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Green Dragon Antennenwels, Ancistrus sp. „Green Dragon“

Olivgrün statt Braun

Warmer Olivton mit heller Sprenkelung statt dem üblichen Braun

Räumt Algen wirklich ab

Raspelt Scheiben, Steine und Blätter Nacht für Nacht sauber ab

Garnelen bleiben sicher

Reiner Aufwuchsfresser — Zwerggarnelen und Pflanzen bleiben heil

Höhle rein, Nachwuchs da

Männchen bezieht die Tonröhre und bewacht Gelege wie Jungfische

Green Dragon Antennenwels, Ancistrus sp. „Green Dragon“


Auf einen Blick: Green Dragon Antennenwels, Ancistrus sp. „Green Dragon“
Deutscher Name: Green Dragon Antennenwels
Wissenschaftlich: Ancistrus sp. „Green Dragon“
Synonyme: Green Dragon Bushynose, Green Dragon Pleco, Ancistrus sp. (Zuchtform)
Herkunft: Zuchtform; Ursprung Südamerika (Amazonasbecken)
Gesellschafts-Aquarium: sehr gut geeignet
Wasserwerte: weich bis mittelhart, pH 6,0 – 7,5
Temperatur: ca. 23 – 28 °C
Beckengröße: ab 80 cm
Bepflanzung: reich strukturiert mit Wurzeln, Höhlen und Pflanzen
Futter: Aufwuchs- und Pflanzenfresser; Gemüse, Algen, Welsfuttertabletten
Geschlechts-Unterschiede: Männchen mit verzweigten Stirnantennen, Weibchen glatter
Zucht möglich: Ja, Höhlenbrüter — das Männchen bewacht das Gelege
Maximale Größe: bis ca. 12 cm
Liefergröße: ca. 2,5-3,0 cm
Mit Garnelen verträglich: ja, unbedenklich
Im Detail: Green Dragon Antennenwels, Ancistrus sp. „Green Dragon“

Herkunft des Green Dragon Antennenwelses (Ancistrus sp. „Green Dragon“)

Der Green Dragon Antennenwels ist eine reine Zuchtform. Ein Fluss, in dem man ihn kescheln könnte, existiert nicht — die Linie entstand in der Nachzucht und wird heute vor allem in nordamerikanischen und asiatischen Zuchtbetrieben vermehrt. Ihre Wurzeln liegen bei den gewöhnlichen Antennenwelsen der Sammelbezeichnung Ancistrus sp., deren Stammformen in den Zuflüssen des Amazonasbeckens leben, dort zwischen Totholz und Wurzelgeflecht sitzen und Aufwuchs von harten Oberflächen raspeln. Genau dieses Verhalten hat die Zuchtform vollständig behalten. Verändert wurde allein die Farbe: Statt des schlichten Dunkelbraun, das man von Antennenwelsen kennt, zeigt der Green Dragon einen warmen olivgrünen Grundton, über den feine helle Punkte gestreut sind. Mit zunehmendem Alter dunkelt dieser Ton nach, junge Tiere tragen häufig noch einen schmalen weißen Saum an den Flossen, der sich später verliert.

Green Dragon Antennenwels vergesellschaften

Im Gesellschaftsbecken ist dieser Wels ein ausgesprochen unkomplizierter Mitbewohner. Er beansprucht den Boden und das Bodenholz, mischt sich nicht in das Geschehen im freien Wasser ein und lässt jeden Beifisch in Ruhe. Salmler, Barben, Bärblinge, Panzerwelse und ruhige Zwergbuntbarsche passen ohne Einschränkung dazu. Grenzen setzt allein das eigene Geschlechterverhältnis: Zwei ausgewachsene Männchen streiten um dieselbe Höhle, wenn das Becken zu wenige davon hergibt. Wer mehrere pflegen möchte, verteilt darum Tonröhren, Wurzelnischen und Steinspalten über die gesamte Grundfläche, sodass jedes Tier eine eigene Adresse beziehen kann. Ungeeignet sind ausgesprochen bissige Arten, die an den Barteln und den empfindlichen Stirnantennen zupfen. Auch sehr große Raubfische scheiden aus, weil der Panzer eines Antennenwelses zwar hart, aber keineswegs unverwundbar ist.

