Reiskärpfling, Oryzias javanicus
3,99 €*
1 Bonuspunkte für diesen Artikel (Wert 0,10 €)
Derzeit nicht verfügbar
Reiskärpfling, Oryzias javanicus
| Deutscher Name: | Reiskärpfling, Reisfisch |
| Wissenschaftlich: | Oryzias javanicus |
| Synonyme: | Javanischer Reiskärpfling; Medaka; Oryzias melastigma (veraltet, teils im Handel) |
| Herkunft: | Südostasien (Java, Sumatra, Borneo, Thailand, Malaysia) |
| Gesellschafts-Aquarium: | gut geeignet |
| Wasserwerte: | leicht brackig bis süß, pH ca. 7,0 – 8,0 |
| Temperatur: | ca. 22–28 °C |
| Beckengröße: | ab 60 cm |
| Bepflanzung: | dicht, mit freien Schwimmzonen |
| Futter: | Omnivor; feines Granulat, Kleinkrebschen, Artemia-Nauplien, Mückenlarven |
| Geschlechts-Unterschiede: | Männchen schlanker, intensiver gefärbt, verlängerte Rückenflosse |
| Zucht möglich: | Ja, Haftlaicher mit Eipaket am Weibchen |
| Maximale Größe: | bis zu 4 cm |
| Liefergröße: | ca. 2 cm |
| Mit Garnelen verträglich: | gut geeignet |
Herkunft des Reiskärpflings (Oryzias javanicus)
Der zierliche Reiskärpfling (Oryzias javanicus) stammt aus den warmen Tieflandgebieten Südostasiens, wo er sowohl in Süßwasser- als auch in leicht brackigen Küstenhabitaten vorkommt. Typische Lebensräume sind Reisfelder, langsam fließende Gräben, Mangrovenränder und dicht bewachsene Uferbereiche. Das Wasser ist dort sonnendurchflutet, reich an Kleinstlebewesen und oft schwach salzhaltig – eine Anpassung, die diese Art besonders robust und vielseitig macht.
Der Reiskärpfling zeigt ein lebhaftes, aber friedliches Schwarm- bzw. Gruppenverhalten und fällt durch seine silbrig-goldene Körperfarbe auf, die je nach Lichteinfall irisierende Nuancen entwickelt. Männchen tragen dezente Flossenverlängerungen, während Weibchen durch das charakteristische Eipaket unter dem Bauch sofort erkennbar sind. Diese feinen, anpassungsfähigen Oberflächenfische sind ein fester Bestandteil der südostasiatischen Kulturlandschaft und finden auch im Aquarium schnell Gefallen durch ihr natürliches Verhalten und ihre grazile, ruhige Art.
Reiskärpfling vergesellschaften
Der Reiskärpfling ist ein äußerst friedlicher Begleiter für ein gut strukturiertes Gesellschaftsbecken. Ideal sind ruhige, ähnlich kleine Arten wie Zwergbärblinge, Endler, kleine Regenbogenfische oder Garnelen. Da er ungern bedrängt wird, sollten hektische, stark territoriale oder räuberische Arten vermieden werden. In Gruppen von mindestens acht bis zehn Tieren zeigt er ein harmonisches Sozialverhalten, gleitet gemeinsam im oberen Bereich des Aquariums und wirkt in bepflanzten Becken besonders elegant.
Passende Wasserparameter
Oryzias javanicus ist flexibel und toleriert sowohl Süß- als auch leicht brackiges Wasser. Ein pH-Wert zwischen 7,0 und 8,0 sowie eine moderate Gesamthärte sorgen für optimale Bedingungen. Brackanteile von 1–3 g Salz pro Liter entsprechen vielen natürlichen Habitaten und unterstützen Vitalität und Farbintensität. Wichtig sind klare Wasserverhältnisse, eine sanfte Strömung und regelmäßige Teilwasserwechsel, damit die Tiere dauerhaft aktiv und gesund bleiben.
Haltungstemperatur
Mit 22–28 °C gedeiht der Reiskärpfling hervorragend. Konstante Temperaturen im mittleren Bereich fördern sein ruhiges Schwimmverhalten, seine Farben und seine Fortpflanzungsbereitschaft. Kurze Temperaturschwankungen werden gut vertragen, dauerhaft kühlere Werte sollten jedoch vermieden werden.
Die Beckengröße für Oryzias javanicus
Ein Aquarium ab 60 cm Länge bietet genug Raum für eine vitale Gruppe. Entscheidend sind freie Schwimmzonen im oberen Bereich sowie dichte Pflanzenstrukturen darunter, die Ruhe und Deckung geben. Feine Wurzeln, Schwimmpflanzen und etwas gedämpftes Licht lassen das natürliche Habitat authentisch wirken.
