Grüner Schwertträger „Rio Atoyac“, Xiphophorus hellerii
| Anzahl | Stückpreis |
|---|---|
| 1 bis 4 |
9,99 €*
|
| 5 bis 9 |
9,49 €*
|
| Ab 10 |
8,99 €*
|
Lieferung in 2-5 Tagen
Grüner Schwertträger „Rio Atoyac“, Xiphophorus hellerii
| Deutscher Name: | Grüner Schwertträger „Rio Atoyac“ |
| Wissenschaftlich: | Xiphophorus hellerii |
| Synonyme: | Green Swordtail, Xiphophorus helleri, Xiphophorus helleri guentheri „Rio Atoyac“ |
| Herkunft: | Mittelamerika; Standortform aus dem Rio Atoyac in Veracruz (Mexiko) |
| Gesellschafts-Aquarium: | gut geeignet, mit Weibchenüberschuss |
| Wasserwerte: | mittelhart bis hart, pH 7,0 – 8,0 |
| Temperatur: | ca. 22 – 28 °C |
| Beckengröße: | ab 100 cm Länge |
| Bepflanzung: | dicht bepflanzt mit freien Schwimmzonen |
| Futter: | Allesfresser; Flocken, Granulat, Frost- und Lebendfutter |
| Geschlechts-Unterschiede: | Männchen mit Schwert und Gonopodium, Weibchen größer und fülliger |
| Zucht möglich: | Ja, lebendgebärend mit zahlreichen Jungfischen |
| Maximale Größe: | bis ca. 12 cm |
| Liefergröße: | ca. 2,5-4,0 cm |
| Mit Garnelen verträglich: | mit größeren Garnelen möglich, Jungtiere werden gefressen |
Herkunft des Grünen Schwertträgers „Rio Atoyac“ (Xiphophorus hellerii)
Diese Tiere tragen keinen Farbnamen, sondern einen Flussnamen — und darin liegt der ganze Unterschied. Der Rio Atoyac fließt im mexikanischen Bundesstaat Veracruz, und von dort stammt der Zuchtstamm, der seit einer Sammelreise im Jahr 1980 in der Aquaristik gepflegt wird. Gefunden wurden damals grüne wie rote Tiere nebeneinander, dazu auffällig schwarz getupfte Exemplare. Genau diese Tupfung wurde in der Folge weiter verstärkt und prägt den Stamm bis heute. Aus natürlich auftretenden Farbvarianten desselben Stammes hat die Zucht später die Tiere mit orangerotem Rücken herausgelesen — eingekreuzt wurde dafür nichts. Genau diese Auslese zeigen die abgebildeten Fische: Der Rücken leuchtet orange bis gelb, darunter zieht ein roter Längsstrich über die silbrige Körperseite, und über beides sind kräftige schwarze Flecken gestreut. Die Art selbst ist in Mittelamerika von Mexiko bis Honduras verbreitet und besiedelt dort Fließgewässer mit dichter Ufervegetation und meist hartem, mineralreichem Wasser. Da sich die Färbung von Fundort zu Fundort erheblich unterscheidet, führt der Handel solche Populationen als eigenständige Standortformen — der Atoyac-Stamm ist eine davon.
Grüner Schwertträger „Rio Atoyac“ vergesellschaften
Als Gesellschaftsfisch ist dieser Schwertträger eine sichere Bank: Er verhält sich gegenüber fast allen Beifischen friedlich und lässt sich mit Barben, Salmlern, Panzerwelsen oder Antennenwelsen kombinieren, sofern diese ähnlich hartes Wasser vertragen. Die eigentliche Aufmerksamkeit gilt der eigenen Gruppe. Männchen bilden untereinander eine Rangordnung aus, in der das dominante Tier die kräftigsten Farben zeigt und rangniedere zurückstecken. Damit dieses Schauspiel ohne Dauerstress abläuft, braucht es ein großzügiges Becken und die klassische Aufteilung mit deutlichem Weibchenüberschuss — auf ein Männchen kommen zwei bis drei Weibchen. In zu kleinen Becken bedrängt ein Bock die Weibchen unablässig. Ungeeignet sind langflossige, ruhige Arten, an deren Flossen lebhafte Schwertträger gelegentlich zupfen. Auch sehr kleine Zwergfische passen schlecht dazu, weil sie im Gedränge dieser lebhaften Art untergehen.
Passende Wasserparameter
Schwertträger sind Hartwasserfische, und das gilt für diese Wildform genauso wie für die bunten Zuchtformen. Als Rahmen nennen wir mittelhartes bis hartes Wasser mit einem pH zwischen 7,0 und 8,0; wissenschaftliche Angaben zur Art nennen dieselbe Spanne bei einer Gesamthärte von 9 bis 19 Grad. Der US-Handel pflegt den Atoyac-Stamm bei 6,8 bis 7,8. Weiches, saures Wasser ist dagegen ungeeignet und führt auf Dauer zu anfälligen, kurzlebigen Tieren. Ebenso wichtig ist Sauerstoff: Diese Fische stammen aus strömenden Gewässern, schwimmen viel und danken eine kräftige Filterung mit sichtbarer Oberflächenbewegung. Nitrat sollte niedrig bleiben, weshalb ein wöchentlicher Teilwasserwechsel bei dieser lebhaften, gut fressenden Art zur Routine gehört. Bei sehr weichem Leitungswasser lohnt es sich, gezielt aufzuhärten, statt zu hoffen, die Tiere gewöhnten sich schon daran.
