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Interaquaristik Onlineshop

Königspython „Mojave Enchi Pastel Pied“, Python regius

Kontrastreiche Morphe

Markante Weißflächen treffen auf warme Gold- und Brauntöne.

Bodennah strukturiert

Bodenorientiert, mit sicheren Verstecken und kräftigen Ästen.

Klares Wärmegefälle

Benötigt 30–32 °C warm sowie einen kühlen Rückzugsort.

Ruhige Einzelhaltung

Am besten einzeln in einem strukturierten Terrarium pflegen.

Königspython „Mojave Enchi Pastel Pied“, Python regius


Auf einen Blick: Königspython „Mojave Enchi Pastel Pied“, Python regius
Deutscher Name:Königspython „Mojave Enchi Pastel Pied“
Wissenschaftlich:Python regius
Synonyme:Ballpython, Ball Python, Royal Python
Herkunft:West- und Zentralafrika; Savannen, Grasland und lichte Wälder
Lebensweise:Überwiegend bodenbewohnend, nutzt Verstecke und niedrige Kletterplätze
Aktivitätszeit:Vorwiegend dämmerungs- und nachtaktiv
Haltungsform:Einzelhaltung in einem ausbruchsicheren, reich strukturierten Terrarium
Mindestgröße des Geheges:Mindestens etwa Körperlänge × halbe Körperlänge × halbe Körperlänge; für viele adulte Tiere rund 120 × 60 × 60 cm, große Weibchen entsprechend größer
Temperaturzonen:Warme Zone 30–32 °C, kühler Bereich 24–26 °C; nachts mäßige Absenkung
Luftfeuchtigkeit:Meist 50–70 %, zeitweise bis etwa 80 % in einer feuchten Rückzugshöhle
UV und Beleuchtung:Klarer Tag-Nacht-Rhythmus; schwaches UVB mit einem Gefälle von UVI 0–1 empfehlenswert
Bodengrund:Feuchtigkeitsspeichernde Reptilienerde oder lockeres Erde-Kokos-Gemisch mit Laubauflage
Futter:Passend bemessene, vollständig aufgetaute Futtertiere, vor allem Mäuse und Ratten
Sozialverhalten:Einzelgängerisch; dauerhafte Vergesellschaftung nicht empfohlen
Maximale Größe:Meist etwa 90–150 cm, Weibchen häufig größer und kräftiger
Lebenserwartung:Bei guter Pflege häufig 20–30 Jahre, vereinzelt deutlich länger
Schutzstatus und Nachweise:CITES-Anhang II und EU-Anhang B; in Deutschland von der Anzeigepflicht ausgenommen, Herkunftsnachweis aufbewahren
Im Detail: Königspython „Mojave Enchi Pastel Pied“, Python regius

Herkunft, Lebensraum und Verhalten von Königspython „Mojave Enchi Pastel Pied“ (Python regius)

Der Königspython bewohnt ein breites Verbreitungsgebiet im westlichen und zentralen Afrika. Nachgewiesen ist die Art unter anderem von Senegal und Gambia über Guinea, die Elfenbeinküste, Ghana, Togo, Benin und Nigeria bis nach Kamerun sowie in weitere Teile Zentralafrikas. Typische Lebensräume sind Savannen, Grasländer, landwirtschaftlich geprägte Übergangszonen und lichte, saisonal trockene Wälder. Obwohl Königspythons klettern können, spielt sich ein großer Teil ihres Lebens am Boden oder in geschützten Hohlräumen ab. Während heißer Tagesstunden ziehen sie sich häufig in verlassene Kleinsäugerbaue, Spalten oder Bereiche von Termitenhügeln zurück. Dort finden sie ein ausgeglicheneres Mikroklima als auf offenem Boden. Mit einsetzender Dämmerung werden die Tiere aktiver und suchen aus sicherer Deckung nach Beute. Das natürliche Klima ist nicht gleichmäßig feucht: Regen- und Trockenzeiten wechseln sich ab, während geschützte Verstecke lokal weiterhin eine erhöhte Feuchtigkeit bieten können. Für die Terrarienhaltung bedeutet das, dass weder ein dauerhaft nasses Regenwaldbecken noch ein karges Trockenterrarium passend ist. Entscheidend sind ein stabiles Temperaturgefälle, mehrere enge Rückzugsplätze, mäßige Grundfeuchte und gut belüftete, trockene Oberflächen.

