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Interaquaristik Onlineshop

Black Molly Orange Tail, Poecilia sphenops

Schwarz mit Orangesaum

Tiefschwarzer Körper mit breitem, leuchtend orangem Schwanzsaum

Robust und pflegeleicht

Übersteht den Aquarienalltag gut und eignet sich für Einsteiger

Bringt lebende Junge

Weibchen setzen fertige Jungfische ab, die sofort selbst schwimmen

Algen und Pflanzenkost

Weidet Aufwuchs ab und nimmt pflanzliches Futter regelmäßig an

Black Molly Orange Tail, Poecilia sphenops


Auf einen Blick: Black Molly Orange Tail, Poecilia sphenops
Deutscher Name: Black Molly Orange Tail
Wissenschaftlich: Poecilia sphenops (Zuchtform)
Synonyme: Black Orange Tail Molly, Orange Tail Molly, Spitzmaulkärpfling (Wildform)
Herkunft: Zuchtform (Südostasien), Ursprung Mittelamerika (Mexiko bis Kolumbien)
Gesellschafts-Aquarium: gut geeignet, in Gruppe mit Weibchenüberschuss
Wasserwerte: hart, pH 7,2-8,5
Temperatur: 24-28 °C
Beckengröße: ab 100 cm
Bepflanzung: dicht und hartwassertauglich, mit freien Schwimmzonen
Futter: Allesfresser mit pflanzlichem Schwerpunkt, auch Algenbeläge
Geschlechts-Unterschiede: Männchen kleiner, mit Gonopodium
Zucht möglich: Ja, lebendgebärend
Maximale Größe: bis 8 cm, Weibchen größer als Männchen
Liefergröße: ca. 3-5 cm
Mit Garnelen verträglich: adulte Garnelen möglich, Nachwuchs wird gefressen
Im Detail: Black Molly Orange Tail, Poecilia sphenops

Herkunft des Black Molly Orange Tail (Poecilia sphenops)

Wir bestellen holen diesen Fisch direkt beim Züchter für Sie. Daher gibt es eine Mindestabnahmemenge dieses Fisches von 8 Stück.

Der Black Molly Orange Tail ist keine Wildform, sondern eine Zuchtform aus dem Formenkreis des Spitzmaulkärpflings (Poecilia sphenops). Auffällig sind der tiefschwarze Körper mit feinen, blaugrün schimmernden Pünktchen und der breite orangefarbene Saum an der Schwanzflosse. Dieser Saum ist keine Erfindung der Zucht: Auch Wildmollys zeigen ihn, dort allerdings meist nur ranghohe Männchen in Bestform. Züchter in Südostasien haben das Merkmal so verfestigt, dass es unabhängig vom Rang dauerhaft sichtbar bleibt. Die Wildformen dieses Formenkreises leben von Mexiko über Mittelamerika bis Kolumbien, in Bächen, Gräben, Küstengewässern und Flussmündungen, häufig in hartem, mineralreichem und stellenweise leicht salzhaltigem Wasser. Welche Arten in den heutigen kurzflossigen Zuchtformen genau stecken, ist nicht abschließend geklärt: Über hundert Jahre Aquarienzucht haben Poecilia sphenops wiederholt mit Verwandten wie dem Segelkärpfling (Poecilia latipinna) vermischt. Das Gen für die schwarze Färbung selbst kommt in mehreren Wildpopulationen vor und zeigt in seiner stärksten Ausprägung genau jenes durchgehende Schwarz, das den Black Molly ausmacht. Als Vertreter der Lebendgebärenden Zahnkarpfen (Poeciliidae) bringt er fertig entwickelte Jungfische zur Welt.

