Nanderbuntbarsch Kigoma, Altolamprologus compressiceps Kigoma
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Nanderbuntbarsch Kigoma, Altolamprologus compressiceps Kigoma
| Deutscher Name: | Nanderbuntbarsch Kigoma |
| Wissenschaftlich: | Altolamprologus compressiceps „Kigoma“ |
| Synonyme: | Compressiceps Cichlid, Compressed Lamprologus |
| Herkunft: | Tanganjikasee (Kigoma-Region, Tansania) |
| Gesellschafts-Aquarium: | bedingt geeignet |
| Wasserwerte: | hart, pH ca. 7,8 – 9,0 |
| Temperatur: | ca. 24–27 °C |
| Beckengröße: | ab 100 cm Kantenlänge |
| Bepflanzung: | spärlich, felsbetont |
| Futter: | carnivor; Frost-, Lebendfutter, feines Granulat |
| Geschlechts-Unterschiede: | Männchen größer und kräftiger gebaut |
| Zucht möglich: | Ja, Höhlenbrüter mit intensiver Brutpflege |
| Maximale Größe: | bis ca. 15 cm |
| Liefergröße: | ca. 3–6 cm |
| Mit Garnelen verträglich: | nicht empfehlenswert |
Herkunft des Nanderbuntbarschs Kigoma (Altolamprologus compressiceps)
Der Nanderbuntbarsch Kigoma (Altolamprologus compressiceps) stammt aus dem ostafrikanischen Tanganjikasee und ist dort vor allem in der felsreichen Küstenregion rund um Kigoma verbreitet. Diese Zone ist geprägt von massiven Felsabbrüchen, Geröllfeldern und engen Spalten, die bis in größere Tiefen reichen. Der Bodengrund besteht aus grobem Sand, Kies und blankem Fels, Pflanzen fehlen nahezu vollständig. Das Wasser ist außergewöhnlich klar, sehr mineralreich und stabil, mit konstant hohen pH-Werten und kaum schwankenden Temperaturen. Strömung spielt nur eine untergeordnete Rolle, wichtiger sind ruhige, strukturierte Bereiche mit vielen Rückzugsmöglichkeiten. Typisch für diese Art ist ihre außergewöhnlich seitlich stark abgeflachte Körperform. Sie erlaubt es den Fischen, selbst schmalste Felsspalten zu nutzen, um sich zurückzuziehen oder auf Beute zu lauern. Die Färbung der Kigoma-Variante zeigt meist erdige Braun-, Beige- und Grautöne mit feiner Zeichnung, die perfekt mit der Felsumgebung verschmilzt. Diese Tarnung macht sie im natürlichen Lebensraum nahezu unsichtbar. Der Nanderbuntbarsch gehört zur Familie der Buntbarsche (Cichlidae) und zeigt ein ruhiges, kontrolliertes Verhalten. Er lebt territorial, meist paarweise oder einzeln, und nutzt feste Standplätze, die über lange Zeit beibehalten werden. Dieses spezialisierte Verhalten setzt sich im Aquarium eindrucksvoll fort.
Nanderbuntbarsch Kigoma vergesellschaften
Eine Vergesellschaftung ist nur unter klaren Bedingungen möglich. Der Nanderbuntbarsch Kigoma ist kein aktiver Schwimmer, sondern ein lauernder, reviergebundener Buntbarsch. Geeignet sind andere ruhige Tanganjikasee-Arten mit ähnlichen Wasseransprüchen, die andere Zonen des Beckens nutzen, etwa größere Schneckenbuntbarsche oder robuste, nicht aufdringliche Arten. Zu hektische oder sehr dominante Fische erzeugen Stress. Wichtig sind klar abgegrenzte Reviere durch Steinaufbauten und Sichtbarrieren, damit sich die Tiere dauerhaft aus dem Weg gehen können.
Passende Wasserparameter
Altolamprologus compressiceps benötigt hartes, stark mineralisiertes Wasser mit einem pH-Wert zwischen etwa 7,8 und 9,0. Diese stabilen Bedingungen sind entscheidend für langfristige Gesundheit und natürliche Verhaltensweisen. Schwankungen sollten vermieden werden, da der Tanganjikasee ein extrem konstantes Ökosystem darstellt. Regelmäßige Teilwasserwechsel mit aufbereitetem Wasser, eine leistungsfähige Filterung und gute Sauerstoffversorgung bilden die Basis für eine erfolgreiche Haltung.
