49,99 €*
Lieferung in 3-7 Tagen
Weißband-Putzergarnele, Lysmata amboinensis, 3-4 cm
| Deutscher Name: | Weißband-Putzergarnele |
| Wissenschaftlich: | Lysmata amboinensis |
| Synonyme: | Rotweiße Putzergarnele, Weißband-Garnele, Skunk Cleaner Shrimp, Scarlet Cleaner Shrimp |
| Herkunft: | Indopazifik |
| Riff-Aquarium: | hervorragend geeignet |
| Lichtbedarf: | gering bis mittel |
| Strömung: | moderat |
| Wasserwerte: | Salinität 34–35 PSU, pH 8,1–8,4, Dichte ca. 1.023 |
| Temperatur: | 24–27 °C |
| Beckengröße: | ab 60 cm (ca. 60–80 Liter) |
| Symbiose-Partner: | zahlreiche Riff-Fische (Putzsymbiose) |
| Futter: | Frostfutter, feines Granulat, Futterreste, Parasiten |
| Nachzucht möglich: | theoretisch ja (Larvenstadium planktonisch) |
| Maximale Größe: | bis zu 6 cm |
| Liefergröße: | ca. 3–4 cm |
Herkunft und natürlicher Lebensraum
Zwischen verzweigten Korallenstöcken und schattigen Spalten tropischer Riffe fällt ein Tier besonders auf: die leuchtend rot gefärbte Weißband-Putzergarnele (Lysmata amboinensis). Sie gehört zur Familie der Hippolytidae und ist in weiten Bereichen des Indopazifiks verbreitet – von Ostafrika über Indonesien bis zu den Korallenriffen Australiens und Polynesiens. In der Natur lebt sie bevorzugt in geschützten Riffpassagen, kleinen Höhlen und unter überhängenden Korallenästen, wo sie einen festen Standort als sogenannte „Putzstation“ etabliert. Dort warten die Garnelen gut sichtbar auf vorbeiziehende Fische, die sich bereitwillig reinigen lassen. Das klare Wasser dieser Regionen ist warm, lichtdurchflutet und reich an Strömung, während der Untergrund aus lebenden Korallen, Kalkalgen, Sandflächen und zerbrochenem Korallenschutt besteht. Die kontrastreiche Zeichnung mit dem markanten weißen Rückenstreifen und den langen weißen Antennen macht die Tiere schon von weitem sichtbar – ein bewusstes Signal an Fische, dass hier ein zuverlässiger Reinigungspartner wartet. Dieses Verhalten sorgt nicht nur für Nahrung, sondern auch für eine bemerkenswerte Interaktion zwischen Garnelen und Fischen, die man im Aquarium hervorragend beobachten kann.
Haltung und Riff-Tauglichkeit
Die Weißband-Putzergarnele gehört zu den beliebtesten Wirbellosen im Meerwasseraquarium, weil sie aktiv, friedlich und ausgesprochen neugierig ist. In einem gut strukturierten Riffbecken fühlt sie sich besonders wohl, wenn zahlreiche Spalten, Höhlen oder kleine Überhänge vorhanden sind. Solche Rückzugsorte nutzt sie als festen Standort, von dem aus sie regelmäßig ins freie Wasser tritt, um Fische zu reinigen oder nach Nahrung zu suchen. Im Gegensatz zu vielen anderen Garnelenarten zeigt sie sich auch tagsüber häufig offen im Aquarium und verliert ihre Scheu schnell gegenüber den Bewohnern und dem Pfleger. Da sie Korallen, Anemonen oder andere Wirbellose nicht beschädigt, gilt sie als vollständig riffgeeignet. Selbst empfindliche SPS- und LPS-Korallen werden von ihr ignoriert. Ein stabiler Riffaufbau mit lebendem Gestein bietet ideale Bedingungen, da sich hier natürliche Mikrofauna und organische Partikel sammeln, die zusätzlich als Nahrung dienen.
Optimale Wasserwerte und Bedingungen
Für eine langfristig erfolgreiche Pflege benötigt Lysmata amboinensis stabile Meerwasserbedingungen ohne starke Schwankungen. Besonders wichtig ist eine konstante Salinität zwischen 34 und 35 PSU sowie ein stabiler pH-Wert von 8,1 bis 8,4. Wie viele Krebstiere reagiert sie empfindlich auf abrupte Änderungen der Dichte oder Temperatur. Eine gute biologische Stabilität des Systems – typischerweise erreicht in Aquarien ab etwa 60 cm Kantenlänge – sorgt für ausreichend Puffer gegen kurzfristige Veränderungen. Regelmäßige Wasserwechsel, eine funktionierende Abschäumung und stabile Mineralwerte unterstützen die Häutung und das Wachstum der Tiere. Kupferhaltige Medikamente oder andere Schwermetalle sollten im Aquarium unbedingt vermieden werden, da Garnelen sehr sensibel darauf reagieren.
