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Interaquaristik Onlineshop

Kornnatter „Ultramel Anery Motley Tessera“, Pantherophis guttatus

Bodennah strukturiert

Bodennahe Haltung mit sicheren Ästen und Verstecken

Klare Wärmezonen

Gezieltes Temperaturgefälle von 20–24 °C bis 28–30 °C

Am besten einzeln

Solitäre Haltung erleichtert Ruhe und Gesundheitskontrolle

Passendes Frostfutter

Frostfutter passend zum Körperumfang sicher anbieten

Kornnatter „Ultramel Anery Motley Tessera“, Pantherophis guttatus


Auf einen Blick: Kornnatter „Ultramel Anery Motley Tessera“, Pantherophis guttatus
Deutscher Name:Kornnatter „Ultramel Anery Motley Tessera“
Wissenschaftlich:Pantherophis guttatus
Synonyme:Gewöhnliche Kornnatter, Rote Kornnatter
Herkunft:Östliche und südöstliche USA
Lebensweise:Überwiegend bodenbewohnend, versteckt sich gern und klettert geschickt
Aktivitätszeit:Vor allem dämmerungsaktiv, zeitweise auch tagsüber unterwegs
Haltungsform:Einzeln in einem ausbruchsicheren, reich strukturierten Trockenterrarium
Mindestgröße des Geheges:Mindestens etwa 1,0 × 0,5 × 1,0 der Körperlänge, größer ist empfehlenswert
Temperaturzonen:Sonnenplatz 28–30 °C, kühlere Zone 20–24 °C, nachts 16–20 °C
Luftfeuchtigkeit:Etwa 40–55 %, ergänzt durch eine örtlich feuchte Häutungsbox
UV und Beleuchtung:Klarer Tag-Nacht-Rhythmus, schwaches UVB mit schattigen Rückzugsbereichen
Bodengrund:Staubarmes, grabfähiges Erd-Sand-Laub-Gemisch mit ausreichender Bodentiefe
Futter:Passend bemessene, vollständig aufgetaute Mäuse und gelegentlich andere geeignete Futtertiere
Sozialverhalten:Territorial nicht ausgeprägt, dennoch vorzugsweise einzeln halten
Maximale Größe:Meist etwa 90–150 cm, selten bis ungefähr 180 cm Gesamtlänge
Lebenserwartung:Häufig 15–20 Jahre, bei sehr guter Haltung vereinzelt über 20 Jahre
Schutzstatus und Nachweise:In Deutschland gewöhnlich nicht artenschutzrechtlich meldepflichtig; örtliche Vorgaben prüfen
Im Detail: Kornnatter „Ultramel Anery Motley Tessera“, Pantherophis guttatus

Herkunft, Lebensraum und Verhalten von Kornnatter „Ultramel Anery Motley Tessera“ (Pantherophis guttatus)

Die Kornnatter stammt aus dem Osten und Südosten der Vereinigten Staaten. Ihr natürliches Verbreitungsgebiet reicht von südlichen Teilen New Jerseys über die südöstlichen Bundesstaaten bis nach Florida und westwärts unter anderem bis Louisiana und Kentucky. Innerhalb dieses großen Areals nutzt sie erstaunlich unterschiedliche Lebensräume. Man findet sie an lichten Waldrändern, auf Wiesen, zwischen felsigen Hängen, in Gebüschen und unter lockerem Totholz. Ebenso besiedelt sie landwirtschaftlich geprägte Gegenden, Scheunen und selten genutzte Gebäude, sofern dort Verstecke und ausreichend Beutetiere vorhanden sind. Obwohl Kornnattern überwiegend am Boden leben und sich häufig in Nagerbauen, unter Rinde oder zwischen Steinen zurückziehen, sind sie geschickte Kletterer. Diese Vielseitigkeit sollte sich im Terrarium widerspiegeln: Eine gut nutzbare Bodenfläche bleibt der Schwerpunkt, doch stabile Äste und erhöhte Verstecke erweitern den Bewegungsraum deutlich. Die angebotene Farbzuchtform ist eine menschliche Zuchtkombination und kommt in dieser genetisch festgelegten Ausprägung nicht als natürliche Population vor. Ihre Haltungsansprüche entsprechen grundsätzlich denen der Art, wobei wegen der reduzierten Pigmentierung besonders auf sanfte Beleuchtung und verlässliche Schattenplätze zu achten ist.

