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Interaquaristik Onlineshop

Ultramel-Anery-Motley-Kornnatter, Pantherophis guttatus

Ungiftige Kornnatter

Ruhige Art mit spannendem Such- und Kletterverhalten.

Sicheres Wärmegefälle

Warme und kühle Zonen ermöglichen sichere Thermoregulation.

Strukturiertes Zuhause

Verstecke, Äste und grabfähiger Boden fördern Aktivität.

Besondere Zeichnung

Motley-Muster trifft auf eine kühl getönte Farbkombination.

Ultramel-Anery-Motley-Kornnatter, Pantherophis guttatus


Auf einen Blick: Ultramel-Anery-Motley-Kornnatter, Pantherophis guttatus
Deutscher Name:Ultramel-Anery-Motley-Kornnatter
Wissenschaftlich:Pantherophis guttatus
Synonyme:Gewöhnliche Kornnatter, Rote Kornnatter, Red Cornsnake
Herkunft:Östliche und südöstliche USA; Ultramel Anery Motley ist eine Zuchtform
Lebensweise:Überwiegend bodennah, zugleich regelmäßig kletternd und grabend
Aktivitätszeit:Vorwiegend dämmerungs- und nachtaktiv, zeitweise auch tagsüber unterwegs
Haltungsform:Ausbruchssicheres, reich strukturiertes Terrarium; Einzelhaltung empfohlen
Mindestgröße des Geheges:Für ein adultes Tier mindestens etwa 1,0 × 0,5 × 1,0 der Körperlänge (L × B × H)
Temperaturzonen:Tagsüber 20–24 °C kühl bis 28–30 °C warm; nachts etwa 16–20 °C
Luftfeuchtigkeit:Etwa 40–60 %, zusätzlich eine feuchte Wetbox anbieten
UV und Beleuchtung:12-Stunden-Rhythmus, helles Tageslicht und schwaches UVB bis etwa UVI 1,0
Bodengrund:Mindestens 10 cm grabfähige Terrarienerde, Kokoshumus oder Erde-Lehm-Gemisch
Futter:Passend bemessene, vollständig aufgetaute Mäuse oder andere geeignete Futtertiere
Sozialverhalten:Überwiegend einzelgängerisch; gemeinsame Haltung kann Stress und Futterkonkurrenz verursachen
Maximale Größe:Meist etwa 100–150 cm, einzelne Tiere können ungefähr 180 cm erreichen
Lebenserwartung:Häufig 15–25 Jahre, in Einzelfällen mehr als 30 Jahre
Schutzstatus und Nachweise:In Deutschland gewöhnlich nicht artenschutzrechtlich meldepflichtig; örtliche Vorgaben prüfen
Im Detail: Ultramel-Anery-Motley-Kornnatter, Pantherophis guttatus

Herkunft, Lebensraum und Verhalten von Ultramel-Anery-Motley-Kornnatter (Pantherophis guttatus)

Die Kornnatter stammt aus dem Osten und Südosten der Vereinigten Staaten. Ihr natürliches Verbreitungsgebiet reicht von den südlichen Teilen New Jerseys über die südöstlichen Bundesstaaten bis nach Florida und westwärts unter anderem bis Louisiana und Kentucky. Dort bewohnt sie erstaunlich unterschiedliche Landschaften: lichte Laub- und Kiefernwälder, felsige Hänge, Wiesen, buschreiche Waldränder und offene Flächen mit reichlich Bodenverstecken. Als anpassungsfähiger Kulturfolger findet man sie außerdem in der Umgebung von Scheunen, verlassenen Gebäuden und landwirtschaftlich genutzten Flächen, wo Nagetiere ein gutes Nahrungsangebot bilden. Obwohl die Kornnatter überwiegend bodennah lebt, nutzt sie niedrige Bäume, Sträucher, Mauern und abgestorbenes Holz sicher zum Klettern. Sie zieht sich gern in Nagergänge, Felsspalten, hohle Stämme oder unter Rinde zurück. Das Klima ihres großen Verbreitungsgebiets schwankt regional deutlich und umfasst warme Sommer, kühlere Nächte sowie ausgeprägte jahreszeitliche Veränderungen. Ultramel Anery Motley bezeichnet keine natürliche Lokalform, sondern eine in menschlicher Obhut entwickelte Kombination mehrerer Farb- und Zeichnungsmerkmale. Rückschlüsse auf einen besonderen geografischen Ursprung lassen sich daraus nicht ableiten.