Das richtige Gehege

Königspythons sollten einzeln gehalten werden. Das Terrarium muss sicher verschließbar sein, da die Tiere kleine Spalten finden und überraschend kräftig drücken können. Die Länge sollte mindestens der Körperlänge entsprechen; Breite und nutzbare Höhe sollten jeweils ungefähr die halbe Körperlänge erreichen. Für viele ausgewachsene Tiere ist ein Terrarium um 120 × 60 × 60 cm ein sinnvoller Ausgangspunkt, während kräftige oder besonders lange Weibchen deutlich mehr Grundfläche benötigen. Trotz der bodenorientierten Lebensweise gehören niedrig montierte, belastbare Äste und erhöhte Liegeflächen zur Einrichtung. Mehrere körpernahe Verstecke an der warmen und der kühlen Seite ermöglichen die Temperaturwahl, ohne dass das Tier seine Deckung verlassen muss. Ein separates Wasserbecken ist nicht erforderlich, wohl aber eine standfeste Schale, in der sich die Schlange bei Bedarf vollständig einrollen kann.

Einrichtung, Bodengrund und Bepflanzung

Als Bodengrund eignet sich eine etwa 8–15 cm tiefe, lockere Schicht aus ungedüngter Reptilienerde, Kokoshumus oder einem strukturstabilen Erde-Gemisch. Eine Laubauflage schafft zusätzliche Deckung und hält lokale Feuchtigkeit, ohne die gesamte Fläche nass zu machen. Reiner Sand ist ungeeignet. Mindestens zwei enge Höhlen, eine zusätzliche feuchte Rückzugshöhle mit Moos, Korkstücke und blickdichte Bereiche vermitteln Sicherheit. Alle Äste und Aufbauten müssen das Gewicht der kräftigen Schlange tragen und kippsicher befestigt sein. Heizquellen benötigen einen Thermostat sowie einen Berührungsschutz. Temperaturen werden am Aufenthaltsniveau des Tieres mit digitalen Thermometern kontrolliert; ein Hygrometer gehört an die kühlere Seite. Das vollständig eingerichtete Terrarium sollte vor dem Einzug mehrere Tage probeweise laufen.

UV, Beleuchtung und Wärme

Ein gleichmäßiger Tag-Nacht-Rhythmus von ungefähr zwölf Stunden unterstützt die natürliche Aktivitätssteuerung. Beleuchtung und Wärmequelle werden zweckmäßig auf einer Terrarienseite gebündelt, sodass neben dem Temperaturgefälle auch ein Übergang von hell zu schattig entsteht. Fachquellen bewerten die Notwendigkeit von UVB unterschiedlich. Praxisgerecht ist eine schwache UVB-Beleuchtung mit höchstens etwa UVI 1 im warmen Bereich und vollständig beschatteten Rückzugsmöglichkeiten. Abstand, Abschirmung und Wechselintervall richten sich nach dem verwendeten Leuchtmittel. Sämtliche Lampen müssen so geschützt sein, dass die Schlange weder heiße Oberflächen berühren noch sich um Leuchtmittel wickeln kann. Nachts bleibt es dunkel; notwendige Nachtwärme wird ausschließlich mit nicht leuchtenden, thermostatisch geregelten Heizquellen erzeugt.

