Schmetterlingsbarbe, Barbus hulstaerti (Minifisch)
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Schmetterlingsbarbe, Barbus hulstaerti (Minifisch)
| Deutscher Name: | Schmetterlingsbarbe |
| Wissenschaftlich: | Barbus hulstaerti (Enteromius hulstaerti) |
| Synonyme: | Hulstaerts Barbe, Butterfly Barb (engl.), Enteromius hulstaerti |
| Herkunft: | Zentralafrika (Demokratische Republik Kongo, Einzugsgebiet des Kongo-Flusses) |
| Gesellschafts-Aquarium: | Bedingt geeignet; am besten im Artaquarium oder mit sehr ruhigen Beifischen |
| Wasserwerte: | sehr weich bis weich, pH-Wert ca. 5,0 - 6,5, huminstoffreich |
| Temperatur: | ca. 20 - 24 °C (bevorzugt kühlere Bedingungen) |
| Beckengröße: | ab 60 cm (ca. 54-60 Liter) für eine kleine Gruppe |
| Bepflanzung: | Dichte Randbepflanzung, Moose und zwingend Schwimmpflanzen |
| Futter: | Omnivore/Karnivore; feinstes Lebendfutter (Artemia, Daphnien), hochwertiges Staubfutter |
| Geschlechts-Unterschiede: | Männchen farbenprächtiger mit gelb-schwarzen Flossen, Weibchen blasser |
| Zucht möglich: | Ja, Freilaicher in Moospolstern (anspruchsvoll, da Laichräuber) |
| Maximale Größe: | bis zu 3,5 cm (im Aquarium meist um 2,5 - 3 cm) |
| Liefergröße: | ca. 1-2 cm |
| Mit Garnelen verträglich: | Ja, sehr gut geeignet für die Vergesellschaftung mit Zwerggarnelen |
Herkunft der Schmetterlingsbarbe (Barbus hulstaerti)
In den schattigen Tiefen der zentralafrikanischen Regenwälder verbirgt sich einer der farbenprächtigsten Schätze der Aquaristik: die Schmetterlingsbarbe. Wissenschaftlich als Barbus hulstaerti (oder aktuell Enteromius hulstaerti) beschrieben, gehört dieser winzige Juwel zur Familie der Karpfenfischartigen (Cyprinidae). Ihre Heimat liegt im riesigen Einzugsgebiet des Kongo-Flusses, speziell in den Provinzen Équateur und Mai-Ndombe in der Demokratischen Republik Kongo. Dort bewohnt sie kleine, flache Urwaldbäche und Sumpfgebiete, die von einem dichten Blätterdach fast vollständig beschattet werden. Das Wasser in diesen Biotopen ist extrem weich, sauer und durch herabfallendes Laub tief bernsteinfarben eingefärbt – ein klassisches Schwarzwasser-Habitat. Der Bodengrund besteht aus einer dicken Schicht aus Detritus, Laub und feinem Sand, zwischen denen die Barben in lockeren Schwärmen Schutz suchen. Optisch macht sie ihrem Namen alle Ehre: Auf einem gold-gelb schimmernden Körper sitzen markante, tiefschwarze Flecken, während die Flossen der Männchen in einem leuchtenden Gelb mit schwarzer Umrandung erstrahlen. Im Aquarium spiegelt sich ihr natürliches Verhalten wider, wenn sie elegant zwischen feingliedrigen Pflanzen hindurchgleiten. Sie sind keine hektischen Schwimmer, sondern ruhige Beobachter, die das gedämpfte Licht und die Geborgenheit eines gut strukturierten Beckens lieben. Wer diese kleinen Schmetterlinge pflegt, holt sich ein Stück geheimnisvollen Kongo direkt nach Hause, das bei jeder Fütterung durch seine Agilität und Farbenpracht verzaubert.
