Zum Hauptinhalt springen Zur Suche springen Zur Hauptnavigation springen
Interaquaristik Onlineshop

Borneo-Kurzschwanzpython, Python breitensteini

Kompakter Lauerjäger

Kräftige, bodenbewohnende Pythonart für erfahrene Halter.

Klare Wärmezonen

Mehrere Temperaturbereiche ermöglichen freie Thermoregulation.

Feuchter Waldboden

Lockeres Substrat puffert Feuchte, ohne dauerhaft nass zu sein.

Markanter Körperbau

Breiter Kopf, kurzer Schwanz und ausgesprochen kräftiger Rumpf.

Borneo-Kurzschwanzpython, Python breitensteini


Auf einen Blick: Borneo-Kurzschwanzpython, Python breitensteini
Deutscher Name:Borneo-Kurzschwanzpython
Wissenschaftlich:Python breitensteini
Synonyme:Borneo-Blutpython
Herkunft:Borneo: Kalimantan sowie Sabah und Sarawak
Lebensweise:bodenbewohnender, kräftiger Lauerjäger
Aktivitätszeit:vorwiegend dämmerungs- und nachtaktiv
Haltungsform:einzeln im geräumigen, ausbruchsicheren Feuchtwaldterrarium
Mindestgröße des Geheges:an die Gesamtlänge anpassen; mindestens etwa 1,0 × 0,5 × 0,75 der Körperlänge, großzügiger empfohlen
Temperaturzonen:warme Zone 28–30 °C, lokal 30–32 °C, kühlere Zone 24–26 °C, nachts etwa 23–25 °C
Luftfeuchtigkeit:meist 65–80 %, bei guter Belüftung und ohne dauerhaft nassen Boden
UV und Beleuchtung:klarer Tag-Nacht-Rhythmus; schwaches UVB-Angebot möglich, stets mit Schattenplätzen
Bodengrund:etwa 10–15 cm lockeres, feuchtespeicherndes Waldsubstrat mit trockener Oberfläche
Futter:bedarfsgerecht bemessene, vollständig aufgetaute Futtertiere
Sozialverhalten:solitär; dauerhafte Einzelhaltung empfohlen
Maximale Größe:meist etwa 120–170 cm Gesamtlänge, einzelne Tiere um 180 cm
Lebenserwartung:bei guter Pflege häufig etwa 15–25 Jahre
Schutzstatus und Nachweise:CITES-Anhang II, EU-Anhang B; Herkunftsnachweis und in Deutschland in der Regel behördliche Meldung erforderlich
Im Detail: Borneo-Kurzschwanzpython, Python breitensteini

Herkunft, Lebensraum und Verhalten von Borneo-Kurzschwanzpython (Python breitensteini)

Der Borneo-Kurzschwanzpython stammt von Borneo und ist dort aus dem indonesischen Kalimantan sowie den malaysischen Landesteilen Sabah und Sarawak bekannt. Er bewohnt überwiegend warme, feuchte Tieflandregionen. Zu seinen Lebensräumen zählen Regen- und Sekundärwälder, Sumpfwälder, Torfmoorbereiche und dicht bewachsene Randzonen von Gewässern. Nachweise liegen ebenfalls aus vom Menschen veränderten Landschaften vor, beispielsweise aus landwirtschaftlich genutzten Gebieten und bewachsenen Bewässerungsgräben. Die kräftige Schlange hält sich vor allem am Boden auf und nutzt Laubschichten, Wurzelbereiche, niedrige Deckung und andere geschützte Plätze als Versteck. Ihr natürlicher Lebensraum ist zwar luftfeucht, aber nicht mit einem ständig durchnässten Untergrund gleichzusetzen. Auch im Terrarium sind deshalb eine gute Belüftung, leicht feuchte tiefere Substratschichten und eine abtrocknende Oberfläche wichtig. Als überwiegend dämmerungs- und nachtaktiver Lauerjäger verbringt die Art viel Zeit verborgen. Kurze Wege zwischen sicheren Verstecken, unterschiedlichen Temperaturbereichen und Wasser sind für sie wertvoller als große Kletterhöhen. Die Bestände werden durch Lebensraumveränderungen und die internationale Nutzung beeinflusst, weshalb nachweislich legalen Nachzuchten klar der Vorzug gegeben werden sollte.