Bepflanzung
Dicht bepflanzte Zonen mit Vallisnerien, Hornkraut, Schwimmfarn oder Cryptocorynen wirken beruhigend auf diese sensible Art. Filigrane Pflanzenstrukturen ähneln den Reisfeldern und Gräben ihres Ursprungs und geben den Tieren Sicherheit. Freie Lichtflächen sollten dennoch vorhanden sein, damit das typische Gruppenverhalten gut beobachtet werden kann.
Das Futter für Reiskärpflinge
Reiskärpflinge sind Omnivoren mit Vorliebe für feine, bewegte Nahrung. Frisch geschlüpfte Artemia, Cyclops, feines Frostfutter und hochwertiges Mikrogranulat werden gern angenommen. Eine abwechslungsreiche, proteinbetonte Kost unterstützt Wachstum, Vitalität und die typische silbrige Färbung.
Geschlechtsunterschiede
Männchen sind etwas schlanker, farblich intensiver und zeigen feine Flossenverlängerungen. Weibchen wirken runder und tragen zur Laichzeit das gut sichtbare Eipaket unter dem Bauch, das sie bis zur Ablage mit sich führen. Dieses einzigartige Merkmal macht die Beobachtung der Art besonders faszinierend.
Die Zucht von Oryzias javanicus
Die Nachzucht gelingt in Gruppen sehr gut. Weibchen tragen ihre Eier mehrere Stunden bis Tage, bevor sie sie an feinfiedrigen Pflanzen oder Zuchtmops anheften. Die Jungfische sind winzig und benötigen Staubfutter oder frisch geschlüpfte Artemia. Stabile Wasserbedingungen und feines Pflanzenwerk fördern hohe Aufzuchterfolge.
Die Endgröße von Reiskärpflingen
Erwachsene Tiere erreichen etwa 4 cm und gehören damit zu den kleineren, eleganten Oberflächenfischen. Ihre Lebenserwartung liegt bei zwei bis drei Jahren, bei guter Pflege etwas länger.
Verträglichkeit mit Zwerggarnelen
Reiskärpflinge sind ausgezeichnet mit Zwerggarnelen kompatibel, da sie weder räuberisch auftreten noch Jungtiere gezielt jagen. In bepflanzten Becken entsteht eine harmonische, lebendige Gemeinschaft.
| Telefon: | Aquaristik: Anforderung aktueller Fischfotos und Videos per WhatsApp: 016099209130. |
|---|---|
| Temperaturbereiche: | Mäßig warm (22-23°C) - wenig zuheizen, Warm (24-26°C) - heizen, Zimmertemperatur (19-21°C) - kein Heizer in beheizten Räumen |
Anmelden
Fragen zum Artikel
Noch keine Fragen vorhanden.
Eigene Frage stellen
Die Antwort erscheint in der Regel innerhalb von 30 bis 45 Minuten nach Ihrer Frage.
Häufige Fragen (FAQ)
Wie gewöhne ich Zierfische nach der Ankunft ein?
Wie gewöhne ich Zierfische nach der Ankunft ein?
Um Stress und Temperaturschocks zu vermeiden, sollten neue Zierfische langsam eingewöhnt werden:
- Beutel schwimmen lassen – Legen Sie den verschlossenen Transportbeutel für ca. 20–30 Minuten auf die Wasseroberfläche des Aquariums, damit sich die Temperatur angleicht.
- Wasser schrittweise mischen – Öffnen Sie den Beutel vorsichtig und geben Sie alle 5–10 Minuten kleine Mengen Aquariumwasser hinzu, bis sich das Volumen mindestens verdoppelt hat (Dauer: ca. 45–90 Minuten).
- Fische umsetzen – Setzen Sie die Fische mit einem Kescher ins Aquarium, ohne das Transportwasser einzubringen, um Verunreinigungen zu vermeiden.
- Licht reduzieren – Dimmen Sie die Beleuchtung oder schalten Sie sie für einige Stunden aus, um den Stress zu minimieren.
- Erste Fütterung – Füttern Sie erst nach einigen Stunden oder am nächsten Tag, damit sich die Fische in Ruhe an die neue Umgebung gewöhnen können.
Durch diese langsame Eingewöhnung passen sich die Fische optimal an die neuen Wasserwerte an.
Wie werden Zierfische versendet?