Black Molly Orange Tail vergesellschaften

Der Black Molly Orange Tail ist friedlich, dabei aber deutlich präsent und dauerhaft sichtbar im Becken. Gepflegt wird er in einer Gruppe ab etwa fünf Tieren, und zwar mit klarem Weibchenüberschuss – auf ein Männchen sollten zwei bis drei Weibchen kommen. Männchen balzen ausdauernd und können untereinander etwas streitlustig werden; wer mehrere halten möchte, plant zusätzliche Grundfläche und Sichtschutz ein. Der entscheidende Punkt bei der Vergesellschaftung sind nicht Temperament oder Größe, sondern das Wasser: Der Black Molly braucht hartes, alkalisches Wasser, und das schließt viele beliebte Mitbewohner aus. Gut passen andere Lebendgebärende wie Platys und Schwertträger, robuste Salmler, Antennenwelse und hartwassertaugliche Schnecken. Nicht geeignet sind ausgesprochene Weichwasserfische wie Prachtguramis, Schwarzwasser-Zwergbuntbarsche oder sehr kleine, empfindliche Arten, die den ständigen Bewegungsdruck einer Molly-Gruppe schlecht vertragen. Wer die Besatzliste konsequent an harten, mineralreichen Wasserwerten ausrichtet, bekommt ein ruhiges, gut funktionierendes Gesellschaftsbecken, in dem der schwarz-orange Kontrast dieser Tiere besonders gut zur Geltung kommt.

Passende Wasserparameter

Hartes, mineralreiches Wasser ist bei Poecilia sphenops keine Feinheit, sondern die Grundlage der Pflege. Sinnvoll sind ein pH-Wert zwischen 7,5 und 8,5 und eine Gesamthärte im Bereich von etwa 15 bis 30 °dGH. Genauso wichtig wie die Werte selbst ist ihre Stabilität: Eine ausreichende Karbonathärte puffert den pH-Wert ab und verhindert, dass er absackt. In weichem, saurem oder reinem Osmosewasser ohne Aufhärtung verlieren Black Mollys schnell an Kondition. Diese Fische reagieren außerdem empfindlich auf organische Belastung, also auf Futterreste, Mulm und einen überlasteten Filter. Regelmäßige Wasserwechsel, eine solide biologische Filterung und maßvolle Fütterung sind deshalb wichtiger als jeder Zusatz. Ein leichter Salzzusatz wird für Mollys häufig empfohlen und von den Tieren gut vertragen – im bepflanzten Gesellschaftsbecken ist er jedoch weder nötig noch unproblematisch, weil Pflanzen und salzempfindliche Mitbewohner darunter leiden können. Wer auf ausreichende Härte, sauberes Wasser und gleichmäßige Pflege achtet, braucht ihn nicht. In gut geführtem, hartem Wasser wirken die Tiere satt schwarz, kräftig und ausdauernd aktiv.

Haltungstemperatur

Mit 24 bis 28 °C liegt der Black Molly Orange Tail in einem klar warmen Bereich; besonders stimmig sind etwa 25 bis 27 °C. Dauerhaft kühle Haltung unter 22 °C bremst Verdauung, Aktivität und Abwehrkräfte spürbar und macht die Tiere anfälliger. Nach oben ist bei rund 30 °C Schluss, weil mit steigender Temperatur der Sauerstoffgehalt sinkt und der Stoffwechsel unnötig hochfährt. Wichtiger als der exakte Wert ist auch hier die Gleichmäßigkeit: Ein zuverlässig geregelter Heizer und ein ausreichend großes Wasservolumen verhindern die Schwankungen, die im Alltag den meisten Stress verursachen. Warmes Wasser bedeutet zugleich mehr Verdunstung – nachgefülltes Wasser sollte deshalb ähnlich hart sein wie das Beckenwasser, sonst verschieben sich die Werte über Wochen unbemerkt. Bei passender Temperatur zeigen Black Mollys ihr typisches Verhalten: ruhiges, stetiges Schwimmen im mittleren und oberen Beckenbereich, ausdauerndes Abweiden von Aufwuchs und ein ständiges, gut zu beobachtendes Balzspiel der Männchen.

Die Beckengröße für Poecilia sphenops

Ein Aquarium ab 100 cm Kantenlänge ist die passende Größe für eine artgerechte Gruppe. Rechnerisch käme man mit weniger aus – als absolutes Minimum werden für die Art auch 60 cm genannt, mit 80 cm lässt sich eine kleine Gruppe knapp unterbringen –, doch beides bleibt Kompromiss. Ausgewachsene Weibchen erreichen rund 8 cm, schwimmen viel und nutzen die ganze Beckenlänge; in einem kurzen Becken wird aus dem gelassenen Dauerschwimmer schnell ein gehetztes Tier. Für jedes weitere Männchen sollte zusätzlicher Raum eingeplant werden, damit die Balz sich verteilt und kein Weibchen dauerhaft bedrängt wird. Die Einrichtung darf ruhig kräftig ausfallen: dichte Pflanzengruppen an den Seiten und im Hintergrund, Wurzeln oder Steine als Struktur und dazwischen eine großzügige freie Bahn in der Beckenmitte. Heller Sand oder feiner Kies bringt den schwarzen Körper und den orangefarbenen Flossensaum optisch gut heraus. Wer der Gruppe mehr Länge gönnt, bekommt ruhigere Tiere, gleichmäßigeres Wachstum und ein Becken, das biologisch deutlich stabiler läuft.