Licht und Strömung für Lysmata amboinensis
Die Weißband-Putzergarnele stellt keine direkten Anforderungen an die Beleuchtung, da sie selbst keine photosynthetischen Prozesse nutzt. Dennoch fühlt sie sich in typischen Riffbeleuchtungen mit moderater bis kräftiger Intensität wohl, da diese das Wachstum von Mikroorganismen und Algen fördern, die Teil ihrer natürlichen Nahrung sind. In der Natur leben diese Garnelen in Bereichen mit stetiger Wasserbewegung, weshalb eine moderate Strömung auch im Aquarium ideal ist. In solchen Strömungszonen schweben regelmäßig feine Partikel und Futterreste vorbei, die von den Garnelen geschickt aus dem Wasser gefiltert werden. Gleichzeitig sorgt eine gute Wasserbewegung für ausreichend Sauerstoff und eine gleichmäßige Verteilung von Nährstoffen im gesamten Becken.
Symbiose und Sozialverhalten
Das wohl bekannteste Verhalten dieser Art ist ihre Rolle als Putzgarnele. Fische nehmen aktiv Kontakt zu ihr auf, indem sie sich ruhig in ihre Nähe stellen oder seitlich kippen. Die Garnele klettert dann über den Körper des Fisches und entfernt Parasiten, abgestorbene Hautpartikel und Futterreste. Dieses Verhalten kann man selbst im Aquarium regelmäßig beobachten. Die Tiere sind untereinander ausgesprochen tolerant und lassen sich gut paarweise oder in kleinen Gruppen pflegen. Häufig bilden sie lockere Reinigungsstationen, an denen mehrere Garnelen gleichzeitig arbeiten. Gegenüber anderen Garnelenarten bleiben sie meist friedlich, solange ausreichend Platz und Rückzugsorte vorhanden sind.
Ernährung der Weißband-Putzergarnele
In freier Natur besteht die Nahrung hauptsächlich aus Parasiten, organischen Partikeln und kleinen Resten von Fischfutter. Im Aquarium zeigt sich die Art sehr anpassungsfähig und nimmt bereitwillig verschiedenes Futter an. Besonders beliebt sind feines Frostfutter wie Artemia, Mysis oder Krillstücke sowie kleine Granulate und spezielle Garnelenfutter. Auch Futterreste, die beim Füttern der Fische entstehen, werden zuverlässig aufgenommen. Diese vielseitige Ernährung macht die Garnelen zu einem nützlichen Bestandteil der „Clean-up-Crew“, da sie organische Reste verwerten, die sonst das Wasser belasten könnten.
Zucht und Vermehrung
Die Fortpflanzung dieser Art ist biologisch sehr interessant, da alle Tiere funktionell sowohl männliche als auch weibliche Geschlechtsorgane besitzen. In einem Aquarium können deshalb zwei adulte Garnelen regelmäßig Eier produzieren. Nach der Paarung trägt ein Tier die befruchteten Eier unter dem Hinterleib, wo sie mehrere Wochen lang gepflegt werden. Beim Schlüpfen werden die winzigen Larven ins freie Wasser entlassen. Diese Larven leben zunächst planktonisch und benötigen spezielles Mikroplankton sowie separate Aufzuchtbecken, um sich erfolgreich weiterzuentwickeln. In normalen Aquarien überleben die Larven meist nur kurze Zeit, weshalb eine gezielte Nachzucht anspruchsvoll bleibt. Trotzdem zeigen tragende Tiere eindrucksvoll, wie aktiv und vital sich diese Garnelen im Aquarium entwickeln können.
Endgröße und Lebenserwartung
Adulte Weißband-Putzergarnelen erreichen eine Körperlänge von etwa 5 bis 6 cm. Bei stabilen Wasserwerten, abwechslungsreicher Fütterung und ruhigen Mitbewohnern können sie im Meerwasseraquarium eine Lebenserwartung von bis zu 5 Jahren erreichen. Während dieser Zeit häuten sie sich regelmäßig und wachsen dabei langsam weiter. Mit ihrem auffälligen Erscheinungsbild, den langen weißen Antennen und ihrem aktiven Verhalten gehören sie zu den Tieren, die im Aquarium immer wieder Aufmerksamkeit auf sich ziehen und für lebendige Interaktionen zwischen den Bewohnern sorgen.
| Temperaturbereiche: | Warm (24-26°C) - heizen |
|---|
Anmelden
Ähnliche Artikel
Inhalt: 300 Milliliter (5,10 €* / 100 Milliliter)
Häufige Fragen (FAQ)