Klima, Wasser und Luftfeuchtigkeit

Am warmen Ende werden am Aufenthaltsplatz etwa 30–32 °C angeboten. Der kühlere Bereich sollte ungefähr 24–26 °C erreichen, damit die Schlange ihre Körpertemperatur selbst regulieren kann. Nachts ist eine moderate Absenkung möglich, starke Auskühlung sollte jedoch vermieden werden. Als Grundfeuchte sind meist 50–70 % passend. Eine feuchte Höhle darf lokal höhere Werte bis ungefähr 80 % bieten, besonders vor und während der Häutung. Dauerhaft nasser Bodengrund, beschlagene Scheiben und muffige Luft sind Warnzeichen für zu wenig Belüftung. Umgekehrt können trockene Luft und fehlende Feuchtbereiche Häutungsprobleme begünstigen. Wärme und Luftfeuchtigkeit sollten nie nach Gefühl gesteuert, sondern an mehreren Stellen gemessen werden.

Fütterung und Mineralversorgung

Königspythons sind Lauerjäger und fressen überwiegend kleine Säugetiere. Im Terrarium werden passend bemessene Mäuse, Vielzitzenmäuse oder Ratten als vollständig aufgetautes und körperwarm angebotenes Frostfutter gereicht. Das Futtertier sollte zur kräftigsten Körperstelle der Schlange passen, ohne übermäßig groß zu sein. Der Abstand zwischen den Fütterungen richtet sich nach Alter, Körperzustand, Aktivität und Größe der Beute; adulte Tiere benötigen in der Regel deutlich seltener Futter als Jungtiere. Regelmäßiges Wiegen hilft, Über- oder Unterversorgung frühzeitig zu erkennen. Nach der Fütterung sollte die Schlange mindestens 48 Stunden ungestört bleiben. Frisches Trinkwasser steht ständig zur Verfügung und wird bei Verschmutzung sofort gewechselt. Lebende Nagetiere können die Schlange schwer verletzen und sollten nicht routinemäßig eingesetzt werden.

Sozialverhalten

Königspythons leben überwiegend einzelgängerisch und benötigen keinen Sozialpartner. Eine dauerhafte Paar- oder Gruppenhaltung erschwert die Kontrolle von Futteraufnahme, Kot, Häutung und Gesundheitszustand. Zudem können Tiere bevorzugte Verstecke oder Temperaturbereiche gegenseitig blockieren, ohne dass dies sofort als Konflikt erkennbar ist. Bei Unsicherheit rollt sich die Art häufig eng zusammen und schützt den Kopf im Körperinneren. Ruhige Tiere können behutsames Handling tolerieren, sollten aber nicht als ständig verfügbares Anfasstier betrachtet werden. Besonders während der Eingewöhnung, Häutung und nach einer Mahlzeit ist Zurückhaltung wichtig. Kurze, gut unterstützte Kontakte sind langen Aufenthalten außerhalb des temperierten Terrariums vorzuziehen.

Geschlechtsunterschiede

Ausgewachsene Weibchen werden im Durchschnitt länger, schwerer und kräftiger als Männchen; bei jungen Tieren ist dieser Unterschied kaum zuverlässig zu erkennen. Äußere Merkmale und die Größe der Aftersporne erlauben keine sichere Geschlechtsbestimmung. Sondieren oder Ausstülpen der Hemipenistaschen kann bei falscher Durchführung Verletzungen verursachen und gehört ausschließlich in erfahrene Hände. Für eine verlässliche Bestimmung sollte eine reptilienkundige Fachperson oder Tierarztpraxis hinzugezogen werden.

Fortpflanzung und Inkubation

Königspythons sind eierlegend. Das Weibchen umschlingt das Gelege und bleibt während der Entwicklung eng darum gewickelt. Gelege umfassen häufig mehrere Eier; Anzahl und Entwicklungsdauer hängen unter anderem von Alter, Kondition und Haltungsbedingungen ab. Eine Zucht sollte nur mit gesunden, ausreichend entwickelten Tieren und klar dokumentierter Abstammung geplant werden. Weibchen benötigen vor und nach der Eiablage besonders sorgfältige Konditionskontrolle. Inkubation, Hygiene und Temperaturführung verlangen Erfahrung und zuverlässige Technik. Bei Farbmorphen müssen die genetischen Bezeichnungen der Elterntiere nachvollziehbar dokumentiert sein, da das Erscheinungsbild allein nicht jede Erbanlage sicher erkennen lässt.

