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Rotfettflossen-Salmler, Knodus sp. Red Adipose Fin

Kirschrote Fettflosse

Die kleine Rückenflosse leuchtet rot — bei Salmlern eine Seltenheit

Blau schimmernder Rücken

Metallischer Glanz über dem schwarzen Längsband der Körperseite

Lebhafter Schwarmfisch

Bleibt den ganzen Tag in Bewegung und nutzt das freie Wasser

Garnelenfreundlich

Bleibt klein genug, um ausgewachsene Zwerggarnelen zu ignorieren

Rotfettflossen-Salmler, Knodus sp. Red Adipose Fin


Auf einen Blick: Rotfettflossen-Salmler, Knodus sp. Red Adipose Fin
Deutscher Name: Rotfettflossen-Salmler
Wissenschaftlich: Knodus sp. Red Adipose Fin
Synonyme: Knodus sp. Red Adipose, Red Adipose Tetra
Herkunft: Südamerika; genaues Vorkommen nicht gesichert
Gesellschafts-Aquarium: gut geeignet, im Schwarm ab 10 Tieren
Wasserwerte: weich bis mittelhart, pH 5,5 - 7,5
Temperatur: ca. 24-28 °C
Beckengröße: ab 80 cm
Bepflanzung: gerne dicht bepflanzt mit freien Schwimmzonen
Futter: feines Lebend- und Frostfutter, Flocke, pflanzliche Beikost
Geschlechts-Unterschiede: Weibchen deutlich fülliger
Zucht möglich: bisher nicht dokumentiert
Maximale Größe: bis ca. 5 cm
Liefergröße: ca. 2-3 cm
Mit Garnelen verträglich: ja, gut geeignet
Im Detail: Rotfettflossen-Salmler, Knodus sp. Red Adipose

Herkunft des Rotfettflossen-Salmlers (Knodus sp. Red Adipose Fin)

Dieser Salmler trägt ein Merkmal, das es unter Salmlern so gut wie nicht gibt: eine kirschrot gefärbte Fettflosse. Die Fettflosse ist jene kleine, strahlenlose Flosse zwischen Rücken- und Schwanzflosse, und dass sie durchgefärbt leuchtet, ist nach Angaben von Aquarium Glaser artspezifisch — die Färbung zeigen alle Exemplare, unabhängig von Stimmung oder Rang. Genau daran unterscheidet sich der Fisch vom nah verwandten Blauen Borki-Salmler Knodus borki, mit dem er sonst leicht zu verwechseln wäre. Dazu kommt ein blaugrün schimmernder Rücken und ein schwarzes Längsband, das vom Kiemendeckelrand bis in die Spitze der Schwanzflosse durchläuft — anders als bei vielen Verwandten, die stattdessen einen Schulterfleck tragen. Die Art ist wissenschaftlich noch nicht beschrieben; ob sie überhaupt zur Gattung Knodus gehört, ist derzeit offen.

Rotfettflossen-Salmler vergesellschaften

Als kleiner, friedlicher Schwarmfisch passt dieser Salmler in fast jedes ruhige Südamerikabecken. Entscheidend ist die Truppenstärke: zehn Tiere sollten es mindestens sein, gern mehr. In zu kleinen Gruppen bleiben die Farben stumpf, das Blau kommt nicht heraus, und die Tiere halten sich versteckt statt im freien Wasser. Als Beifische passen Panzerwelse, Harnischwelse, ruhige Zwergbuntbarsche und andere kleine Salmler mit ähnlichen Ansprüchen. Ungeeignet sind große oder hektische Arten, die einem Fünf-Zentimeter-Fisch das Futter wegschnappen, und natürlich jeder Fisch, für den ein Fünfzentimeter-Salmler eine Mahlzeit wäre. Ein weiterer Punkt: Die Art kommt nur in kleinen Stückzahlen und als Wildfang in den Handel. Solche Tiere gehören in ein eingefahrenes, biologisch stabiles Becken und nicht in eine frisch eingerichtete Anlage.

