Kornnatter „Auratum Motley Striped“, Pantherophis guttatus
235,99 €*
Lieferung in 2-5 Tagen
Kornnatter „Auratum Motley Striped“, Pantherophis guttatus
| Deutscher Name: | Kornnatter „Auratum Motley Striped“ |
| Wissenschaftlich: | Pantherophis guttatus |
| Synonyme: | Gewöhnliche Kornnatter, Rote Kornnatter, Rote Rattennatter |
| Herkunft: | Östliche und südöstliche USA; die angebotene Farb- und Zeichnungsvariante stammt aus menschlicher Nachzucht. |
| Lebensweise: | Überwiegend bodenbewohnende, zugleich geschickt kletternde Natter |
| Aktivitätszeit: | Vorwiegend tag- und dämmerungsaktiv, abhängig von Temperatur und Jahreszeit |
| Haltungsform: | Einzelhaltung bevorzugt; ausbruchssicheres, geräumiges und dreidimensional strukturiertes Terrarium |
| Mindestgröße des Geheges: | Für ein adultes Tier bis 150 cm etwa 150 × 75 × 150 cm (L × B × H), nach tatsächlicher Endlänge anpassen |
| Temperaturzonen: | Tagsüber 24–28 °C, Sonnenplatz 30–35 °C, nachts etwa 18–22 °C |
| Luftfeuchtigkeit: | Etwa 50–60 %, zeitweise bis 70 %; stets eine feuchte Wetbox anbieten |
| UV und Beleuchtung: | Saisonaler Tag-Nacht-Rhythmus, meist 10–12 Stunden; schwaches UVB mit UVI 1–2 |
| Bodengrund: | Mindestens 10–15 cm grabfähige, mäßig trockene Erde-Lehm-Sand-Mischung |
| Futter: | Aufgetaute, vollständig erwärmte Frostnager in passender Größe; ständig frisches Trinkwasser |
| Sozialverhalten: | Überwiegend einzelgängerisch; keine Vergesellschaftung mit anderen Arten |
| Maximale Größe: | Meist etwa 100–150 cm, in Ausnahmefällen bis rund 180 cm Gesamtlänge |
| Lebenserwartung: | Häufig 12–20 Jahre, bei geeigneter Pflege auch über 20 Jahre möglich |
| Schutzstatus und Nachweise: | In Deutschland und der EU nicht artenschutzrechtlich geschützt; örtliche Vorgaben sind dennoch zu prüfen |
Herkunft, Lebensraum und Verhalten von Kornnatter „Auratum Motley Striped“ (Pantherophis guttatus)
Die Kornnatter ist in weiten Teilen der östlichen und südöstlichen Vereinigten Staaten heimisch. Ihr natürliches Verbreitungsgebiet reicht grob vom südlichen New Jersey entlang der Atlantikküste bis Florida und zieht sich westwärts unter anderem bis Louisiana, Tennessee und Kentucky. Innerhalb dieses großen Areals besiedelt sie erstaunlich unterschiedliche Landschaften. Man findet sie in lichten Wäldern, Kieferngebieten, buschreichen Grasflächen, an felsigen Hängen, auf Wiesen und an Feldrändern. Auch Scheunen, Holzstapel und verlassene Gebäude werden genutzt, wenn dort geschützte Verstecke und Nagetiere vorhanden sind. Die Kornnatter hält sich überwiegend am Boden auf, klettert jedoch sicher in Sträuchern, auf Ästen und in Gebäudestrukturen. Ihr Lebensraum ist durch deutliche Tages- und Jahreszeitenwechsel geprägt. Warme Plätze zum Aufheizen liegen häufig unmittelbar neben kühleren, gedeckten Rückzugsorten. Diese Vielfalt sollte das Terrarium mit mehreren Temperaturzonen, bodennahen Verstecken und stabilen Kletterwegen widerspiegeln. „Auratum Motley Striped“ bezeichnet keine natürliche Population, sondern eine in menschlicher Obhut entstandene Farb- und Zeichnungsvariante. Ihre Haltungsbedürfnisse entsprechen grundsätzlich denen der Art und werden durch die auffällige Färbung nicht verändert.