Passende Wasserparameter

Antennenwelse gehören zu den anpassungsfähigsten Welsen überhaupt, und der Green Dragon macht darin keine Ausnahme. Bewährt hat sich weiches bis mittelhartes Wasser bei einem pH-Wert zwischen 6,0 und 7,5; US-amerikanische Züchter der Linie nennen mit 6,5 bis 7,5 einen sehr ähnlichen Bereich. Wichtiger als der exakte Messwert ist die Sauberkeit: Antennenwelse fressen viel und produzieren entsprechend viel, weshalb ein leistungsfähiger Filter und ein regelmäßiger Teilwasserwechsel zur Grundausstattung gehören. Nitrit muss dauerhaft bei null liegen, Nitrat sollte 30 Milligramm je Liter nicht überschreiten. Sauerstoffreiches, leicht bewegtes Wasser kommt den Tieren entgegen, weil sie sich gern an angeströmten Steinen festsaugen. Extreme Werte in beide Richtungen sind unnötig — mit normalem, gut gepflegtem Leitungswasser fährt man in aller Regel am besten.

Haltungstemperatur

Als Temperaturfenster hat sich der Bereich von 23 bis 28 Grad Celsius eingespielt, wie ihn auch die verwandten Antennenwels-Zuchtformen im Sortiment bekommen. Die amerikanischen Halter der Green-Dragon-Linie geben mit 24 bis 28 Grad einen praktisch deckungsgleichen Rahmen an, einzelne Quellen dehnen ihn nach unten bis 22 Grad. Für die dauerhafte Pflege empfiehlt sich die Mitte dieses Fensters, also etwa 25 Grad. Dort fressen die Tiere kräftig, wachsen zügig heran und zeigen die olivgrüne Färbung am deutlichsten. Dauerhaft hohe Werte über 28 Grad kosten Sauerstoff, den gerade dieser sauerstoffliebende Bodenfisch braucht, und verkürzen erfahrungsgemäß die Lebenszeit. Wer die Nachzucht anstoßen will, arbeitet nicht mit Hitze, sondern mit einem größeren Wasserwechsel und einer kurzzeitigen Absenkung um zwei bis drei Grad.

Die Beckengröße für Ancistrus sp. „Green Dragon“

Ab 80 Zentimeter Kantenlänge ist ein Becken für diesen Wels geeignet — das ist zugleich die Vorgabe, die auch für die übrigen Antennenwelse in unserem Sortiment gilt. Entscheidend ist dabei weniger der Liter-Inhalt als die nutzbare Grundfläche, denn der Green Dragon lebt praktisch ausschließlich unten und an senkrechten Flächen. Ein flaches, langes Becken bringt ihm mehr als ein hohes. Für ein einzelnes Tier oder ein Paar reichen 80 Zentimeter aus; wer eine Gruppe mit mehreren Männchen pflegen möchte, sollte 100 Zentimeter oder mehr einplanen, weil sonst die Reviere aneinanderstoßen. Auf der Fläche verteilt man Wurzelholz, flache Steine und mehrere Höhlen. Ein Deckel oder ein ausreichender Rand ist sinnvoll, denn junge Antennenwelse klettern erstaunlich weit an Scheiben und Schläuchen hinauf.

Bepflanzung

Pflanzen darf man in diesem Becken bedenkenlos einsetzen: Der Green Dragon Antennenwels weidet Beläge ab, greift aber gesunde Blätter nicht an. Robuste Arten wie Anubias, Javafarn und Cryptocorynen sind ideal, weil ihre festen Blätter das Abraspeln des Biofilms aushalten und zugleich Schatten spenden. Noch wichtiger als Grün ist Holz. Antennenwelse raspeln Moorkienwurzeln ab und nehmen die dabei gelösten Fasern auf; ohne eine solche Wurzel fehlt ihnen ein Teil der Verdauung. Dazu kommen Höhlen in unterschiedlichen Weiten — Tonröhren, umgedrehte Halbschalen oder Steinspalten —, die tagsüber als Schlafplatz und später als Kinderstube dienen. Etwas Falllaub auf dem Bodengrund rundet die Einrichtung ab: Es zersetzt sich langsam, bildet Aufwuchs und liefert damit genau die Nahrung, die diese Welse von Natur aus suchen.

Das Futter für Green Dragon Antennenwelse

Antennenwelse sind keine reinen Algenvertilger, auch wenn sie diesen Ruf genießen. Sie brauchen eine abwechslungsreiche, überwiegend pflanzliche Kost, sonst magern sie über Monate hinweg ab, obwohl das Becken sauber aussieht. Grundlage sind hochwertige Welstabletten mit Spirulina-Anteil, die abends gereicht werden, wenn die Tiere aktiv werden. Dazu gehört überbrühtes Gemüse: Zucchinischeiben, Gurke, Paprika oder ein Stück Kürbis werden über Nacht bis auf die Schale abgeraspelt. Ergänzend nehmen die Welse Frostfutter wie Mückenlarven an, das aber die Ausnahme bleiben sollte. Was das Tier nebenbei an Kieselalgen und Belag von Scheiben, Steinen und Blättern abweidet, ist eine willkommene Zugabe, ersetzt aber niemals die gezielte Fütterung. Futterreste werden am nächsten Morgen entfernt, damit die Wasserwerte stabil bleiben.

