Ultramel-Charcoal-Kornnatter, Pantherophis guttatus
205,99 €*
Lieferung in 2-5 Tagen
Ultramel-Charcoal-Kornnatter, Pantherophis guttatus
| Deutscher Name: | Ultramel-Charcoal-Kornnatter |
| Wissenschaftlich: | Pantherophis guttatus |
| Synonyme: | Gewöhnliche Kornnatter, Rote Kornnatter, Red Cornsnake |
| Herkunft: | Östliche und südöstliche USA; Ultramel Charcoal ist eine Zuchtvariante |
| Lebensweise: | Überwiegend bodenbewohnend, zugleich geschickt kletternd und grabend |
| Aktivitätszeit: | Je nach Temperatur tag-, dämmerungs- oder zeitweise nachtaktiv |
| Haltungsform: | Einzelhaltung in einem ausbruchsicheren, dreidimensional strukturierten Terrarium |
| Mindestgröße des Geheges: | Längenbezogen planen; bei 130 cm Tier mindestens etwa 130 × 65 × 130 cm |
| Temperaturzonen: | Tagsüber 24–28 °C, Sonnenplatz etwa 30–32 °C, nachts 18–20 °C |
| Luftfeuchtigkeit: | Etwa 50–70 %, mit feuchter Rückzugsbox und guter Belüftung |
| UV und Beleuchtung: | 12–14 Stunden Tageslicht; schwaches bis moderates UVB ist empfehlenswert |
| Bodengrund: | Grabfähiges Erde-Sand-Lehm-Gemisch, stellenweise etwa 10–20 cm tief |
| Futter: | Passend große, vollständig aufgetaute Frostnager; stets frisches Trinkwasser |
| Sozialverhalten: | Einzelgängerisch; Einzelhaltung ist die übersichtlichste und sicherste Form |
| Maximale Größe: | Meist etwa 90–150 cm, ausnahmsweise bis ungefähr 180 cm |
| Lebenserwartung: | Häufig 12–20 Jahre, einzelne Tiere werden deutlich älter |
| Schutzstatus und Nachweise: | Stand 14. September 2026 in der EU nicht besonders geschützt; örtliche Vorgaben prüfen |
Herkunft, Lebensraum und Verhalten von Ultramel-Charcoal-Kornnatter (Pantherophis guttatus)
Pantherophis guttatus stammt aus den östlichen und südöstlichen Vereinigten Staaten. Das natürliche Verbreitungsgebiet reicht ungefähr vom südlichen New Jersey bis nach Florida und westwärts unter anderem bis Louisiana sowie in Teile Kentuckys. Kornnattern bewohnen dort keine einheitliche Landschaft, sondern ein abwechslungsreiches Mosaik aus lichten Wäldern, Gehölzrändern, felsigen Hängen, Wiesen, Gras- und Buschland sowie landwirtschaftlich geprägten Flächen. Auch Scheunen und verlassene Gebäude werden genutzt, weil Spalten, trockene Verstecke und Nagetiere günstige Bedingungen bieten. Die Schlange bewegt sich überwiegend am Boden, dringt in Nagergänge ein und ruht unter Rinde, Holz oder Steinen. Gleichzeitig klettert sie sicher in Sträuchern, Bäumen und Gebäudestrukturen. Im Terrarium braucht sie deshalb reichlich Bodenfläche, eine grabfähige Substratschicht und zusätzlich stabil erreichbare Ebenen. In weiten Teilen des Herkunftsgebiets erlebt die Art deutlich ausgeprägte Tages- und Jahreszeiten mit warmen Sommern, kühlen Nächten und einer winterlichen Ruheperiode. „Ultramel Charcoal“ bezeichnet keinen Fundort und keine natürliche Population, sondern eine in menschlicher Obhut geführte Farb- und Genetikbezeichnung. Die sichtbare Ausprägung kann zwischen einzelnen Zuchtlinien und Tieren variieren.