Das richtige Gehege
Kornnattern benötigen trotz ihrer schlanken Gestalt viel nutzbaren Raum. Für ein adultes Tier bis etwa 150 cm Körperlänge sollte das Terrarium ungefähr 150 × 75 × 150 cm messen; größere Anlagen ermöglichen ein stabileres Temperaturgefälle und abwechslungsreichere Bewegungswege. Die Grundfläche ist für die bodennahe Fortbewegung wichtig, die Höhe darf jedoch nicht ungenutzt bleiben. Breite Äste, Korkröhren und erhöhte Liegeflächen kommen dem ausgeprägten Kletter- und Erkundungsverhalten entgegen. Mehrere eng anliegende Verstecke sollten sowohl im warmen als auch im kühlen Bereich liegen. Türen, Lüftungsflächen und Kabeldurchführungen müssen absolut ausbruchssicher sein, denn Kornnattern nutzen selbst überraschend kleine Spalten. Eine dauerhafte Haltung in niedrigen, strukturarmen Schubladensystemen erfüllt ihren Bewegungs- und Erkundungsbedarf nicht.
Einrichtung, Bodengrund und Bepflanzung
Der Bodengrund sollte mindestens 10–15 cm tief und stellenweise noch höher eingebracht werden, damit die Schlange graben und sich teilweise einwühlen kann. Geeignet ist beispielsweise eine grabfähige Mischung aus ungedüngter Erde, Lehm und Sand. Das Substrat bleibt überwiegend nur leicht feucht bis trocken; dauerhaft nasse Flächen und Staunässe sind zu vermeiden. Zur Einrichtung gehören stabile Äste, Wurzeln, Korkstücke, raue Häutungshilfen und mehrere blickgeschützte Höhlen. Eine Wetbox mit leicht feuchtem, sauberem Moos schafft einen gezielt feuchteren Rückzugsort. Eine standfeste Wasserschale muss jederzeit zugänglich und groß genug sein, dass sich die Schlange bei Bedarf hineinlegen kann. Auch einzeln gehaltene Weibchen sollten vorsorglich eine geeignete, leicht feuchte Eiablagebox erhalten, da unbefruchtete Eier möglich sind.
UV, Beleuchtung und Wärme
Ein klarer Tag-Nacht-Rhythmus gehört zur artgerechten Haltung. Je nach Jahreszeit sind etwa 8–14 Stunden Beleuchtung sinnvoll; außerhalb der Winterruhe haben sich meist 10–12 Stunden bewährt. Helles, naturnahes Tageslicht unterstützt ein normales Aktivitätsmuster. Zusätzlich ist eine schwache UVB-Versorgung mit einem erreichbaren UV-Index von ungefähr 1–2 am Sonnenplatz empfehlenswert. Das Tier muss jederzeit in schattige und vollständig geschützte Bereiche ausweichen können. UVB-Leuchtmittel werden nach Herstellerangabe montiert und rechtzeitig ersetzt. Glas und viele Kunststoffe filtern UVB-Strahlung, weshalb Abstand und mögliche Gitterabschirmung berücksichtigt werden müssen. Wärme- und UV-Lampen sind mit einem stabilen Schutzkorb gegen direkten Kontakt zu sichern.
Klima, Wasser und Luftfeuchtigkeit
Im Terrarium wird kein einheitlich warmer Raum geschaffen, sondern ein gut messbares Temperaturgefälle. Tagsüber sollte die Umgebung überwiegend 24–28 °C erreichen. Unter einem von oben wirkenden Wärmestrahler darf ein Sonnenplatz mit etwa 30–35 °C entstehen, während schattige Rückzugsorte deutlich kühler bleiben. Nachts ist eine Absenkung auf ungefähr 18–22 °C sinnvoll. Jede Wärmequelle muss über ein geeignetes Thermostat geregelt werden; Temperaturen werden direkt in den verschiedenen Aufenthaltszonen gemessen. Die relative Luftfeuchtigkeit liegt im Alltag ungefähr bei 50–60 % und darf zeitweise bis etwa 70 % ansteigen. Gute Belüftung verhindert dauerhaft feuchte, stickige Bedingungen. Während der Häutung ist eine feuchte Wetbox günstiger als ein vollständig vernässtes Terrarium.
