Super-Dalmatian-Kronengecko, Correlophus ciliatus
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Super-Dalmatian-Kronengecko, Correlophus ciliatus
| Deutscher Name: | Super-Dalmatian-Kronengecko |
| Wissenschaftlich: | Correlophus ciliatus |
| Synonyme: | Neukaledonischer Kronengecko, Wimpergecko, Crested Gecko, Kronengecko Super Dalmation |
| Herkunft: | Südliches Neukaledonien, einschließlich Île des Pins |
| Lebensweise: | Baumbewohnender, sprungfreudiger Waldgecko |
| Aktivitätszeit: | Dämmerungs- und nachtaktiv |
| Haltungsform: | Vorzugsweise Einzelhaltung im dicht strukturierten Hochterrarium |
| Mindestgröße des Geheges: | Für ein adultes Einzeltier mindestens etwa 60 × 45 × 90 cm (B × T × H), größer ist empfehlenswert |
| Temperaturzonen: | Sonnenplatz 26–28 °C, übriger Bereich 20–24 °C, nachts 18–20 °C |
| Luftfeuchtigkeit: | Zyklisch etwa 50–80 %, mit guter Belüftung und Abtrocknungsphasen |
| UV und Beleuchtung: | Tageslicht und schwaches UVB mit UVI bis etwa 0,7 am erreichbaren Sonnenplatz |
| Bodengrund: | Feuchtigkeitsspeichernde Terrarienerde, Kokoshumus und Laubauflage |
| Futter: | Ausgewogenes Kronengecko-Komplettfutter und passend große Futterinsekten |
| Sozialverhalten: | Territorial; Einzelhaltung ist der sicherste Standard |
| Maximale Größe: | Meist etwa 20–22 cm Gesamtlänge einschließlich Schwanz |
| Lebenserwartung: | Häufig etwa 15–20 Jahre bei fachgerechter Haltung |
| Schutzstatus und Nachweise: | Derzeit nicht international geschützt; örtliche Vorgaben sind vor dem Erwerb zu prüfen |
Herkunft, Lebensraum und Verhalten von Super-Dalmatian-Kronengecko (Correlophus ciliatus)
Der Kronengecko stammt ausschließlich aus Neukaledonien, einer Inselgruppe im südwestlichen Pazifik. Gesicherte Vorkommen liegen im Süden der Hauptinsel Grande Terre sowie auf der Île des Pins und einigen vorgelagerten Inseln. Damit besitzt die Art ein vergleichsweise kleines natürliches Verbreitungsgebiet. Sie bewohnt bewaldete, durch Vegetation reich gegliederte Lebensräume und hält sich überwiegend über dem Boden auf. Äste, dünnere Stämme, Rindenbereiche und dichtes Blattwerk dienen als Kletterwege, Ruheplätze und Deckung. Das Klima ist maritim geprägt: Die Temperaturen bleiben meist mäßig warm, während Niederschläge und eine erhöhte Luftfeuchtigkeit für regelmäßig feuchte Bedingungen sorgen. Zugleich trocknen Oberflächen zwischen Regenereignissen wieder ab. Für die Terrarienhaltung ist deshalb nicht dauerhafte Nässe entscheidend, sondern der Wechsel zwischen feuchten und trockeneren Phasen bei guter Luftbewegung. Die Art galt zeitweise als verschollen und wurde in den 1990er-Jahren wiederentdeckt. Heute stammen Tiere im europäischen Heimtierhandel überwiegend aus langjähriger Nachzucht. Die Bezeichnung Super Dalmatian beschreibt eine züchterisch ausgewählte Punktzeichnung und keinen eigenen Fundort oder taxonomischen Rang.
Das richtige Gehege
Für diesen baumbewohnenden Gecko ist ein Hochterrarium mit deutlich nutzbarer Höhe unverzichtbar. Für ein adultes Einzeltier sollte die Anlage mindestens etwa 60 × 45 × 90 cm messen; zusätzlicher Raum kommt dem Sprung- und Erkundungsverhalten zugute. Vorder- und Deckellüftung müssen einen stetigen Luftaustausch ermöglichen, ohne das Terrarium rasch vollständig auszutrocknen. Einzelhaltung ist die verlässlichste Lösung. Männchen dürfen nicht dauerhaft zusammenleben. Auch zwischen Weibchen können Konkurrenz, Futterneid und verdeckter Stress auftreten, weshalb eine Gruppenhaltung nicht pauschal empfohlen werden kann.
