vor allem für feine Nahrung interessiert. Garnelennachwuchs kann jedoch gefressen werden, besonders wenn Jungtiere frei im offenen Bereich unterwegs sind. Wer Zwerggarnelen dauerhaft vermehren möchte, sollte viele Moospolster, feine Pflanzen, Wurzelgeflechte und dichte Randbereiche anbieten, damit Junggarnelen genügend enge Rückzugsplätze finden. Amanogarnelen sind aufgrund ihrer Größe in der Regel deutlich weniger gefährdet, ebenso robuste Schnecken wie Geweihschnecken, Rennschnecken oder Posthornschnecken. Wichtig ist, die Fische regelmäßig mit passendem Feinfutter zu versorgen, damit sie nicht ständig nach winzigen Beutetieren suchen müssen. Eine Garantie für Garnelennachwuchs gibt es bei kleinen Fischen dennoch nie; als lebendiges, bepflanztes Gesellschaftsbecken mit adulten Garnelen kann diese Kombination aber sehr reizvoll sein.
| Telefon: | Aquaristik: Anforderung aktueller Fischfotos und Videos per WhatsApp: 016099209130. |
|---|---|
| Temperaturbereiche: | Mäßig warm (22-23°C) - wenig zuheizen, Warm (24-26°C) - heizen |
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