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Interaquaristik Onlineshop

Palmendieb, Birgus latro ,Größe S, Ohne Geschlechtsauswahl

Gigantischer Auftritt

Der größte landlebende Krebs weltweit, kraftvoll und imposant im Terrarium

Reines Landtier

Lebt dauerhaft an Land, nutzt feste Strukturen und klares Revierverhalten

Intelligenter Charakter

Neugierig, lernfähig und aktiv mit komplexem Verhalten & festen Routinen

Seltene Besonderheit

Außergewöhnlicher Wirbelloser mit starkem Charakter und hohem Schauwert

Palmendieb, Birgus latro ,Größe S, Ohne Geschlechtsauswahl


Auf einen Blick: Palmendieb, Birgus latro
Deutscher Name: Palmendieb
Wissenschaftlich: Birgus latro
Synonyme: Kokosnussräuber, Coconut Crab, Räuberkrabbe
Herkunft: Indopazifik – tropische Inseln, Küstenwälder und Koralleninseln
Lebensweise: Strikt landlebend, überwiegend nachtaktiv, territorial mit sozialer Toleranz
Haltungsform: Großes, feuchtwarmes Landterrarium mit Rückzugszonen und Badeschalen
Mindestgröße des Terrariums: ab 150x80x80 cm (LxBxH), deutlich größer bei Paarhaltung
Temperatur & Luftfeuchtigkeit: 26–30°C tagsüber, nachts leichte Absenkung, 70–85 % Luftfeuchtigkeit
Beleuchtung: Tageslicht-LED, UV-A sinnvoll, UV-B nicht zwingend erforderlich
Bodengrund: Tiefer, grabfähiger Sand-Humus-Mix (mind. 25–40 cm)
Futter: Allesfresser: Früchte, Gemüse, Nüsse, Laub, tierische Proteine, Kalzium
Maximale Größe: bis über 40 cm Beinspannweite, extrem kräftige Scheren
Im Detail: Palmendieb, Birgus latro

Lebensraum und Verhalten des Palmendiebs (Birgus latro)

Der Palmendieb, auch als Kokosnussräuber bekannt, ist der größte landlebende Krebstiervertreter der Welt und stammt von tropischen Inseln des Indopazifiks. Dort bewohnt er feuchtwarme Küstenwälder, Palmenhaine, felsige Strandzonen und strukturreiche Bereiche im küstennahen Hinterland. Anders als klassische Landeinsiedler lebt Birgus latro als adultes Tier vollständig an Land und ist nicht mehr auf Schneckenhäuser angewiesen. Sein Hinterleib ist stark verhärtet und bildet zusammen mit den außergewöhnlich kräftigen Scheren einen effektiven Schutz.

Palmendiebe sind überwiegend dämmerungs- und nachtaktiv. Tagsüber ziehen sie sich in selbst gegrabene Erdhöhlen, unter Wurzeln, in Felsspalten oder andere stabile Verstecke zurück, die über lange Zeiträume genutzt und erweitert werden. Nachts erkunden sie ausgedehnte Reviere und zeigen dabei eine erstaunliche Kletterfreude sowie ein ausgeprägtes Orientierungsvermögen. Trotz ihrer imposanten Erscheinung sind Palmendiebe keine permanent aggressiven Einzelgänger, sondern zeigen bei ausreichend Platz und Struktur eine gewisse soziale Toleranz gegenüber Artgenossen.

Sehr junge Palmendiebe können in frühen Entwicklungsphasen kurzzeitig geschützte Hohlräume nutzen, was in der Fachliteratur gelegentlich mit dem klassischen Einsiedlerkrebs-Verhalten in Verbindung gebracht wird. In der Haltung zeigt sich jedoch, dass Birgus latro den Übergang zur vollständig hauslosen Lebensweise sehr früh vollzieht. Der Hinterleib verhärtet bereits in jungen Stadien deutlich schneller als bei typischen Landeinsiedlern, sodass Schneckenhäuser weder benötigt noch aktiv genutzt werden.

