
Gute Nachrichten aus unserer Zierfischanlage in Biedenkopf: Die neue Sendung lebender Aquarientiere aus Tschechien ist gut angekommen! Jetzt werden die Neuankömmlinge bei uns in Ruhe eingewöhnt. Zwischen leuchtenden Salmlern, ausdrucksstarken Zwergbuntbarschen und ungewöhnlichen Welsen gibt es diesmal besonders viel zu entdecken.
Schon die Auswahl der Farbformen macht Lust auf einen genaueren Blick: Kakadu-Zwergbuntbarsche in Orange, Macmasters Zwergbuntbarsche als Red Mask und Hongslo-Zwergbuntbarsche in Gold Red bringen kräftige Farbakzente mit. Dazu kommen Rote Neons, zierliche Schwarzschwingen-Beilbauchfische und Mosaikfadenfische mit ihrem feinen Perlmuster. Auch für Freunde besonderer Aquarienbewohner ist etwas dabei – etwa der langgestreckte Flösselaal und verschiedene Fiederbartwelse.
So vielfältig die Sendung ist, so unterschiedlich sind die Ansprüche ihrer Tiere. Ein ruhiges, weichwasserbetontes Aquarium passt zu anderen Bewohnern als ein geräumiges Malawisee-Becken; kleine Jungfische können zudem zu stattlichen Erwachsenen heranwachsen. Die folgende Übersicht und unsere ausgewählten Haltungstipps helfen Ihnen dabei, nicht nur nach Farbe, sondern auch nach Platzbedarf, Wasserwerten und passenden Mitbewohnern auszuwählen.
Wir freuen uns darauf, Ihnen die Neuankömmlinge näher vorzustellen. Nach der Eingewöhnung erscheinen die Tiere nach und nach im Shop von Interaquaristik.de; welche Varianten und Größen aktuell verfügbar sind, entnehmen Sie bitte dem jeweiligen Angebot. Wenn Sie unsicher sind, welcher Fisch zu Ihrem Aquarium passt, unterstützen wir Sie gern bei der Auswahl.
Die Sendung im Überblick
Herkunftsland: Tschechien
| Art | Wissenschaftlicher Name | Anzahl |
|---|---|---|
| Kakadu-Zwergbuntbarsch (Orange, XL, je 1 Weibchen und Männchen) | Apistogramma cacatuoides | 2 |
| Aulonocara sp. (Calico 4–5 cm (7); Eureka, Weibchen, 7–8 cm (3); Strawberry Super Color, Männchen, 8–9 cm (1)) | Aulonocara sp. | 11 |
| Macmasters Zwergbuntbarsch (Red Mask, 3–4 cm, je 5 Weibchen und Männchen) | Apistogramma macmasteri | 10 |
| Smaragd-Prachtbarsch (Lobe, Männchen, 4–5 cm) | Pelvicachromis taeniatus | 1 |
| Pfauenaugenbuntbarsch (Red Oscar, 6 cm) | Astronotus ocellatus | 1 |
| Schwarzschwingen-Beilbauchfisch (2 cm) | Carnegiella marthae | 12 |
| Grüner Neonsalmler (2,5–3 cm) | Hemigrammus hyanuary | 30 |
| Rotmaulsalmler (3 cm) | Hemigrammus rhodostomus | 100 |
| Roter Neon (3 cm) | Paracheirodon axelrodi | 50 |
| Neonsalmler (3 cm) | Paracheirodon innesi | 50 |
| Kitty-Salmler (2,5 cm) | Hyphessobrycon heliacus | 20 |
| Agassiz-Zwergbuntbarsch (Alenquer, 3–4 cm) | Apistogramma agassizii | 10 |
| Transvestiten-Zwergbuntbarsch (4–5 cm) | Nanochromis transvestitus | 2 |
| Schmuckflossen-Fiederbartwels (3–4 cm) | Synodontis eupterus | 2 |
| Zwergbärbling (1,5–2 cm) | Boraras maculatus | 20 |
| Sumatrabarbe (Grün, 2,5–3 cm) | Puntigrus tetrazona | 12 |
| Stiphodon anniae (Maluku Wild, 3–3,5 cm) | Stiphodon anniae | 5 |
| Siamesischer Kampffisch (Weibchen 3 cm (20); blaue Männchen XL (2); Crowntail Blue, Männchen XL (1)) | Betta splendens | 23 |
| Zwergfadenfisch (Neon Blue, XL) | Trichogaster lalius | 4 |
| Honiggurami (Gold, 3–4 cm) | Trichogaster chuna | 11 |
| Mosaikfadenfisch (4–5 cm) | Trichopodus leerii | 20 |
| Antennenwels (3 cm (50); 4 cm (20)) | Ancistrus sp. | 70 |
