Orange-Breitband-Moorii, Tropheus moorii "Bemba", DNZ
24,99 €*
Lieferung in 2-5 Tagen
EAN: 0633643674606
Orange-Breitband-Moorii, Tropheus moorii "Bemba", DNZ
| Deutscher Name: | Orange-Breitband-Moorii |
| Wissenschaftlich: | Tropheus moorii "Bemba" |
| Synonyme: | Bemba Moorii, Orange-Band-Tropheus |
| Herkunft: | Felsufer des Tanganjikasees, Region Bemba (Zentralwestküste) |
| Gesellschafts-Aquarium: | bedingt geeignet |
| Wasserwerte: | hart, pH ca. 8,2–9,0 |
| Temperatur: | ca. 24–27 °C |
| Beckengröße: | ab 150 cm Kantenlänge für adulte Gruppen |
| Bepflanzung: | kaum nötig, Fokus auf Felsaufbauten |
| Futter: | Aufwuchsorientiert; Spirulina, Grünfutter, feines pflanzliches Granulat |
| Geschlechts-Unterschiede: | nur leicht ausgeprägt; Männchen oft etwas kräftiger |
| Zucht möglich: | Maulbrüter, anspruchsvoll |
| Maximale Größe: | bis zu 12 cm |
| Liefergröße: | ca. 5–6 cm |
| Mit Garnelen verträglich: | nicht empfehlenswert |
Herkunft des Orange-Breitband-Moorii (Tropheus moorii "Bemba")
Der Orange-Breitband-Moorii (Tropheus moorii "Bemba") stammt aus der felsigen Westküstenregion des Tanganjikasees. Dort lebt er in sonnendurchfluteten Flachwasserzonen zwischen massiven Felsblöcken, die dicht mit Algenaufwuchs bewachsen sind. In diesem speziellen Mikrohabitat grasen Tropheus unermüdlich die Algenmatten ab – ein Verhalten, das ihr gesamtes Erscheinungsbild geprägt hat: der kräftige Körperbau, die scharfe Maulform und ihr energiegeladenes Schwimmverhalten. Der markante orangefarbene Breitbandstreifen macht die Bemba-Variante besonders unverwechselbar.
Wie alle Tropheus besitzen sie eine bemerkenswerte soziale Intelligenz. Gruppenmitglieder erkennen Individuen wieder, bilden stabile Rangordnungen und reagieren sensibel auf Stimmungswechsel der anderen Tiere. Dieses komplexe Sozialgefüge ist einer der Gründe, weshalb Tropheus im Aquarium so faszinierend zu beobachten sind.
Orange-Breitband-Moorii vergesellschaften
Tropheus gehören zu den charakterstärksten Buntbarschen des Tanganjikasees und benötigen entsprechend umsichtig ausgewählte Mitbewohner. Am besten funktionieren Arten mit ähnlichem Temperament wie Julidochromis oder kleinere Petrochromis, sofern genügend Raum und Sichtschutz vorhanden sind. Eine Haltung in stabilen Gruppen von mindestens 10–15 Tieren verhindert übermäßige Dominanz einzelner Tiere. Dabei gilt: Je größer die Gruppe, desto ausgeglichener das Sozialverhalten.
Ihr ausgeprägter Gruppenzusammenhalt und die klare Hierarchie erinnern teilweise an soziale Strukturen kleiner Säugetiere. Einzeltiere oder Mini-Gruppen entwickeln dagegen leicht Stresssymptome. Während der Balz und Maulbrutpflege können Weibchen Rückzugsorte benötigen, weshalb zusätzliche Felsaufgänge sinnvoll sind.
Passende Wasserparameter
Der Tanganjikasee zählt zu den härtesten Süßgewässern der Welt: hoher Mineralgehalt, hoher pH-Wert und sehr stabile chemische Bedingungen. Für Tropheus moorii "Bemba" bedeutet das ein Aquarienwasser mit pH 8,2–9,0 und hoher Gesamthärte. Starke Schwankungen werden schlecht toleriert. Eine kräftige Filterung, hohe Sauerstoffsättigung und regelmäßige Wasserwechsel sind Pflicht, um den natürlichen Lebensraum authentisch abzubilden.
In leicht strömendem, klarem Wasser zeigen die Tiere ihre besten Farben und ihre typischen, kontinuierlichen Weidebewegungen.
