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Kornnatter „Ultramel Pewter“ (NZ), Pantherophis guttatus

Silbrige Zuchtform

Gedämpfte Farben mit zunehmend ruhiger Zeichnung

Aktive Entdeckerin

Bodennah unterwegs und zugleich eine geschickte Kletterin

Klares Wärmegefälle

Mehrere Klimazonen ermöglichen gute Thermoregulation

Einzeln gut haltbar

Solitäre Haltung erleichtert Fütterung und Kontrolle

Kornnatter „Ultramel Pewter“ (NZ), Pantherophis guttatus


Auf einen Blick: Kornnatter „Ultramel Pewter“ (NZ), Pantherophis guttatus
Deutscher Name:Kornnatter „Ultramel Pewter“ (NZ)
Wissenschaftlich:Pantherophis guttatus
Synonyme:Gewöhnliche Kornnatter, Rote Kornnatter, Red Cornsnake
Herkunft:Östliche und südöstliche USA
Lebensweise:Bodenbewohnend, zugleich sehr kletterfreudig
Aktivitätszeit:Je nach Temperatur tag-, dämmerungs- oder nachtaktiv
Haltungsform:Einzelhaltung empfohlen
Mindestgröße des Geheges:An der Körperlänge ausrichten; für 130 cm etwa ab 130 × 65 × 130 cm
Temperaturzonen:Tags 24–28 °C, Sonnenplatz etwa 30–32 °C, nachts 18–22 °C
Luftfeuchtigkeit:Etwa 50–70 %, zusätzlich feuchtes Versteck
UV und Beleuchtung:12–14 Stunden Tageslicht; schwaches UVB ist empfehlenswert
Bodengrund:Grabfähiges Erde-Sand-Lehm-Gemisch, stellenweise leicht feucht
Futter:Passend große, vollständig aufgetaute Futtertiere
Sozialverhalten:Überwiegend einzelgängerisch; keine Vergesellschaftung mit anderen Arten
Maximale Größe:Meist 90–150 cm, selten bis etwa 180 cm
Lebenserwartung:Häufig 15–20 Jahre, bei guter Haltung auch länger
Schutzstatus und Nachweise:Nicht in CITES- oder EU-Artenschutzanhängen gelistet; örtliche Regeln prüfen
Im Detail: Kornnatter „Ultramel Pewter“ (NZ), Pantherophis guttatus

Herkunft, Lebensraum und Verhalten von Kornnatter „Ultramel Pewter“ (NZ) (Pantherophis guttatus)

Die Kornnatter stammt aus dem Osten und Südosten der Vereinigten Staaten. Ihr natürliches Verbreitungsgebiet reicht von Teilen der mittleren Atlantikküste über die südöstlichen Bundesstaaten bis nach Florida und westwärts in Richtung Louisiana. Innerhalb dieses großen Areals begegnet sie sehr unterschiedlichen Landschaften: lichten Laub- und Kiefernwäldern, buschreichen Wiesen, felsigen Hängen, Waldrändern, feuchteren Niederungen und landwirtschaftlich geprägten Gebieten. Auch Scheunen, Holzlager und verlassene Gebäude werden genutzt, wenn dort Verstecke und Nagetiere zu finden sind. Die schlanke Natter bewegt sich überwiegend am Boden, klettert jedoch geschickt in Sträucher und Bäume und durchsucht ebenso Spalten oder Nagerbaue. Ihre Aktivitätszeit verändert sich mit Jahreszeit, Wetter und Region. Bei gemäßigten Temperaturen kann sie am Tag unterwegs sein, während sie in heißen Monaten eher die Dämmerung und Nacht nutzt. Der Handelszusatz „Ultramel Pewter“ bezeichnet eine Zuchtform und keinen natürlichen Fundort. „NZ“ wird im deutschen Tierhandel üblicherweise als Hinweis auf eine Nachzucht verwendet; die konkrete Abstammung und Genetik sollten jedoch durch einen nachvollziehbaren Züchternachweis bestätigt werden.

