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Interaquaristik Onlineshop

Königspython „Mojave Pastel Piedball“, Python regius

Dreifacher Kontrast

Die dreifache Morphen-Kombination zeigt starke Kontraste.

Bodennah strukturiert

Bodenorientiert, mit sicheren Ästen zum gelegentlichen Klettern.

Geschützte Rückzüge

Mehrere enge Verstecke ermöglichen stressarme Temperaturwahl.

Bewährte Einzelhaltung

Für die dauerhafte, verantwortungsvolle Einzelhaltung gedacht.

Königspython „Mojave Pastel Piedball“, Python regius


Auf einen Blick: Königspython „Mojave Pastel Piedball“, Python regius
Deutscher Name:Königspython „Mojave Pastel Piedball“
Wissenschaftlich:Python regius
Synonyme:Ballpython, Kugelpython, Mojave Pastel Pied, Pastel Mojave Pied
Herkunft:West- und Zentralafrika; die Zuchtform besitzt keinen eigenen natürlichen Fundort
Lebensweise:Überwiegend bodenbewohnend und versteckorientiert, nutzt aber auch stabile Kletterstrukturen
Aktivitätszeit:Dämmerungs- bis nachtaktiv; tagsüber meist zurückgezogen
Haltungsform:Einzelhaltung in einem ausbruchssicheren, gut strukturierten Terrarium
Mindestgröße des Geheges:Körperlängenbezogen mindestens 1,0 × 0,5 × 0,75 der Gesamtlänge in L × T × H; großzügiger planen
Temperaturzonen:Warmzone 30–32 °C, kühlere Zone 24–26 °C; nachts etwa 23–25 °C
Luftfeuchtigkeit:Etwa 55–70 %, in einer feuchten Häutungsbox zeitweise bis rund 80 %
UV und Beleuchtung:Fester Tag-Nacht-Rhythmus; schwaches UVB mit UVI bis etwa 1,0 ist sinnvoll
Bodengrund:Staubarmes, strukturstabiles und mäßig feuchtigkeitsspeicherndes Substrat, etwa 8–12 cm tief
Futter:Bedarfsgerecht bemessene, vollständig aufgetaute Mäuse oder Ratten
Sozialverhalten:Solitäre Schlange; dauerhafte Einzelhaltung empfohlen
Maximale Größe:Meist etwa 90–150 cm Gesamtlänge; Weibchen werden häufig kräftiger
Lebenserwartung:Oft 20–30 Jahre, bei sehr guter Haltung auch deutlich länger
Schutzstatus und Nachweise:CITES-Anhang II und EU-Anhang B; in Deutschland Herkunftsnachweis erforderlich, jedoch grundsätzlich keine Artenschutz-Anzeigepflicht
Im Detail: Königspython „Mojave Pastel Piedball“, Python regius

Herkunft, Lebensraum und Verhalten von Königspython „Mojave Pastel Piedball“ (Python regius)

Der Königspython bewohnt ein weites Verbreitungsgebiet in West- und Zentralafrika. Gesicherte Vorkommen reichen unter anderem von Senegal, Gambia und Guinea-Bissau über Ghana, Togo, Benin und Nigeria bis nach Kamerun und in angrenzende zentralafrikanische Regionen. Innerhalb dieses großen Areals lebt die Art nicht nur in einem einzigen Landschaftstyp. Sie kommt in Savannen, Grasland, lockerem Buschland, landwirtschaftlich geprägten Gebieten und an offenen Waldrändern vor. Tagsüber hält sie sich häufig geschützt in verlassenen Säugerbauen, Termitenhügeln, unter Wurzeln oder in anderen engen Hohlräumen auf. Dort findet sie ein deutlich ausgeglicheneres Mikroklima als an der freien Oberfläche. Mit einsetzender Dämmerung verlässt sie ihre Deckung zur Nahrungssuche. Obwohl der Königspython überwiegend bodenorientiert lebt, kann er niedrige Äste und andere stabile Strukturen nutzen. Die Bezeichnung „Mojave Pastel Piedball“ beschreibt eine in menschlicher Obhut entstandene Kombination erblicher Farb- und Zeichnungsmerkmale. Diese Variante besitzt deshalb weder ein separates natürliches Verbreitungsgebiet noch einen eigenen Fundort. Ihre Haltungsansprüche entsprechen grundsätzlich denen der Art und dürfen nicht aus der besonderen Färbung abgeleitet werden.

