41,99 €*
Lieferung in 3-7 Tagen
Diadem-Seeigel, Diadema setosum
| Deutscher Name: | Diadem-Seeigel |
| Wissenschaftlich: | Diadema setosum |
| Synonyme: | Langstachel-Seeigel, Long-spined Sea Urchin, Black Longspine Urchin |
| Herkunft: | Indopazifik |
| Riff-Aquarium: | gut geeignet |
| Lichtbedarf: | mittel bis stark (fördert Algenaufwuchs) |
| Strömung: | moderat bis kräftig |
| Wasserwerte: | Salinität 34–35 PSU, pH 8,1–8,4, Dichte ca. 1.023 |
| Temperatur: | 24–27 °C |
| Beckengröße: | ab 60 cm |
| Symbiose-Partner: | gelegentlich kleine Garnelen oder Jungfische zwischen den Stacheln |
| Futter: | Algenaufwuchs, Fadenalgen, Algenblätter |
| Nachzucht möglich: | theoretisch ja (Freilaicher) |
| Maximale Größe: | bis etwa 8 cm Körperdurchmesser |
| Liefergröße: | 6–8 cm |
Herkunft und natürlicher Lebensraum
In den tropischen Korallenriffen des Indopazifiks gehört der Diadem-Seeigel (Diadema setosum) zu den auffälligsten Wirbellosen überhaupt. Die Art aus der Familie der Diadematidae besiedelt flache Lagunen, Riffkanten und Korallenhänge von Ostafrika über das Rote Meer bis nach Indonesien, Japan und in weite Teile des Pazifiks. Dort findet man ihn meist auf felsigem Untergrund, zwischen abgestorbenen Korallenästen oder in Spalten lebender Riffe, wo ein dichter Teppich aus Mikroalgen und Aufwuchsorganismen wächst. Sein Erscheinungsbild ist unverwechselbar: Ein dunkler Körper, aus dem extrem lange, nadelfeine Stacheln strahlenförmig hervorgehen und dem Tier eine fast kugelige Silhouette verleihen. Diese Stacheln dienen nicht nur als wirksamer Schutz gegen Fressfeinde, sondern erlauben dem Seeigel auch eine erstaunlich sichere Bewegung zwischen engen Riffstrukturen. Tagsüber hält er sich häufig in geschützten Spalten auf, während er in der Dämmerung zunehmend aktiv wird und größere Flächen nach Algenbelägen absucht. Auf diese Weise erfüllt er im natürlichen Riff eine wichtige ökologische Funktion, denn durch das kontinuierliche Abweiden von Aufwuchs verhindert er, dass Algen die Korallen überwuchern.
Haltung und Riff-Tauglichkeit
Im Meerwasseraquarium übernimmt der Diadem-Seeigel eine ähnliche Rolle wie im natürlichen Riff und gehört daher zu den nützlichen Mitgliedern einer funktionierenden Cleaning-Crew. Mit seiner kräftigen Raspelzunge entfernt er Algenbeläge von Gestein, Dekoration und Bodengrund und hilft so dabei, das biologische Gleichgewicht des Systems zu stabilisieren. Korallen und andere sessile Wirbellose werden von ihm nicht angegriffen, weshalb er grundsätzlich als "Reef Safe" gilt. Aufgrund seiner langen Stacheln benötigt er jedoch ausreichend Raum im Riffaufbau, denn beim Wandern über das Gestein können lose aufliegende Korallenableger oder Dekorationsteile verschoben werden. Ebenso wichtig ist ein stabil aufgebautes Riffgerüst, damit sich der Seeigel sicher zwischen den Strukturen bewegen kann. Beim Hantieren im Aquarium sollte man zudem vorsichtig sein, denn die langen, dünnen Stacheln können leicht abbrechen und bei Berührung schmerzhaft in die Haut eindringen. Beim Arbeiten im Aquarium ist daher ein vorsichtiges Vorgehen ratsam, um Stichverletzungen zu vermeiden. Wird der Riffaufbau stabil gestaltet und arbeitet man aufmerksam im Becken, entwickelt sich der Diadem-Seeigel zu einem faszinierenden und gleichzeitig sehr nützlichen Bewohner eines Riffaquariums.
Optimale Wasserwerte und Bedingungen
Wie viele Stachelhäuter reagiert auch Diadema setosum empfindlich auf schwankende Wasserparameter, weshalb ein gut eingefahrenes und stabiles Meerwassersystem die wichtigste Voraussetzung für eine erfolgreiche Pflege darstellt. Eine konstante Salinität zwischen 34 und 35 PSU sowie ein pH-Wert von etwa 8,1 bis 8,4 bilden die Grundlage für eine langfristig stabile Haltung. Da Seeigel ein Kalkskelett besitzen, ist eine ausreichende Versorgung mit Calcium und Karbonathärte ebenfalls entscheidend, denn ein Mineralstoffmangel kann sich langfristig negativ auf Stachelstruktur und Bewegungsaktivität auswirken. Ebenso wichtig ist eine möglichst stabile Dichte des Wassers, da schnelle Veränderungen von vielen Seeigelarten schlecht toleriert werden. Ein Aquarium mit ausreichendem Wasservolumen und stabiler biologischer Filterung sorgt dafür, dass diese Werte konstant bleiben und der Seeigel über viele Jahre vital bleibt.