Das richtige Gehege
Für die überwiegend bodenbewohnende, aber ausgesprochen kletterfähige Kornnatter eignet sich ein längliches Terrarium mit großzügiger Grundfläche und vollständig nutzbarer Höhe. Als Orientierung gilt eine längenbezogene Planung: Für eine 130 cm lange Schlange sollte das Gehege mindestens ungefähr 130 × 65 × 130 cm messen; mehr Raum ist insbesondere bei großen oder sehr aktiven Tieren sinnvoll. Mehrere fest verankerte Äste, Korkröhren und Zwischenebenen erschließen die Höhe. Das Terrarium muss absolut ausbruchsicher schließen, da Kornnattern schmale Spalten finden und ungesicherte Schiebetüren aufdrücken können. Lüftungsflächen dürfen keine erreichbaren scharfen Kanten besitzen. Für eine kontrollierbare Fütterung, Gesundheitsbeobachtung und saisonale Führung ist die Einzelhaltung zu empfehlen.
Einrichtung, Bodengrund und Bepflanzung
Der Boden sollte größtenteils trocken, grabfähig und ausreichend tief angelegt sein. Geeignet sind strukturstabile Mischungen aus ungedüngter Erde, Sand und Lehm; stellenweise können 10–20 cm Substrat angeboten werden. Mehrere enge Verstecke gehören sowohl in den warmen als auch in den kühleren Bereich. Eine mit feuchtem Moos oder geeignetem Substrat gefüllte Wetbox erleichtert die selbstständige Wahl eines feuchteren Mikroklimas. Korkstücke, Wurzeln, robuste Äste, raue Steine und erhöhte Liegeplätze fördern Klettern, Erkunden und Häutung. Schwere Gegenstände müssen direkt auf sicherem Untergrund stehen und gegen Untergraben oder Umkippen gesichert sein. Eine flache, stabile Wasserschale sollte groß genug sein, dass die Schlange bei Bedarf vollständig hineinpasst. Dauerhafte Nässe oder Staunässe im Bodengrund ist zu vermeiden.
UV, Beleuchtung und Wärme
Ein klarer Tag-Nacht-Rhythmus mit etwa 12–14 Stunden Beleuchtung während der aktiven Jahreszeit unterstützt die saisonale Orientierung. Eine helle Tageslichtbeleuchtung und eine geschützte Wärmelampe schaffen gut erkennbare Aktivitäts- und Ruhebereiche. Schwaches bis moderates UVB ist empfehlenswert, ersetzt aber weder ein Temperaturgefälle noch eine ausgewogene Fütterung. Die konkrete Lampenstärke richtet sich nach Abstand, Gaze, Reflektor und Terrarienhöhe. Schattenplätze und vollständig dunkle Verstecke müssen jederzeit erreichbar bleiben. Sämtliche Strahler sind so anzubringen, dass die kletternde Schlange weder Leuchtmittel noch heiße Fassungen berühren kann. Nachts bleibt das Terrarium dunkel; farbige Nachtlampen sind nicht erforderlich.
Klima, Wasser und Luftfeuchtigkeit
Während der aktiven Jahreszeit sind tagsüber etwa 24–28 °C im überwiegenden Terrarienbereich sinnvoll. Ein örtlich begrenzter Sonnenplatz darf ungefähr 30–32 °C erreichen, während ein kühler Rückzugsbereich um 22–24 °C erhalten bleibt. Nachts kann die Temperatur auf etwa 18–20 °C absinken. Entscheidend ist kein überall gleicher Wert, sondern ein verlässliches Gefälle, in dem die Schlange selbst wählen kann. Wärmequellen benötigen einen Thermostat und einen stabilen Berührungsschutz. Temperatur und Luftfeuchtigkeit werden mit Geräten im Terrarium kontrolliert. Eine relative Luftfeuchtigkeit von ungefähr 50–70 % passt meist gut; zur Häutung wird zusätzlich eine feuchte Box angeboten. Großflächig nasses Substrat und stehende, feuchte Luft sind zu vermeiden.
