Landeinsiedlerkrebs, Coenobita compressus (Pazifik-Landeinsiedlerkrebs)
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EAN: 0633643671032
Landeinsiedlerkrebs, Coenobita compressus (Pazifik-Landeinsiedlerkrebs)
| Deutscher Name: | Pazifik-Landeinsiedlerkrebs |
| Wissenschaftlich: | Coenobita compressus |
| Synonyme: | Ecuador-Einsiedlerkrebs, Pacific Hermit Crab |
| Herkunft: | Ostpazifik – Mittelamerika, Pazifikküste Südamerikas |
| Lebensweise: | Landlebend, dämmerungs- und nachtaktiv, ausgeprägte Gruppenhaltung |
| Haltungsform: | Feuchtwarmes Landterrarium mit klaren Bodenzonen und Badeschalen |
| Mindestgröße des Terrariums: | 90x45x45 cm (LxBxH) für 3–4 Tiere |
| Temperatur & Luftfeuchtigkeit: | 25–28 °C tagsüber, nachts leicht kühler, 75–90 % Luftfeuchtigkeit |
| Beleuchtung: | Tageslicht-LED, UV-A sinnvoll, kein zwingender UV-Bedarf |
| Bodengrund: | Tiefer Sand-Humus-Mix mit feuchten und trockeneren Bereichen |
| Futter: | Allesfresser: pflanzliche Kost, Proteine, Kalzium |
| Maximale Größe: | bis ca. 6 cm Carapaxlänge (ohne Schneckenhaus) |
Lebensraum und Verhalten des Pazifik-Landeinsiedlerkrebses (Coenobita compressus)
Coenobita compressus ist entlang der pazifischen Küsten Mittelamerikas sowie an der Westküste Südamerikas verbreitet. Dort bewohnt die Art vor allem warme, küstennahe Übergangszonen zwischen offenen Stränden, Buschland und lichten Wäldern. Diese Regionen sind durch hohe Luftfeuchtigkeit, sandige bis humose Böden und einen engen Bezug zum Meer geprägt. Trotz seines landlebenden Lebensstils ist Coenobita compressus auf den regelmäßigen Kontakt zu Süß- und leicht salzhaltigem Wasser angewiesen, um seine Kiemenkammern feucht zu halten.
Innerhalb der Gruppe zeigt diese Art ein lebhaftes, aber überwiegend friedliches Sozialverhalten. Coenobita compressus bewegt sich viel, erkundet sein Umfeld ausdauernd und nutzt unterschiedliche Bereiche seines Lebensraums sehr gezielt. Die Tiere sind überwiegend dämmerungs- und nachtaktiv, können bei ruhigen Bedingungen jedoch auch tagsüber beobachtet werden. Ihre Färbung ist meist unauffällig erdig bis rötlich-braun und bietet eine gute Tarnung im natürlichen Umfeld.
Die richtige Haltung im Terrarium
Für eine artgerechte Haltung benötigt Coenobita compressus ein feuchtwarmes Landterrarium mit ausreichend Grundfläche, da diese Art sehr bewegungsfreudig ist. Eine Gruppenhaltung ist zwingend erforderlich, Einzeltiere zeigen schnell Stress und Inaktivität. Eine Terrariengröße ab 90x45 cm bietet einer kleinen Gruppe genügend Raum zum Laufen, Erkunden und zur innerartlichen Interaktion.
Zwei stabile Badeschalen sind unverzichtbar: eine mit frischem Süßwasser und eine mit leicht salzhaltigem Wasser auf Basis von Meerwassersalz. Beide Schalen müssen flach, standsicher und jederzeit zugänglich sein. Der Bodengrund sollte tief und grabfähig aufgebaut werden. Bewährt hat sich ein Sand-Humus-Mix mit klarer Zonierung, bei dem ein dauerhaft feuchter Bereich als Häutungs- und Rückzugszone dient, während etwas trockenere Abschnitte aktiv als Lauf- und Futterzonen genutzt werden. Zusätzlich sollten immer mehrere Schneckenhäuser in unterschiedlichen Größen angeboten werden.