Stattdessen bevorzugen Jungtiere von Beginn an feste Strukturen wie Bodenspalten, Wurzelbereiche, massive Korkelemente oder selbst angelegte Grabgänge. In gut strukturierten, feuchtwarmen Terrarien mit ausreichend Rückzugszonen und grabfähigem Bodengrund entfällt der Bedarf an Schneckenhäusern vollständig. Dieses Verhalten deckt sich mit Beobachtungen aus professionellen Haltungen und unterstreicht die Sonderstellung von Birgus latro als früh vollständig terrestrisch lebender Landkrebs mit komplexem Verhalten und ausgeprägtem Revierbewusstsein.

Die richtige Haltung im Terrarium

Die Haltung von Birgus latro stellt hohe Anforderungen an Platz, Stabilität und Einrichtung. Bereits für Jungtiere ist ein großzügiges Landterrarium notwendig, adulte Tiere benötigen sehr große Anlagen mit massiv ausgeführten, standsicheren Strukturen. Unverzichtbar sind großzügige Wasserschalen zum Trinken und Baden: eine mit frischem Süßwasser und eine zweite mit leicht salzhaltigem Wasser (Meerwassersalz, kein Speisesalz), um die Kiemenkammern regelmäßig zu befeuchten.

Trotz ihrer Größe sind Palmendiebe ausgezeichnete Kletterer – sämtliche Einrichtungsgegenstände müssen absolut kippsicher und belastbar sein. Ein Aquaterrarium oder Paludarium ist nicht erforderlich. Entscheidend ist ein strukturiertes, feuchtwarmes Landterrarium mit ausreichend Rückzugsorten, Höhlen, stabilen Kletterelementen und tiefem, grabfähigem Bodengrund. Kundinnen und Kunden können bei uns zwischen kleinen Jungtieren oder bereits harmonisierten, sicheren Paaren wählen, was die langfristige Haltungsplanung deutlich erleichtert.

Die richtige Bepflanzung

Pflanzen dienen beim Palmendieb vor allem der Strukturierung und Mikroklimastabilisierung. Robuste, großblättrige Terrarienpflanzen wie Philodendren, Pothos, Farne oder Pandanus können eingesetzt werden, sofern sie fest verankert sind. Aufgrund der enormen Kraft der Tiere werden empfindliche Pflanzen jedoch häufig beschädigt. Alternativ oder ergänzend bieten massive Wurzeln, Korkplatten und künstliche Pflanzen dauerhafte Struktur, Schatten und sichere Rückzugsbereiche.

Beleuchtung, UV und Temperatursteuerung

Eine gleichmäßige Tageslichtbeleuchtung unterstützt den natürlichen Tag-Nacht-Rhythmus. Starke UVB-Strahlung ist nicht erforderlich, UV-A kann sich jedoch positiv auf Aktivität und Orientierung auswirken. Die Temperaturen sollten tagsüber stabil zwischen 26 und 30°C liegen und nachts leicht absinken. Heizmatten oder Keramik-Wärmestrahler müssen seitlich oder von oben sicher abgeschirmt angebracht werden, da Palmendiebe aktiv klettern und technische Komponenten erreichen können.

Die Luftfeuchtigkeit sollte dauerhaft im Bereich von 70–85 % liegen. Regelmäßiges Sprühen, feuchte Bodenzonen und ausreichend große Wasserschalen unterstützen ein stabiles Klima.

Fütterung: Was frisst Birgus latro?

Palmendiebe sind vielseitige Allesfresser mit deutlichem Schwerpunkt auf pflanzlicher Kost. Reifes Obst, Gemüse, Laub, Nüsse und Samen bilden die Basis der Ernährung. Ergänzend werden tierische Proteine in Form von Insekten, Fischstücken oder Meeresfrüchten angeboten. Eine dauerhafte Kalziumversorgung ist essenziell und sollte beispielsweise über geeignete Mineral- und Kalziumquellen sichergestellt werden. Futterreste müssen regelmäßig entfernt werden, da sie im feuchtwarmen Klima schnell verderben.