Winterruhe oder saisonale Ruhe

Eine gezielt herbeigeführte Winterruhe ist für den Königspython nicht erforderlich und sollte nicht erzwungen werden. Einzelne Tiere zeigen in den kühleren oder lichtärmeren Monaten eine verminderte Aktivität und können zeitweise Futter verweigern. Solche Phasen dürfen nicht automatisch als harmlos gelten: Körpergewicht, Atemgeräusche, Häutung, Kotabsatz und Haltungswerte müssen weiter kontrolliert werden. Bei deutlichem Gewichtsverlust, wiederholtem Würgen, auffälliger Atmung oder länger anhaltender Futterverweigerung ist reptilienkundiger tierärztlicher Rat angezeigt.

Endgröße und Lebenserwartung

Adulte Königspythons erreichen meist etwa 90–150 cm Gesamtlänge und besitzen einen kräftigen, gedrungenen Körperbau. Weibchen sind häufig größer und massiger als Männchen. Einzelne Tiere können die übliche Spanne überschreiten und sich etwa 180 cm annähern. Terrariengröße, Einrichtung und Tragfähigkeit der Äste müssen deshalb am tatsächlichen erwachsenen Tier und nicht allein an Durchschnittswerten ausgerichtet werden.

Schutzstatus und rechtliche Hinweise

Der Königspython ist im Washingtoner Artenschutzübereinkommen in Anhang II geführt und fällt in der Europäischen Union unter Anhang B. In Deutschland ist die Art in Anlage 5 der Bundesartenschutzverordnung aufgeführt und damit von der allgemeinen Anzeigepflicht für besonders geschützte Wirbeltiere ausgenommen. Ein nachvollziehbarer Herkunftsnachweis beziehungsweise Kaufbeleg sollte dennoch dauerhaft aufbewahrt und bei einer Weitergabe mitgeführt werden. Da zusätzliche Vorgaben regional abweichen oder geändert werden können, empfiehlt sich vor dem Erwerb eine Prüfung bei der zuständigen örtlichen Artenschutzbehörde.

Risiken und sicherer Umgang

Königspythons sind ungiftige Würgeschlangen, können sich bei Bedrängung jedoch verteidigen und zubeißen. Das Tier wird stets mit beiden Händen am ganzen Körper unterstützt und niemals am Kopf oder Schwanz gepackt. Nach Kontakt mit Futtertieren müssen die Hände gründlich gereinigt werden. Heizstrahler, Keramikheizer und elektrische Leitungen sind gegen Berührung und Umschlingen zu sichern. Reptilien können Salmonellen übertragen; deshalb sind konsequente Handhygiene und getrennte Reinigungsutensilien wichtig. Kleine Kinder sollten keinen unbeaufsichtigten Kontakt mit Tier, Wassergefäß oder Terrarieneinrichtung haben.

Nice-to-Know

Die Bezeichnung „Mojave Enchi Pastel Pied“ beschreibt eine kombinierte Zuchtform und keinen Fundort. Pied erzeugt große, unregelmäßige Weißflächen, während Mojave, Enchi und Pastel Farbe, Helligkeit und Zeichnung der verbleibenden gemusterten Bereiche beeinflussen können. Typisch sind kräftige Kontraste mit warmen Gold-, Braun- und Cremetönen. Ausdehnung der Weißanteile und genaue Zeichnung unterscheiden sich von Tier zu Tier deutlich. Die vollständige genetische Kombination lässt sich daher nicht allein anhand eines Fotos sicher bestätigen und sollte durch Zucht- oder Herkunftsunterlagen belegt sein.

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