Blaue Makropode, Macropodus opercularis BLUE
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Blaue Makropode, Macropodus opercularis BLUE
| Deutscher Name: | Blaue Makropode |
| Wissenschaftlich: | Macropodus opercularis BLUE |
| Synonyme: | Labrus opercularis, Polyacanthus opercularis, Macropodus chinensis, Macropodus viridiauratus, Macropodus ctenopsoides |
| Herkunft: | Südostasien (China, Vietnam, Laos) |
| Gesellschafts-Aquarium: | bedingt geeignet |
| Wasserwerte: | weich bis mittelhart, pH ca. 6,0 – 7,5 |
| Temperatur: | ca. 18 – 26 °C |
| Beckengröße: | ab 60 cm Kantenlänge |
| Bepflanzung: | dicht, mit Schwimmpflanzen und Rückzugszonen |
| Futter: | carnivor; Frost- und Lebendfutter, ergänzend Granulat |
| Geschlechts-Unterschiede: | Männchen farbintensiver mit verlängerten Flossen |
| Zucht möglich: | Ja, Schaumnestbauer |
| Maximale Größe: | bis ca. 10 cm |
| Liefergröße: | 3–4 cm |
| Mit Garnelen verträglich: | nicht empfehlenswert |
Herkunft der Blauen Makropode (Macropodus opercularis BLUE)
Die Blaue Makropode (Macropodus opercularis) stammt aus den gemäßigt-warmen Regionen Südostasiens und ist vor allem in China, Vietnam und angrenzenden Gebieten beheimatet. Dort lebt sie in langsam fließenden Gewässern, Reisfeldern, Gräben und Teichen, die oft stark verkrautet sind und saisonalen Schwankungen unterliegen. Diese Lebensräume zeichnen sich durch ruhiges Wasser, dichte Ufervegetation und einen hohen Anteil an Schwimm- und Unterwasserpflanzen aus. Häufig sind sie flach, zeitweise kühl und im Sommer deutlich wärmer, was die Anpassungsfähigkeit dieser Art eindrucksvoll erklärt. Die Blaue Makropode gehört zu den klassischen Labyrinthfischen und besitzt ein zusätzliches Atemorgan, mit dem sie atmosphärische Luft aufnehmen kann. Diese Fähigkeit erlaubt ihr das Überleben auch in sauerstoffarmen Gewässern. Bereits in der Erstbeschreibung durch Linnaeus wurde die Art noch unter dem Namen Labrus opercularis geführt – ein Hinweis auf ihre lange wissenschaftliche Geschichte und ihre frühe Bekanntheit in der Aquaristik. Die Farbform „BLUE“ zeigt eine besonders intensive, kühle Blauzeichnung mit metallischem Schimmer, die je nach Lichteinfall von Türkis bis Stahlblau reicht. Vor allem Männchen entwickeln unter guten Bedingungen eine beeindruckende Farbwirkung und ausdrucksstarke Flossen, die im Aquarium sofort ins Auge fallen.
Blaue Makropode vergesellschaften
Im Gesellschaftsaquarium ist die Blaue Makropode nur bedingt geeignet. Sie zeigt ein ausgeprägtes Revierverhalten und kann insbesondere gegenüber Artgenossen oder ähnlich gefärbten Fischen dominant auftreten. Ruhige, robuste Beifische, die sich überwiegend in anderen Wasserzonen aufhalten, können unter passenden Bedingungen funktionieren. Eine strukturreiche Einrichtung mit Sichtbarrieren ist dabei unerlässlich. Innerartlich empfiehlt sich die Haltung als Paar oder in klar gegliederten Becken, um Stress und Revierkonflikte zu vermeiden.
Passende Wasserparameter
Macropodus opercularis bevorzugt weiches bis mittelhartes Wasser mit einem pH-Wert zwischen 6,0 und 7,5. Die Art gilt als vergleichsweise tolerant, dennoch wirkt sich eine stabile Wasserqualität deutlich positiv auf Farbe, Verhalten und Vitalität aus. Regelmäßige Teilwasserwechsel und eine mäßige Filterströmung entsprechen den natürlichen Bedingungen und fördern ein ausgeglichenes Verhalten.
