Green Dragon Antennenwels Long Fin, Ancistrus sp. „Green Dragon“
| Anzahl | Stückpreis |
|---|---|
| 1 bis 2 |
39,99 €*
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| 3 bis 4 |
37,99 €*
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| Ab 5 |
35,99 €*
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Green Dragon Antennenwels Long Fin, Ancistrus sp. „Green Dragon“
| Deutscher Name: | Green Dragon Antennenwels Long Fin |
| Wissenschaftlich: | Ancistrus sp. „Green Dragon“ |
| Synonyme: | Green Dragon Longfin, Longfin Green Dragon Ancistrus, Ancistrus sp. „Longfin“ |
| Herkunft: | Zuchtform; Ursprung Südamerika (Amazonasbecken) |
| Gesellschafts-Aquarium: | geeignet, aber nicht mit flossenzupfenden Arten |
| Wasserwerte: | weich bis mittelhart, pH 6,0 – 7,5 |
| Temperatur: | ca. 23 – 28 °C |
| Beckengröße: | ab 80 cm |
| Bepflanzung: | weich strukturiert, Wurzeln und Höhlen ohne scharfe Kanten |
| Futter: | Aufwuchs- und Pflanzenfresser; Gemüse, Algen, Welsfuttertabletten |
| Geschlechts-Unterschiede: | Männchen mit verzweigten Stirnantennen, Weibchen glatter |
| Zucht möglich: | Ja, Höhlenbrüter; Schleierform vererbt sich nur teilweise |
| Maximale Größe: | bis ca. 12 cm Körperlänge, Flossen kommen hinzu |
| Liefergröße: | ca. 2,5-3,0 cm |
| Mit Garnelen verträglich: | ja, unbedenklich |
Herkunft des Green Dragon Antennenwelses Long Fin (Ancistrus sp. „Green Dragon“)
Zwei Zuchtmerkmale treffen bei diesem Wels aufeinander. „Green Dragon“ steht für die Farbe — einen warmen, olivgrünen Grundton mit feiner heller Sprenkelung, der die Linie von den sonst dunkelbraunen Antennenwelsen abhebt. „Long Fin“ meint die Flossenform: Rücken-, Schwanz- und Brustflossen wachsen deutlich über das gewohnte Maß hinaus und stehen wie Fahnen vom Körper ab. Beides sind Ergebnisse gezielter Auslese in der Aquarienzucht, überwiegend aus nordamerikanischen und asiatischen Betrieben; ein natürliches Vorkommen dieser Kombination gibt es nicht. Die Stammform hinter beiden Merkmalen sind die gewöhnlichen Vertreter der Gattung Ancistrus aus dem Amazonasgebiet, wo sie in strömungsreichen Abschnitten zwischen Totholz sitzen. Von dort stammen auch die Ansprüche an Wasser, Einrichtung und Ernährung, die dieser Schleierform unverändert erhalten geblieben sind.
Green Dragon Antennenwels Long Fin vergesellschaften
Bei einer Schleierform entscheidet die Auswahl der Mitbewohner darüber, wie das Tier nach einem Jahr aussieht. Der Wels selbst ist völlig verträglich und geht keinem Fisch ans Zeug. Umgekehrt sind die langen Flossenfahnen jedoch eine Einladung für alles, was gern zupft: Sumatrabarben, Keilfleckbärblinge in zu kleiner Gruppe, manche Salmler und kampflustige Labyrinthfische hinterlassen binnen Wochen ausgefranste Ränder. Gut passen dagegen ruhige Schwarmfische, Panzerwelse, friedliche Zwergbuntbarsche und andere Bodenbewohner mit gemächlichem Temperament. Auch untereinander gilt Zurückhaltung: Zwei erwachsene Böcke beanspruchen dieselbe Höhle und rempeln sich, wobei die Flossen leiden. Wer mehrere Tiere hält, verteilt darum reichlich Röhren über die Fläche. Fangnetze werden am besten durch einen Becher ersetzt, weil sich die feinen Flossenstrahlen im Gewebe verhaken.
