Weisspünktchenkrankheit (Ichthyo)

 

Diese wohlbekannte Krankheit hat viele unterschiedliche Namen. In Aquarianerkreisen kennt man diese meist stressbedingte Fischkrankheit als "Weisse Pünktchen", "Pünktchenkrankheit", als "Grießkörnchenkrankheit", „Ichthyo“ oder auch als „Weißpunktkrankheit“. Es handelt sich dabei um eine der geläufigsten Erkrankungen in Ihrem heimischen Becken. Die Krankheit selbst wird durch Parasiten ausgelöst, betrifft in erster Linie Zierfische und ist aufgrund ihrer Häufigkeit nahezu jedem Fischfreund ein Begriff. Über kaum eine weitere Fischkrankheit liegen so viele Hintergrundinformationen vor. Hieraus resultierend ist die Grießkörnchenkrankheit zwar ein häufig auftretendes Phänomen, aber für Sie als Halter bei rechtzeitigem handeln kein Grund zur Besorgnis. Richtig behandelt heilt die Krankheit schnell und folgenlos aus.

 

Ursache:

Der Übeltäter kann sich nicht lange verbergen. Auslöser der Pünktchenkrankheit ist der Hautparasit Ichthyophthirius multifiliis. Dieses Wimperntierchen (Ciliat) kann bis zu 1,5 mm groß werden. Aus eben diesem Grund ist es mit dem bloßen Auge gut zu erkennen und kann bereits in einem frühen Krankheitsstadium eliminiert werden. Eine medikamentöse Behandlung ist möglich, muss aber gewissenhaft ausgeführt werden. Da der Parasit in die Schleimhaut des Fisches eindringt und sich dort festsetzt, kann er diese wie eine Art „lebendiges Schutzschild“ benutzen, das Medikament kann die Haut nicht durchdringen. Der Erreger durchläuft während des Krankheitsverlaufs jedoch verschiedene Entwicklungsstadien, die Sie als Halter im Optimalfall in die Heilungsmethode integrieren sollten.

In der Anfangsphase dringt der Schädling, in diesem Stadium Trophont genannt, in das Innere seines „Opfers“ vor und nistet sich dort ein. Unter Beihilfe seiner Drüse dringt der Ichthyophthirius multifiliis ein und setzt sich in Epidermis und innerer Hautschicht fest. Kontrastiv zu anderen Parasiten nimmt dieser Schädling das Blut des Tieres nicht auf direktem Weg zu sich, sondern absorbiert Fischzellen. Von seiner Position aus setzt das Wimperntierchen einen Stoff frei, welcher die Hautzellen des Fisches verdichtet und den Erreger somit gegen Behandlungstaktiken mit Medikamenten "immun" macht.

Wie aber kommen die Krankheitserreger in Ihr Becken? Ganz einfach. Beobachtungen haben gezeigt, dass der Schädling über neu erworbene Tiere oder Pflanzen als blinder Passagier in das Aquarium gelangen kann. bzw. in so ziemlich jedem Aquarium IMMER vorkommt: Es ist eine gewisse Anzahl an Ichthyophthirius multifiliis immer im Becken vorhanden. Die bloße Anwesenheit ist aber nicht das Problem. Sauberes Wasser sowie eine artgerechte Ernährung schützen Ihren Fischbestand vor dem Angriff der Parasiten. Schlechte Haltungsbedingungen oder unnötige Stresssituationen hingegen schwächen das Immunsystem der Tiere und begünstigen den Ausbruch einer Grießkörnchenkrankheit. Ein umsetzen in ein anderes Becken kann den Ausbruch verursachen, dauerhaft zu niedrige Temperaturen, ein zu kühler Wasserwechsel, unpassende Vergesellschaftung... Die Ursachen sind vielfältig und meist vermeidbar.
 

Symptome:

Das Aufkommen einer Grießkörnchenkrankheit ist glücklicherweise grundsätzlich ersteinmal kein Grund zur Besorgnis. Die charakteristischen Krankheitsmerkmale in Optik und Verhalten sind selbst für Laien deutlich wahrnehmbar. Die Fischkrankheit lässt sich einfach diagnostizieren und bereits im Anfangsstadium gut bekämpfen. Im Hinblick auf die äußeren Symptome lässt sich festhalten, dass die infizierten Fische bereits zu Beginn kleine weiße Punkte auf den Flossen aufweisen, welche sich dann im weiteren Krankheitsverlauf auf den gesamten Körper ausweiten. Auch das Verhalten der „Patienten“ zeigt deutliche Anzeichen einer Erkrankung. Die betroffenen Tiere scheuern sich dauerhaft an Steinen oder Beckendekoration, werden lethargisch, beginnen schwerfällig zu atmen, sondern sich ab und verweigern manchmal auch die Nahrungsaufnahme.

 

Behandlung:

Im Hinblick auf die Behandlungsmethoden haben Sie als Aquarianer viele Möglichkeiten. Ihnen stehen verschiedene Mittel und Wege zur Verfügung. Es ist von signifikanter Relevanz, dass Sie das Immunsystem Ihrer Fische stärken und die Haltungsbedingungen optimieren. Auf diese Art und Weise entziehen Sie den Krankheitserregern jeden Nährboden. Die Behandlung starten Sie bitte zunächst mit einem großzügigen Wasserwechsel, das Wechselwasser sollte die gleiche Temperatur haben wie das Aquarienwasser oder auch ein Grad wärmer. Durch den Wasseraustausch entfernen Sie die sogenannten Schwärmerstadien aus dem Aquarium bzw. senken die Anzahl. Danach startet die medikamentöse Pünktchenbehandlung: „JBL Punktol“ oder "Tetra ContraIck" sind zur Behandlung sehr gut geeignet. Diese wirkungsvollen Mittel, welche Sie bequem bei uns im Online-Shop bestellen können, haben sich als regelrechter Ichtyho-Killer erwiesen. Während Ihre schuppigen Lieblinge die Bade-Kur genießen, sollten Sie im Aquarium die Beleuchtung dämmen oder abschalten, das Licht kann den Wirkstoff (Metylenblau) zerstören. Eine gute Belüftung ist bei der Behandlung auch zu empfehlen. Entweder installieren Sie eine Durchlüfterpumpe oder Sie verstellen den Auslass ihres Filters so, das er in das Wasser hineinplätschert. Auch die vorsichtige Anhebung der Temperatur im Aquarium trägt zur Genesung bei.
Entscheiden Sie sich für eine Heilmethode und behalten Sie diese konsequent nach Anleitung bei, dazu gehört auch die wiederholte Behandlung und der Wasserwechsel nach einigen Tagen! Ein Wechsel zwischen den Praktiken oder ein frühzeitiger Abbruch kann verheerende Folgen für Ihren Fischbestand haben. Unbehandelt verläuft die Pünktchenkrankheit tödlich da sich die Erreger irgendwann bis auf die Kiemen ausbreiten und so zum Erstickungstod führen.