Haltungstemperatur
Eine Temperatur von 24–27 °C entspricht den Bedingungen der mittleren Tanganjikasee-Zonen. Leicht wärmere Bereiche können die Aktivität kurzzeitig steigern, sollten aber nicht zur Regel werden. Gleichmäßige Temperaturen sind besonders für die empfindliche Darmflora der reinen Aufwuchsfresser wichtig.
Die Beckengröße für Tropheus moorii "Bemba"
Ein Aquarium ab 150 cm Kantenlänge bietet der Gruppe ausreichend Revierstruktur und verhindert Stress durch Dominanzverhalten. Die Einrichtung sollte nahezu ausschließlich aus Felsaufbauten bestehen – hochgestapelte Steine, flache Plateaus, Spalten und markante Trennlinien. Diese Strukturen helfen, die natürlichen Territorien nachzuahmen.
Da Tropheus in großen Gruppen am sichersten leben, entstehen in ausreichend langen Becken fließende Rangordnungen ohne permanente Übergriffe. Jungtiere können vorübergehend kleiner gehalten werden, sofern das Aquarium mit ihrem Wachstum erweitert oder auf ein großes Endbecken umgesetzt wird.
Bepflanzung
Pflanzen spielen im Habitat praktisch keine Rolle. Wenn überhaupt, eignen sich hartlaubige Arten wie Anubias, die auf Steinen befestigt werden und von den Fischen kaum beachtet werden. Wichtiger sind ausgedehnte Felsflächen, auf denen sich natürlicher Aufwuchs bilden kann, da Tropheus nahezu den gesamten Tag damit verbringen, diese Beläge abzuweiden.
Das Futter für Orange-Breitband-Moorii
Tropheus sind spezialisierte Aufwuchsfresser. Ihre Verdauung ist empfindlich gegenüber tierischem Eiweiß, weshalb hochwertiges Spirulina-Futter, feines Grünfuttergranulat und frischer Algenaufwuchs bevorzugt werden. Mehrere kleine Portionen über den Tag verteilt entsprechen ihrem natürlichen Dauerweideverhalten.
Übermäßige Proteinzufuhr kann zu gefährlichen Verdauungsproblemen führen – ein Aspekt, der Einsteigern oft nicht bewusst ist. Ein gut beleuchtetes Felslayout unterstützt die natürliche Algenbildung und verbessert so das Wohlbefinden.
Geschlechtsunterschiede
Die Unterschiede zwischen Männchen und Weibchen sind gering. Männchen wirken meist etwas kräftiger und können einen minimal ausgeprägteren Stirnbuckel entwickeln. Während Balz und Revieranspruch sind sie häufig intensiver gefärbt. Das Verhalten bietet oft mehr Hinweise auf das Geschlecht als die reine Optik.
Die Zucht von Tropheus moorii "Bemba"
Die Art ist ein maternaler Maulbrüter: Das Weibchen nimmt die frisch abgelegten Eier ins Maul und trägt sie dort rund vier Wochen. Während dieser Zeit frisst sie kaum, was eine stabile Gruppenstruktur und stressfreie Umgebung noch wichtiger macht. Jungfische sollten bei Entlassung gut geschützt sein, da andere Gruppenmitglieder sie sonst bedrängen könnten.
Die Zucht gilt als anspruchsvoll und gelingt vor allem in sehr stabil laufenden Aquarien mit großen, harmonischen Gruppen.
Die Endgröße vom Orange-Breitband-Moorii
Ausgewachsene Tiere erreichen etwa 12 cm Körperlänge und können bei guter Pflege über zehn Jahre alt werden. In großen, strukturierten Felslandschaften zeigen sie ein breites Spektrum an Sozialinteraktionen, vom synchronen Aufwuchsweiden bis zum beeindruckenden Farbspiel während der Balz.
Verträglichkeit mit Zwerggarnelen
Zwerggarnelen werden nicht als passende Vergesellschaftung empfohlen. Der natürliche Jagdtrieb und die aktive Suchbewegung der Tropheus würden kleine Garnelen stark stressen oder dezimieren. In einem reinen Tanganjikabecken entfalten die Bemba-Moorii dagegen ihr vollständiges, faszinierendes Gruppenverhalten.
| Temperaturbereiche: | Sehr warm (27-30°C) - viel heizen, Warm (24-26°C) - heizen |
|---|
Anmelden
Ähnliche Artikel
Häufige Fragen (FAQ)