| Schwarzer Panzerwels (Venezuela Black, 3–3,5 cm; Art nicht eindeutig bestimmt) | Corydoras sp. | 10 |
| Zwergpanzerwels (1–1,5 cm) | Corydoras pygmaeus | 10 |
| Marmorierter Fiederbartwels (4,5–5,5 cm) | Synodontis schoutedeni | 2 |
| Engels-Fiederbartwels (4–5 cm) | Synodontis angelicus | 10 |
| Loricaria sp. (Rot, 6–7 cm; Art nicht eindeutig bestimmt) | Loricaria sp. | 3 |
| Demasoni-Buntbarsch (4,5–5 cm) | Chindongo demasoni | 4 |
| Hongslo-Zwergbuntbarsch (Gold Red, 3–4 cm) | Apistogramma hongsloi | 10 |
| Malawisee-Buntbarsche (Artenmix, Arten nicht angegeben; 5,5–7 cm (7), 3 cm (10)) | Cichlidae spp. | 17 |
| Flösselaal (15–25 cm) | Erpetoichthys calabaricus | 2 |
| Goldringelgrundel (1–1,5 cm) | Brachygobius doriae | 30 |
| Poecilia salvatoris (4 cm) | Poecilia salvatoris | 4 |
| Sternfleck-Beilbauchfisch (2–2,5 cm) | Thoracocharax stellatus | 5 |
Haltungstipps zu einzelnen Arten
Kakadu-Zwergbuntbarsch (Apistogramma cacatuoides)
Die orange Farbform bringt besonders beim Männchen die markante Rückenflosse zur Geltung. Für ein Paar empfehlen wir ein gut gegliedertes Aquarium ab etwa 80 cm Länge und 100 Litern. Höhlen, Wurzeln und Laub schaffen Rückzugsorte; Sichtbarrieren sind wichtig, weil auch ein gemeinsam eingesetztes Paar nicht dauerhaft harmonieren muss. Bei 24–27 °C, einem pH-Wert von etwa 6,0–7,5 und weichem bis mittelhartem Wasser mit ungefähr 3–15 °dGH lassen sich passende Bedingungen schaffen. Ruhige Salmler können geeignete Mitbewohner sein, kleine Garnelen dagegen als Futter enden.
Kleine Frost- und Lebendfutterportionen, etwa Artemia oder Daphnien, sorgen für Abwechslung; angenommenes feines Granulat ergänzt den Speiseplan. Zur Zucht nutzt das Weibchen eine enge Höhle und betreut Eier sowie Jungfische. Während dieser Zeit verteidigt es sein Umfeld deutlich energischer, weshalb Ausweichplätze auch für das Männchen nötig sind.
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Macmasters Zwergbuntbarsch (Apistogramma macmasteri)
Red Mask ist ein schöner Blickfang für ein bepflanztes Aquarium mit schattigen Bereichen. Ein Paar braucht mindestens etwa 80 cm Beckenlänge und 100 Liter, mehrere Höhlen und klar voneinander getrennte Rückzugsplätze. Empfehlenswert sind 24–28 °C, ein pH-Wert von ungefähr 5,5–7,0 und etwa 2–10 °dGH. Friedliche, nicht zu lebhafte Salmler passen häufig gut dazu; weitere revierbildende Zwergbuntbarsche sollten in einem Becken dieser Größe nicht hinzukommen.
Artemia, Cyclops und andere kleine Frost- oder Lebendfuttertiere sind eine gute Grundlage, ergänzt durch geeignetes Granulat, sofern es angenommen wird. Die Art ist ein Höhlenbrüter. Für einen Zuchtversuch sind weicheres, leicht saures Wasser und ein ruhiges Umfeld hilfreich; das Weibchen übernimmt die Brutpflege und braucht ein störungsarmes Revier.
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Schwarzschwingen-Beilbauchfisch (Carnegiella marthae)
Direkt unter der Wasseroberfläche liegt das Zuhause dieser kleinen Beilbauchfische. Halten Sie sie in einer Gruppe von mindestens acht bis zehn Tieren in einem Aquarium ab etwa 60 cm Länge und 60 Litern. Eine wirklich lückenlose Abdeckung ist unverzichtbar, denn die Tiere können ausgesprochen gut springen. Schwimmpflanzen mit freien Futterstellen, gedämpftes Licht und ruhige Mitbewohner geben Sicherheit. Geeignet sind etwa 24–28 °C, pH 5,0–7,0 und weiches Wasser mit ungefähr 1–8 °dGH.