Geschlechtsunterschiede

Ausgewachsene Tiere lassen sich am Kopf sicher auseinanderhalten. Männchen tragen kräftige, verzweigte Tentakel auf Stirn und Schnauze — jene Fortsätze, denen die ganze Gruppe ihren deutschen Namen verdankt. Je größer und je stärker verästelt dieser Bart ausfällt, desto ranghöher ist das Tier in der Regel. Weibchen bleiben am Kopf glatt oder zeigen allenfalls einen schmalen Kranz kurzer, unverzweigter Fortsätze entlang der Schnauzenkante. Genau das macht die Bestimmung bei Jungfischen so schwierig: Unter fünf Zentimetern Länge tragen beide Geschlechter noch kaum Antennen, und mancher vermeintliche Bock entpuppt sich Monate später als Weibchen. Wer gezielt ein Paar zusammenstellen will, kauft deshalb besser eine kleine Gruppe halbwüchsiger Tiere und lässt sie sich selbst finden. Von oben betrachtet wirken laichbereite Weibchen zudem deutlich breiter.

Die Zucht von Ancistrus sp. „Green Dragon“

Die Vermehrung gelingt auch weniger erfahrenen Pflegern und ist einer der Gründe, warum diese Welse so beliebt sind. Der Green Dragon ist ein Höhlenbrüter: Das Männchen bezieht eine Tonröhre, putzt sie aus und lockt ein laichbereites Weibchen hinein. Der orangefarbene Laichballen klebt an der Höhlendecke, danach verlässt das Weibchen die Höhle wieder — die gesamte Brutpflege übernimmt allein das Männchen. Es fächelt den Eiern mit den Brustflossen frisches Wasser zu, verhindert damit Verpilzung und verteidigt den Eingang gegen jeden Neugierigen. Die Larven schlüpfen nach wenigen Tagen und bleiben in der Röhre, bis der Dottersack aufgezehrt ist. Danach verlassen sie die Höhle und lassen sich mit zerriebenen Tabletten und überbrühtem Gemüse aufziehen. Ein Wasserwechsel mit etwas kühlerem Wasser bringt die Tiere oft in Stimmung.

Die Endgröße von Green Dragon Antennenwelsen

Für die Planung des Beckens sollte man mit rund zwölf Zentimetern Endlänge rechnen, wie sie auch der Schleier-Antennenwels in unserem Sortiment erreicht. Die Angaben der Züchter schwanken: US-amerikanische Quellen nennen für die Green-Dragon-Linie zehn bis zwölf Zentimeter, einzelne Händler geben für sehr alte Tiere bis zu fünfzehn Zentimeter an, und für gewöhnliche Ancistrus sp. sind fünfzehn Zentimeter im Handel eine geläufige Zahl. Sicher ist damit: Der niedliche Vier-Zentimeter-Wels aus dem Verkaufsbecken wird ein handtellerlanges, kräftiges Tier. Das Wachstum verläuft im ersten Jahr rasch und flacht danach deutlich ab. Wie groß ein Tier am Ende tatsächlich wird, hängt spürbar von Futter und Beckengröße ab — knapp gefütterte oder zu eng gehaltene Welse bleiben kleiner, werden dabei aber nicht älter.

Verträglichkeit mit Zwerggarnelen

Zwerggarnelen und Green Dragon Antennenwelse passen ausgesprochen gut zusammen. Der Wels ist auf pflanzliche Kost und Aufwuchs eingerichtet und besitzt weder das Maul noch das Jagdverhalten, um eine Garnele zu erbeuten — selbst frisch geschlüpfte Junggarnelen sind vor ihm sicher. Amerikanische Züchter der Linie führen sie ausdrücklich als garnelen- und pflanzensicher, und für die verwandten Antennenwelse im Sortiment gilt dieselbe Einschätzung. In der Praxis begegnen sich beide Arten sogar regelmäßig an derselben Zucchinischeibe, ohne dass daraus Streit entsteht. Ein Punkt bleibt zu bedenken: Wo ein Antennenwels gründlich abweidet, wird der Biofilm knapp, von dem Garnelen leben. In einem gut eingefahrenen, ausreichend großen Becken mit Laub und Moos ist genug für beide da — im Nano-Becken kann es der Garnelenkolonie zu eng werden.

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