Das richtige Gehege

Für diese schwere, bodenbewohnende Pythonart zählt vor allem eine großzügige, vollständig nutzbare Grundfläche. Die Terrarienlänge sollte mindestens der Gesamtlänge des Tieres entsprechen, die Tiefe mindestens etwa der halben Gesamtlänge. Als Orientierung werden für adulte Tiere häufig Anlagen von ungefähr 150–180 × 75–90 × 75–90 cm oder größer benötigt; kräftige Weibchen profitieren von zusätzlicher Fläche. Die Maße müssen immer an das konkrete Tier und die Vorgaben der zuständigen Behörde angepasst werden. Eine enorme Kletterhöhe ist nicht erforderlich, doch niedrige, besonders stabile Ebenen können das Bewegungsangebot erweitern. Türen, Lüftungen und Kabeldurchführungen müssen zuverlässig verriegelt sein, da die Tiere ausgesprochen kräftig sind. Zwei eng anliegende Verstecke in unterschiedlich temperierten Bereichen ermöglichen Thermoregulation ohne Verlust der Deckung. Ein standfestes Wassergefäß muss jederzeit erreichbar und so bemessen sein, dass das Tier bei Bedarf darin liegen kann. Ein fest eingebauter Wasserteil ist nicht notwendig.

Einrichtung, Bodengrund und Bepflanzung

Der Bodengrund darf etwa 10–15 cm tief sein und sollte Feuchtigkeit puffern, ohne schlammig zu werden. Geeignet sind strukturstabile Mischungen aus ungedüngter Erde, Kokosmaterial, Laubhumus und grober Rinde. Eine Laubschicht, Korkröhren, flache Wurzeln und robuste Sichtbarrieren schaffen bodennahe Deckung. Unter den schweren Tieren müssen sämtliche Einrichtungsgegenstände kippsicher aufgestellt sein. Mindestens ein Versteck kann etwas feuchter gehalten werden, während andere Liegeplätze eine trockene Oberfläche bieten. Das Wassergefäß sollte schwer, leicht zu reinigen und nicht direkt unter einer ungeschützten Wärmequelle platziert sein. Kot und verschmutztes Substrat werden zeitnah entfernt. Da hohe Luftfeuchtigkeit bei mangelndem Luftaustausch Haut- und Atemwegsprobleme begünstigen kann, sind ausreichend dimensionierte, zugfreie Lüftungsflächen unverzichtbar.

UV, Beleuchtung und Wärme

Eine gleichmäßige Beleuchtung von ungefähr zwölf Stunden schafft einen verlässlichen Tag-Nacht-Rhythmus; leichte jahreszeitliche Anpassungen sind möglich. Als dämmerungs- und nachtaktive Bodenschlange benötigt der Borneo-Kurzschwanzpython keine intensive Bestrahlung. Ein schwaches, korrekt installiertes UVB-Angebot kann dennoch Bestandteil einer naturnahen Haltung sein. Dabei müssen das Tier den beleuchteten Bereich verlassen und jederzeit vollständig dunkle Verstecke aufsuchen können. Wärme- und UV-Lampen sind durch stabile Schutzkörbe gegen Berührung zu sichern. Beleuchtung und Heizung werden getrennt geregelt, damit der Tagesrhythmus nicht zur Temperatursteuerung unterbrochen werden muss.

Klima, Wasser und Luftfeuchtigkeit

Im Terrarium ist ein deutliches Temperaturgefälle wichtiger als eine überall gleichmäßig hohe Temperatur. In der warmen Zone sind etwa 28–30 °C sinnvoll, mit einer lokal begrenzten Boden- oder Oberflächentemperatur von ungefähr 30–32 °C. Der kühlere Bereich sollte etwa 24–26 °C erreichen. Nachts kann die Temperatur auf ungefähr 23–25 °C sinken. Dauerhafte Überhitzung ist zu vermeiden; jeder Wärmeerzeuger benötigt einen zuverlässigen Thermostaten. Mehrere digitale Messfühler und zusätzliche Oberflächenmessungen helfen, die tatsächlich vom Tier genutzten Bereiche zu beurteilen. Eine relative Luftfeuchtigkeit von etwa 65–80 % bildet einen praktikablen Rahmen. Während der Häutung darf sie zeitweise am oberen Ende liegen. Das Substrat sollte in der Tiefe leicht feucht bleiben, an der Oberfläche jedoch regelmäßig abtrocknen. Stehende Nässe und verbrauchte, warme Luft sind nicht artgerecht.