Fütterung und Mineralversorgung
Kornnattern sind reine Fleischfresser. In der Terrarienhaltung bilden passend große, vollständig aufgetaute Mäuse oder kleine Ratten die übliche Grundlage. Das Futtertier wird nach Körperumfang, Alter, Kondition und Verdauung der Schlange gewählt; dauerhaft übergroße Mahlzeiten und zu kurze Futterabstände begünstigen Übergewicht. Jungtiere werden meist ungefähr wöchentlich gefüttert, ausgewachsene Tiere häufig im Abstand von zwei bis drei Wochen. Diese Intervalle sind Richtwerte und müssen an den individuellen Ernährungszustand angepasst werden. Frostfutter sollte vollständig aufgetaut und schonend erwärmt angeboten werden. Lebende Nager können die Schlange schwer verletzen und sollten nicht unbeaufsichtigt im Terrarium verbleiben. Frisches Trinkwasser muss ständig zur Verfügung stehen und bei Verschmutzung sofort gewechselt werden.
Sozialverhalten
Kornnattern leben grundsätzlich einzelgängerisch und benötigen keinen Sozialpartner. Auch wenn ähnlich große Tiere zeitweise ohne sichtbare Auseinandersetzungen zusammenleben können, lassen sich Futteraufnahme, Ausscheidungen, Häutung und Gesundheitszustand in Einzelhaltung wesentlich zuverlässiger beurteilen. Gemeinsames Liegen ist nicht automatisch als soziales Bedürfnis zu verstehen und kann durch einen besonders attraktiven Wärme- oder Versteckplatz entstehen. Eine Vergesellschaftung mit anderen Arten ist abzulehnen. Während der Fütterung besteht zudem das Risiko von Fehlbissen oder dem gemeinsamen Ergreifen eines Futtertiers. Regelmäßiges Handling sollte ruhig, kurz und ohne Festhalten am Kopf erfolgen; nach dem Fressen und während der Häutung braucht das Tier ungestörte Ruhe.
Geschlechtsunterschiede
Männchen besitzen häufig einen etwas längeren Schwanz, der hinter der Kloake langsamer schmaler wird. Bei Weibchen verjüngt sich der Schwanz meist früher und deutlicher. Diese äußeren Merkmale sind jedoch nicht bei jedem Tier eindeutig. Sondieren oder andere invasive Bestimmungsmethoden gehören ausschließlich in erfahrene Hände, da unsachgemäße Versuche zu schweren Verletzungen führen können. Für eine verlässliche Geschlechtsbestimmung sollte eine reptilienkundige Fachperson hinzugezogen werden.
Fortpflanzung und Inkubation
Kornnattern sind eierlegend. Nach Paarung und erfolgreicher Entwicklung legt das Weibchen gewöhnlich im späten Frühjahr oder Sommer ein Gelege in ein warmes, leicht feuchtes und geschütztes Substrat. Je nach Alter und Kondition sind ungefähr 10–30 Eier möglich; kleinere Gelege kommen ebenfalls vor. Auch einzeln gehaltene Weibchen können unbefruchtete Eier bilden, weshalb eine geeignete Legebox bereitstehen sollte. Die Inkubation dauert bei ungefähr 28 °C meist rund 60–65 Tage. Zucht sollte nur mit gesunden, ausreichend entwickelten Elterntieren und gesicherter Unterbringung für sämtliche Nachzuchten erfolgen. Bei der Kombination Ultramel Charcoal sind belastbare Aussagen über Nachkommen nur anhand dokumentierter Genotypen und Abstammungen möglich; der Handelsname allein genügt dafür nicht.
Winterruhe oder saisonale Ruhe
Im natürlichen Verbreitungsgebiet durchläuft die Kornnatter je nach Region eine unterschiedlich ausgeprägte winterliche Ruhephase. Gesunden adulten Tieren kann nach sorgfältiger Vorbereitung eine etwa sechs- bis achtwöchige Winterruhe bei ungefähr 8–12 °C ermöglicht werden. Beleuchtungsdauer und Temperatur werden zuvor stufenweise abgesenkt. Die Fütterung muss rechtzeitig beendet werden, damit die letzte Mahlzeit vollständig verdaut und der Darm entleert ist. Trinkwasser bleibt während der gesamten Ruhephase verfügbar. Kranke, geschwächte oder nicht ausreichend entwickelte Tiere dürfen nicht ohne fachliche Beurteilung eingewintert werden. Vor einer erstmaligen Winterruhe sind eine Gewichtskontrolle, eine Kotuntersuchung und gegebenenfalls die Beratung durch eine reptilienkundige Tierarztpraxis sinnvoll. Das Aufwärmen erfolgt ebenso schrittweise wie das Abkühlen.