Das richtige Gehege

Kornnattern sind aktive Beutesucher und benötigen deutlich mehr als einen schlichten, flachen Behälter. Das Terrarium sollte sich an der Endgröße des Tieres orientieren und vollständiges Ausstrecken, Bodenerkundung und Klettern ermöglichen. Für ein etwa 130 cm langes Tier ist nach den in Deutschland herangezogenen Haltungsrichtwerten ungefähr 130 × 65 × 130 cm als Untergrenze anzusetzen; mehr Grundfläche und gut nutzbare Höhe sind vorzuziehen. Türen, Lüftungen und Kabeldurchführungen müssen absolut ausbruchsicher sein, denn Kornnattern nutzen erstaunlich kleine Spalten. Mehrere eng anliegende Verstecke gehören sowohl in die warme als auch in die kühlere Zone. Eine einzeln gehaltene Schlange lässt sich beim Fressen, Häuten und bei gesundheitlichen Veränderungen zuverlässiger beobachten. Von einer gemeinsamen Haltung mit anderen Arten ist abzusehen.

Einrichtung, Bodengrund und Bepflanzung

Der Boden sollte in weiten Bereichen etwa 8–15 cm tief und grabfähig sein. Bewährt sind strukturstabile Mischungen aus ungedüngter Erde, Sand und Lehm; eine lockere Laubschicht schafft zusätzliche Deckung. Ein Teil darf leicht feucht bleiben, das gesamte Terrarium sollte jedoch niemals vernässen. Korkröhren, kräftige Äste, Wurzeln, erhöhte Liegeflächen und standsicher aufgebaute Steine machen auch die Höhe nutzbar. Schwere Einrichtungsstücke müssen direkt auf einem festen Untergrund stehen, damit sie nicht durch Untergraben kippen. Eine große, flache und standfeste Wasserschale mit frischem Wasser sollte jederzeit erreichbar sein. Ergänzend ist eine Wetbox mit feuchtem Moos oder geeignetem Substrat sinnvoll, besonders während der Häutung. Drei blickdicht gestaltete Seiten und dicht gesetzte Deckung vermitteln Sicherheit.

UV, Beleuchtung und Wärme

Ein klarer Tag-Nacht-Rhythmus unterstützt Aktivität und saisonale Orientierung. Außerhalb einer möglichen Winterruhe sind etwa 12–14 Stunden Beleuchtung passend; im Jahresverlauf kann die Lichtdauer behutsam angepasst werden. Eine helle Tageslichtbeleuchtung macht das Terrarium gut nutzbar und fördert natürliche Erkundung. Kornnattern können ohne intensive UVB-Strahlung gehalten werden, profitieren jedoch von fachgerecht dosiertem, schwachem bis moderatem UVB und einem vollständig schattigen Rückzugsbereich. Lampenabstand, Reflektor und eventuelle Gazedeckel beeinflussen die tatsächlich ankommende Strahlung erheblich. Sämtliche Leucht- und Wärmequellen müssen für die Schlange unerreichbar oder mit einem stabilen Schutzkorb versehen sein. Farbige Nachtlampen sind nicht erforderlich und können den Ruhezyklus stören.

Klima, Wasser und Luftfeuchtigkeit

Tagsüber sollte ein deutliches Temperaturgefälle entstehen: In der allgemeinen Aufenthaltszone sind etwa 24–28 °C geeignet, während ein begrenzter Sonnenplatz ungefähr 30–32 °C erreichen darf. Einzelne seriöse Haltungsangaben nennen lokal auch etwas höhere Oberflächentemperaturen; entscheidend sind eine zuverlässige Messung und jederzeit erreichbare kühlere Rückzugsplätze. Nachts darf die Temperatur auf etwa 18–22 °C absinken. Wärmequellen werden grundsätzlich über einen geeigneten Thermostat geregelt, zusätzlich sind digitale Thermometer in der warmen und kühlen Zone erforderlich. Die relative Luftfeuchtigkeit kann meist zwischen 50 und 70 % liegen und nachts vorübergehend ansteigen. Gute Lüftung, trocknende Oberflächen und eine lokal feuchte Wetbox sind besser als ein dauerhaft nasses Terrarium. Staunässe begünstigt Haut- und Atemwegsprobleme.