Das richtige Gehege

Für eine Kornnatter eignet sich ein bodenorientiertes, zugleich dreidimensional eingerichtetes Terrarium mit absolut sicher schließenden Türen und Lüftungsöffnungen. Die Tiere drücken sich durch überraschend kleine Spalten und können ungesicherte Schiebetüren verschieben. Als körperlängenbezogener Mindestansatz kann für ein Tier ungefähr die einfache Körperlänge in der Länge, die halbe Körperlänge in der Tiefe und die einfache Körperlänge in der Höhe herangezogen werden. Eine großzügigere Grundfläche bietet zusätzliche Bewegungs- und Gestaltungsmöglichkeiten. Mindestens zwei eng anliegende Verstecke gehören in unterschiedliche Temperaturbereiche; eine weitere, leicht feuchte Box unterstützt die Häutung. Trotz des bodenbewohnenden Schwerpunkts sollten fest montierte Äste, Korkröhren und erhöhte Liegeplätze vorhanden sein. Drei teilweise blickdichte Seiten vermitteln zusätzliche Sicherheit. Das Terrarium sollte vor dem Einzug vollständig eingerichtet und mehrere Tage mit laufender Technik geprüft werden.

Einrichtung, Bodengrund und Bepflanzung

Der Bodengrund darf so tief eingebracht werden, dass die Kornnatter darin scharren, sich teilweise eingraben und unter Laub zurückziehen kann. Je nach Terrariengröße sind etwa 8–15 cm eines staubarmen Erd-Sand-Gemischs mit trockener Laubauflage praxistauglich. Reiner Sand, scharfkantiges Material sowie stark aromatische oder harzhaltige Holzprodukte sind ungeeignet. Schwere Steine, Rückwände und Kletterelemente müssen kippsicher montiert sein und dürfen beim Untergraben nicht absacken. Eine stabile Wasserschale steht bevorzugt im kühleren Bereich und wird täglich kontrolliert. Sie sollte groß genug sein, dass sich die Schlange bei Bedarf hineinlegen kann, ohne das Terrarium dauerhaft zu vernässen. Zusätzliche Deckung durch Korkstücke, Kunstpflanzen oder ungiftige robuste Bepflanzung macht freie Wege nutzbarer. Kot, Häutungsreste und verschmutztes Substrat werden zeitnah entfernt.

UV, Beleuchtung und Wärme

Ein regelmäßiger Tag-Nacht-Rhythmus von ungefähr zwölf Stunden Licht und zwölf Stunden Dunkelheit bietet eine verlässliche Orientierung. Eine helle Tageslichtbeleuchtung lässt sich mit einer schwachen UVB-Quelle kombinieren. Am erreichbaren Sonnenplatz ist ein niedriger UV-Index bis etwa 1 sinnvoll, während geschützte Bereiche vollständig im Schatten liegen müssen. Da Ultramel mit einer Reduktion dunkler Pigmente verbunden ist, sollte die Beleuchtung nicht unnötig intensiv ausfallen. Dichte Deckung und mehrere Rückzugsorte ermöglichen der Schlange, ihre Lichtmenge selbst zu wählen. Zeigt das Tier ausgeprägtes Meideverhalten, ist die Installation einschließlich Abstand und UV-Stärke zu überprüfen. Alle Lampen und Heizstrahler benötigen einen stabilen Schutzkorb. Die Beleuchtung wird nachts vollständig ausgeschaltet; direkte Sonneneinstrahlung auf das Terrarium ist wegen der unkontrollierbaren Überhitzungsgefahr zu vermeiden.

Klima, Wasser und Luftfeuchtigkeit

Das Terrarium braucht ein deutliches Temperaturgefälle. Unter einem von außen geregelten und sicher geschützten Wärmestrahler darf der erreichbare Sonnenplatz etwa 28–30 °C warm werden. Im kühleren Bereich sollten ungefähr 20–24 °C herrschen. Nachts ist eine Absenkung auf etwa 16–20 °C möglich; fällt der Raum darunter, kann eine thermostatgesteuerte, lichtlose Wärmequelle erforderlich sein. Temperaturen werden mit digitalen Fühlern in mehreren Bereichen kontrolliert, nicht allein an der Einstellung des Thermostats abgelesen. Eine relative Luftfeuchtigkeit um 40–55 % passt meist gut, sofern gute Belüftung und eine stets verfügbare, örtlich feuchte Häutungsbox vorhanden sind. Dauerhaft nasser Boden und stehende, feuchte Luft erhöhen das Risiko gesundheitlicher Probleme. Vor und während der Häutung darf die Feuchtbox etwas stärker befeuchtet werden, ohne das gesamte Terrarium nass zu halten.