Endgröße und Lebenserwartung
Kornnattern bleiben schlank, erreichen jedoch eine beachtliche Körperlänge. Viele ausgewachsene Tiere liegen ungefähr zwischen 90 und 150 cm. Besonders große Exemplare können sich 180 cm annähern, während einzelne Linien oder Individuen deutlich kleiner bleiben. Geschlecht, Abstammung, Fütterung und Haltungsbedingungen beeinflussen die Entwicklung. Das Terrarium sollte deshalb nicht nach einer pauschalen Durchschnittsgröße, sondern anhand der tatsächlich erreichten Gesamtlänge angepasst werden.
Schutzstatus und rechtliche Hinweise
Pantherophis guttatus wird nach dem am 14. September 2026 geprüften Stand nicht in den einschlägigen CITES- oder EU-Artenschutzanhängen geführt. Für gewöhnlich angebotene Nachzuchten besteht in Deutschland daher grundsätzlich keine bundesweite artenschutzrechtliche Meldepflicht. Ein nachvollziehbarer Kauf- oder Herkunftsnachweis sollte dennoch dauerhaft aufbewahrt werden. Zusätzlich können Landesrecht, kommunale Vorgaben, Mietverträge oder spätere Rechtsänderungen relevant sein. Vor Anschaffung und Transport ist die Rechtslage am eigenen Wohnort zu prüfen. Das Aussetzen oder Entweichenlassen in die Natur ist nicht zulässig.
Risiken und sicherer Umgang
Die Kornnatter ist ungiftig, kann sich bei Bedrängung jedoch durch Flucht, Abwehrbewegungen oder einen Biss verteidigen. Kinder sollten das Tier nur unter unmittelbarer Aufsicht einer sachkundigen erwachsenen Person handhaben. Reptilien können Salmonellen übertragen; nach Kontakt mit Schlange, Wasser, Bodengrund oder Einrichtung sind die Hände gründlich zu waschen. Reinigungsutensilien gehören nicht auf Flächen, auf denen Lebensmittel verarbeitet werden. Wärmequellen müssen thermostatisch geregelt und gegen Berührung geschützt sein. Neue Tiere sollten zunächst getrennt in Quarantäne gehalten und fachkundig auf Parasiten sowie auffällige Krankheitssymptome untersucht werden. Anhaltende Futterverweigerung, Gewichtsverlust, Atemgeräusche, Hautveränderungen oder wiederkehrende Häutungsprobleme gehören in reptilienkundige tierärztliche Hände.
Nice-to-Know
Ultramel Charcoal ist eine Handelsbezeichnung für eine kombinierte Farbgenetik und kein taxonomischer Zusatz. In der Kornnatterzucht beschreibt Ultramel üblicherweise die sichtbare Verbindung einer Amelanistic- und einer Ultra-Variante am selben Genort, während Charcoal als eigenständiges rezessives Farbmerkmal geführt wird. Das Ergebnis zeigt häufig gedämpfte Grau-, Taupe- und Pastelltöne, kann sich aber mit Alter, Zuchtlinie und individuellem Tier verändern. Aus dem Namen allein lassen sich weder ein bestimmtes Erscheinungsbild noch genetische Reinheit oder eine lückenlose Abstammung ableiten. Für Zuchtprojekte ist deshalb die schriftliche Dokumentation durch den Züchter entscheidend.
Anmelden
Fragen zum Artikel
Noch keine Fragen vorhanden.
Eigene Frage stellen
Die Antwort erscheint in der Regel etwa 30 Minuten nach Ihrer Frage.
Ähnliche Artikel
Häufige Fragen (FAQ)