Geschlechtsunterschiede bei Birgus latro

Die Geschlechter lassen sich anhand der Gonoporen unterscheiden, die nur bei Weibchen vorhanden sind. Äußerlich wirken Männchen häufig etwas massiver, verlässliche Unterschiede zeigen sich jedoch erst bei größeren, ausgewachsenen Tieren. Bei Jungtieren ist eine sichere Geschlechtsbestimmung kaum möglich.

Zucht, Fortpflanzung und Entwicklung

Die Fortpflanzung von Birgus latro ist eng an das Meer gebunden. Weibchen wandern zur Küste, um die Larven ins Meer abzugeben, wo diese mehrere planktonische Entwicklungsstadien durchlaufen. Eine erfolgreiche Nachzucht unter Terrarienbedingungen gilt als extrem schwierig und ist bislang nur in Ausnahmefällen dokumentiert.

Die Endgröße und Lebenserwartung von Birgus latro

Palmendiebe erreichen Beinspannweiten von über 40 cm und entwickeln enorme Scherenkraft. Bei artgerechter Haltung können diese Tiere mehrere Jahrzehnte alt werden und zählen damit zu den langlebigsten wirbellosen Terrarientieren.

Nice-to-Know: Ein echtes Schwergewicht der Wirbellosen

Birgus latro gilt als das stärkste landlebende Gliedertier der Welt. Seine Scheren sind in der Lage, harte Schalen, Knochen oder Kokosnüsse zu öffnen. Gleichzeitig zeigen Palmendiebe ein komplexes, lernfähiges Verhalten und eignen sich hervorragend als faszinierende Langzeit-Beobachtungstiere.

Vorsichtsmaßnahmen

Der Palmendieb ist ungiftig, kann mit seinen kräftigen Scheren jedoch schwere Verletzungen verursachen. Direkter Kontakt sollte vermieden werden. Terrarien müssen absolut ausbruchssicher gebaut sein. Die Tiere sollten grundsätzlich nicht umgesetzt oder hochgehoben werden, um Stress und Verletzungen zu vermeiden.

Telefon: Terraristik: Telefonberatung (8.30-15.00 Uhr) und Anforderung aktueller Tier-Fotos per WhatsApp: 016099593364
Temperaturbereiche: Mäßig warm (22-23°C) - wenig zuheizen, Warm (24-26°C) - heizen

3 von 3 Bewertungen

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen


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3 Bewertungen

24. März 2025 18:39

Bewertung mit 5 von 5 Sternen

Palmendieb

Zwicki lebt nun schon über ein Jahr bei mir, ein sehr interessanter Pflegling der allerdings ausschließlich nachtaktiv ist. Gefressen wird am liebsten überreife mango, Fisch und Kokosnuss

30. März 2024 23:56

Bewertung mit 5 von 5 Sternen

Schöne und gesunde Tiere

Beide Tiere haben sich sehr gut eingelebt und leben bis heute.

7. März 2024 18:59

Bewertung mit 5 von 5 Sternen

Vitale Tiere

Dier ersten 2 Tage waren sehr zurückhalten bei den Kleinen. Jetzt sind sie aktiv und Laufen das Terrarium kontinuierlich ab. Wunderschöne Tiere.

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Frage : Guten Abend....wie ist die aktuelle Größe vom Palmen Dieb... Gruß Stefan Weide
Von : einem Kunden

Antwort des Shopbetreibers:

Guten Tag, derzeit 7-8 cm.

Frage : Wie lange dauert es bis ein Palmendieb ausgewachsen ist also seine ca 40cm erreicht?
Von : einem Kunden

Antwort des Shopbetreibers:

Guten Morgen
Es dauert etwa 30–50 Jahre, bis ein Palmendieb seine maximale Größe von ca. 40 cm erreicht. Sie wachsen ihr Leben lang, jedoch wird das Wachstum mit zunehmendem Alter langsamer.

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