Fütterung und Mineralversorgung

Kornnattern sind Fleischfresser und erhalten ganze Futtertiere in einer zur kräftigsten Körperstelle passenden Größe. Geeignet sind vor allem hygienisch einwandfreie Frostmäuse; bei größeren Tieren kommen je nach Körperbau auch kleine Ratten oder andere geeignete ganze Futtertiere infrage. Das Futter wird vollständig aufgetaut und vor dem Anbieten auf ungefähr körperwarme Temperatur gebracht. Lebende Nagetiere können die Schlange erheblich verletzen und sollten nicht routinemäßig verfüttert werden. Junge Kornnattern werden gewöhnlich etwa alle fünf bis zehn Tage gefüttert, adulte Tiere je nach Kondition ungefähr alle zwei bis drei Wochen. Starre Pläne sind weniger sinnvoll als die regelmäßige Kontrolle von Körperform und Gewicht. Nach der Mahlzeit benötigt die Schlange mehrere Tage Ruhe und passende Wärme für die Verdauung. Frisches Trinkwasser muss ständig verfügbar sein.

Sozialverhalten

Kornnattern gelten nicht als sozial lebende Reptilien. Auch wenn ähnlich große Tiere unter großzügigen Bedingungen gelegentlich gemeinsam gehalten werden, entstehen daraus weder ein notwendiger Sozialkontakt noch ein sicherer Vorteil. Konkurrenz um Wärmeplätze, Verstecke und Futter kann unauffällig bleiben und sich erst durch Gewichtsverlust oder verändertes Verhalten zeigen. Für eine übersichtliche Heimtierhaltung ist deshalb die Einzelunterbringung zu empfehlen. Sie erleichtert die Fütterung, Gewichtskontrolle, Kotuntersuchung und frühe Erkennung von Erkrankungen. Unterschiedlich große Tiere und verschiedene Reptilienarten gehören nicht zusammen in ein Terrarium. Beim Umgang ist die Kornnatter häufig ruhig, sollte aber nie festgehalten oder gegen ihren Willen häufig herausgenommen werden. Nach dem Fressen und während der Häutung ist zusätzliche Ruhe wichtig.

Geschlechtsunterschiede

Männchen besitzen im Durchschnitt einen etwas längeren Schwanz, der hinter der Kloake langsamer schmal wird. Weibchen wirken dort oft kürzer und verjüngen sich schneller. Diese äußeren Hinweise überschneiden sich jedoch stark und erlauben keine zuverlässige Geschlechtsbestimmung. Sondieren oder das Ausstülpen der Hemipenes darf wegen erheblicher Verletzungsgefahr nur von erfahrenen Fachpersonen oder einer reptilienkundigen Tierarztpraxis durchgeführt werden. Das Geschlecht sollte insbesondere vor einer geplanten Zucht oder möglichen Zusammenstellung mehrerer Tiere fachkundig bestätigt werden.

Fortpflanzung und Inkubation

Die Kornnatter ist eierlegend. Nach einer saisonalen Aktivierung und Paarung legt das Weibchen häufig etwa 10–20 Eier, wobei Alter, Körperzustand und individuelle Veranlagung deutliche Abweichungen verursachen können. Auch ohne Kontakt zu einem Männchen benötigen geschlechtsreife Weibchen einen geeigneten Eiablageplatz, beispielsweise eine geschützte Box mit leicht feuchtem, grabfähigem Substrat. Eine kontrollierte Inkubation erfolgt meist im oberen Zwanzigerbereich; Schlupfdauer und Entwicklung hängen von der Temperatur ab. Zucht sollte nur mit gesunden, ausreichend entwickelten Elterntieren und gesicherter Unterbringung für sämtliche Jungtiere geplant werden. Die Bezeichnung „Ultramel Pewter“ ist eine züchterische Genetikangabe, deren tatsächliche Vererbung sich nicht allein nach dem Aussehen beurteilen lässt. Paarungsdaten und Abstammungsnachweise sind daher besonders wichtig.