Haltungstemperatur
Der Bereich von 22 bis 28 Grad Celsius deckt die Ansprüche vollständig ab und entspricht sowohl unserer Sortimentsvorgabe für grüne Schwertträger als auch den wissenschaftlichen Angaben zur Art. Der US-Handel hält den Atoyac-Stamm etwas enger bei 24 bis 27 Grad. Empfehlenswert für den Dauerbetrieb sind 24 bis 25 Grad: Bei dieser Temperatur bleiben die Tiere aktiv und farbkräftig, ohne dass ihr Stoffwechsel unnötig hochgefahren wird. Wildformen vertragen es zeitweise auch kühler als die empfindlicheren Hochzuchten, weshalb ein unbeheiztes Zimmerbecken im Sommer unproblematisch ist. Dauerhaft warm gepflegte Schwertträger wachsen schneller, altern aber auch früher. Wichtiger als der exakte Wert ist ein gleichmäßiger Verlauf ohne größere Sprünge zwischen Tag und Nacht. Eine gleichmäßig laufende Heizung mit ausreichender Leistung ist deshalb sinnvoller als ein besonders hoch eingestellter Regler.
Die Beckengröße für Xiphophorus hellerii
Für diese Art empfehlen wir Becken ab einem Meter Länge — deutlich mehr als für die kleineren Platys aus derselben Verwandtschaft. Der Grund ist die Schwimmfreude: Schwertträger legen den ganzen Tag Strecke zurück und brauchen dafür freie Bahn über die gesamte Beckenlänge. Bei einer Wildform mit ausgeprägter Rangordnung kommt ein zweiter Grund hinzu. Nur in einem ausreichend großen Becken lassen sich mehrere Männchen zusammen mit Weibchen pflegen, sodass sich die natürliche Hierarchie überhaupt entfalten kann; der Erstbeschreiber des Stammes weist ausdrücklich darauf hin. Der US-Handel nennt rund 110 Liter als Untergrenze, was wir für eine Gruppe als knapp ansehen. Ein Deckel ist ratsam, denn erschreckte Schwertträger springen weit. Wichtig ist zudem die Beckentiefe: Sie sollte den Tieren erlauben, einander auszuweichen, ohne ständig an Scheiben zu stoßen.
Bepflanzung
Das Einrichtungsprinzip lautet: dicht an den Rändern, frei in der Mitte. Kräftige Pflanzen wie Vallisnerien, Wasserpest, Hornkraut und Cryptocorynen kommen an Rück- und Seitenwände, während die Beckenmitte als Schwimmbahn offen bleibt. Alle genannten Arten vertragen hartes, alkalisches Wasser, was zu den Ansprüchen dieses Fisches passt. Die dichten Bereiche erfüllen dabei eine handfeste Aufgabe: Sie bieten bedrängten Weibchen Deckung vor aufdringlichen Männchen und den neugeborenen Jungfischen den einzigen Schutz vor den eigenen Eltern. Schwimmpflanzenpolster an der Oberfläche verstärken diesen Effekt und dämpfen das Licht. Wurzeln und Steine sind willkommen, spielen aber eine geringere Rolle als bei Bodenfischen — dieser Schwertträger lebt im freien Wasser. Auf scharfkantige Dekoration sollte man verzichten, weil die schnell schwimmenden Tiere sonst leicht Schrammen davontragen.
Das Futter für Grüne Schwertträger
Als Allesfresser sind diese Fische leicht zu versorgen, allerdings mit einer Besonderheit: In der Natur nehmen sie neben Würmern, Krebstieren und Insekten auch reichlich Pflanzenmaterial und Algenaufwuchs auf. Eine rein tierische Ernährung führt deshalb zu Verdauungsproblemen. Bewährt hat sich hochwertiges Flocken- oder Granulatfutter mit deutlichem Pflanzenanteil als Grundlage, ergänzt um Spirulina, überbrühte Erbsen oder Gurkenscheiben. Zwei- bis dreimal wöchentlich kommen Frost- und Lebendfutter wie Mückenlarven, Artemia oder Daphnien dazu, was Farbe und Laichbereitschaft fördert. Gefüttert wird in kleinen Portionen mehrmals täglich, denn Schwertträger sind ständig unterwegs und immer hungrig. Algenbewuchs an Scheiben und Steinen wird nebenbei abgeweidet und ist eine willkommene Ergänzung. Wer die Fütterung abwechslungsreich hält, sieht das direkt an der Farbe: Wildformen zeigen ihr Grün und die schwarze Tupfung nur bei guter Kondition.