Bepflanzung

Die Bepflanzung sollte kräftig und hartwassertauglich sein, denn Black Mollys zupfen an weichen Pflanzenteilen und weiden alles ab, was nach Aufwuchs aussieht. Bewährt haben sich Vallisnerien, Anubias, Javafarn, Cryptocorynen und Hornkraut – Arten, die mit hohem pH-Wert und viel Härte gut zurechtkommen und robust genug sind, um regelmäßiges Anknabbern wegzustecken. Zarte, feinfiedrige Weichwasserpflanzen sind hier fehl am Platz. Die Pflanzen gehören an die Seiten und in den Hintergrund, damit in der Mitte eine offene Schwimmbahn bleibt; genau dort halten sich die Tiere den größten Teil des Tages auf. Schwimmpflanzen wie Muschelblume oder Hornkraut an der Oberfläche dämpfen das Licht und liefern gleichzeitig die Deckung, die Jungfische zum Überleben brauchen. Ein leichter Algenbewuchs auf Steinen, Wurzeln und Scheibenrändern ist bei diesem Fisch ausdrücklich erwünscht: Er wird abgeweidet und ist ein natürlicher Teil der Ernährung. Das Becken muss also nicht klinisch sauber aussehen – ein bewachsener Stein ist für Black Mollys mehr wert als jede Dekoration.

Das Futter für Black Mollys

Der Black Molly Orange Tail ist Allesfresser mit deutlichem Schwerpunkt auf pflanzlicher Kost. In der Natur machen Algen und Kieselalgen einen erheblichen Teil der Nahrung aus, dazu kommen Detritus, Kleinkrebse und Insektenlarven. Im Aquarium bildet deshalb ein Flocken- oder Granulatfutter mit hohem Pflanzen- und Spirulina-Anteil die Basis. Ergänzen lässt sich das gut mit überbrühter Zucchini, Gurkenscheiben, Spinat oder Erbsen sowie mit Frostfutter wie Artemia, Cyclops oder Mückenlarven. Diese tierischen Anteile gehören allerdings in die Nebenrolle: Eine dauerhaft zu proteinreiche Fütterung bekommt Mollys erfahrungsgemäß nicht gut. Gefüttert wird lieber zweimal täglich in kleinen Mengen als einmal reichlich, damit nichts liegen bleibt und die Wasserbelastung niedrig bleibt. Der ständig abgeweidete Aufwuchs im Becken ergänzt den Speiseplan ganz von allein und ist einer der Gründe, warum sich diese Fische in eingefahrenen, leicht bewachsenen Aquarien am wohlsten fühlen. Gut ernährte Tiere erkennt man an sattem, tiefem Schwarz, einem kräftig durchgefärbten Flossensaum und daran, dass die Weibchen rund, aber nicht aufgetrieben wirken.

Geschlechtsunterschiede

Männchen und Weibchen sind bei Black Mollys leicht auseinanderzuhalten, sobald die Tiere geschlechtsreif sind. Das sicherste Merkmal ist die Afterflosse: Beim Männchen ist sie zu einem schmalen, stabförmigen Gonopodium umgebildet, das der Übertragung der Spermien dient; beim Weibchen bleibt sie breit und dreieckig. Dazu kommen Statur und Größe – Weibchen werden deutlich größer und fülliger, Männchen bleiben schlanker und wirken beweglicher. Bemerkenswert ist, dass Männchen nach der vollständigen Ausbildung des Gonopodiums kaum noch wachsen; ein kleines, ausgefärbtes Männchen bleibt also klein und ist kein Jungtier. Der bei anderen Lebendgebärenden verräterische Trächtigkeitsfleck hilft hier kaum weiter, weil er auf dem durchgehend schwarzen Körper praktisch nicht zu sehen ist; trächtige Weibchen erkennt man eher an der insgesamt runderen, kantigen Bauchlinie. Bei jungen Tieren lohnt sich das Warten: Vor dem Umbau der Afterflosse sehen alle noch gleich aus, und eine Bestimmung nach Körperform allein führt regelmäßig in die Irre.