Schmetterlingsbarbe vergesellschaften
Aufgrund ihrer geringen Körpergröße und ihres eher schüchternen Wesens sollte die Schmetterlingsbarbe bevorzugt in einem Artaquarium gepflegt werden, um ihr volles Verhaltensspektrum bewundern zu können. Eine Vergesellschaftung ist jedoch möglich, wenn die Partner sehr sorgfältig gewählt werden. Ideal sind kleine, friedliche Bodenbewohner wie kleinbleibende Panzerwelse oder andere sehr ruhige Minifische aus ähnlichen Habitaten. Hektische oder gar aggressive Mitbewohner würden die Barben unterdrücken, was dazu führt, dass sie ihre prächtigen Farben verlieren und sich nur noch verstecken. In einer Gruppe von mindestens 8 bis 10 Tieren fühlen sie sich sicher und zeigen ein faszinierendes Sozialgefüge, bei dem die Männchen in harmlosem Imponiergehabe ihre Flossen wie Schmetterlingsflügel aufspannen.
Passende Wasserparameter
Die Pflege von Barbus hulstaerti erfordert ein wenig Fingerspitzengefühl bei der Wasseraufbereitung. Als echte Schwarzwasserbewohner benötigen sie sehr weiches und saures Wasser (pH-Wert zwischen 5,0 und 6,5). Die Karbonathärte sollte idealerweise kaum messbar sein. Die Zugabe von Huminstoffen durch Erlenzapfen, Seemandelbaumblätter oder Torffilterung ist nicht nur für die Gesundheit der Tiere förderlich, sondern sorgt auch für die typische Färbung des Wassers, in der ihre gelben Flossen erst richtig leuchten. Eine geringe Keimbelastung ist essentiell, daher sind regelmäßige, aber behutsame Wasserwechsel mit aufbereitetem Osmosewasser der Schlüssel zum Erfolg.
Haltungstemperatur
Interessanterweise bevorzugt die Schmetterlingsbarbe keine tropische Hitze. Ein Bereich zwischen 20 und 24 °C ist ideal für diese Art. Dauerhaft zu hohe Temperaturen führen zu einem beschleunigten Stoffwechsel und verkürzen die Lebensspanne der kleinen Tiere erheblich. Im Winter darf die Temperatur sogar kurzzeitig auf 18 °C sinken, was dem natürlichen Rhythmus ihrer Heimat entspricht. Diese etwas kühleren Bedingungen fördern oft die Vitalität und lassen die Farben der Männchen noch intensiver erscheinen, da sie sich in diesem Bereich sichtlich wohler fühlen.
Die Beckengröße für Barbus hulstaerti
Obwohl die Fische winzig sind, benötigen sie Raum für ihre sozialen Interaktionen. Ein Aquarium ab 60 cm Länge ist für eine Gruppe zu empfehlen. Die Einrichtung sollte aus vielen Versteckmöglichkeiten bestehen, die durch Wurzeln und Steine geschaffen werden. Ein dunkler Bodengrund ist von großem Vorteil, da er den Fischen Sicherheit vermittelt und ihre Farben nicht "verblassen" lässt. Da sie gerne in der unteren und mittleren Wasserregion patrouillieren, sollte dort genügend Struktur vorhanden sein. Eine gute Abdeckung ist ratsam, auch wenn sie keine ausgeprägten Springer sind – Sicherheit geht im Minifisch-Aquarium immer vor.
Bepflanzung
Die Bepflanzung sollte dem Bedürfnis nach Schutz Rechnung tragen. Feingliedrige Pflanzen wie Java-Moos, kleine Cryptocorynen und besonders eine dichte Decke aus Schwimmpflanzen (z.B. Froschbiss oder Muschelblumen) sind ideal. Die Schwimmpflanzen beschatten das Becken und simulieren das Blätterdach des Regenwaldes, was den Stresspegel der Schmetterlingsbarben massiv senkt. In Moospolstern suchen die Tiere nicht nur nach Nahrung, sondern nutzen diese auch als potenzielle Laichplätze. Eine Kombination aus dichtem "Dschungel" an den Rändern und etwas freierem Raum in der Mitte schafft ein harmonisches Beckenbild.