Passende Wasserparameter

Der Zielbereich liegt bei pH 5,5 bis 7,5 und weicher bis mittelharter Gesamthärte — dieselbe Spanne, die im Sortiment für den nah verwandten Borki-Salmler gilt. Die Art ist darin angenehm anpassungsfähig; wichtiger als der genaue Wert ist die Stabilität. Kleine Salmler reagieren empfindlich auf große Wasserwechsel mit deutlich abweichenden Werten, weshalb häufige kleine Wechsel die bessere Wahl sind. Etwas Laub oder ein Erlenzapfen färbt das Wasser leicht ein und lässt die Farben besser zur Geltung kommen — auf gedämpftem, leicht bernsteinfarbenem Grund wirkt das Blau am kräftigsten. Nach dem Import gilt besondere Vorsicht: langsam angleichen, in den ersten Wochen wenig Störung und eine gut laufende Filterung. Ist die Gruppe erst eingewöhnt, erweist sie sich als robust.

Haltungstemperatur

Der Bereich von 24 bis 28 °C ist für diese Art passend; bewährt hat sich die Mitte um 25 bis 26 Grad. Am oberen Ende läuft der Stoffwechsel schnell, was bei einem Fisch von wenigen Zentimetern spürbar auf die Lebenszeit geht — kleine Salmler altern bei dauerhaft hoher Temperatur merklich schneller. Unter 23 Grad lässt die Fresslust nach und die Anfälligkeit steigt. Was mehr zählt als die eingestellte Zahl, ist ein ruhiger Tagesverlauf: Ein zuverlässiger Heizer und ausreichend Volumen fangen Schwankungen ab, die kleine Schwarmfische besonders schlecht vertragen. Bei stimmigen Bedingungen zeigt sich das typische Bild — eine Gruppe, die im mittleren Beckenbereich steht, gemeinsam in eine Richtung dreht und dabei ihren metallischen Glanz voll ausspielt.

Die Beckengröße für Knodus sp. Red Adipose Fin

Ein Becken ab 80 cm ist die richtige Größe, dieselbe Vorgabe wie beim verwandten Borki-Salmler im Sortiment. Der Bedarf ergibt sich nicht aus der Körperlänge von rund fünf Zentimetern, sondern aus der Gruppenstärke und dem Bewegungsdrang: Zehn oder mehr lebhafte Salmler brauchen eine durchgehende Bahn, um überhaupt Schwarmverhalten zu zeigen. Die Einrichtung folgt dem klassischen Aufbau — bewachsene Ränder, freie Mitte. Ein dunkler Bodengrund und gedämpftes Licht sind bei dieser Art mehr als Geschmacksfrage: Auf hellem Kies unter greller Beleuchtung wirken die Tiere blass, der blaue Glanz verschwindet und die rote Fettflosse verliert ihren Kontrast. Wurzeln, Laub und ein paar Schwimmpflanzen an der Oberfläche vervollständigen das Bild und geben zugleich Sicherheit.

Bepflanzung

Dicht bepflanzt mit freien Schwimmzonen — so beschreibt es das bestehende Knodus-Listing im Sortiment, und mehr braucht es nicht. Geeignet sind Arten, die mit weichem, leicht saurem Wasser zurechtkommen: Cryptocorynen, Javafarn und Anubias auf Wurzeln, Moospolster, dazu feinfiedrige Stängelpflanzen wie Wasserfreund oder Hornkraut im Hintergrund. Schwimmpflanzen gehören dazu, weil sie das Licht brechen und den Tieren die Scheu nehmen. Der Vordergrund bleibt offen. Eine Schicht Falllaub auf dem Boden rundet das Bild ab und hat einen praktischen Nebeneffekt: In der Blattstreu siedeln Kleinstlebewesen, die von der Gruppe den ganzen Tag abgesammelt werden. Ein Becken für diese Art darf gern nach Waldbach aussehen — je natürlicher die Einrichtung, desto sicherer und farbkräftiger zeigen sich die Fische. Ein steril wirkendes Aquarium mit wenig Struktur bringt dagegen keinen Schwarmsalmler zur Geltung.

Das Futter für Rotfettflossen-Salmler

Auf dem Speiseplan steht überwiegend feine tierische Kost, ergänzt um pflanzliche Anteile. Bewährt haben sich feines Lebend- und Frostfutter — Artemia, Cyclops, Moina, kleine Daphnien und Mikrowürmchen — dazu ein hochwertiges Flocken- oder Feingranulatfutter mit etwas Grünanteil. Entscheidend ist die Größe: Das Maul dieser Salmler ist winzig, und zu grobes Futter wird schlicht ignoriert. Gefüttert wird mehrmals täglich in kleinen Portionen, weil so kleine Fische wenig auf einmal aufnehmen. Beim Farbeindruck macht die Fütterung den Unterschied — gut versorgte Tiere zeigen ein sattes Rot in der Fettflosse und deutlichen Metallglanz am Rücken, mangelhaft ernährte wirken flau. Frisch importierte Wildfänge nehmen Trockenfutter oft erst nach einigen Wochen an; hier hilft konsequentes Lebendfutter am Anfang.