Passende Wasserparameter
An die Zusammensetzung des Wassers stellt dieser Wels bescheidene Ansprüche: ein pH-Wert von 6,0 bis 7,5 in weichem oder mittelhartem Wasser deckt seinen Bedarf vollständig ab, der Züchter der Longfin-Linie nennt 6,5 bis 7,5. Deutlich wichtiger ist die hygienische Seite. Ammonium und Nitrit müssen dauerhaft bei null liegen, Nitrat unter 30 Milligramm je Liter — bei belastetem Wasser reagieren gerade die langen Flossensäume empfindlich und bekommen milchige, ausgefranste Ränder. Ein großzügig dimensionierter Filter und wöchentliche Teilwasserwechsel sind deshalb keine Kür. Bei der Strömung lohnt ein zweiter Gedanke: Sauerstoffreiches, bewegtes Wasser tut den Tieren gut, eine harte Strömungswalze zerrt jedoch permanent an den Flossen. Eine breit gestreute, sanfte Umwälzung mit ruhigen Zonen hinter Wurzeln und Steinen ist die bessere Lösung.
Haltungstemperatur
Zwischen 23 und 28 Grad Celsius liegt der Bereich, in dem sich diese Welse dauerhaft pflegen lassen — dieselbe Spanne also, die im Sortiment für die verwandten Schleier-Antennenwelse gilt. Die Züchter der Longfin-Linie geben 24 bis 28 Grad an. Für den Alltag hat sich ein Wert um 25 Grad bewährt: warm genug für kräftiges Wachstum, kühl genug für einen ordentlichen Sauerstoffgehalt. Letzterer verdient bei einer Schleierform besondere Aufmerksamkeit, denn die vergrößerte Flossenfläche kostet bei jeder Bewegung zusätzlich Kraft. Über 28 Grad sinkt der gelöste Sauerstoff spürbar, die Tiere hängen dann häufiger dicht unter der Oberfläche. Kurzzeitig kühler abzusenken ist dagegen unproblematisch und wird in der Nachzucht sogar gezielt eingesetzt, um die Laichbereitschaft anzustoßen.
Die Beckengröße für Ancistrus sp. „Green Dragon“
Achtzig Zentimeter Kantenlänge sind das Mindestmaß, wie es unser Sortiment auch für die übrigen Antennenwelse vorgibt; die Züchter der Longfin-Linie sprechen von rund 110 Litern aufwärts. Bei einer Schleierform kommt ein zusätzlicher Gesichtspunkt hinzu: Die Tiere manövrieren mit ihren verlängerten Flossen träger als kurzflossige Artgenossen und brauchen zwischen Dekoration und Scheibe echten Bewegungsraum. Enge Spalten, dicht an dicht gestapelte Steinbauten und scharfkantiger Lochstein sind darum ungeeignet. Besser ist eine übersichtliche Landschaft aus wenigen großen Wurzeln, glatt gewaschenen Steinen und mehreren Tonröhren mit ausreichend weitem Durchmesser. Die Grundfläche zählt mehr als die Höhe, denn abgesehen von gelegentlichen Ausflügen an der Scheibe spielt sich das Leben dieses Welses unten ab. Für eine Gruppe mit mehreren Männchen darf es ruhig ein Meter sein.
Bepflanzung
Grünzeug ist bei diesem Fisch in Sicherheit — er weidet Beläge ab, lässt intakte Blätter aber unangetastet und gilt ausdrücklich als pflanzensicher. Empfehlenswert sind großblättrige, feste Arten wie Anubias, Javafarn oder Speerblatt, die zugleich Schatten spenden und deren Blätter als Weideflächen taugen. Von feinfiedrigen, harten Aufbauten sollte man dagegen absehen: An starren Stängeln und an scharfkantigem Gestein scheuern die langen Flossen. Unverzichtbar ist Wurzelholz, dessen Fasern die Welse abraspeln und mit aufnehmen; dazu kommen Höhlen in mehreren Größen, die als Tagesversteck und später als Laichplatz dienen. Eine Schicht Falllaub auf feinem Sand rundet das Bild ab, liefert fortlaufend Aufwuchs und bietet den Tieren weiche Landeplätze, an denen nichts hängen bleibt.
Das Futter für Green Dragon Long Fin
Der Ruf, ein selbstversorgender Algenputzer zu sein, hat schon viele Antennenwelse das Leben gekostet. Auch diese Schleierform muss gezielt gefüttert werden, und zwar überwiegend pflanzlich. Sinkende Tabletten mit hohem Spirulina- oder Gemüseanteil bilden die Basis und werden am besten nach dem Ausschalten des Lichts gereicht, weil die Tiere dämmerungs- und nachtaktiv sind. Zwei- bis dreimal wöchentlich kommt frisches Gemüse dazu: kurz überbrühte Zucchini, Gurkenscheiben, Paprika oder Erbsen ohne Schale, jeweils beschwert auf den Boden gelegt. Tierisches Futter wie Frostmückenlarven ist eine gelegentliche Beigabe, kein Hauptgang. Was an Kieselalgen und Biofilm im Becken wächst, nehmen die Welse nebenbei mit. Reste werden morgens entfernt, damit sie das Wasser nicht belasten — worauf die Flossen empfindlich reagieren.