Das richtige Gehege

Für die dauerhafte Haltung eignet sich ein horizontal orientiertes, zugleich ausreichend hohes Terrarium. Ein adultes Tier sollte sich mindestens entlang einer Gehegeseite vollständig ausstrecken können; als Richtwert gelten ungefähr 1,0 × 0,5 × 1,0 der Körperlänge für Länge, Tiefe und nutzbare Höhe. Bei einer 120 cm langen Kornnatter entspricht das etwa 120 × 60 × 120 cm. Mehr Raum ist besonders bei aktiven Tieren sinnvoll. Kornnattern sind geschickte Ausbruchskünstler, weshalb Türen, Lüftungsflächen, Kabeldurchführungen und Schiebescheibenspalten lückenlos gesichert sein müssen. Zwei eng anliegende Verstecke in der warmen und kühlen Zone sind das Minimum. Zusätzliche Korkröhren, erhöhte Ruheplätze und Sichtbarrieren geben dem Tier Wahlmöglichkeiten. Einzelhaltung erleichtert die Kontrolle von Futteraufnahme, Häutung und Ausscheidungen und verhindert unerwünschte Verpaarungen sowie Konkurrenz.

Einrichtung, Bodengrund und Bepflanzung

Eine mindestens etwa 10 cm tiefe, lockere und grabfähige Bodenschicht ermöglicht natürliches Erkundungs- und Rückzugsverhalten. Geeignet sind beispielsweise ungedüngte Terrarienerde, Kokoshumus oder strukturstabile Erde-Lehm-Gemische. Das Substrat soll weder staubig trocken noch dauerhaft nass sein. Fest verankerte Äste, Wurzeln, Korkröhren und eine griffig gestaltete Rückwand machen auch die Höhe nutzbar. Alle schweren Einrichtungsstücke müssen standsicher aufgestellt werden, damit sich die Schlange beim Untergraben nicht verletzen kann. Eine stabile Wasserschale mit frischem Trinkwasser gehört in den kühleren Bereich und darf groß genug sein, dass sich das Tier bei Bedarf hineinlegen kann. Eine Wetbox mit leicht feuchtem Moos oder Substrat unterstützt die Häutung, ohne das gesamte Terrarium feucht halten zu müssen.

UV, Beleuchtung und Wärme

Ein klarer Tag-Nacht-Rhythmus von ungefähr zwölf Stunden schafft verlässliche Orientierung. Tageslichtähnliche Grundbeleuchtung und eine von oben wirkende Wärmequelle werden an einer Gehegeseite gebündelt, sodass neben der hellen Warmzone auch deutlich schattige Rückzugsplätze bestehen. Schwaches UVB kann angeboten werden; am erreichbaren Sonnenplatz ist ein niedriger UV-Index bis ungefähr 1,0 angemessen. Da Ultramel mit einer Verringerung dunkler Pigmente verbunden ist, sollte bei auffälliger Lichtempfindlichkeit vorsichtig der untere Bereich gewählt werden. Vollständig lichtgeschützte Verstecke bleiben unverzichtbar. Lampen und Heizstrahler müssen gegen direkten Tierkontakt gesichert und nach Herstellerabstand montiert werden. Nachts werden sämtliche Lichtquellen ausgeschaltet. Direkte Sonneneinstrahlung durch eine Fensterscheibe ist wegen der schnellen Überhitzungsgefahr ungeeignet.

Klima, Wasser und Luftfeuchtigkeit

Das Terrarium benötigt ein messbares Temperaturgefälle. Tagsüber sind im kühlen Bereich etwa 20–24 °C und in der warmen Zone ungefähr 26–28 °C sinnvoll; ein lokal begrenzter Sonnenplatz darf etwa 28–30 °C erreichen. Nachts kann die Temperatur auf ungefähr 16–20 °C absinken. Jede Wärmequelle wird über einen geeigneten Thermostaten geregelt. Digitale Fühler auf den tatsächlich genutzten Ebenen und ein Infrarotthermometer helfen, Luft- und Oberflächentemperaturen getrennt zu beurteilen. Die relative Luftfeuchtigkeit liegt meist bei etwa 40–60 %. Vor der Häutung ist keine dauerhafte Durchnässung nötig: Eine feuchte Wetbox bietet gezielt ein höheres Feuchteniveau. Gute Belüftung, trockene Ruheflächen und ein stets zugängliches Wassergefäß verhindern ein stickiges, dauerhaft nasses Klima.

