Pfauenaugenbarsch, Centrarchus macropterus 10-15 cm (Kaltwasser)
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Pfauenaugenbarsch, Centrarchus macropterus 10-15 cm (Kaltwasser)
| Deutscher Name: | Pfauenaugenbarsch |
| Wissenschaftlich: | Centrarchus macropterus |
| Synonyme: | Pfauenaugensonnenbarsch, Flier |
| Herkunft: | Nordamerika, vor allem pflanzenreiche Still- und Schwachwasserzonen im Süden und Osten der USA |
| Teichgröße: | Ab 3.000 Liter, besser ab 5.000 Liter mit dichter Randbepflanzung und ruhigen Zonen |
| Wasserwerte: | Weiches bis mittelhartes Wasser, pH 6,0 - 7,5 |
| Temperatur: | 10 - 28 °C, ideal sind 18 - 24 °C |
| Futter: | Insektenlarven, Würmer, Frostfutter, kleine Krebstiere, gelegentlich kleine Fische |
| Geschlechtsunterschiede: | Männchen in der Laichzeit farbiger, sonst erst bei adulten Tieren vorsichtig zu erkennen |
| Zucht möglich: | Ja, bei ruhiger Haltung und saisonalem Temperaturverlauf grundsätzlich möglich |
| Maximale Größe: | Bis zu 29 cm |
| Liefergröße: | Ca. 10-12 cm |
Herkunft und Beschreibung des Pfauenaugenbarschs (Centrarchus macropterus)
Der Pfauenaugenbarsch, wissenschaftlich Centrarchus macropterus, ist ein ungewöhnlicher und im Teich wie auch im großen Kaltwasser- oder temperierten Aquarium ausgesprochen reizvoller Vertreter der Sonnenbarsche (Centrarchidae). Sein natürliches Verbreitungsgebiet liegt im Süden und Osten der USA, wo er keine reißenden Flüsse, sondern eher stille, warme und dicht bewachsene Gewässer bewohnt: Sümpfe, Altwasserzonen, pflanzenreiche Weiher, langsam strömende Bachabschnitte und ruhige Randbereiche kleiner Flüsse. Genau das sieht man ihm auch an. Der Körper ist hochrückig und seitlich deutlich abgeflacht, was ihm zusammen mit dem großen Auge und den transparenten Flossen eine fast schon scheibenartige, sehr eigene Silhouette verleiht. Besonders auffällig ist der dunkle Augenfleck im hinteren Bereich der Rückenflosse, dem der Pfauenaugenbarsch seinen deutschen Namen verdankt. Je nach Lichteinfall wirken die Tiere olivgrau, bräunlich, silbrig oder leicht grünlich, oft mit feiner Punktzeichnung und einem dunklen Strich unter dem Auge. Im Vergleich zu vielen bekannteren Sonnenbarschen wirkt diese Art etwas stiller, geheimnisvoller und weniger plakativer, gerade deshalb aber sehr charaktervoll. Häufig wird sie auch als Pfauenaugensonnenbarsch bezeichnet, im englischsprachigen Raum ist der Name Flier gebräuchlich. Bei guter Pflege, sauberem Wasser und einer ruhigen, naturnahen Umgebung erreicht der Pfauenaugenbarsch eine Lebenserwartung von etwa 6 Jahren und entwickelt sich zu einem faszinierenden Beobachtungsfisch, der nicht durch Hektik, sondern durch Präsenz, Form und Verhalten wirkt.
Natürlicher Lebensraum
In seiner Heimat lebt der Pfauenaugenbarsch nicht im offenen Strom, sondern dort, wo Wasser langsamer wird und Struktur entsteht. Typisch sind schlammige oder feinsandige Böden, eingespültes Laub, Wurzeln, versunkene Äste, Röhricht und dichte Unterwasserpflanzen, zwischen denen die Tiere Deckung finden und zugleich auf Beute lauern. Das Wasser ist oft eher weich, nicht selten leicht sauer, vielerorts leicht getönt und durch den Pflanzenwuchs und organisches Material biologisch sehr aktiv. Statt dauernder Strömung herrschen hier geschützte Buchten, verkrautete Randzonen und stille Freiräume zwischen Pflanzenpolstern. Dort hält sich der Pfauenaugenbarsch bevorzugt auf, nutzt Unterstände, steht gern etwas bodennäher oder zwischen Stängeln und zeigt ein ruhiges, konzentriertes Jagdverhalten. Für die Haltung bedeutet das: Diese Art möchte keine kahle, sterile Wasserfläche und keinen dauernd unruhigen Fischteich, sondern ein Umfeld mit Übergängen aus Deckung, Schatten, offenen Schwimmbereichen und gut eingewachsenen Randzonen.