Das richtige Gehege

Ein Königspython benötigt ein ausbruchssicheres Terrarium mit großer nutzbarer Bodenfläche, ausreichender Bewegungsfreiheit und mehreren Klimabereichen. Als körperlängenbezogener Mindestansatz gelten etwa die einfache Gesamtlänge des Tieres für die Terrarienlänge, die halbe Gesamtlänge für die Tiefe und die 0,75-fache Gesamtlänge für die Höhe. Großzügigere Abmessungen sind vorzuziehen, insbesondere damit sich die Schlange vollständig ausstrecken und zwischen warmen und kühleren Bereichen wählen kann. Trotz der bodenbewohnenden Grundausrichtung sollte die Höhe mit breiten, fest verankerten Ästen, Korkelementen oder niedrigen Ebenen nutzbar gemacht werden. Für ein adultes Tier ist daher frühzeitig ein dauerhaft geeignetes Endterrarium einzuplanen. Die Unterbringung erfolgt einzeln, da gemeinschaftliche Haltung die Kontrolle von Futteraufnahme, Verhalten und Gesundheitszustand erschwert und unnötige Konkurrenz um bevorzugte Verstecke erzeugen kann.

Einrichtung, Bodengrund und Bepflanzung

Das Terrarium sollte dicht strukturiert sein, ohne die Bewegungsfläche zu blockieren. Mindestens je ein eng anliegendes, dunkles Versteck gehört in die warme und in die kühlere Zone; zusätzliche Korkröhren, künstliche Höhlen und Sichtbarrieren geben Sicherheit. Eine feuchte Häutungsbox schafft ein kontrollierbares Mikroklima, ohne den gesamten Boden nass halten zu müssen. Der Bodengrund darf etwa 8–12 cm tief sein und sollte Feuchtigkeit puffern, ohne zu vernässen oder stark zu stauben. Geeignet sind beispielsweise abgestimmte Mischungen aus ungedüngter Erde, Kokosmaterial und feiner Rinde. Eine standfeste Wasserschale muss jederzeit frisches Trinkwasser bieten und groß genug sein, dass sich die Schlange bei Bedarf hineinlegen kann. Ein fest eingebauter Wasserteil ist nicht erforderlich. Alle Einrichtungsgegenstände müssen kippsicher sein; Kabeldurchführungen, Lüftungsöffnungen und Schiebetüren sind sorgfältig gegen Ausbruch zu sichern.

UV, Beleuchtung und Wärme

Ein klarer Tag-Nacht-Rhythmus von ungefähr zwölf Stunden Licht während des überwiegenden Jahres unterstützt einen verlässlichen Tagesablauf. Obwohl Königspythons vor allem in der Dämmerung und nachts aktiv sind, ist eine schwache UVB-Versorgung sinnvoll, sofern gleichzeitig ausreichend Schatten und vollständig UV-arme Rückzugsplätze vorhanden sind. Im zugänglichen helleren Bereich sollte der UV-Index ungefähr 1,0 nicht überschreiten und zu den Verstecken hin auf nahezu null abfallen. UVB-Leuchtmittel müssen passend zum Abstand und zur Durchlässigkeit eventuell vorhandener Gaze gewählt sowie nach Herstellervorgabe erneuert werden. Beleuchtung und Wärmequelle dürfen nicht so angeordnet sein, dass die Schlange sie berühren oder sich darum wickeln kann. Innen montierte Lampen benötigen einen stabilen Schutzkorb.

Klima, Wasser und Luftfeuchtigkeit

Am warmen Ende sollte eine lokal nutzbare Zone von etwa 30–32 °C entstehen, während die kühlere Seite ungefähr 24–26 °C bietet. Eine leichte nächtliche Absenkung auf rund 23–25 °C ist möglich; starke Auskühlung sollte vermieden werden. Jede Wärmequelle muss über einen geeigneten Thermostaten geregelt und durch mehrere digitale Messstellen kontrolliert werden. Die allgemeine relative Luftfeuchtigkeit kann etwa 55–70 % betragen. Während der Häutung darf eine feuchte Rückzugsbox lokal ungefähr 75–80 % erreichen. Entscheidend sind trockene Oberflächen neben feuchteren Mikrobereichen: Dauerhaft nasser Bodengrund fördert Haut- und Atemwegsprobleme, während zu trockene Haltung Häutungsschwierigkeiten begünstigen kann. Gute Querlüftung, ein teilweise feuchtigkeitsspeicherndes Substrat und eine passende Wasserschale helfen, stabile Werte ohne ständiges Besprühen zu erreichen.