Fütterung und Mineralversorgung

Der Borneo-Kurzschwanzpython ernährt sich als Würgeschlange überwiegend von kleinen Säugetieren. Im Terrarium werden passend bemessene, vollständig aufgetaute und körperwarm angebotene Futtertiere verwendet. Die Portion richtet sich nach Körperumfang, Alter, Aktivität und Ernährungszustand. Jungtiere benötigen gewöhnlich kürzere Fütterungsabstände, während adulte Tiere häufig nur etwa alle zwei bis vier Wochen gefüttert werden sollten. Der von Natur aus breite, massige Körperbau darf nicht mit einem Bedarf an besonders großen oder häufigen Mahlzeiten verwechselt werden. Regelmäßige Gewichtskontrollen und die Beurteilung der Körperkontur helfen, Übergewicht frühzeitig zu erkennen. Lebendfütterung birgt ein vermeidbares Verletzungsrisiko. Nach einer Mahlzeit braucht die Schlange mehrere Tage Ruhe; unnötiges Herausnehmen und Umsetzen sind in dieser Zeit zu vermeiden. Frisches Trinkwasser muss ständig verfügbar sein.

Sozialverhalten

Diese Pythonart lebt nicht in einem sozialen Verband und benötigt keinen Artgenossen für ihr Wohlbefinden. Dauerhafte Einzelhaltung erleichtert die Kontrolle von Futteraufnahme, Ausscheidungen, Häutung und Ruheverhalten. Außerdem verhindert sie Konkurrenz um geschützte Liegeplätze und Temperaturzonen. Zur Zucht werden geeignete Tiere nur zeitlich begrenzt und unter enger Beobachtung zusammengesetzt. Gegenüber Menschen können Nachzuchten bei ruhigem, vorhersehbarem Umgang gelassen wirken. Dennoch unterscheiden sich Temperament und Futterreaktion deutlich zwischen einzelnen Tieren. Zischen, starkes Aufblasen des Körpers oder eine angespannte S-Haltung sind als Abwehrsignale zu respektieren. Häufiges Herausnehmen ist weder erforderlich noch ein Ersatz für eine abwechslungsreich strukturierte Unterbringung.

Geschlechtsunterschiede

Weibchen werden im Mittel etwas länger und vor allem schwerer gebaut als Männchen. Untersuchungen freilebender Tiere zeigten zugleich, dass Männchen relativ zur Körperlänge längere und breitere Köpfe besitzen können. Für eine sichere Geschlechtsbestimmung reicht der äußere Eindruck dennoch nicht aus. Sondieren oder andere invasive Methoden gehören ausschließlich in erfahrene fachkundige Hände, da unsachgemäße Versuche schwere Verletzungen verursachen können.

Fortpflanzung und Inkubation

Python breitensteini ist eierlegend. In untersuchten Wildpopulationen aus Kalimantan wurden durchschnittlich etwa 17 Eier je Gelege festgestellt, wobei die tatsächliche Gelegegröße von Alter, Größe und Kondition des Weibchens abhängt. Die Eiablage fiel dort überwiegend in die Monate September bis November; dieser natürliche Rhythmus lässt sich nicht ohne Weiteres auf jede Terrarienhaltung übertragen. Eine Zucht setzt gesunde, eindeutig bestimmte und ausreichend konditionierte Elterntiere sowie Erfahrung mit saisonaler Klimasteuerung voraus. Das Weibchen darf vor der Verpaarung weder zu leicht noch verfettet sein. Paarungen müssen kontrolliert erfolgen, anschließend werden die Tiere wieder getrennt. Für Eier und Jungtiere sind vorbereitete, präzise überwachte Unterbringungen notwendig. Wegen des hohen Platz-, Zeit- und Dokumentationsbedarfs ist die Zucht kein geeignetes Einsteigerprojekt.

Winterruhe oder saisonale Ruhe

Eine klassische Winterruhe ist für diese äquatornah verbreitete Tropenart nicht vorgesehen. Das Klima bleibt ganzjährig warm und feucht. Eine leichte nächtliche Abkühlung und behutsame saisonale Veränderungen von Beleuchtungsdauer, Niederschlagssimulation und Fütterung können den natürlichen Jahresgang nachbilden. Starke Abkühlung oder eine längere Futterpause ohne fachlichen Grund sind zu vermeiden. Gezielte Zuchtzyklen sollten nur von erfahrenen Haltern geplant und engmaschig kontrolliert werden.

Endgröße und Lebenserwartung

Der Borneo-Kurzschwanzpython erreicht meist etwa 120–170 cm Gesamtlänge. Einzelne Tiere können ungefähr 180 cm erreichen. In einer umfangreichen Untersuchung aus Kalimantan lagen die durchschnittlichen Kopf-Rumpf-Längen adulter Männchen bei rund 121 cm und die der Weibchen bei etwa 127 cm; der kurze Schwanz kommt zur Gesamtlänge hinzu. Weibchen sind häufig kräftiger und schwerer als gleich lange Männchen. Abweichende Angaben entstehen unter anderem dadurch, dass manche Quellen Kopf-Rumpf-Länge und andere die Gesamtlänge nennen.