Anforderungen an den Teich
Für die Pflege im Gartenteich eignet sich der Pfauenaugenbarsch am besten in ruhig aufgebauten, gut eingefahrenen Anlagen ab etwa 3.000 Litern, schöner und sicherer ist die Haltung jedoch in deutlich großzügigeren Teichen ab rund 5.000 Litern. Wichtig ist dabei nicht bloß das Volumen, sondern vor allem die Struktur. Flache Uferzonen mit Röhricht, Bereiche mit Unterwasserpflanzen, freie Schwimmflächen, Wurzelwerk, einzelne Steingruppen und schattige Rückzugsplätze kommen dem natürlichen Verhalten dieser Art deutlich näher als ein offenes, karges Wasserbecken. Starke Strömung ist nicht nötig; ruhige bis sanft bewegte Bereiche werden klar bevorzugt. Im Sommer zeigt sich der Pfauenaugenbarsch draußen besonders schön, weil Licht, Pflanzenwuchs und natürliche Kleinstlebewesen sein Verhalten sichtbar beleben. In sehr großen, tiefen und stabilen Teichen kann die Art kühlere Phasen gut wegstecken, in kleineren oder rasch auskühlenden Anlagen sollte die Überwinterung jedoch aufmerksam geplant werden. Ebenso ist die Haltung in großen Aquarien ab etwa 500 Litern grundsätzlich möglich, doch der eigentliche Reiz dieser Art entfaltet sich meist im naturnah eingerichteten Teich oder Kaltwasserraumbecken. Bitte beachten Sie außerdem, dass unsere Pfauenaugenbarsche ganzjährig aus temperierter Innenhälterung kommen. Der Umzug in den Gartenteich sollte daher erst bei dauerhaft milderen Außentemperaturen erfolgen, in der Regel ab dem Frühjahr, und immer mit sorgfältiger, langsamer Temperaturangleichung.
Passende Wasserparameter
Beim Wasser zeigt sich der Pfauenaugenbarsch durchaus anpassungsfähig, solange die Verhältnisse nicht dauernd kippen oder stark schwanken. Gut geeignet ist weiches bis mittelhartes Wasser mit einem pH-Wert zwischen 6,0 und 7,5. Wichtiger als ein theoretisch „perfekter“ Einzelwert ist in der Praxis eine saubere, stabile Wasserqualität mit guter Sauerstoffversorgung und ohne abrupte Temperaturstürze. Pflanzenreiche Teiche mit biologisch funktionierendem Gleichgewicht, mäßigem Nährstoffeintrag und ausreichend Schattenanteil kommen dieser Art sehr entgegen. In den warmen Monaten dürfen die Temperaturen durchaus deutlich ansteigen, ideal bewegt sich der Bereich aber meist zwischen 18 und 24 °C. Kurzfristig werden auch höhere oder niedrigere Werte vertragen, doch dauerhafte Extreme belasten die Tiere unnötig. Gerade bei dieser Art zahlt sich ein eingewachsener Teich mit ruhigem Wasserbild, beschatteten Rückzugszonen und geringer Hektik rund um den Besatz deutlich aus.
Ernährung
Der Pfauenaugenbarsch ist ein aufmerksamer Kleintierjäger, der in der Natur vor allem Wasserinsekten, Larven, Würmer, kleine Krebstiere, Egel und bei Gelegenheit auch sehr kleine Fische erbeutet. Entsprechend sollte die Fütterung abwechslungsreich, proteinbetont und nicht zu grob ausfallen. Sehr gut angenommen werden Insektenlarven, Mückenlarven, kleine Regenwürmer, Enchyträen, Artemia, Krill in passender Größe sowie hochwertiges Frostfutter. Im Teich profitiert die Art zusätzlich von natürlichem Aufwuchs und dem, was zwischen Pflanzen und Uferzonen an Kleinstlebewesen anfällt. Größere Exemplare schnappen auch einmal nach Fischbrut oder anderen kleinen tierischen Happen, ohne dabei zu groben Räubern zu werden. Wichtig ist, dass das Futter zum eher überlegten Jagdverhalten passt: lieber mehrere gut passende Portionen als hektisches Massenfüttern. Wer diese Art abwechslungsreich und sauber ernährt, wird schnell merken, wie aufmerksam sie Futterplätze wahrnimmt und wie gezielt einzelne Beutestücke aufgenommen werden.