Geschlechtsunterschiede

Belastbar ist bei dieser Art nur ein Merkmal: Weibchen sind deutlich fülliger. Ausgewachsene, gut konditionierte Tiere zeigen eine rundere Bauchlinie und wirken von oben betrachtet breiter, während Männchen schlanker und kantiger bleiben. Weitere Unterschiede sind nicht dokumentiert — was bei einer wissenschaftlich unbeschriebenen Art wenig überrascht. Bei vielen kleinen Salmlern zeigen Männchen im Imponierverhalten intensivere Farben und tragen leicht ausgezogene Flossenspitzen; ob das hier zutrifft, ist offen und sollte nicht als gesichert dargestellt werden. Für die Praxis spielt es ohnehin kaum eine Rolle: Die Art wird als Gruppe gekauft, und in einer Gruppe dieser Größe kommen beide Geschlechter ohnehin ausreichend vor. An Jungtieren lässt sich ohnehin nichts ablesen: Die rundere Bauchlinie entwickelt sich erst mit der Reife, und vorher wirken alle Exemplare im Verkaufsbecken gleich schlank.

Die Zucht von Knodus sp. Red Adipose Fin

Eine Nachzucht ist für diese Art bisher nicht dokumentiert — dieselbe Einschätzung gilt im Sortiment auch für den verwandten Borki-Salmler. Das ist kein Zufall: Beide Arten kommen als Wildfänge in kleinen Stückzahlen, und wo kaum jemand eine größere Gruppe hält, gibt es entsprechend wenige Zuchtversuche. Biologisch handelt es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um einen Freilaicher ohne Brutpflege, wie er bei kleinen südamerikanischen Salmlern die Regel ist; das ist allerdings eine Annahme und kein Befund. Für einen Versuch braucht es ein eigenes, schwach beleuchtetes Ansatzbecken, sehr mineralarmes und leicht saures Wasser, dichte Moospolster als Laichsubstrat — und Elterntiere, die vorher wochenlang mit Lebendfutter aufgebaut wurden. Gelingt es, wäre das ein dokumentationswürdiger Erfolg — Berichte gibt es bislang praktisch keine.

Die Endgröße von Rotfettflossen-Salmlern

Die Art bleibt klein und dürfte bei rund 5 cm liegen — der Wert stammt vom nah verwandten Borki-Salmler, für den das Sortiment bis 5 cm angibt. Eine gesicherte Angabe für diesen Fisch selbst existiert nicht, weil er wissenschaftlich nicht beschrieben ist; es gibt weder eine Erstbeschreibung mit Maßen noch einen FishBase-Eintrag. Diese Unsicherheit gehört zur ehrlichen Darstellung dazu. Zur Lebenserwartung liegen ebenfalls keine Zahlen vor; kleine Salmler erreichen bei guter Pflege üblicherweise einige Jahre. Wer sich für diesen Fisch entscheidet, kauft bewusst eine Rarität mit offenen Fragen — dafür bekommt man ein Merkmal, das man bei kaum einem anderen Aquarienfisch findet, und ein Tier, über das man in fünf Jahren vermutlich deutlich mehr weiß als heute — vielleicht dann sogar unter einem gültigen wissenschaftlichen Namen.

Verträglichkeit mit Zwerggarnelen

Hier fällt die Antwort ungewöhnlich klar aus: ja, gut geeignet — so bewertet es das Sortiment auch für den verwandten Borki-Salmler. Mit rund fünf Zentimetern und einem sehr kleinen Maul stellt dieser Salmler ausgewachsenen Zwerggarnelen nicht nach. Frisch geschlüpfte Junggarnelen können in einem offenen Becken vereinzelt erwischt werden, doch sobald Moospolster, Laub und feine Verstecke vorhanden sind, wächst der Garnelenbestand problemlos weiter. Praktisch ist zudem, dass beide Seiten dieselben Bedingungen mögen: weiches, leicht saures Wasser, Laub am Boden und gedämpftes Licht. Auch Schnecken sind völlig unproblematisch und werden nicht behelligt. Damit gehört diese Art zu den wenigen Fischen dieser Lieferung, die sich in einem Garnelenbecken wirklich gut machen — vorausgesetzt, das Becken ist groß genug für die Gruppe.

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