Das Futter muss an der Oberfläche erreichbar sein: Kleine Fruchtfliegen, feine schwimmende Futtersorten und passende lebende Insektenlarven kommen infrage. Beobachten Sie gerade nach dem Einsetzen, ob jedes Tier frisst. Eine Nachzucht im Aquarium gelingt selten; für die Haltung sind eine stabile Gruppe und eine verlässlich gute Wasserqualität wichtiger als ein Zuchtversuch.
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Grüner Neonsalmler (Hemigrammus hyanuary)
Der grünliche Glanz dieser Salmler wirkt besonders schön vor dunklen Pflanzenbereichen. Eine Gruppe ab zehn Tieren ist in einem Aquarium ab etwa 80 cm Länge und 100 Litern gut aufgehoben. Lassen Sie zwischen den bepflanzten Randzonen ausreichend Schwimmraum frei. Bei ungefähr 23–27 °C, pH 5,5–7,0 und 2–12 °dGH passen sie zu friedlichen Salmlern, kleinen Panzerwelsen und anderen ruhigen Bewohnern mit ähnlichen Ansprüchen.
Feines Trockenfutter sowie kleine Frost- und Lebendfuttertiere ermöglichen eine abwechslungsreiche Ernährung. Für die Nachzucht ist ein separates, schwach beleuchtetes Becken mit sehr weichem, leicht saurem Wasser sinnvoll. Als Freilaicher betreiben sie keine Brutpflege; die Eltern sollten nach dem Ablaichen von den Eiern getrennt werden.
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Roter Neon (Paracheirodon axelrodi)
Ein größerer Trupp Roter Neons bringt ein leuchtendes Farbband zwischen Wurzeln und Pflanzen. Planen Sie mindestens zehn bis fünfzehn Tiere und ein Aquarium ab etwa 80 cm Länge und 100 Litern ein. Bei 24–28 °C, einem pH-Wert von etwa 5,0–7,0 und weichem Wasser mit ungefähr 1–10 °dGH finden sie passende Bedingungen. Gedämpftes Licht, geschützte Randbereiche und freie Schwimmzonen ergänzen sich gut. Als Mitbewohner eignen sich friedliche Arten, die diese warmen, weichen Wasserbedingungen ebenfalls vertragen.
Füttern Sie maulgerechtes Granulat, feine Flocken und kleine Frost- oder Lebendfuttertiere. Die Nachzucht ist anspruchsvoll und erfordert deutlich weichere, saure Wasserbedingungen sowie einen sorgfältig vorbereiteten Zuchtansatz. Eier und frühe Entwicklungsstadien reagieren empfindlich auf Licht; ein normales Gesellschaftsbecken ist dafür meist ungeeignet.
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Transvestiten-Zwergbuntbarsch (Nanochromis transvestitus)
Bei dieser Art fällt besonders das Weibchen mit seiner kontrastreichen Zeichnung auf. Die kleinen Buntbarsche sind jedoch keine unkomplizierten Bewohner für jedes Gesellschaftsbecken. Ein harmonierendes Paar benötigt ein gut strukturiertes Aquarium ab etwa 80 cm Länge und 100 Litern, feinen Sand, Höhlen und zahlreiche Sichtbarrieren. Sinnvoll sind 24–27 °C, sehr weiches Wasser mit ungefähr 1–5 °dGH und ein saurer pH-Wert von etwa 4,5–6,0. Solche Bedingungen verlangen Erfahrung und stabile Pflege; Mitbewohner müssen dazu passen und dürfen den Bodenbereich nicht bedrängen.
Kleine Frost- und Lebendfuttertiere werden gern genommen. Zwei Tiere bilden nicht automatisch ein verträgliches Paar, deshalb müssen Sie bei anhaltender Aggression eine Trennmöglichkeit haben. Die Höhlenbrüter können im Aquarium nachgezogen werden, benötigen dafür aber besonders weiches, saures Wasser und ein ungestörtes Brutrevier.