Geschlechtsunterschiede
Wie bei allen Antennenwelsen verrät der Kopf das Geschlecht. Erwachsene Böcke tragen ein Geweih aus weichen, verzweigten Tentakeln auf der Schnauze, das mit dem Rang im Becken an Umfang gewinnt. Weibchen bleiben glatt oder zeigen nur einen Saum winziger, unverzweigter Fortsätze am Rand der Oberlippe. Bei der Schleierform kommt erschwerend hinzu, dass die auffälligen Flossen den Blick auf sich ziehen und die Beurteilung des Kopfes anfangs erschweren — sie sagen selbst nichts über das Geschlecht aus, denn beide tragen sie gleichermaßen. Verlässlich wird die Bestimmung erst ab etwa sechs Zentimetern Länge. Von oben betrachtet wirken Weibchen breiter, besonders wenn sie im Laichansatz stehen. Wer ein Paar sucht, kauft am besten mehrere halbwüchsige Tiere gemeinsam und wartet ab, welche davon im Lauf der folgenden Monate ein Geweih ansetzen.
Die Zucht von Ancistrus sp. „Green Dragon“
Antennenwelse zählen zu den dankbarsten Pfleglingen für die erste eigene Nachzucht, und daran ändert die Schleierform nichts. Ein Bock nimmt eine Tonröhre in Besitz, säubert sie und wirbt darin um ein Weibchen; der Laich klebt anschließend als orangefarbener Ballen an der Decke der Höhle. Von da an bleibt das Männchen allein zuständig: Es fächelt den Eiern mit den Brustflossen Sauerstoff zu, hält Schmutz fern und verteidigt den Eingang, bis die Jungen frei schwimmen. Ein Detail lohnt Beachtung, wer die Optik erhalten will: Die Langflossigkeit wird nicht bei allen Nachkommen sichtbar. Aus einem Gelege fallen regelmäßig auch normal beflosste Tiere, weshalb Langflosser im Handel spürbar teurer sind als ihre kurzflossigen Geschwister aus demselben Wurf.
Die Endgröße von Green Dragon Long Fin
Für den Körper sollte man mit etwa zwölf Zentimetern rechnen — dem Maß, das auch der Schleier-Antennenwels in unserem Sortiment erreicht. Der Gesamteindruck fällt allerdings deutlich größer aus, denn Schwanz- und Rückenflosse messen bei ausgewachsenen Tieren noch einige Zentimeter obendrauf. Ein erwachsener Longfin nimmt im Becken damit merklich mehr Raum ein, als die reine Körperlänge vermuten lässt, und wirkt beim Schweben über dem Sand fast wie ein kleiner Rochen. Das Wachstum verläuft im ersten Lebensjahr schnell; die Flossen ziehen erst mit der Geschlechtsreife richtig nach, sodass junge Tiere im Verkaufsbecken noch vergleichsweise kurz beflosst wirken. Wie kräftig ein Tier am Ende wird, hängt an Futtermenge, Wasserqualität und verfügbarem Platz — hungernde oder beengte Welse bleiben dauerhaft zurück.
Verträglichkeit mit Zwerggarnelen
Neocaridina und Caridina haben von diesem Bewohner nichts zu befürchten. Sein Maul ist eine Raspelscheibe für harte Oberflächen und zum Ergreifen beweglicher Beute schlicht nicht gebaut; der Züchter der Linie führt sie ausdrücklich als wirbellosensicher. Selbst winzige Junggarnelen bleiben unbehelligt, und häufig sitzen beide Arten friedlich nebeneinander an derselben Gemüsescheibe. Umgekehrt profitieren die Welse sogar: Garnelen zerlegen Futterreste, die sonst unter Wurzeln vergammeln würden. Zu bedenken bleibt allein die Nahrungskonkurrenz. Ein erwachsener Antennenwels weidet Aufwuchsflächen so gründlich ab, dass in einem kleinen Becken für eine wachsende Garnelenkolonie wenig übrig bleibt. Mit ausreichender Grundfläche, Laub, Moospolstern und regelmäßiger Zufütterung ist dieser Punkt jedoch leicht entschärft, und beide Gruppen kommen gut miteinander aus. Wer beides gemeinsam pflegen möchte, plant die Zucchini-Portion deshalb etwas grosszügiger und legt sie an eine ruhige Stelle, an der auch kleinere Garnelen zum Zug kommen.
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