Banderolenkärpfling, Xenotoca eiseni
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EAN: 0633643673562
Banderolenkärpfling, Xenotoca eiseni
| Deutscher Name: | Banderolenkärpfling |
| Wissenschaftlich: | Xenotoca eiseni |
| Synonyme: | Roter Goodeide, Redtail Splitfin |
| Herkunft: | Mexiko (Río-Lerma-System, Lago de Pátzcuaro) |
| Gesellschafts-Aquarium: | bedingt geeignet |
| Wasserwerte: | mittelhart bis hart, pH ca. 7,0 - 8,5 |
| Temperatur: | ca. 18-26 °C |
| Beckengröße: | ab 80 cm für adulte Tiere |
| Bepflanzung: | robust, mit freien Schwimmzonen |
| Futter: | Omnivore; Flocken, Granulat, Frost- und Lebendfutter, pflanzliche Kost |
| Geschlechts-Unterschiede: | Männchen mit leuchtend rotem Schwanzband |
| Zucht möglich: | Ja, lebendgebärend mit innerer Befruchtung |
| Maximale Größe: | bis zu 8 cm |
| Liefergröße: | ca. 3–4 cm |
| Mit Garnelen verträglich: | nicht empfehlenswert |
Herkunft des Banderolenkärpflings (Xenotoca eiseni)
Wer diesen lebhaften Mexikaner einmal in Aktion erlebt hat, versteht sofort, warum er in Kennerkreisen so geschätzt wird. Der Banderolenkärpfling (Xenotoca eiseni) stammt aus dem westlichen Hochland Mexikos, insbesondere aus dem Río-Lerma-System sowie dem Gebiet rund um den Lago de Pátzcuaro. Dort bewohnt er klare bis leicht eingetrübte Seen, langsam fließende Zuflüsse und pflanzenreiche Uferzonen. Die Gewässer sind mineralstoffreich, oft leicht alkalisch und unterliegen jahreszeitlichen Temperaturschwankungen. Zwischen Wasserpflanzen, Wurzeln und lockerem Kies suchen die Tiere Schutz, Nahrung und Sozialkontakt. Charakteristisch ist die kontrastreiche Zeichnung der Männchen: Ein dunkler Körper mit metallischem Schimmer wird von einem auffällig roten bis orangefarbenen Schwanzband abgeschlossen – daher der Name „Banderole“. Weibchen wirken schlichter, silbrig bis graubraun, mit sanftem Glanz. Als Vertreter der Familie Goodeidae zeigen sie ein spannendes Sozialverhalten und eine für Lebendgebärende ungewöhnliche Fortpflanzungsbiologie. Sie sind aufmerksam, neugierig und stets in Bewegung – ein echter Blickfang für strukturierte, naturnahe Aquarien.
Banderolenkärpfling vergesellschaften
In der Gruppe entfaltet Xenotoca eiseni sein volles Verhalten. Die Tiere sollten idealerweise in einer kleinen Gruppe mit Überschuss an Weibchen gehalten werden, damit sich innerartliche Spannungen verteilen. Gegenüber robusten, ähnlich temperamentvollen Arten können sie durchsetzungsfähig auftreten, weshalb sehr ruhige oder langflossige Fische keine optimalen Partner sind. Struktur im Becken ist entscheidend: Sichtbarrieren durch Wurzeln oder Pflanzen helfen, Reibereien zu entschärfen. Während sie untereinander ein ausgeprägtes Rangverhalten zeigen, bleibt es bei ausreichendem Platz meist bei kurzen Imponiergesten. Ein reines Artbecken bringt ihre lebhafte Gruppendynamik besonders schön zur Geltung.
Passende Wasserparameter
Anders als viele südamerikanische Arten bevorzugt der Banderolenkärpfling eher mineralreiches Wasser. Mittlere bis höhere Härtegrade sowie ein pH-Wert zwischen 7,0 und 8,5 entsprechen seinem natürlichen Lebensraum. Wichtig ist weniger der exakte Zahlenwert als die Stabilität. Sauberes, gut gefiltertes Wasser mit regelmäßigen Teilwasserwechseln fördert Vitalität und Farbausprägung. Eine moderate Strömung wird gut angenommen und unterstützt das natürliche Schwimmverhalten.
Haltungstemperatur
Mit Temperaturen von 18 bis 26 °C zeigt sich diese Art erfreulich flexibel. Kurzfristig werden auch etwas kühlere Phasen toleriert, was ihrer Herkunft aus höher gelegenen Regionen entspricht. Dauerhaft extreme Wärme sollte jedoch vermieden werden. Leicht kühlere Bedingungen wirken sich oft positiv auf Lebenserwartung und Kondition aus. Eine konstante Temperatur ohne starke Schwankungen sorgt für ausgeglichene Tiere.