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Siamesischer Kampffisch (Betta splendens)
Ob Weibchen, blaues Männchen oder Crowntail: Betta splendens wird einzeln gehalten, jedes Tier in einem eigenen Aquarium mit mindestens 30 Litern. Dichte Pflanzen, oberflächennahe Ruheplätze und eine sanfte Filterströmung machen das Becken passend. Empfehlenswert sind etwa 24–28 °C, pH 6,0–7,5 und ungefähr 3–15 °dGH. Eine Abdeckung mit Luftspalt hält die Luft über dem Wasser warm und feucht und verhindert Herausspringen. Auf eine Vergesellschaftung mit anderen Fischen verzichten Sie am besten; auch Garnelen können erbeutet werden.
Geeignet sind hochwertiges Kampffischfutter und kleine Portionen Frost- oder Lebendfutter. Die Zucht gehört in erfahrene Hände: Das Männchen baut ein Schaumnest, doch ein Paar darf nur kontrolliert und vorübergehend für den Zuchtansatz zusammenkommen. Separate Becken für die Elterntiere und ausreichend Platz für die spätere Einzelunterbringung heranwachsender Tiere müssen vorher bereitstehen.
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Mosaikfadenfisch (Trichopodus leerii)
Mit ihrem perlmuttartigen Muster und den langen Bauchflossen wirken Mosaikfadenfische besonders elegant zwischen hohen Pflanzen. Die angelieferten Jungtiere werden noch deutlich größer: Für eine kleine, passend zusammengesetzte Gruppe empfehlen wir ein Aquarium ab etwa 120 cm Länge und 240 Litern. Dichte Randbepflanzung, Schwimmpflanzen, freie Oberflächenbereiche und wenig Strömung sind wichtig. Etwa 24–28 °C, pH 6,0–7,5 und 3–15 °dGH passen gut. Ruhige Salmler oder geeignete Bodenfische sind bessere Partner als hektische oder flossenknabbernde Arten.
Feines bis mittelgroßes Granulat, Frostfutter und Lebendfutter sorgen für Abwechslung. Die Art baut Schaumnester; zur Fortpflanzung braucht das Männchen einen ruhigen Oberflächenbereich. Während der Nestpflege kann es andere Fische energisch vertreiben, weshalb ein gezielter Zuchtansatz getrennt vom Gesellschaftsbecken sinnvoll ist.
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Schmuckflossen-Fiederbartwels (Synodontis eupterus)
Die kleinen Neuankömmlinge lassen noch kaum ahnen, wie stattlich diese Welse werden: Erwachsene Tiere können etwa 20–25 cm erreichen. Planen Sie langfristig ein Aquarium ab ungefähr 150 cm Länge und 350 Litern mit geräumigen Unterständen, Wurzeln und ausreichend freier Bodenfläche. Geeignet sind etwa 24–28 °C, pH 6,5–8,0 und ungefähr 5–20 °dGH. Die Vergesellschaftung mit robusten, ausreichend großen Fischen ist möglich; sehr kleine Fische und Garnelen können gefressen werden. Untereinander können die Welse territorial sein, daher braucht jedes Tier eigene Rückzugsräume.
Sinkendes Allesfresserfutter, ergänzt durch Frostfutter und pflanzliche Anteile, ist geeigneter als die Erwartung, der Wels werde von Futterresten leben. Füttern Sie auch in der Dämmerung und kontrollieren Sie, ob das Futter am Boden ankommt. Eine Nachzucht im gewöhnlichen Heimaquarium ist nicht üblich.
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Flösselaal (Erpetoichthys calabaricus)
Der Flösselaal bewegt sich wie ein grünes Band durch Wurzeln und Pflanzen – und braucht als erwachsenes Tier deutlich mehr Platz, als die Liefergröße vermuten lässt. Rechnen Sie mit etwa 35–40 cm Körperlänge und planen Sie ein Aquarium ab ungefähr 150 cm Länge und 400 Litern mit großer Grundfläche. Bei etwa 24–28 °C, pH 6,0–7,5 und 5–15 °dGH sind passende Bedingungen möglich. Unverzichtbar sind eine absolut ausbruchsichere Abdeckung und freier Zugang zur Oberfläche, da die Tiere zusätzlich Luft atmen. Friedliche, ausreichend große Mitbewohner kommen infrage; kleine Fische und Garnelen sind potenzielle Beute.
Flösselaale nehmen vor allem tierische Nahrung wie Würmer und geeignetes Frostfutter auf. Füttern Sie bevorzugt in der Dämmerung und achten Sie darauf, dass schnellere Mitbewohner ihnen nicht alles wegnehmen. Bei ausreichendem Platz ist die Haltung mit Artgenossen möglich. Eine Nachzucht im Heimaquarium gelingt nur selten und sollte bei der Anschaffung nicht vorausgesetzt werden.