Fische sind Wirbeltiere und werden von uns, den gesetzlichen Bestimmungen folgend, mit einem dafür zugelassenen Tierkurier (GO!) per Übernachtexpress versendet. Der Versand aller Zierfische erfolgt ganzjährig immer in einer hochwertigen, dickwandigen Styroporbox. Bei hohen Außentemperaturen werden die Fische mit zusätzlichem Wasservolumen vor Hitze geschützt. Im Winter legen wir zum Schutz vor Kälte Heatpacks bei und sorgen ggf. für eine zusätzliche Isolierung durch die Verwendung einer wärmereflektierende Spezialfolie als zusätzliche Isolierungschicht.
Je nach Art reisen die Fische entweder in kleineren Gruppen oder einzeln verpackt.
Wie kann ich Krankheiten bei Aquarienfischen vermeiden?
Damit deine Fische gesund und munter bleiben, sind einige grundlegende Maßnahmen erforderlich. Viele Fischkrankheiten entstehen durch schlechte Wasserqualität, Stress oder falsche Ernährung. Mit den folgenden Tipps kannst du das Risiko minimieren und für ein gesundes Aquarium sorgen.
1. Optimale Wasserqualität sicherstellen
- Regelmäßige Wasserwechsel durchführen (ca. 20-30 % alle 1-2 Wochen).
- Wichtige Wasserwerte kontrollieren:
- Temperatur (je nach Fischart passend einstellen)
- pH-Wert (artgerechter Bereich)
- Ammoniak & Nitrit: IMMER 0 mg/l (giftig für Fische)
- Nitrat: unter 25 mg/l (bei hohen Werten Wasser wechseln)
- Kein Chlor oder Schwermetalle im Wasser! Falls nötig, Wasseraufbereiter nutzen.
2. Gesunde Ernährung bieten
- Abwechslungsreiche Kost: Trockenfutter, Frostfutter (z. B. Artemia, Mysis), Lebendfutter (z. B. Wasserflöhe) und pflanzliche Nahrung (je nach Fischart).
- Überfütterung vermeiden: Fische sollten das Futter in 1-2 Minuten komplett fressen. Reste entfernen, um das Wasser nicht zu belasten.
- Spezialfutter je nach Art: Bodenfresser brauchen sinkendes Futter, Oberflächenfresser Flocken oder Granulat.
3. Neue Fische richtig eingewöhnen
- Langsame Anpassung: Neue Fische mit der Tropf-Methode oder schrittweiser Wasserzugabe an das Aquarium gewöhnen.
- Quarantäne für neue Fische: Falls möglich, 2-4 Wochen in einem separaten Becken halten, um Krankheiten nicht ins Hauptaquarium einzuschleppen.
- Transportwasser entsorgen: Neue Zierfische immer mit dem Kescher ins Becken geben, das Transportwasser entsorgen.
4. Stress vermeiden
- Artgerechte Vergesellschaftung: Keine aggressiven Fische mit friedlichen Arten mischen.
- Ausreichend Verstecke bieten (Pflanzen, Wurzeln, Höhlen).
- Keine plötzlichen Temperatur- oder Wasserwechsel – Fische reagieren empfindlich auf starke Schwankungen.
- Nicht zu viele Fische im Becken halten – Überbesatz führt zu Stress und Krankheiten.
5. Krankheiten frühzeitig erkennen
- Symptome wie weiße Punkte (Ichthyophthirius/“Pünktchenkrankheit“), Pilzbeläge, oder abstehende Schuppen können auf Krankheiten hinweisen.
- Verändertes Verhalten (z. B. schnelle Atmung, apathisches Verhalten, Schaukeln, Reiben an Gegenständen) kann ein frühes Warnzeichen sein.
- Infizierte Fische sofort isolieren und bei Bedarf mit geeigneten Medikamenten behandeln.
6. Aquariumpflege & Hygiene beachten
- Filter regelmäßig warten, aber nie komplett reinigen (sonst gehen wichtige Bakterien verloren).
- Bodengrund absaugen, um Futterreste und Kot zu entfernen.
- Keine Chemikalien oder Seifen beim Reinigen des Aquariums verwenden – nur Wasser oder spezielle Aquarienreiniger nutzen.
Wenn du diese Tipps beachtest, bleiben deine Fische gesund und das Aquarium stabil!
Geschlechtsauswahl bei unseren Fischen
Wenn wir eine gezielte Auswahl des Geschlechts bei Tieren vornehmen können ist dies immer direkt am Artikel angegeben. Bei vielen Tieren geht das leider aus verschiedenen Gründen nicht. Zum Beispiel weil bei Jungtieren die Färbung beider Geschlechter identisch ist, weil es keine äußeren Geschlechtsmerkmale gibt, weil wir beispielsweise immer nur ein Geschlecht geliefert bekommen oder aus diversen anderen Gründen.
Wir versuchen immer den Wünschen unserer Kunden nachzukommen wenn das irgendwie möglich ist.