Schutzstatus und rechtliche Hinweise

Der Borneo-Kurzschwanzpython wird im Washingtoner Artenschutzübereinkommen in Anhang II und in der Europäischen Union in Anhang B geführt. Beim Erwerb muss ein vollständiger Herkunftsnachweis übergeben und dauerhaft aufbewahrt werden. In Deutschland ist die Haltung besonders geschützter Wirbeltiere grundsätzlich bei der zuständigen unteren Naturschutzbehörde anzuzeigen, sofern keine konkrete Ausnahme greift. Erwerb, Abgabe, Nachzucht, Verlust und Tod können meldepflichtig sein. Zusätzlich können landes- oder kommunalrechtliche Vorgaben für Riesenschlangen gelten. Da sich Zuständigkeiten und Verfahren regional unterscheiden, sollten die aktuell verlangten Unterlagen vor dem Kauf direkt mit der örtlichen Behörde geklärt werden.

Risiken und sicherer Umgang

Die Art ist ungiftig, besitzt jedoch einen kräftigen Körper, gebogene Zähne und eine ausgeprägte Würgereaktion. Bisse können tiefe Verletzungen verursachen. Das Terrarium darf deshalb nur aufmerksam und mit freier Sicht auf den Kopf geöffnet werden. Fütterung und Pflege sollten durch klar unterscheidbare Abläufe getrennt sein; Futtergeruch an Händen und Geräten ist zu vermeiden. Bei großen oder defensiven Tieren sollte eine zweite sachkundige Person erreichbar sein. Kinder dürfen das Terrarium nicht unbeaufsichtigt öffnen. Wärmequellen brauchen Schutzkörbe, und alle Schließmechanismen müssen der erheblichen Körperkraft standhalten. Nach Kontakt mit Tier, Wasser oder Einrichtung sind die Hände gründlich zu reinigen.

Nice-to-Know

Der Borneo-Kurzschwanzpython wurde früher häufig als Unterart des Sumatra-Kurzschwanzpythons unter dem Namen Python curtus breitensteini geführt. Heute gilt Python breitensteini als eigenständige Art. Der gelegentlich verwendete Handelsname Borneo-Blutpython kann zu Verwechslungen führen: Der eigentliche Blutpython ist Python brongersmai. Typisch für Python breitensteini sind der sehr kurze Schwanz, der breite Kopf und der kompakte, ausgesprochen muskulöse Körper. Seine ruhige Lauerjagd bedeutet nicht, dass ein reizarmes oder knapp bemessenes Terrarium angemessen wäre.

0 von 0 Bewertungen

Durchschnittliche Bewertung von 0 von 5 Sternen

Bewerten Sie dieses Produkt!

Teilen Sie Ihre Erfahrungen mit anderen Kunden.


Fragen zum Artikel

Noch keine Fragen vorhanden.

Eigene Frage stellen

Die Antwort erscheint in der Regel etwa 30 Minuten nach Ihrer Frage.

%
5x Goldfisch im Mix, Carassius auratus (Kaltwasser)

29,99 €* 39,99 €* (25.01% gespart)

Durchschnittliche Bewertung von 4.9 von 5 Sternen

Amanogarnele, Caridina multidentata

Ab 1,59 €*

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Aulonocara spec. Dragon Blood albino, DNZ

18,99 €*

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Bitterlingsbarbe, Rohanella titteya, ehem. Puntius titteya

Ab 3,59 €*
%
Tipp

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Erbsenkugelfisch, Carinotetraodon travancoricus (Minifisch)

5,49 €* 7,49 €* (26.7% gespart)
%

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Gelbsaum-Prachtharnischwels, L81, Baryancistrus spec., 6-8 cm

62,99 €* 69,99 €* (10% gespart)
accordion

Häufige Fragen (FAQ)


 

Keine Suchergebnisse vorhanden.

Guten Tag!

Klicken Sie auf unsere Mitarbeiter zum Chatten oder mailen Sie an info@zierfisch365.de

avatar
avatar
Support Ramona
15144239870
Wir antworten werktags von 7.30-15.30 Uhr und oft auch darüber hinaus.
× whatsapp background preview
Shop Assistentin KI

Sie chatten mit einem KI-Assistenten. Antworten können Fehler enthalten und sind unverbindlich.

Hallo, ich bin Ihre digitale Shop-Assistentin. Wie kann ich Ihnen helfen?