Vergesellschaftung des Pfauenaugenbarschs
Bei der Vergesellschaftung ist Fingerspitzengefühl gefragt, denn der Pfauenaugenbarsch ist weder ein kompromissloser Räuber noch ein typischer Gesellschaftsfisch für beliebige Mischbesätze. Gut passen ruhige bis mäßig aktive Teicharten, die ähnliche Temperaturen schätzen und den Tieren weder dauerhaft das Futter streitig machen noch sie bedrängen. Denkbar sind in größeren, gut gegliederten Anlagen beispielsweise moderat wachsende Goldfische, Goldorfen nur mit Bedacht wegen ihrer Lebhaftigkeit, Schleien oder andere friedliche Teichfische ähnlicher Größe, sofern genügend Raum und Sichtschutz vorhanden sind. Weniger geeignet sind sehr hektische Fresser, grobe Wühler, stark druckvolle Schwimmer oder deutlich räuberischer besetzte Teichgemeinschaften. Auch sehr kleine Beifische, frisch geschlüpfte Jungfische und zierliche Wirbellose können auf Dauer problematisch werden, weil sie als Beute wahrgenommen werden können. Während der Fortpflanzungszeit steigt zudem die Revierverteidigung deutlich an. Wer diese Art schön erleben möchte, setzt deshalb eher auf einen ruhigen, nicht überladenen Besatz mit ausreichend Pflanzen, Wurzeln und Ausweichräumen statt auf einen dicht gefüllten Bewegungsteich.
Geschlechtsunterschiede
Sicher und früh lassen sich die Geschlechter beim Pfauenaugenbarsch nicht ohne Weiteres unterscheiden. Gerade bei jüngeren Tieren in der angebotenen Größe ist eine verlässliche Geschlechtsbestimmung meist noch nicht praktikabel. Erst bei adulten Exemplaren zeigen sich Unterschiede vorsichtig über Körperform und Auftreten. Männchen wirken in der Fortpflanzungszeit oft etwas markanter, farblich kontrastreicher und im Verhalten präsenter, während Weibchen dann meist etwas fülliger erscheinen können. Außerhalb der Laichphase bleibt die Unterscheidung jedoch schwierig, was bei vielen Sonnenbarschen keine Seltenheit ist. Für die normale Haltung ist das kein Nachteil, für gezielte Zuchtansätze sollte man aber mit einer Gruppe arbeiten oder bereits sicher bestimmte, ausgewachsene Tiere auswählen.
Die Zucht von Pfauenaugenbarschen
Die Zucht des Pfauenaugenbarschs ist grundsätzlich möglich und biologisch sehr interessant, setzt aber passende Jahreszeitenreize und eine ruhige Umgebung voraus. Zur Laichzeit wählt das Männchen einen geeigneten Platz in flacherem, geschütztem Wasser und bereitet dort ein Nest vor. Das Weibchen legt die Eier ab, anschließend übernimmt das Männchen die Bewachung und verteidigt Gelege und Brut mit bemerkenswerter Entschlossenheit. Gerade diese ausgeprägte Brutpflege macht die Art für Liebhaber nordamerikanischer Sonnenbarsche so spannend. Entscheidend sind sauberes Wasser, ein natürlicher Temperaturverlauf und geeignete Laichplätze mit feinem bis gemischtem Untergrund, Wurzeln, flachen Zonen und nicht zu viel Unruhe durch andere Fische. In großen, strukturierten Teichen oder entsprechend eingerichteten Kaltwasserbecken ist eine Nachzucht damit nicht ausgeschlossen, aber sie geschieht eher bei gezielter Haltung als nebenbei im beliebigen Gesellschaftsbesatz.
Maximale Größe des Pfauenaugenbarschs
Der Pfauenaugenbarsch kann eine maximale Länge von knapp 29 cm erreichen, bleibt im Alltag aber häufig spürbar darunter. Gerade diese Mischung aus stattlicher Wirkung und noch überschaubarer Endgröße macht ihn für Liebhaber besonderer Teichfische so interessant. Er wirkt im Wasser größer, als es das Maßband zunächst vermuten lässt, weil der Körper hoch gebaut ist und die Tiere mit ihren großen Augen und den ausladenden Flossen optisch viel Präsenz entfalten. Trotz der noch vergleichsweise moderaten Endgröße sollte man den Platzbedarf nicht unterschätzen: Ein ausgewachsener Pfauenaugenbarsch möchte strukturierte Rückzugsorte, freie Bahnen zwischen Pflanzen und eine Umgebung, in der er nicht ständig bedrängt wird. Bei guter Pflege, stabilen Wasserwerten und abwechslungsreicher Ernährung sind rund 6 Jahre Lebenserwartung realistisch, in besonders günstigen Bedingungen auch etwas darüber. Damit ist diese Art kein kurzlebiger Saisonfisch, sondern ein Charakterfisch, an dem man über Jahre Freude haben kann.
| Temperaturbereiche: | Kaltwasser (4-18°C) - kein Heizer |
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Häufige Fragen (FAQ)