Die Zucht von Poecilia sphenops

Black Mollys sind lebendgebärend, und die Vermehrung stellt sich in einer gemischten Gruppe meist von selbst ein. Nach einer Tragzeit von rund vier Wochen setzt das Weibchen fertig entwickelte Jungfische ab, die sofort schwimmen und fressen. Die Wurfgröße hängt stark von Alter und Kondition ab: Die Angaben reichen von etwa 30 Jungfischen bei jungen Weibchen bis über 100 bei großen, gut genährten Tieren. Mehrere Würfe pro Jahr sind normal. Ohne Deckung überleben allerdings nur wenige Jungfische, denn sie werden von den eigenen Eltern wie von den Mitbewohnern gefressen. Dichte Schwimmpflanzenpolster, feinfiedrige Randbepflanzung oder ein separates Aufzuchtbecken erhöhen die Ausbeute deutlich. Aufgezogen wird mit feinem Staubfutter, frisch geschlüpften Artemia-Nauplien und zerriebenem Pflanzenfutter, bei denselben harten Wasserwerten wie bei den Alttieren. Ein Hinweis zur Erwartungshaltung: Weil es sich um eine Zuchtform handelt, fällt der Nachwuchs in Färbung und Breite des Orangesaums nicht immer einheitlich aus – einzelne Tiere können deutlich schlichter ausfallen als die Elterngeneration.

Die Endgröße von Black Mollys

Weibchen erreichen bis etwa 8 cm, Männchen bleiben mit rund 6 cm deutlich kleiner – ein Unterschied, der im Becken sofort auffällt, sobald die Gruppe ausgewachsen ist. Die Angaben in der Literatur schwanken leicht, weil hinter den kurzflossigen Zuchtformen unterschiedliche Elternarten stecken: Stämme mit Segelkärpfling-Anteil können merklich größer werden. Für die Beckenplanung sollte man deshalb eher mit der oberen Größe rechnen als mit der unteren. Die Lebenserwartung liegt bei guter Pflege bei etwa 3 bis 5 Jahren; einzelne Quellen nennen auch schon ab zwei Jahren als realistisch, was meist mit zu weichem Wasser, zu kühler Haltung oder zu proteinreicher Fütterung zusammenhängt. Wer harte Werte, warme Temperatur und pflanzenbetontes Futter zuverlässig hinbekommt, hat über Jahre eine stabile, sich selbst erhaltende Gruppe im Becken – und genau darin liegt der Reiz dieses Fisches: Er ist kein Einzelstück für die Vitrine, sondern ein dauerhaft lebendiger Teil des Aquariums.

Verträglichkeit mit Zwerggarnelen

In einem dicht bepflanzten Becken lassen sich ausgewachsene Zwerggarnelen mit Black Mollys durchaus zusammen pflegen – der Nachwuchs der Garnelen hat dagegen kaum eine Chance und wird als willkommene Beute aufgenommen. Für eine gezielte Garnelenzucht ist dieser Fisch deshalb nicht die richtige Wahl. Etwas entspannter ist die Kombination mit Amanogarnelen: Sie sind schlicht zu groß, um ins Beuteschema zu passen, und kommen mit hartem, alkalischem Wasser gut zurecht. Richtig unproblematisch sind Schnecken. Posthorn-, Turmdeckel- und besonders Rennschnecken fühlen sich in genau dem harten, mineralreichen Wasser wohl, das der Black Molly ohnehin braucht, und ihre Schalen bleiben dort fest und sauber. Wer Garnelen halten möchte, sollte für viel Moos, Laub und feine Verstecke sorgen und einkalkulieren, dass sich der Bestand nicht von allein vermehrt, sondern gelegentlich ergänzt werden muss. Umgekehrt gilt: Ein Becken ohne Garnelendruck macht die Pflege deutlich einfacher, weil dann weder bei der Fütterung noch bei der Bepflanzung Rücksicht genommen werden muss. Wer beides verbinden will, plant die Garnelen am besten als sichtbare Beigabe ein und nicht als zweiten Zuchtansatz im selben Aquarium.

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