Fütterung und Mineralversorgung
Kornnattern sind Beutegreifer und werden in der Terrarienhaltung hauptsächlich mit aufgetauten Frostmäusen gefüttert. Je nach Größe des Tieres kommen später auch geeignete kleinere Ratten infrage. Das Futtertier sollte an die kräftigste Körperstelle der Schlange angepasst sein und vor dem Anbieten vollständig aufgetaut sowie körperwarm sein. Jungtiere benötigen meist in Abständen von etwa 5–10 Tagen Nahrung, adulte Tiere abhängig von Größe, Kondition und Futtermenge ungefähr alle zwei bis vier Wochen. Überfütterung führt schnell zu einer ungesunden Körperkondition und verkürzt nicht einfach durch schnelleres Wachstum den Weg zum adulten Tier. Frostfutter wird hygienisch mit einer langen Pinzette angeboten. Lebendfütterung birgt ein erhebliches Verletzungsrisiko und ist zu vermeiden, wenn die Annahme toter Futtertiere möglich ist. Frisches Trinkwasser muss jederzeit bereitstehen.
Sozialverhalten
Kornnattern sind keine sozialen Gruppentiere und benötigen keinen Artgenossen für ihr Wohlbefinden. Die Einzelhaltung erleichtert die Kontrolle von Futteraufnahme, Kot, Häutung und Körpergewicht und verhindert Konkurrenz um bevorzugte Verstecke oder Wärmeplätze. Werden mehrere Tiere dennoch gemeinsam gehalten, sind ein sehr großes, mehrfach strukturiertes Terrarium, zahlreiche gleichwertige Ressourcen und eine engmaschige Beobachtung erforderlich. Tiere mit deutlich unterschiedlicher Körpergröße gehören nicht zusammen. Zur Fütterung müssen sie sicher voneinander getrennt werden. Männchen und Weibchen sollten nicht dauerhaft gemeinsam leben, da wiederholte Paarungen und Eiablagen das Weibchen stark beanspruchen können. Von einer Vergesellschaftung mit anderen Reptilienarten ist abzusehen.
Geschlechtsunterschiede
Äußerlich sind die Geschlechter nicht immer zuverlässig zu unterscheiden. Bei Männchen ist der Schwanz hinter der Kloake häufig länger und verjüngt sich langsamer, weil dort die Hemipenistaschen liegen. Weibchen besitzen meist einen kürzeren, schneller schmal werdenden Schwanz. Diese Merkmale erlauben jedoch keine sichere Bestimmung bei jedem Tier. Das Sondieren oder manuelle Ausstülpen der Hemipenes kann schwere Verletzungen verursachen und gehört ausschließlich in erfahrene fachkundige Hände. Eine schonendere Geschlechtsbestimmung kann je nach Alter und Tier durch spezialisierte tierärztliche Untersuchungen erfolgen.
Fortpflanzung und Inkubation
Die Zucht sollte nur mit gesunden, ausreichend großen und körperlich ausgereiften Tieren sowie nachvollziehbarer Abstammung geplant werden. Das Erreichen der Geschlechtsreife allein bedeutet noch nicht, dass ein Weibchen bereits zuchttauglich ist. Paarungen finden häufig nach der Winterruhe statt. Etwa vier bis zehn Wochen später werden meist 10–20 Eier in einem warmen, leicht feuchten Ablageplatz deponiert; abweichende Gelegegrößen sind möglich. Bei ungefähr 27–28 °C dauert die Inkubation häufig 60–80 Tage. Weibchen können Sperma speichern und in einer Saison mehr als ein Gelege produzieren. Jede Eiablage verbraucht erhebliche Reserven und kann bei unzureichender Kondition zu Legenot oder Mangelzuständen führen. Wegen des großen Bestands an Kornnattern in Auffangstationen sollte eine Vermehrung gut begründet und die Unterbringung aller Nachzuchten vorab gesichert sein.
Winterruhe oder saisonale Ruhe
Eine kontrollierte Winterruhe entspricht dem jahreszeitlichen Rhythmus der Art. Für gesunde, ausreichend alte Tiere werden häufig 8–12 Wochen bei etwa 8–12 °C empfohlen. Vorher werden Beleuchtungsdauer und Temperatur über mehrere Wochen schrittweise reduziert. Die letzte Fütterung muss so früh erfolgen, dass das Futter vollständig verdaut und der Darm entleert ist. Eine Untersuchung einschließlich Kotprobe bei einer reptilienkundigen Tierarztpraxis sollte mit genügend Vorlauf stattfinden. Kranke, geschwächte, zu junge oder möglicherweise trächtige Tiere dürfen nicht ohne fachliche Beurteilung eingewintert werden. Das Winterquartier muss dunkel, belüftet, ausbruchssicher und zuverlässig temperaturkontrolliert sein. Sauberes Wasser bleibt verfügbar. Körpergewicht und Allgemeinzustand werden regelmäßig geprüft. Auch das Aufwärmen und die Rückkehr zum normalen Lichtprogramm erfolgen langsam und stufenweise.