Die Beckengröße für Xenotoca eiseni
Für eine harmonische Gruppenhaltung empfiehlt sich ein Aquarium ab 80 cm Kantenlänge. Jungtiere können vorübergehend kleiner untergebracht werden, sollten jedoch mit zunehmender Größe mehr Raum erhalten. Entscheidend ist eine abwechslungsreiche Struktur: Wurzeln, Steine und bepflanzte Randbereiche schaffen Rückzugsmöglichkeiten, während eine freie Schwimmzone in der Mitte das lebhafte Gruppenverhalten unterstützt. Ein feiner Kies- oder Sandboden wirkt naturnah und lässt die Farben besonders gut zur Geltung kommen. Die Art nutzt den gesamten mittleren bis oberen Bereich des Beckens aktiv aus.
Bepflanzung
Dichte Randbepflanzung mit robusten Arten wie Vallisnerien, Wasserpest oder größeren Stängelpflanzen gibt Sicherheit und Struktur. Gleichzeitig sollten offene Bereiche für das freie Schwimmen erhalten bleiben. Schwimmpflanzen können das Licht etwas brechen und eine angenehmere Atmosphäre schaffen. Zarte Pflanzen werden gelegentlich angeknabbert, weshalb widerstandsfähige Arten vorzuziehen sind. Eine naturnahe Kombination aus Pflanzeninseln und freien Zonen kommt dem Verhalten dieser Goodeiden besonders entgegen.
Das Futter für Banderolenkärpflinge
Als Allesfresser nehmen sie ein breites Nahrungsspektrum an. Hochwertige Flocken oder feines Granulat bilden eine solide Basis. Ergänzend sind Frost- und Lebendfutter wie Artemia, Daphnien oder Mückenlarven sehr willkommen. Pflanzliche Bestandteile – etwa Spirulina oder blanchiertes Gemüse – unterstützen eine ausgewogene Ernährung. Mehrere kleine Fütterungen entsprechen ihrem natürlichen Such- und Aufnahmeverhalten. Eine abwechslungsreiche Kost fördert kräftige Farben und gesunde Entwicklung.
Geschlechtsunterschiede
Deutlich erkennbar werden die Unterschiede mit zunehmender Reife. Männchen bleiben etwas schlanker und tragen das markante rot-orange Schwanzband, das bei guter Kondition intensiv leuchtet. Weibchen wirken kräftiger gebaut und zeigen eine unauffälligere Färbung. Bereits ab halbwüchsigem Stadium zeichnen sich diese Merkmale ab, wobei Jungtiere noch schwer zu unterscheiden sind. Innerartliche Balz- und Imponiergesten gehören zum Alltag und sind gut zu beobachten.
Die Zucht von Xenotoca eiseni
Als Vertreter der Goodeiden unterscheidet sich ihre Fortpflanzung von klassischen Lebendgebärenden. Die Befruchtung erfolgt innerlich, die Jungfische entwickeln sich im Muttertier und werden voll ausgebildet geboren. Die Tragzeit beträgt mehrere Wochen. Nach der Geburt sind die Jungtiere vergleichsweise groß und selbstständig. Eine dichte Bepflanzung erhöht ihre Überlebenschancen, da auch Alttiere gelegentlich nachstellen können. Mit stabilen Wasserwerten und guter Fütterung ist die Nachzucht im Aquarium durchaus möglich.
Die Endgröße von Banderolenkärpflingen
Ausgewachsene Tiere erreichen eine Länge von bis zu 8 cm. Unter guten Haltungsbedingungen liegt die Lebenserwartung bei etwa 3 bis 5 Jahren. Eine eher gemäßigte Temperatur, ausgewogene Ernährung und regelmäßige Pflege tragen wesentlich zu einem langen, vitalen Leben bei. In einer stabilen Gruppe entwickeln sie über Jahre hinweg ein spannendes Sozialgefüge.
Verträglichkeit mit Zwerggarnelen
Aufgrund ihres aktiven Fressverhaltens sind Banderolenkärpflinge für die dauerhafte Haltung mit Zwerggarnelen nicht geeignet. Kleinere Garnelen werden häufig als Nahrung betrachtet. Wer Garnelen pflegen möchte, sollte auf deutlich friedlichere, weniger neugierige Fischarten zurückgreifen. In einem artgerechten Gruppenbecken ohne empfindliche Mitbewohner zeigen die Tiere dagegen ihr natürliches, lebhaftes Verhalten.
| Temperaturbereiche: | Mäßig warm (22-23°C) - wenig zuheizen, Warm (24-26°C) - heizen |
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Häufige Fragen (FAQ)