Die richtige Bepflanzung
Eine robuste Bepflanzung unterstützt das Mikroklima und bietet den Tieren Deckung und Struktur. Geeignet sind widerstandsfähige Terrarienpflanzen wie Pothos, Philodendron, Farne oder Bromelien sowie Moose in feuchteren Bereichen. Große Blätter schaffen schattige Rückzugsorte, während Wurzeln, Rindenstücke und Korkröhren zusätzliche Kletter- und Versteckmöglichkeiten bieten. Da Coenobita compressus aktiv gräbt, sollten empfindliche Pflanzen vermieden werden.
Beleuchtung, UV und Temperatursteuerung
Coenobita compressus benötigt keine intensive UVB-Beleuchtung, profitiert jedoch von einem klaren Tag-Nacht-Rhythmus. Eine Tageslicht-LED mit UV-A-Anteil ist ausreichend und unterstützt das Pflanzenwachstum. Die Temperaturen sollten tagsüber zwischen 25 und 28 °C liegen und nachts leicht absinken. Seitlich montierte Heizmatten oder geschützte Keramik-Wärmequellen sorgen für konstante Wärme. Die Luftfeuchtigkeit muss dauerhaft hoch gehalten werden, da trockene Phasen schnell zu Stress und Häutungsproblemen führen können.
Fütterung: Was frisst Coenobita compressus?
Der Pazifik-Landeinsiedlerkrebs ist ein vielseitiger Allesfresser. Pflanzliche Nahrung wie Obst, Gemüse, Laub und Kräuter bildet die Basis der Ernährung. Ergänzend werden tierische Proteine wie Insekten, Fischfutter oder kleine Meeresfrüchte gerne angenommen. Eine dauerhaft verfügbare Kalziumquelle ist für den Panzeraufbau und eine reibungslose Häutung unverzichtbar. Abwechslung in der Fütterung fördert Aktivität und natürliches Suchverhalten.
Geschlechtsunterschiede bei Coenobita compressus
Die Geschlechter lassen sich ausschließlich anhand der Gonoporen unterscheiden, die nur bei Weibchen vorhanden sind. Äußerlich sind Männchen und Weibchen kaum zu unterscheiden, insbesondere solange sich die Tiere im Schneckenhaus befinden. Eine sichere Geschlechtsbestimmung ist daher in der Praxis schwierig.
Zucht, Fortpflanzung und Entwicklung
Die Fortpflanzung von Coenobita compressus ist an eine marine Entwicklungsphase gebunden. Nach der Paarung tragen die Weibchen die Eier zur Küste und entlassen die Larven ins Meer. Dort durchlaufen sie mehrere Entwicklungsstadien, bevor sie an Land übergehen und ein Schneckenhaus beziehen. Eine erfolgreiche Nachzucht im Terrarium ist aufgrund dieser komplexen Entwicklung äußerst selten.
Die Endgröße und Lebenserwartung von Coenobita compressus
Coenobita compressus erreicht eine Carapaxlänge von bis zu etwa 6 cm und zählt damit zu den mittelgroßen Arten unter den Landeinsiedlerkrebsen. Bei artgerechter Haltung liegt die Lebenserwartung in der Regel im Bereich von 15 bis 20 Jahren, einzelne Tiere können unter stabilen Bedingungen auch darüber hinaus noch älter werden.
Nice-to-Know: Aktiver Küstenbewohner
Coenobita compressus gilt als besonders laufaktiver Vertreter seiner Gattung. Die Tiere legen im Terrarium weite Strecken zurück und nutzen ihr Umfeld intensiv, was sie zu sehr lebendigen und gut beobachtbaren Pfleglingen macht.
Vorsichtsmaßnahmen
Der Pazifik-Landeinsiedlerkrebs ist ungiftig und für den Menschen harmlos. Seine Scheren können jedoch bei Stress zwicken. Direkter Kontakt sollte vermieden werden, um die Tiere nicht unnötig zu belasten und die empfindliche Feuchtigkeitsbalance der Kiemenkammern nicht zu stören.
| Telefon: | Terraristik: Telefonberatung (8.30-15.00 Uhr) und Anforderung aktueller Tier-Fotos per WhatsApp: 016099593364 |
|---|---|
| Temperaturbereiche: | Mäßig warm (22-23°C) - wenig zuheizen, Warm (24-26°C) - heizen |
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Frage : Wie alt sind die Krebse in etwa die man bekommt?
Von : einem Kunden
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