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Hirschgeweih Antennenwels, Ancistrus triradiatus, LDA72

Algenweider

Raspelt Aufwuchs von Holz und Steinen ab und ergänzt so die tägliche Fütterung

Sozial verträglich

Ignoriert Beifische meist vollständig und bleibt auch bei Begegnungen gelassen

Geweihartige Antennen

Verzweigte Kopffortsätze geben dem Tier sein markantes, unverwechselbares Profil

Charakterfisch

Entwickelt mit der Zeit feste Routinen und wird als Individuum gut wiedererkennbar

Hirschgeweih Antennenwels, Ancistrus triradiatus, LDA72


Auf einen Blick: Hirschgeweih Antennenwels, Ancistrus triradiatus (LDA72)
Deutscher Name: Hirschgeweih Antennenwels
Wissenschaftlich: Ancistrus triradiatus
Synonyme: LDA72, Triradiatus Bristlenose (engl.)
Herkunft: Südamerika (Orinoco-Einzugsgebiet, Kolumbien, Venezuela)
Gesellschafts-Aquarium: gut geeignet
Wasserwerte: weich bis mittelhart, pH ca. 6,0–7,5
Temperatur: ca. 23–27 °C
Beckengröße: ab 80 cm Kantenlänge
Bepflanzung: robust, mit Wurzeln und Schattenzonen
Futter: Omnivor mit starker pflanzlicher Ausrichtung
Geschlechts-Unterschiede: Männchen mit stark verzweigten Antennen
Zucht möglich: Ja, Höhlenbrüter
Maximale Größe: bis ca. 12 cm
Liefergröße: ca. 6–8 cm
Mit Garnelen verträglich: in der Regel gut geeignet
Im Detail: Hirschgeweih Antennenwels, Ancistrus triradiatus (LDA72)

Herkunft des Hirschgeweih Antennenwelses (Ancistrus triradiatus)

Der Hirschgeweih Antennenwels (Ancistrus triradiatus, LDA72) stammt aus dem nördlichen Südamerika und ist im weit verzweigten Orinoco-Einzugsgebiet in Kolumbien und Venezuela beheimatet. Dort bewohnt er kleinere bis mittelgroße Flüsse sowie ruhigere Nebenarme, die von Wurzeln, überhängender Ufervegetation und Laubansammlungen geprägt sind. Der Bodengrund besteht überwiegend aus Sand, feinem Kies und organischem Material, zwischen dem sich immer wieder größere Steine und Holzstrukturen finden. Die Strömung ist moderat, das Wasser meist klar bis leicht getönt, mit wechselnden Lichtverhältnissen durch dichten Uferbewuchs. Charakteristisch für den natürlichen Lebensraum sind schattige Bereiche, in denen sich Aufwuchs aus Algen und Mikroorganismen bildet – eine wichtige Nahrungsgrundlage dieser Art. Optisch fällt Ancistrus triradiatus besonders durch die stark verzweigten Kopfantennen der Männchen auf, die an ein kleines Geweih erinnern und der Art ihren deutschen Namen verliehen haben. Die Grundfärbung ist dunkelbraun bis schwarz mit feiner, kontrastreicher Zeichnung. Als Mitglied der Familie Loricariidae lebt der Hirschgeweih Antennenwels bodennah, nutzt Höhlen und Spalten als Rückzugsorte und zeigt auch im Aquarium ein ruhiges, gut beobachtbares Verhalten, das eng an seine natürliche Lebensweise anknüpft.

Hirschgeweih Antennenwels vergesellschaften

Der Hirschgeweih Antennenwels eignet sich gut für friedliche Gesellschaftsaquarien. Er lässt sich problemlos mit ruhigen Salmlern, Zwergbuntbarschen oder anderen nicht aufdringlichen Bodenfischen kombinieren. Innerartlich kann es bei erwachsenen Männchen zu Revierabgrenzungen kommen, weshalb ausreichend Verstecke und Höhlen angeboten werden sollten. Bei genügend Struktur bleibt das Verhalten jedoch entspannt. Sehr aggressive oder stark territoriale Arten sind als Mitbewohner ungeeignet.