Endgröße und Lebenserwartung
Kornnattern erreichen meist eine Gesamtlänge von etwa 100–150 cm. Einzelne Tiere können ungefähr 180 cm lang werden, bleiben dabei aber vergleichsweise schlank. Die Endgröße hängt unter anderem von Geschlecht, Abstammung, Fütterung und individueller Entwicklung ab. Ein Terrarium sollte deshalb nicht knapp nach einem Durchschnittswert geplant, sondern an der tatsächlichen Körperlänge des adulten Tieres ausgerichtet werden.
Schutzstatus und rechtliche Hinweise
Pantherophis guttatus unterliegt in Deutschland und der Europäischen Union derzeit keinem besonderen artenschutzrechtlichen Schutz und ist nicht nach CITES dokumentationspflichtig. Die allgemeinen Anforderungen des Tierschutzrechts an Ernährung, Pflege, Sachkunde und verhaltensgerechte Unterbringung gelten uneingeschränkt. Ein Kauf- beziehungsweise Herkunftsnachweis sollte dennoch sorgfältig aufbewahrt werden. Da kommunale Vorgaben, Mietverträge oder künftige Rechtsänderungen zusätzliche Anforderungen enthalten können, ist vor der Anschaffung eine Prüfung am jeweiligen Wohnort sinnvoll.
Risiken und sicherer Umgang
Die Kornnatter ist ungiftig und tötet ihre Beute durch Umschlingen. Bei Bedrängung kann sie dennoch zubeißen oder ein übel riechendes Abwehrsekret abgeben. Ruhiges, körperstützendes Handling reduziert Stress; direkt nach der Fütterung und während der Häutung sollte das Tier nicht unnötig angefasst werden. Besondere Aufmerksamkeit verdienen ausbruchssichere Türen und Kabelöffnungen sowie gegen Berührung geschützte Heizgeräte. Heizsteine und ungesicherte Lampen bergen Verbrennungsgefahr. Wie andere Reptilien können Kornnattern Salmonellen tragen, ohne selbst krank zu wirken. Nach jedem Kontakt mit Tier, Wasser oder Einrichtung sind die Hände gründlich zu waschen. Terrarienutensilien dürfen nicht zusammen mit Küchen- oder Essgeschirr gereinigt werden. Bei kleinen Kindern, Schwangeren und immungeschwächten Personen ist erhöhte Hygiene erforderlich.
Nice-to-Know
„Auratum Motley Striped“ ist eine züchterische Handelsbezeichnung und kein taxonomischer Name. Auratum wird in der Kornnatterzucht üblicherweise für die Kombination aus Amelanistic und Toffee verwendet. Dadurch werden überwiegend warme gelbe, goldene, orangefarbene und rötliche Töne erwartet, während schwarzes Pigment fehlt. Motley und Striped beschreiben Veränderungen der Rücken- und Bauchzeichnung, die ringförmige, verbundene oder längs verlaufende Elemente hervorbringen können. Die Verwendung von „Motley Striped“ ist unter Züchtern nicht vollkommen einheitlich und kann sich auf eine genetische Kombination am selben Zeichnungslocus oder auf das sichtbare Muster beziehen. Die genaue genetische Ausstattung lässt sich daher nicht allein am Handelsnamen oder Erscheinungsbild bestätigen, sondern benötigt eine verlässliche Zuchtdokumentation. Farbintensität und Zeichnungsverlauf können sich individuell unterscheiden und mit dem Alter verändern.
Anmelden
Fragen zum Artikel
Noch keine Fragen vorhanden.
Eigene Frage stellen
Die Antwort erscheint in der Regel etwa 30 Minuten nach Ihrer Frage.
Ähnliche Artikel
Häufige Fragen (FAQ)