Haltungstemperatur
Die Blaue Makropode ist ungewöhnlich temperaturtolerant. Ein Bereich von etwa 18 bis 26 °C hat sich bewährt, wobei auch kühlere Phasen gut vertragen werden. Diese Eigenschaft macht sie besonders interessant für Aquarien ohne dauerhaft hohe Temperaturen oder ohne Heizstab, auch eine Haltung im Sommerteich ist denkbar. Wichtig ist vor allem ein stabiler Verlauf ohne abrupte Schwankungen.
Die Beckengröße für Macropodus opercularis BLUE
Ein Aquarium ab 60 cm Kantenlänge bietet ausreichend Raum für die Haltung dieser lebhaften Art. Entscheidend ist weniger das Volumen als die Struktur: Dichte Bepflanzung, Schwimmpflanzen und klar abgegrenzte Reviere geben Sicherheit und reduzieren Aggressionen. Freie Schwimmzonen sollten dennoch vorhanden sein, damit die Tiere ihr natürliches Bewegungsverhalten ausleben können. Ein dunkler Bodengrund unterstreicht die intensive Blaufärbung zusätzlich.
Bepflanzung
Eine üppige Bepflanzung mit feinfiedrigen Stängelpflanzen, Schwimmpflanzen und dichten Randzonen kommt der Blauen Makropode besonders entgegen. Schwimmpflanzen schaffen gedämpftes Licht und dienen als Ankerpunkte für Schaumnester. Gleichzeitig bieten sie Rückzugsmöglichkeiten und strukturieren das Becken auf natürliche Weise.
Das Futter für Blaue Makropoden
Die Blaue Makropode ernährt sich überwiegend carnivor. Frost- und Lebendfutter wie Mückenlarven, Artemia oder Daphnien werden bevorzugt angenommen. Ergänzend kann hochwertiges Granulat gereicht werden. Mehrere kleinere Fütterungen fördern Aktivität und Kondition und entsprechen dem natürlichen Fressverhalten.
Geschlechtsunterschiede
Männchen sind deutlich farbintensiver, größer und besitzen verlängerte, spitz auslaufende Flossen. Weibchen wirken kompakter und insgesamt zurückhaltender gefärbt. Besonders zur Fortpflanzungszeit zeigen Männchen ein ausgeprägtes Imponierverhalten mit gespreizten Flossen und intensiver Farbgebung.
Die Zucht von Macropodus opercularis BLUE
Die Blaue Makropode ist ein klassischer Schaumnestbauer. Das Männchen errichtet unter Schwimmpflanzen ein Schaumnest, in dem die Eier abgelegt und bewacht werden. Nach dem Schlupf übernimmt es zunächst die Pflege der Larven. Eine ruhige Umgebung und feines Erstfutter sind entscheidend für eine erfolgreiche Aufzucht.
Die Endgröße von Blauen Makropoden
Ausgewachsene Tiere erreichen eine Länge von bis zu 10 cm. Bei guter Pflege können Blaue Makropoden eine Lebenserwartung von etwa 6 bis 8 Jahren erreichen. Mit zunehmendem Alter entwickeln sie oft noch mehr Charakter und Präsenz im Aquarium.
Verträglichkeit mit Zwerggarnelen
Zwerggarnelen werden von Blauen Makropoden meist als Beute betrachtet und sind daher nicht als Beckenpartner geeignet. Auch größere Garnelenarten bieten keinen verlässlichen Schutz. Eine gemeinsame Haltung ist nicht zu empfehlen.
| Temperaturbereiche: | Mäßig warm (22-23°C) - wenig zuheizen, Warm (24-26°C) - heizen, Zimmertemperatur (19-21°C) - kein Heizer in beheizten Räumen |
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