Fütterung und Mineralversorgung

Königspythons fressen vollständige warmblütige Beutetiere. In der Terrarienhaltung eignen sich passend bemessene, vollständig aufgetaute und auf Körpertemperatur angewärmte Mäuse oder Ratten. Größe und Fütterungsabstand richten sich nach Alter, Körperbau, Aktivität und Ernährungszustand; erwachsene Tiere benötigen deutlich längere Abstände als wachsende Jungtiere. Eine dauerhaft schnelle Gewichtszunahme ist zu vermeiden, da diese gedrungen gebaute Schlange leicht zu energiereich gefüttert wird. Frostfutter ist aus Sicherheits- und Tierschutzgründen vorzuziehen. Lebende Nager dürfen niemals unbeaufsichtigt im Terrarium verbleiben, weil sie die Schlange schwer verletzen können. Das Beutetier wird mit einer langen Futterzange angeboten. Frisst das Tier nicht, sollten zunächst Klima, Versteckangebot, Störungen, Häutung und Gesundheitszustand geprüft werden, statt in kurzen Abständen immer neue Futterversuche zu starten.

Sozialverhalten

Der Königspython ist eine einzelgängerisch lebende, ruhige und stark versteckorientierte Schlange. Tagsüber ruht er oft eng eingerollt in einer Höhle und wird erst am Abend aktiver. Bei Unsicherheit flüchtet er gewöhnlich oder rollt sich zu einer festen Kugel zusammen; dieses namensgebende Verhalten ist ein Abwehrzeichen und keine Einladung zum Anfassen. Regelmäßiges, kurzes und ruhiges Handling kann von gut eingewöhnten Tieren toleriert werden, sollte aber nicht unmittelbar nach dem Fressen, während der Häutung oder bei deutlichen Stressanzeichen erfolgen. Dauerhafte Paar- oder Gruppenhaltung ist nicht empfehlenswert. Auch ohne offene Auseinandersetzungen können Tiere um bevorzugte Temperaturplätze und Verstecke konkurrieren. Einzelhaltung ermöglicht zudem eine sichere Zuordnung von Kot, Häutung und Futteraufnahme.

Geschlechtsunterschiede

Weibliche Königspythons werden im Durchschnitt länger und vor allem kräftiger als männliche Tiere, die Größenbereiche überschneiden sich jedoch deutlich. Körperlänge, Kopfbreite oder Schwanzform erlauben deshalb keine zuverlässige Geschlechtsbestimmung. Sichere Verfahren wie Sondieren oder fachgerecht ausgeführtes Ausstülpen der Hemipenes bergen bei falscher Anwendung erhebliche Verletzungsrisiken und gehören ausschließlich in erfahrene Hände. Bei Bedarf sollte das Geschlecht durch eine reptilienkundige tierärztliche Praxis oder eine nachweislich sachkundige Person bestimmt werden.

Fortpflanzung und Inkubation

Königspythons sind eierlegend. Nach erfolgreicher Paarung setzt das Weibchen meist mehrere lederartige Eier ab, die es eng umschlungen bewacht. Die kontrollierte Nachzucht verlangt Erfahrung mit Konditionierung, Fütterungszustand, Temperaturführung, Inkubation und der getrennten Unterbringung der Jungtiere. Weibchen dürfen erst mit ausreichender körperlicher Reife und Kondition verpaart werden, da Eibildung und Eiablage erhebliche Reserven beanspruchen. Bei der angebotenen Kombination gelten Mojave und Pastel im Handel üblicherweise als unvollständig dominant vererbte Merkmale, während Pied beziehungsweise Piebald rezessiv vererbt wird. Der Zusatz sollte dennoch durch Zuchtdokumentation oder belastbare Herkunftsangaben abgesichert sein, weil sich komplexe Kombinationen allein anhand des Aussehens nicht immer zweifelsfrei bestimmen lassen. Vor jeder Zucht sind mögliche Wechselwirkungen der beteiligten Linien und die verantwortbare Unterbringung aller Nachkommen zu prüfen.