Fütterung und Mineralversorgung

Kornnattern sind Würgeschlangen und werden im Terrarium überwiegend mit passend bemessenen, vollständig aufgetauten Mäusen ernährt. Das Futtertier sollte ungefähr zum Körperumfang der Schlange passen und nicht übermäßig groß gewählt werden. Jungtiere benötigen kleinere Mahlzeiten in kürzeren Abständen; bei ausgewachsenen Tieren liegen zwischen den Fütterungen meist etwa zehn bis vierzehn Tage. Körperzustand, Aktivität und Gewicht sind wichtiger als ein starrer Kalender. Gelegentlich können geeignete Rattenjunge oder Wachtelküken Abwechslung bieten, sofern Größe und Nährwert zur Schlange passen. Frostfutter wird vollständig aufgetaut, schonend auf körpernahe Temperatur erwärmt und mit einer langen Futterpinzette angeboten. Lebende Nager können die Schlange schwer verletzen und sollten nicht verfüttert werden. Nach der Mahlzeit bleibt das Tier mindestens 48 Stunden ungestört. Frisches Trinkwasser muss jederzeit verfügbar sein.

Sozialverhalten

Kornnattern leben überwiegend einzelgängerisch und benötigen keine Gesellschaft anderer Schlangen. Eine dauerhafte Einzelhaltung erleichtert die Futterkontrolle, verhindert Konkurrenz um bevorzugte Verstecke und macht Veränderungen bei Kot, Häutung oder Verhalten schneller erkennbar. Mehrere Tiere können denselben günstigen Platz nutzen, ohne dass dies ein soziales Bedürfnis belegt. Begegnungen zur Zucht sollten gezielt geplant und zeitlich begrenzt werden. Gegenüber Menschen sind viele Kornnattern nach ruhiger Eingewöhnung gelassen, dennoch bleibt jedes Tier individuell. Beim Herausnehmen wird der Körper mit beiden Händen vollständig unterstützt und niemals am Kopf oder Schwanz festgehalten. Kurze, ruhige Kontakte sind belastungsärmer als häufiges langes Handling. Während der Häutung, unmittelbar nach dem Einzug und mindestens zwei Tage nach einer Mahlzeit sollte die Schlange nicht unnötig gestört werden.

Geschlechtsunterschiede

Männchen besitzen häufig einen etwas längeren Schwanz, der sich hinter der Kloake langsamer verjüngt. Bei Weibchen wirkt dieser Abschnitt meist kürzer und verengt sich deutlicher. Diese äußeren Merkmale sind jedoch nicht bei jedem Tier zuverlässig. Sondieren oder Ausstülpen der Hemipenes darf nur durch erfahrene Fachpersonen beziehungsweise reptilienkundige Tierärzte erfolgen, da unsachgemäße Versuche schwere Verletzungen verursachen können. Eine sichere Geschlechtsangabe sollte deshalb auf fachgerechter Untersuchung oder nachvollziehbarer Zuchtdokumentation beruhen.

Fortpflanzung und Inkubation

Kornnattern sind eierlegend. Nach einer erfolgreichen Paarung legt das Weibchen gewöhnlich im späten Frühjahr oder Sommer ein Gelege in einem warmen, geschützten und leicht feuchten Ablageplatz ab. Die Gelegegröße schwankt erheblich; häufig werden etwa 10–30 Eier genannt. Eine geeignete Legebox muss rechtzeitig bereitstehen, damit das Weibchen nicht lange nach einem Platz suchen muss. Die Eier werden ohne Drehen vorsichtig in ein separates Inkubationssystem überführt und bei stabilen Bedingungen um etwa 27–28 °C ausgebrütet. Je nach Temperatur und individuellen Faktoren schlüpfen die Jungtiere meist nach ungefähr 55–70 Tagen. Zucht ist nur mit gesunden, ausreichend entwickelten Tieren und klarer Planung für Unterbringung, Futterversorgung und Abgabe des Nachwuchses verantwortbar. Bei dieser Mehrfachzuchtform sollte die genetische Bezeichnung anhand der Abstammungsunterlagen nachvollziehbar sein; die sichtbare Zeichnung allein bestätigt nicht jeden beteiligten Erbfaktor.