Geschlechtsunterschiede
Kaum eine Art lässt sich leichter unterscheiden. Männchen tragen den namengebenden Schwertfortsatz — einen ausgezogenen unteren Rand der Schwanzflosse, der bei ausgewachsenen Tieren fast Körperlänge erreichen kann — und besitzen ein zum Gonopodium umgebildetes, stabförmiges Afterflossenpaar. Weibchen bleiben schwertlos, werden dafür größer und deutlich fülliger; wissenschaftlich sind für die Art 14 Zentimeter bei Männchen und 16 bei Weibchen belegt. Beim Atoyac-Stamm kommt ein Merkmal hinzu, das mit dem Rang zusammenhängt: Dominante Männchen färben die untere Schwanzhälfte orangerot ein, während rangniedere Tiere blassere oder gar durchsichtige Rückenflossen zeigen. Wer eine Gruppe beobachtet, kann daran ablesen, wer gerade das Sagen hat. Das abgebildete Männchen zeigt das vollständige Programm: langes gelbes Schwert mit schwarzem Saum, orangerot durchzogene Rückenflosse und den kräftig gefärbten Rücken. Junge Tiere lassen sich erst mit einigen Monaten sicher zuordnen, denn Schwert und Gonopodium bilden sich zeitgleich mit der Geschlechtsreife aus. Bis dahin sehen alle Jungfische wie Weibchen aus.
Die Zucht von Xiphophorus hellerii
Diese Fische sind lebendgebärend, und die Vermehrung stellt sich in einem gut geführten Becken von selbst ein. Nach einer Tragzeit von etwa vier Wochen setzt ein Weibchen zwischen zwanzig und zweihundert vollständig entwickelte Jungfische ab, die sofort schwimmen und fressen. Wer möglichst viele davon großziehen will, sorgt für dichte Pflanzenpolster oder fängt die trächtigen Weibchen rechtzeitig in ein separates Becken ab — im Gesellschaftsbecken werden die Jungen sonst von den Eltern und Beifischen verfolgt. Bei einer Standortform lohnt ein zusätzlicher Gedanke: Reine Wildformlinien sind selten geworden, weil Kreuzungen mit Zuchtformen die Merkmale verwässern. Wer diesen Stamm erhalten will, hält ihn deshalb getrennt von anderen Schwertträgern und Platys. Als erstes Futter genügen feines Trockenfutter und frisch geschlüpfte Artemia, denn die Jungfische sind von Anfang an groß genug dafür.
Die Endgröße von Grünen Schwertträgern
Für unser Sortiment setzen wir bei grünen Schwertträgern rund zwölf Zentimeter an. Wissenschaftlich belegt sind für die Art bis zu 14 Zentimeter bei Männchen und 16 bei Weibchen, wobei diese Maße den Schwertfortsatz nicht enthalten; der US-Handel nennt für den Atoyac-Stamm bis zu fünfzehn Zentimeter Körperlänge. Sicher ist damit: Dies ist kein Fisch für kleine Becken, auch wenn die Verkaufstiere handlich wirken. Mit dem Schwert kommt bei einem ausgewachsenen Männchen noch einmal ein erheblicher Zuschlag hinzu. Wildformen fallen häufig etwas kräftiger und stämmiger aus als Hochzuchten, weil sie nicht auf Farbe, sondern über Generationen auf Robustheit selektiert wurden. Ausgewachsen sind die Tiere nach etwa einem Jahr. Weibchen legen dabei mehr an Umfang zu, Männchen mehr an Länge — ein Unterschied, der bei Wildformen deutlicher auffällt.
Verträglichkeit mit Zwerggarnelen
Ausgewachsene Zwerggarnelen werden von einem Schwertträger in aller Regel in Ruhe gelassen — sie sind schlicht zu groß für sein Maul. Junggarnelen dagegen entsprechen genau dem, was dieser wendige Allesfresser den ganzen Tag über sucht. Eine Kolonie baut sich unter solchen Bedingungen nicht auf, sondern verliert von Wurf zu Wurf an Zahl. Wer beides zusammen pflegen möchte, arbeitet mit dichten Moospolstern, Laub und Wurzelgeflecht, in dem sich Nachwuchs verstecken kann, und rechnet trotzdem mit Verlusten. Amanogarnelen kommen wegen ihrer Größe besser zurecht als Neocaridina. Umgekehrt gilt: Für die Jungfische des Schwertträgers sind Garnelen ungefährlich, sodass die Kombination in einem großen, gut strukturierten Becken durchaus funktionieren kann. Schnecken sind ohnehin unproblematisch und helfen, die reichlichen Futterreste zu verwerten.
Anmelden
Ähnliche Artikel
Inhalt: 25 Stück (1,40 €* / 1 Stück)
Inhalt: 25 Stück (1,60 €* / 1 Stück)
Häufige Fragen (FAQ)