Einrichtung, Bodengrund und Bepflanzung
Mehrere kräftige, sicher befestigte Äste sollten waagerecht, diagonal und senkrecht durch verschiedene Höhen führen. Korkröhren, Rindenstücke und dicht belaubte, ungiftige Pflanzen schaffen tagsüber geschützte Ruheplätze. Freie Sprungstrecken dürfen zwischen den Strukturen erhalten bleiben. Eine etwa 8–12 cm hohe, feuchtigkeitsspeichernde Bodenschicht aus geeigneter Terrarienerde oder Kokoshumus mit Laubauflage unterstützt das Klima; bei adulten Weibchen ist ein ausreichend tiefer, grabfähiger Eiablagebereich wichtig. Staunässe muss durch Drainage und Belüftung vermieden werden. Ein standsicherer Wassernapf sowie eine erhöhte Futterplattform gehören zur Grundausstattung. Ein großer Wasserteil ist weder notwendig noch artgerecht.
UV, Beleuchtung und Wärme
Ein klarer Tag-Nacht-Rhythmus von ungefähr zwölf Stunden unterstützt die natürliche Aktivitätssteuerung. Eine helle Tageslichtbeleuchtung lässt Pflanzen gedeihen und schafft zusammen mit dichtem Blattwerk unterschiedliche Lichtzonen. Schwaches UVB ist sinnvoll und unterstützt die körpereigene Vitamin-D3-Versorgung. Am erreichbaren oberen Sonnenplatz sollte ungefähr UVI 0,7 anliegen, während schattige Bereiche bis UVI 0 vorhanden sein müssen. Abstand, Gaze und Herstellerangaben beeinflussen die tatsächliche Bestrahlungsstärke erheblich. Alle Lampen werden nachts ausgeschaltet und so montiert oder gesichert, dass kein direkter Kontakt möglich ist.
Klima, Wasser und Luftfeuchtigkeit
Im oberen warmen Bereich darf punktuell eine Temperatur von 26–28 °C angeboten werden. Der größere Teil des Terrariums sollte tagsüber etwa 20–24 °C aufweisen; nachts ist eine Absenkung auf ungefähr 18–20 °C passend. Dauerhafte Überhitzung ist zu vermeiden, da Kronengeckos hohe Temperaturen schlecht vertragen. Jede Wärmequelle benötigt einen geeigneten Thermostaten, zusätzlich sollten mehrere digitale Messpunkte eingerichtet werden. Nach dem Sprühen darf die relative Luftfeuchtigkeit auf etwa 70–80 % steigen. Anschließend sollte sie bei guter Belüftung wieder auf ungefähr 50–60 % absinken, bevor erneut befeuchtet wird. Ein ständig nasser Bodengrund ist ungeeignet.
Fütterung und Mineralversorgung
Kronengeckos ernähren sich vielseitig. Als verlässliche Basis eignet sich ein hochwertiges, ausdrücklich als ausgewogenes Komplettfutter für fruchtfressende Geckos deklariertes Pulverfutter, das nach Herstellerangabe frisch mit Wasser angerührt wird. Ergänzend können passend große Heimchen, Grillen, Schabenlarven oder andere geeignete Futterinsekten angeboten werden. Die Insekten sollten gut ernährt und entsprechend dem übrigen Fütterungs- und UVB-Konzept mit Mineralstoffen bestäubt werden. Reines Fruchtmus ist keine ausgewogene Dauerernährung. Futterreste werden zeitnah entfernt, frisches Trinkwasser steht ständig bereit. Menge und Rhythmus richten sich nach Alter, Körperzustand und Aktivität des Tieres.
Sozialverhalten
Kronengeckos sind keine sozialen Gruppentiere. Die Einzelhaltung ermöglicht eine zuverlässige Kontrolle von Futteraufnahme, Kot, Körperzustand und Verhalten und verhindert unbemerkten Konkurrenzdruck. Zwei Männchen können sich schwer verletzen und dürfen nicht gemeinsam gehalten werden. Eine dauerhafte Paarhaltung belastet besonders das Weibchen durch wiederholte Paarungsversuche. Der Gecko kann sich an ruhigen Umgang gewöhnen, sollte aber nicht als Schmustier betrachtet werden. Beim Herausnehmen lässt man ihn möglichst selbstständig auf die Hand steigen. Festhalten am Schwanz ist unbedingt zu vermeiden.