Licht und Strömung für Diadema setosum
Direkte Lichtansprüche hat der Diadem-Seeigel zwar nicht, doch profitiert er stark von einer gut beleuchteten Riffanlage, denn intensives Licht fördert das Wachstum von Mikroalgen und Aufwuchsorganismen, die seine natürliche Nahrung darstellen. In hellen Aquarien findet er daher meist ausreichend Algenbeläge auf Gestein und Dekoration. Auch eine lebhafte Wasserbewegung entspricht seinem natürlichen Lebensraum, da er in der Natur häufig in Bereichen lebt, in denen Wellenbewegung und Strömung für eine ständige Durchmischung des Wassers sorgen. Moderat bis kräftige Strömung bringt frische Nährstoffe an die Riffoberflächen und fördert so das Wachstum neuer Aufwuchsflächen, die der Seeigel anschließend abweiden kann.
Symbiose und Sozialverhalten
Der Diadem-Seeigel lebt meist als Einzelgänger, lässt sich jedoch problemlos mit anderen Wirbellosen und friedlichen Fischen zusammen pflegen. In natürlichen Riffen nutzen zahlreiche kleinere Tiere seine langen Stacheln als Schutzraum vor Fressfeinden, weshalb man gelegentlich Garnelen oder Jungfische zwischen den Stacheln beobachten kann. Ein besonders interessantes Verhalten dieser Art besteht darin, dass sie mit ihren Ambulakralfüßchen kleine Gegenstände aufnehmen und auf dem Körper transportieren kann. Dabei werden Muschelschalen, Korallenbruchstücke oder auch Algenstücke zwischen den Stacheln getragen, was vermutlich als Tarnung oder als Schutz vor starkem Licht dient. Dieses Verhalten lässt sich auch im Aquarium beobachten und sorgt manchmal dafür, dass der Seeigel kleine Dekoteile oder lose Korallenbruchstücke kurzzeitig „einsammelt“, bevor er sie später wieder ablegt.
Ernährung des Diadem-Seeigels
Die Ernährung besteht überwiegend aus Mikroalgen, Aufwuchsorganismen und jungen Fadenalgen, die mit der kräftigen Raspelzunge vom Untergrund abgeschabt werden. In gut eingefahrenen Meerwasseraquarien findet der Seeigel auf lebendem Gestein meist ausreichend natürliche Nahrung. Sollte der Aufwuchs im Aquarium jedoch sehr gering sein, kann ergänzend mit getrockneten Algenblättern oder speziellen Futtertabletten für herbivore Meerwasserbewohner zugefüttert werden. Ein aktiver Seeigel, der regelmäßig über Gestein und Bodengrund wandert, zeigt in der Regel deutlich, dass er ausreichend Nahrung findet.
Zucht und Vermehrung
Die Fortpflanzung erfolgt über die Freisetzung von Ei- und Samenzellen ins freie Wasser, ein bei vielen Seeigelarten verbreiteter Fortpflanzungsmodus. Dieses sogenannte Broadcast-Spawning kann auch im Aquarium gelegentlich beobachtet werden, wenn mehrere Tiere gleichzeitig ihre Keimzellen ins Wasser abgeben. Aus den befruchteten Eiern entwickeln sich planktonische Larven, die zunächst frei im Wasser treiben und mehrere Entwicklungsstadien durchlaufen. Die Aufzucht dieser Larven im Aquarium ist jedoch schwierig, da sie empfindlich auf Strömung und Filtration reagieren und leicht von Filtersystemen oder Abschäumern erfasst werden. In sehr stabilen Aquarien tauchen dennoch gelegentlich winzige Jungtiere auf, was zeigt, dass zumindest ein Teil der Larvenentwicklung erfolgreich verlaufen ist.
Endgröße und Lebenserwartung
Der Diadem-Seeigel erreicht einen Körperdurchmesser von etwa 8 cm, wobei seine langen Stacheln ein Vielfaches dieser Länge erreichen können und ihm sein charakteristisches Erscheinungsbild verleihen. Bei stabilen Wasserwerten, ausreichendem Algenaufwuchs und einer gut strukturierten Riffanlage kann Diadema setosum im Meerwasseraquarium eine Lebenserwartung von etwa 5 bis 7 Jahren erreichen und bleibt damit über viele Jahre ein faszinierender Bestandteil des Riffökosystems im Aquarium.
| Temperaturbereiche: | Mäßig warm (22-23°C) - wenig zuheizen, Sehr warm (27-30°C) - viel heizen, Warm (24-26°C) - heizen |
|---|
Anmelden
Ähnliche Artikel
Inhalt: 300 Milliliter (5,10 €* / 100 Milliliter)
Häufige Fragen (FAQ)