Winterruhe oder saisonale Ruhe

Im natürlichen Verbreitungsgebiet erleben viele Kornnattern eine winterliche Ruhephase. Für gesunde adulte Tiere wird häufig eine kontrollierte Abkühlung auf etwa 8–12 °C über ungefähr acht bis zwölf Wochen beschrieben. Andere aktuelle Haltungskonzepte betrachten eine ausgeprägte Winterruhe außerhalb der Zucht als nicht zwingend. Dieser Punkt sollte daher passend zu Herkunft, Alter, Gesundheitszustand und bisheriger Haltung mit einer reptilienkundigen Tierarztpraxis geprüft werden. Vor einer Abkühlung muss die Schlange gesund, parasitologisch untersucht und der Verdauungstrakt vollständig entleert sein. Licht und Temperatur werden langsam reduziert und später ebenso behutsam erhöht. Wasser bleibt verfügbar. Jungtiere, untergewichtige, erkrankte, verletzte oder trächtige Tiere dürfen nicht unkontrolliert eingewintert werden.

Endgröße und Lebenserwartung

Ausgewachsene Kornnattern erreichen häufig eine Gesamtlänge von etwa 90–150 cm. Einzelne Tiere bleiben kleiner, während selten Exemplare bis ungefähr 180 cm dokumentiert werden. Die schlanke Körperform lässt sie leichter erscheinen, als ihre Länge vermuten lässt. Zwischen den Geschlechtern besteht kein so ausgeprägter Größenunterschied, dass sich das Geschlecht anhand der Körperlänge sicher bestimmen ließe. Da die individuelle Endgröße von Abstammung, Geschlecht, Fütterung und Haltung beeinflusst wird, sollte das Terrarium vorsorglich großzügig geplant und während des Wachstums regelmäßig auf ausreichenden Bewegungsraum geprüft werden.

Schutzstatus und rechtliche Hinweise

Pantherophis guttatus wird nach aktuellem Stand weder in den CITES-Anhängen noch in den entsprechenden EU-Artenschutzanhängen geführt. Für übliche Nachzuchten besteht deshalb in Deutschland in der Regel keine bundesweite artenschutzrechtliche Meldepflicht. Ein nachvollziehbarer Kauf- und Herkunftsnachweis sollte dennoch dauerhaft aufbewahrt werden. Zusätzlich können Landesrecht, kommunale Vorgaben, Mietverträge oder spätere Rechtsänderungen zu beachten sein. Vor der Anschaffung ist daher die am eigenen Wohnort geltende Regelung zu prüfen. Eine Kornnatter darf niemals ausgesetzt oder in die heimische Natur entlassen werden.

Risiken und sicherer Umgang

Die Kornnatter ist ungiftig, kann sich bei Angst oder grobem Festhalten jedoch mit einem Abwehrbiss verteidigen. Ruhige Bewegungen, sichere Unterstützung des Körpers und das Respektieren von Rückzugssignalen reduzieren Stress. Kinder sollten das Tier nur unter direkter Aufsicht einer sachkundigen erwachsenen Person handhaben. Wie andere Reptilien können Kornnattern Salmonellen tragen, ohne selbst krank zu wirken. Nach jedem Kontakt mit Tier, Wasser, Bodengrund oder Einrichtung sind die Hände gründlich zu waschen; Terrarienzubehör gehört nicht in Bereiche der Lebensmittelzubereitung. Besondere Vorsicht gilt bei Kleinkindern, Schwangeren und immungeschwächten Personen. Wärmequellen benötigen Thermostat und Berührungsschutz. Bei auffälliger Atmung, wiederholtem Hochwürgen, Häutungsproblemen, Verletzungen oder deutlichem Gewichtsverlust ist eine reptilienkundige Tierarztpraxis aufzusuchen.

Nice-to-Know

„Pewter“ bezeichnet bei Kornnattern üblicherweise eine Kombination aus Charcoal und Diffused, die silbrige bis graue Farbtöne und eine mit zunehmendem Alter oft verwaschener wirkende Zeichnung hervorbringt. „Ultramel“ wird für eine besondere Kombination am Ultra-/Amelanismus-Genort verwendet. Der zusammengesetzte Handelsname kann somit auf mehrere vererbte Merkmale hinweisen. Wie deutlich sie sichtbar werden, verändert sich während des Wachstums und unterscheidet sich zwischen einzelnen Zuchtlinien. Ohne Abstammungsunterlagen lässt sich die vollständige genetische Ausstattung nicht allein anhand von Farbe und Muster bestätigen. Das Kürzel „NZ“ wird üblicherweise als „Nachzucht“ gelesen und ist kein Bestandteil des wissenschaftlichen Namens.

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