Geschlechtsunterschiede
Adulte Männchen entwickeln an der Schwanzwurzel deutlich erkennbare Hemipenistaschen und besitzen ausgeprägte Präanalporen. Weibchen zeigen keine vergleichbare Wölbung. Bei jungen Tieren ist die Geschlechtsbestimmung unsicher, weil sich diese Merkmale erst nach und nach ausbilden. Das Fehlen sichtbarer Poren darf bei einem noch nicht ausgewachsenen Tier daher nicht vorschnell als weibliches Geschlecht gewertet werden. Gewaltsames Ausstülpen oder Drücken im Kloakenbereich ist abzulehnen; im Zweifel sollte eine erfahrene reptilienkundige Fachperson beurteilen.
Fortpflanzung und Inkubation
Die Art ist eierlegend. Ein Gelege besteht häufig aus zwei Eiern, die das Weibchen in feuchtem, grabfähigem Substrat absetzt; auch unbefruchtete Eier sind möglich. Zuchtweibchen benötigen einen sehr guten Ernährungs- und Calciumstatus sowie ausreichend lange Erholungsphasen. Da Weibchen nach einer Paarung mehrere befruchtete Gelege produzieren können, ist eine dauerhafte gemeinsame Haltung mit dem Männchen nicht vertretbar. Eier werden ohne Drehen vorsichtig gesichert und unter kontrollierten Bedingungen inkubiert. Zucht sollte nur mit gesunden, ausreichend entwickelten und nicht eng verwandten Tieren erfolgen. Die genaue Vererbung vieler Handelsmerkmale ist nicht abschließend belegt.
Winterruhe oder saisonale Ruhe
Eine echte Winterruhe wird nicht durchgeführt. Eine leichte jahreszeitliche Absenkung von Temperatur und Beleuchtungsdauer kann den natürlichen Rhythmus nachbilden, darf jedoch nicht mit starker Auskühlung oder Futterentzug verbunden sein. Auch während einer kühleren Phase müssen Trinkwasser, geeignete Rückzugsorte und regelmäßige Kontrollen gewährleistet bleiben.
Endgröße und Lebenserwartung
Kronengeckos erreichen meist etwa 20–22 cm Gesamtlänge, wobei ein erheblicher Anteil auf den Schwanz entfällt. Die Kopf-Rumpf-Länge liegt gewöhnlich um 10–13 cm. Individuelle Unterschiede durch Geschlecht, Alter und Zuchtlinie sind möglich. Tiere, die ihren Schwanz abgeworfen haben, bleiben entsprechend kürzer, ohne dadurch einer eigenen Größenform anzugehören.
Schutzstatus und rechtliche Hinweise
Correlophus ciliatus ist nach derzeitiger Einordnung nicht in den internationalen CITES-Anhängen beziehungsweise den entsprechenden EU-Artenschutzanhängen gelistet. Eine bundesweite artenschutzrechtliche Meldepflicht ist daher aktuell nicht erkennbar. Unabhängig davon gelten das deutsche Tierschutzrecht und die Pflicht zu sachkundiger, bedürfnisgerechter Haltung. Da sich Rechtslage und regionale Vorgaben ändern können, sollten Schutzstatus, kommunale Bestimmungen und mögliche Gefahrtierregelungen vor Erwerb oder Weitergabe nochmals aktuell geprüft werden.
Risiken und sicherer Umgang
Kronengeckos können bei Schreckhaftigkeit weit springen und durch kleine Spalten entkommen; Türen und Kabeldurchführungen müssen deshalb sicher schließen. Der Schwanz kann bei Stress abgeworfen werden und wächst bei dieser Art nicht nach. Direkte Hitze, ungeschützte Lampen und dauerhaft hohe Temperaturen bergen erhebliche Risiken. Wie andere Reptilien können Kronengeckos Salmonellen übertragen. Nach Kontakt mit Tier, Einrichtung oder Bodengrund sind die Hände gründlich zu waschen; Küchenbereiche sollten für Terrarienzubehör tabu sein. Auffällige Gewichtsverluste, Häutungsprobleme, verformte Gliedmaßen oder anhaltende Futterverweigerung gehören in reptilienkundige tierärztliche Hände.
Nice-to-Know
Die namensgebenden weichen Schuppenkämme verlaufen oberhalb der Augen bis über den Rücken und erinnern an Wimpern. Kronengeckos können ihre Farbwirkung abhängig von Aktivität, Tageszeit und Umgebung deutlich verändern; dieses vorübergehende Abdunkeln wird in der Terraristik oft als Fire-up bezeichnet. Super Dalmatian ist ein nicht taxonomischer Handelsbegriff für Tiere mit besonders zahlreichen dunklen Punkten. Umfang, Verteilung und Entwicklung der Sprenkel können individuell variieren, weshalb sich aus der Bezeichnung allein keine exakt festgelegte spätere Zeichnung ableiten lässt.
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