Haltungstemperatur
Die optimale Temperatur liegt zwischen 24 und 27 °C. In diesem Bereich zeigen die Tiere ein ausgeglichenes Verhalten, gute Futteraufnahme und stabile Farben. Dauerhaft höhere Temperaturen sind nicht notwendig und können die Lebenserwartung eher verkürzen. Eine gleichmäßige, konstante Wärme ist wichtiger als punktuell erhöhte Werte.
Die Beckengröße für Altolamprologus compressiceps Kigoma
Ein Aquarium ab 100 cm Kantenlänge bietet ausreichend Platz für ein Paar oder ein Einzeltier mit klar definiertem Revier. Entscheidender als die reine Größe ist der Aufbau: massive Steinstrukturen mit Spalten, Überhängen und Höhlen sind essenziell. Feiner Sandboden ermöglicht ein natürliches Verhalten ohne Verletzungsrisiko. Freie Schwimmflächen spielen eine untergeordnete Rolle, wichtiger ist die vertikale Gliederung des Beckens. Ein dunkler Bodengrund und natürliche Steinfarben unterstreichen die Tarnfärbung dieser Art.
Bepflanzung
Eine klassische Bepflanzung ist nicht notwendig und auch nicht typisch für den Lebensraum. Wenn Pflanzen eingesetzt werden sollen, dann nur sehr sparsam und vorzugsweise robuste Aufsitzerarten, die zwischen Steinen befestigt werden. Der Fokus liegt klar auf einer felsdominierten Gestaltung, die den natürlichen Biotopcharakter des Tanganjikasees widerspiegelt.
Das Futter für Nanderbuntbarsche Kigoma
Der Nanderbuntbarsch ist ein spezialisierter Fleischfresser. In der Natur ernährt er sich von kleinen Fischen, Krebstieren und Wirbellosen, die er aus Spalten heraus erbeutet. Im Aquarium eignen sich Frostfutter wie Mysis, Krill oder Artemia sowie hochwertiges, sinkendes Granulat. Lebendfutter wird gern angenommen. Pflanzliche Bestandteile spielen keine Rolle. Eine maßvolle, gezielte Fütterung unterstützt die natürliche Körperform und verhindert Verfettung.
Geschlechtsunterschiede
Männchen werden deutlich größer und kräftiger als Weibchen und wirken insgesamt massiver. Weibchen bleiben schlanker und etwas kleiner. Bei Jungtieren lassen sich die Geschlechter noch nicht sicher unterscheiden, erst mit zunehmender Größe und Reife werden die Unterschiede sichtbar. Ein harmonierendes Paar zeigt ein ruhiges, aufeinander abgestimmtes Verhalten im Revier.
Die Zucht von Altolamprologus compressiceps Kigoma
Die Art ist ein Höhlenbrüter. Das Weibchen legt die Eier tief in Felsspalten oder engen Höhlen ab, wo sie vom Männchen bewacht werden. Die Brutpflege ist intensiv, aber eher zurückhaltend und wenig spektakulär. Die Jungfische bleiben lange in der Nähe des Verstecks. Für eine erfolgreiche Nachzucht sind stabile Wasserwerte, Ruhe und eine strukturreiche Umgebung entscheidend.
Die Endgröße von Nanderbuntbarschen Kigoma
Männchen erreichen eine Endgröße von bis zu 15 cm, Weibchen bleiben kleiner. Bei artgerechter Haltung können diese Buntbarsche ein Alter von etwa zehn Jahren erreichen. Ihre ruhige Präsenz, das spezialisierte Verhalten und die ungewöhnliche Körperform machen sie zu langjährigen, faszinierenden Aquarienbewohnern.
Verträglichkeit mit Zwerggarnelen
Zwerggarnelen gehören zum natürlichen Beuteschema und sind daher nicht geeignet. In einem spezialisierten Tanganjikabecken ohne Wirbellose zeigt der Nanderbuntbarsch Kigoma jedoch sein volles, arteigenes Verhalten und wirkt besonders authentisch.
| Temperaturbereiche: | Warm (24-26°C) - heizen |
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Häufige Fragen (FAQ)