Winterruhe oder saisonale Ruhe

Eine ausgeprägte Winterruhe ist für die normale Heimtierhaltung nicht zwingend erforderlich. Mit kürzerer Beleuchtungsdauer und geringerer Umgebungstemperatur können gesunde Kornnattern im Winter dennoch ruhiger werden und zeitweise weniger fressen. Eine gezielt eingeleitete kühlere Ruhephase wird vor allem im Rahmen kontrollierter Zucht eingesetzt. Sie darf nur bei einem gesunden, ausreichend genährten Tier erfolgen, nachdem der Verdauungstrakt vollständig entleert ist. Temperaturabsenkung und spätere Erwärmung müssen schrittweise stattfinden. Während der Ruhephase sind Gewicht, Allgemeinzustand und Wasserversorgung regelmäßig zu kontrollieren. Bei Jungtieren, geschwächten Schlangen oder ungeklärter Futterverweigerung sollte keine Winterruhe erzwungen werden; hier ist zunächst reptilienkundiger tierärztlicher Rat sinnvoll.

Endgröße und Lebenserwartung

Ausgewachsene Kornnattern erreichen meist etwa 90–150 cm Gesamtlänge. Einzelne Tiere bleiben kleiner, während außergewöhnlich große Exemplare ungefähr 180 cm erreichen können. Der Körper bleibt auch im Erwachsenenalter vergleichsweise schlank. Geschlecht, Abstammung, Ernährung und individuelle Entwicklung beeinflussen die tatsächliche Endgröße. Das Terrarium sollte deshalb nicht nach einer erwarteten Durchschnittslänge, sondern nach der real gemessenen Körperlänge des Tieres geplant und bei Bedarf rechtzeitig angepasst werden.

Schutzstatus und rechtliche Hinweise

Pantherophis guttatus ist gegenwärtig nicht im Washingtoner Artenschutzübereinkommen gelistet und unterliegt in Deutschland normalerweise keiner artenschutzrechtlichen Meldepflicht. Unabhängig davon gelten das Tierschutzgesetz und die Verpflichtung zu einer bedürfnisgerechten Ernährung, Pflege und Unterbringung. Landesrechtliche oder kommunale Vorschriften können zusätzliche Anforderungen enthalten und sollten vor der Anschaffung beim zuständigen Amt geprüft werden. Herkunftsnachweise und Kaufbelege sind sorgfältig aufzubewahren. Tiere dürfen keinesfalls ausgesetzt werden, da gebietsfremde Schlangen heimische Ökosysteme beeinträchtigen können und im Freiland meist erheblichen Gefahren ausgesetzt sind.

Risiken und sicherer Umgang

Kornnattern sind ungiftige Würgeschlangen und gelten für Menschen nicht als gefährlich. Ein erschrecktes oder bedrängtes Tier kann dennoch zubeißen. Ruhiges Handling, sichere Verstecke und der Einsatz einer langen Futterpinzette senken dieses Risiko. Wärmequellen müssen thermostatgesteuert sowie durch Schutzkörbe gegen direkten Kontakt gesichert sein. Wie andere Reptilien können Kornnattern Salmonellen übertragen. Hände sind deshalb nach Tierkontakt, Fütterung und Terrarienpflege gründlich zu waschen; Zubehör sollte nicht in Bereichen für die Lebensmittelzubereitung gereinigt werden. Kleine Kinder und immungeschwächte Personen benötigen besondere hygienische Vorsicht. Bei wiederholtem Erbrechen, Atemgeräuschen, Verletzungen, Milbenbefall, auffälligem Gewichtsverlust oder unvollständigen Häutungen ist eine reptilienkundige Tierarztpraxis aufzusuchen.

Nice-to-Know

„Ultramel Anery Motley Tessera“ ist ein Handelsname für eine kombinierte Farb- und Zeichnungszuchtform, nicht für eine eigene Art oder Unterart. Ultramel bezeichnet eine besondere Kombination am Amelanistik-Ultra-Genort und führt zu einer reduzierten dunklen Pigmentierung. Anery vermindert rote Farbpigmente, während Motley und Tessera die Körperzeichnung beeinflussen. Dadurch kann ein kontrastarmes, silbrig-graues bis beigefarbenes Erscheinungsbild mit längsgerichteten oder aufgelockerten Zeichnungselementen entstehen. Intensität, Gelbentwicklung und Muster können sich mit dem Wachstum verändern und zwischen einzelnen Linien deutlich unterscheiden. Da sich nicht jeder genetische Bestandteil zweifelsfrei am Aussehen erkennen lässt, ist die Bezeichnung nur mit verlässlicher Abstammungs- oder Zuchtdokumentation vollständig prüfbar.

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