Fütterung und Mineralversorgung

Kornnattern sind Beutegreifer und werden in menschlicher Obhut vor allem mit Mäusen in passender Größe ernährt. Vollständig aufgetaute Futtertiere sind der Lebendfütterung vorzuziehen, da lebende Nagetiere die Schlange erheblich verletzen können. Das Futtertier sollte zur kräftigsten Körperstelle der Schlange passen und mit einer langen Futterpinzette angeboten werden. Jungtiere benötigen kleinere Beute und kürzere Abstände als ausgewachsene Tiere; bei adulten Kornnattern liegen zwischen den Mahlzeiten häufig etwa zehn bis vierzehn Tage. Körperform, Aktivität und Verdauung sind dabei aussagekräftiger als ein starrer Kalender. Dauerhaft zu große oder zu häufige Mahlzeiten fördern Übergewicht. Nach der Fütterung sollte die Schlange mindestens 48 Stunden ungestört bleiben. Frisches Trinkwasser steht jederzeit bereit.

Sozialverhalten

Kornnattern leben außerhalb der Fortpflanzungszeit überwiegend einzelgängerisch. Auch ruhig wirkende Tiere benötigen keinen Artgenossen als Gesellschaft. Die Einzelhaltung erlaubt jedem Tier freien Zugang zu Wärme, Verstecken und Wasser und macht Veränderungen bei Futteraufnahme, Kot oder Häutung schneller sichtbar. Bei gemeinsamer Unterbringung können unbemerkte Konkurrenz, Fehlfütterungen, Krankheitsübertragung und unerwünschte Verpaarungen auftreten. Zwei Tiere dürfen niemals gemeinsam gefüttert werden. Besonders unterschiedlich große Exemplare und geschlechtsreife Tiere sollten getrennt bleiben. Gegenüber Menschen sind Kornnattern häufig ruhig, dennoch ist jede Schlange ein individuelles Beobachtungstier und kein Streicheltier. Kurzes, bodennahes Handling mit Unterstützung des gesamten Körpers ist möglich, sofern das Tier nicht frisst, sich häutet oder deutliche Abwehrsignale zeigt.

Geschlechtsunterschiede

Äußerlich sind die Geschlechter nicht zuverlässig zu unterscheiden. Männchen besitzen hinter der Kloake häufig einen etwas längeren, langsamer schmaler werdenden Schwanz, während dieser bei Weibchen oft kürzer wirkt. Körpergröße und Proportionen überschneiden sich jedoch stark und erlauben keine sichere Bestimmung. Sondieren oder das sogenannte Poppen kann bei unsachgemäßer Durchführung schwere Verletzungen verursachen und gehört ausschließlich in erfahrene Hände. Für eine belastbare Geschlechtsbestimmung sollte ein reptilienkundiger Tierarzt oder eine entsprechend sachkundige Person hinzugezogen werden.

Fortpflanzung und Inkubation

Kornnattern sind eierlegend. Nach einer Paarung im Frühjahr legt das Weibchen seine Eier in einem warmen, feuchten und geschützten Ablageplatz ab. Gelege umfassen häufig ungefähr 10–20 Eier, können aber deutlich kleiner oder größer ausfallen. Eine Eiablagebox mit feuchtem, formstabilem Substrat muss rechtzeitig bereitstehen. Die Inkubation erfolgt meist bei etwa 26–28 °C und dauert häufig rund 55–70 Tage; Temperatur, Feuchte und individuelle Entwicklung beeinflussen den Verlauf. Geschlechtsreife kann bereits vor Erreichen der vollständigen körperlichen Reife eintreten. Zur Zucht dürfen dennoch nur gesunde, ausreichend entwickelte Tiere mit geeigneter Kondition eingesetzt werden. Bei Ultramel Anery Motley müssen Abstammung und genetische Angaben sorgfältig dokumentiert werden, da sich nicht jede Erbanlage allein anhand des Aussehens sicher bestätigen lässt.