Das Futter für Schmetterlingsbarben
Bei der Ernährung der Schmetterlingsbarbe ist die Größe der Nahrung entscheidend. Als feine Allesfresser mit karnivorem Schwerpunkt bevorzugen sie kleinstes Lebendfutter wie frisch geschlüpfte Artemia-Nauplien, Mikrowürmchen oder Siebe-Daphnien. Auch hochwertiges Staubfutter oder sehr feines Granulat wird nach einer Gewöhnungsphase meist gut angenommen. Eine abwechslungsreiche Fütterung ist wichtig, damit die Tiere ihre volle Farbenpracht entwickeln und die Weibchen einen gesunden Laichansatz bilden können. Mehrmalige kleine Gaben täglich entsprechen ihrem natürlichen Suchverhalten im Biotop.
Geschlechtsunterschiede
Die Geschlechter lassen sich bei der Schmetterlingsbarbe sehr gut unterscheiden, sobald die Tiere etwa 1,5 cm groß sind. Die Männchen sind die wahren Prachtstücke: Ihre Rücken-, After- und Bauchflossen leuchten kräftig gelb und sind von einem tiefschwarzen Saum eingefasst. Die Weibchen hingegen sind insgesamt blasser gefärbt, ihre Flossen zeigen oft nur einen Hauch von Gelb oder sind fast transparent. Zudem wirken geschlechtsreife Weibchen deutlich fülliger und rundlicher in der Bauchpartie, während die Männchen eine schlanke, stromlinienförmige Silhouette beibehalten.
Die Zucht von Barbus hulstaerti
Die Nachzucht im Aquarium ist möglich, erfordert aber Vorbereitung. Die Schmetterlingsbarben sind Freilaicher, die ihre Eier bevorzugt in feinen Moosen oder zwischen den Wurzeln von Schwimmpflanzen ablegen. Eine Absenkung des pH-Werts und eine leichte Temperaturschwankung können die Laichbereitschaft triggern. Da die Eltern leider starke Laichräuber sind, empfiehlt sich ein separater Zuchttank oder der Einsatz eines Laichrosts. Die winzigen Larven schlüpfen nach etwa zwei Tagen und müssen nach dem Freischwimmen mit feinstem Pantoffeltierchen oder anderem Infusorienfutter aufgezogen werden, bevor sie groß genug für Artemia-Nauplien sind.
Die Endgröße von Schmetterlingsbarben
Diese Zwerge unter den Barben erreichen eine maximale Körperlänge von bis zu 3,5 cm, wobei die meisten Exemplare im Aquarium bei ca. 3 cm ausgewachsen sind. Trotz ihrer geringen Größe können sie bei optimalen Wasserbedingungen und artgerechter Pflege eine Lebenserwartung von ca. 3 bis 5 Jahren erreichen. Es ist faszinierend zu sehen, wie diese winzigen Fische über die Jahre an Charakter gewinnen und trotz ihrer Kleinheit den Mittelpunkt eines jeden Naturaquariums bilden können.
Verträglichkeit mit Zwerggarnelen
Die Schmetterlingsbarbe ist einer der idealen Partner für ein Garnelenaquarium. Aufgrund ihres sehr kleinen Mauls stellen sie selbst für frisch geschlüpfte Zwerggarnelen kaum eine Gefahr dar, sofern das Becken gut bepflanzt ist. Sie agieren friedlich und lassen die Garnelen gewähren, was sie zu einer perfekten Wahl für Aquarianer macht, die Fische und Wirbellose kombinieren möchten. Lediglich bei sehr hungrigen Barben könnte mal ein unvorsichtiges Garnelenbaby im Vorbeischwimmen erbeutet werden, was jedoch bei regelmäßiger Fütterung der Fische die absolute Ausnahme bleibt.
| Temperaturbereiche: | Mäßig warm (22-23°C) - wenig zuheizen, Sehr warm (27-30°C) - viel heizen, Warm (24-26°C) - heizen |
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Frage : Wieso steht im Namen 5 Stück? Wieviel kostet ein Tier? Falls ich die Menge 1 bestelle bekomm ich 1 oder 5 Tiere für den Preis?
Von : einem Kunden
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