Winterruhe oder saisonale Ruhe

Eine echte Winterruhe gehört nicht zum natürlichen Jahreszyklus des tropischen Königspythons und darf nicht durch starke Abkühlung erzwungen werden. Im Herkunftsgebiet wechseln Regen- und Trockenzeiten; in geschützten Bauen bleiben Temperatur und Feuchtigkeit jedoch ausgeglichener als an der Oberfläche. Manche Tiere reduzieren saisonal ihre Aktivität oder verweigern zeitweise Futter. Solche Pausen können bei stabiler Körpermasse vorkommen, sollten aber nicht automatisch als normal abgetan werden. Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Störungen und Gesundheitszustand sind zu kontrollieren. Deutlicher Gewichtsverlust, Atemgeräusche, auffälliger Kot oder anhaltende Teilnahmslosigkeit erfordern eine reptilienkundige tierärztliche Abklärung.

Endgröße und Lebenserwartung

Ausgewachsene Königspythons erreichen meist etwa 90–150 cm Gesamtlänge. Einzelne Tiere können außerhalb dieser Spanne liegen, weshalb das Terrarium an der tatsächlich erreichten Körperlänge und nicht nur an einem Durchschnittswert ausgerichtet werden muss. Weibchen werden häufig länger und massiger als Männchen, doch bestehen große individuelle Überschneidungen. Ein gesunder Königspython besitzt einen kräftigen, rundlich-dreieckigen Körperquerschnitt, ohne ausgeprägte Fettwülste oder stark hervortretende Wirbelsäule. Wachstum und Endgröße werden von Geschlecht, genetischer Veranlagung, Fütterung und Haltung beeinflusst.

Schutzstatus und rechtliche Hinweise

Python regius ist im Washingtoner Artenschutzübereinkommen in Anhang II und innerhalb der Europäischen Union in Anhang B geführt. Für jedes Tier muss daher ein lückenloser und dauerhaft aufzubewahrender Herkunftsnachweis vorhanden sein. In Deutschland ist der Königspython nach Anlage 5 der Bundesartenschutzverordnung grundsätzlich von der artenschutzrechtlichen Anzeigepflicht ausgenommen. Unabhängig davon gelten das Tierschutzrecht sowie Anforderungen an eine ausbruchssichere und verhaltensgerechte Unterbringung. Zusätzliche landesrechtliche oder kommunale Vorgaben können sich ändern und sollten vor der Anschaffung bei der zuständigen Behörde geprüft werden. Beim grenzüberschreitenden Erwerb oder Transport können weitere artenschutzrechtliche Dokumente erforderlich sein.

Risiken und sicherer Umgang

Der Königspython ist ungiftig, besitzt jedoch kräftige, nach hinten gerichtete Zähne und kann bei Angst oder Futtererwartung zubeißen. Hände sollten vor dem Hantieren nicht nach Futtertieren riechen; Gesicht und Hals bleiben außerhalb der Reichweite. Kinder dürfen nur unter unmittelbarer Aufsicht Kontakt haben. Nach jedem Umgang mit Tier, Wassergefäß oder Einrichtung sind die Hände gründlich zu waschen, da Reptilien Salmonellen übertragen können. Wärmequellen benötigen Thermostat und Berührungsschutz. Lebende Futtertiere dürfen nicht unbeaufsichtigt angeboten werden. Das Terrarium muss zuverlässig verriegelt sein, weil Königspythons kleine Spalten finden und Türen mit erheblicher Kraft verschieben können.

Nice-to-Know

Die Kombination „Mojave Pastel Piedball“ verbindet mehrere Farb- und Zeichnungsmerkmale. Piedball erzeugt typischerweise klar weiße, ungemusterte Körperpartien, deren Anteil und Verteilung von Tier zu Tier stark schwanken. Mojave und Pastel können die gefärbten Bereiche heller, kontrastreicher oder zeichnerisch verändert erscheinen lassen. Das konkrete Erscheinungsbild bleibt individuell und lässt sich ohne Betrachtung und Zuchtnachweis nicht vollständig vorhersagen. Die besondere Färbung verändert die grundlegenden Haltungsansprüche des Königspythons nicht.

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