Winterruhe oder saisonale Ruhe

Eine kontrollierte Winterruhe ist bei gesunden Kornnattern möglich, für die reine Liebhaberhaltung jedoch nicht in jedem Fall zwingend. Sie kann dem natürlichen Jahresrhythmus entsprechen und wird besonders im Rahmen geplanter Zucht genutzt. Beleuchtungsdauer und Temperatur werden über mehrere Wochen schrittweise reduziert. Vor der Abkühlung muss die letzte Mahlzeit vollständig verdaut und der Darm entleert sein. Während einer etwa acht- bis zwölfwöchigen Ruhephase werden häufig ungefähr 12–15 °C angestrebt; Trinkwasser bleibt verfügbar und der Zustand des Tieres wird regelmäßig kontrolliert. Geschwächte, kranke oder nicht ausreichend entwickelte Tiere dürfen nicht eingewintert werden. Vorbereitung, Durchführung und Auswinterung sollten bei fehlender Erfahrung mit einem reptilienkundigen Tierarzt abgestimmt werden.

Endgröße und Lebenserwartung

Ausgewachsene Kornnattern erreichen häufig eine Gesamtlänge von ungefähr 100–150 cm. Kleinere adulte Tiere kommen ebenso vor; einzelne Exemplare können sich etwa 180 cm nähern. Herkunftslinie, Geschlecht, Ernährung und individuelle Entwicklung beeinflussen die Endgröße, weshalb die Terrarienplanung nicht nur auf einem Durchschnittswert beruhen darf. Kornnattern bleiben dabei vergleichsweise schlank und benötigen dennoch ausreichend Raum zum vollständigen Ausstrecken, Erkunden, Graben und Klettern. Seriöse Größenangaben beziehen sich auf die biologisch erreichbare Gesamtlänge und sind keine Garantie für die spätere Größe eines einzelnen Tieres.

Schutzstatus und rechtliche Hinweise

Pantherophis guttatus wird nach gegenwärtigem Stand weder in den CITES-Anhängen noch in den entsprechenden EU-Artenschutzanhängen geführt. Für gewöhnlich gehandelte Nachzuchten besteht in Deutschland daher üblicherweise keine bundesweite artenschutzrechtliche Meldepflicht. Unabhängig davon gelten das Tierschutzgesetz, Anforderungen an eine verhaltensgerechte Unterbringung sowie gegebenenfalls landesrechtliche oder kommunale Regelungen. Vor der Anschaffung sollten die aktuell am Wohnort geltenden Bestimmungen geprüft werden. Kaufbelege und Angaben zur Herkunft des Tieres sollten dauerhaft aufbewahrt werden. Eine Kornnatter darf niemals ausgesetzt oder absichtlich in die Natur entlassen werden.

Risiken und sicherer Umgang

Kornnattern sind ungiftige Würgeschlangen. Ein Abwehrbiss ist dennoch möglich und sollte wie jede kleine Wunde gereinigt und beobachtet werden. Die wichtigste Sicherheitsmaßnahme ist ein vollständig ausbruchssicheres Terrarium, denn Kornnattern können überraschend kleine Öffnungen nutzen und Schiebetüren verschieben. Heizstrahler, Keramikheizer und Lampen benötigen stabile Schutzkörbe; Heizmatten oder andere Wärmequellen dürfen nur thermostatgeregelt betrieben werden. Nach Kontakt mit Tier, Bodengrund, Wassergefäß oder Futtertieren sind die Hände gründlich zu waschen, da Reptilien Salmonellen tragen können. Besonders bei kleinen Kindern, älteren Menschen und immungeschwächten Personen ist sorgfältige Hygiene wichtig. Futtertiere werden getrennt von menschlichen Lebensmitteln gelagert und hygienisch aufgetaut.

Nice-to-Know

Ultramel Anery Motley ist ein Handelsname für eine kombinierte Farb- und Zeichnungszuchtform. Ultramel bezeichnet üblicherweise die sichtbare Kombination je eines Ultra- und Amelanistic-Allels am selben Genort. Anery steht im Kornnatterhandel meist für Anerythristic A und reduziert rote Farbpigmente. Motley verändert vor allem die Rückenzeichnung und geht häufig mit einer weitgehend zeichnungsarmen Bauchseite einher. Zusammengenommen entsteht meist eine kühl getönte, kontrastärmere Kornnatter mit abgewandeltem Fleckenmuster. Farbintensität, Gelbanteile und Zeichnung können sich zwischen einzelnen Tieren sowie mit zunehmendem Alter deutlich unterscheiden. Die genaue genetische Zusammensetzung lässt sich ohne verlässliche Zuchtunterlagen nicht allein aus dem Erscheinungsbild beweisen.

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