Passende Wasserparameter

Ancistrus triradiatus bevorzugt weiches bis mittelhartes Wasser mit leicht saurem bis neutralem pH-Wert. Sauberes, gut gefiltertes Wasser mit geringer organischer Belastung ist entscheidend für langfristige Gesundheit und Farbentwicklung. Regelmäßige Wasserwechsel unterstützen das natürliche Wohlbefinden und fördern auch die Aktivität der Tiere.

Haltungstemperatur

Temperaturen zwischen 23 und 27 °C entsprechen den Bedingungen des natürlichen Lebensraums. In diesem Bereich zeigen die Tiere ein ausgeglichenes Verhalten und nutzen ihre Umgebung aktiv, insbesondere in den Abendstunden.

Die Beckengröße für Ancistrus triradiatus

Ein Aquarium ab 80 cm Kantenlänge bietet ausreichend Platz für die dauerhafte Haltung. Wichtig ist eine strukturierte Einrichtung mit Wurzeln, Steinen und mehreren Höhlen, die als Rückzugs- und Brutplätze dienen. Der Bodengrund sollte sandig oder fein gekiest sein, damit sich der Wels natürlich bewegen kann. Gedämpftes Licht und schattige Zonen kommen dem natürlichen Verhalten entgegen.

Bepflanzung

Robuste Pflanzen wie größere Cryptocorynen, Echinodorus oder aufgebundene Arten eignen sich gut. Wichtig ist, dass ausreichend freie Flächen und Holzstrukturen erhalten bleiben. Pflanzen dienen vor allem der Gliederung und Beschattung, weniger als Hauptaufenthaltsort.

Das Futter für Hirschgeweih Antennenwelse

Der Hirschgeweih Antennenwels ist ein Allesfresser mit deutlicher Vorliebe für pflanzliche Kost. Algenaufwuchs, spezielles Welsfutter mit pflanzlichem Anteil sowie überbrühte Gemüse wie Zucchini oder Spinat bilden die Basis. Ergänzend werden auch Frostfutter oder proteinreiches Granulat angenommen, sollten jedoch sparsam gefüttert werden.

Geschlechtsunterschiede

Männchen entwickeln ausgeprägte, verzweigte Kopfantennen, die bei Weibchen deutlich kürzer oder kaum vorhanden sind. Zudem wirken Männchen meist etwas kräftiger gebaut. Bei Jungtieren sind Geschlechtsunterschiede noch nicht sicher zu erkennen und entwickeln sich erst mit zunehmendem Alter.

Die Zucht von Ancistrus triradiatus

Die Art ist ein typischer Höhlenbrüter. Das Weibchen legt die Eier in geschützten Höhlen ab, die vom Männchen bewacht und gepflegt werden. Dieses fächelt frisches Wasser zu und verteidigt den Nachwuchs bis zum Freischwimmen der Jungtiere. Unter stabilen Bedingungen ist eine Nachzucht im Aquarium gut möglich.

Die Endgröße des Hirschgeweih Antennenwelses

Ancistrus triradiatus erreicht eine Endgröße von etwa 12 cm. Bei guter Pflege und passenden Bedingungen liegt die Lebenserwartung bei rund 8 bis 10 Jahren. In dieser Zeit bleibt der Wels aktiv, charakterstark und gut beobachtbar.

Verträglichkeit mit Zwerggarnelen

In der Regel gilt der Hirschgeweih Antennenwels als gut verträglich mit Zwerggarnelen. Jungtiere werden meist ignoriert, adulte Garnelen ebenfalls. Wie immer hängt das Zusammenleben von ausreichender Struktur und Versteckmöglichkeiten ab.

Temperaturbereiche: Mäßig warm (22-23°C) - wenig zuheizen, Warm (24-26°C) - heizen

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