Westliche Hakennasennatter „Arctic Conda Stripe“, Heterodon nasicus
502,99 €*
151 Bonuspunkte für diesen Artikel (Wert 15,10 €)
Lieferung in 2-5 Tagen
Westliche Hakennasennatter „Arctic Conda Stripe“, Heterodon nasicus
| Deutscher Name: | Westliche Hakennasennatter „Arctic Conda Stripe“ |
| Wissenschaftlich: | Heterodon nasicus |
| Synonyme: | Westliche Hakennatter, Prärie-Hakennasennatter, Plains Hognose Snake, Western Hognose Snake |
| Herkunft: | Südliches Kanada und zentrale USA, vor allem die Great Plains |
| Lebensweise: | Bodenbewohnend und ausgeprägt grabend |
| Aktivitätszeit: | Überwiegend tagaktiv, teils morgens und abends besonders rege |
| Haltungsform: | Einzelhaltung im sicher verschlossenen Trockenterrarium |
| Mindestgröße des Geheges: | Für ein adultes Einzeltier mindestens 90 × 45 × 45 cm, bei großen Weibchen gern mehr Grundfläche |
| Temperaturzonen: | Tagsüber etwa 25–30 °C, lokal 32–33 °C, kühlere Zone 22–25 °C; nachts etwa 18–22 °C |
| Luftfeuchtigkeit: | Etwa 35–55 %, lokal eine leicht feuchte Häutungsbox; nicht dauerhaft über 65 % |
| UV und Beleuchtung: | Heller Tag-Nacht-Rhythmus von etwa 12 Stunden, schwaches UVB empfohlen |
| Bodengrund: | Mindestens 10–15 cm tiefes, lockeres Sand-Erde-Gemisch oder feine grabfähige Einstreu |
| Futter: | Passend große, vollständig aufgetaute Frostmäuse und stets frisches Wasser |
| Sozialverhalten: | Solitär; Vergesellschaftung vermeiden, Zusammenführung nur kontrolliert zur Zucht |
| Maximale Größe: | Männchen meist etwa 40–60 cm, Weibchen häufig 60–90 cm Gesamtlänge |
| Lebenserwartung: | In menschlicher Obhut meist etwa 15–20 Jahre |
| Schutzstatus und Nachweise: | Nicht in den CITES- beziehungsweise EU-Artenschutzanhängen geführt; örtliche Gifttier- und Gefahrtierregeln vorab prüfen |
Herkunft, Lebensraum und Verhalten von Westliche Hakennasennatter „Arctic Conda Stripe“ (Heterodon nasicus)
Die Westliche Hakennasennatter stammt aus den offenen Landschaften des mittleren Nordamerikas. Ihr heute anerkannter Verbreitungsschwerpunkt reicht vom südlichen Kanada über die Great Plains bis in zentrale und südliche Teile der USA. Ältere Literatur schließt häufig noch den Norden Mexikos ein. Diese Angaben beruhen teilweise auf einer früher weiter gefassten Abgrenzung, bevor mexikanische Populationen anderen Arten, insbesondere Heterodon kennerlyi, zugeordnet wurden. Typische Lebensräume sind Kurzgrasprärien, Sandhügel, lichte Buschlandschaften, trockene Flusstäler und andere offene Gebiete mit sandigen, kiesigen oder lockeren Lehmböden. Mit ihrer aufgeworfenen Schnauzenschuppe schiebt sich die Natter durch das Substrat, sucht dort nach Beute und zieht sich in selbst gegrabene Gänge oder verlassene Kleinsäugerbaue zurück. Oberirdisch zeigt sie sich vor allem bei passenden Temperaturen und kann dann überraschend erkundungsfreudig sein. Der Handelszusatz „Arctic Conda Stripe“ bezeichnet eine Zuchtform aus der Terraristik und keinen natürlichen Fundort. Er beschreibt eine kontrastreiche Farb- und Zeichnungsausprägung; wie deutlich Streifen und reduzierte Flecken erscheinen, ist individuell verschieden.
Das richtige Gehege
Ein bodenorientiertes Terrarium mit großer, gut nutzbarer Grundfläche passt am besten zu dieser kräftig grabenden Art. Für ein adultes Einzeltier sollte das Becken mindestens etwa 90 × 45 × 45 cm messen; besonders große Weibchen profitieren von zusätzlicher Länge und Tiefe. Die Höhe ist weniger wichtig als ausreichend Raum für ein deutliches Temperaturgefälle und eine tiefe Substratschicht. Türen, Lüftungen und Kabeldurchführungen müssen lückenlos gesichert sein, denn Hakennasennattern können erstaunlich hartnäckig nach Auswegen suchen. Die Einzelhaltung erleichtert außerdem die Fütterungs- und Gesundheitskontrolle und verhindert Konkurrenz oder versehentliche Beiß- und Fresssituationen. Eine dauerhafte Vergesellschaftung ist nicht zu empfehlen.
Einrichtung, Bodengrund und Bepflanzung
Der Bodengrund sollte mindestens 10–15 cm hoch eingebracht werden und stabile, aber leicht durchdringbare Gänge ermöglichen. Bewährt haben sich trockene Mischungen aus ungedüngter Erde, Sand und etwas Lehm sowie feine, staubarme Schlangeneinstreu. Reiner, sehr loser Staubsand und aromatische Holzspäne aus Kiefer oder Zeder sind ungeeignet. Mehrere bodennahe Verstecke auf der warmen und kühlen Seite, Korkstücke, flache Wurzeln und Grasbüschel schaffen Deckung. Schwere Steine müssen direkt auf dem Terrarienboden stehen und gegen Untergraben gesichert sein. Eine standfeste Wasserschale gehört ebenfalls zur Einrichtung. Eine mit leicht feuchtem Moos ausgestattete Häutungsbox bietet bei Bedarf ein lokales Mikroklima, ohne das gesamte Terrarium anzufeuchten.
UV, Beleuchtung und Wärme
Ein klarer Tag-Nacht-Rhythmus von ungefähr zwölf Stunden unterstützt das natürliche Aktivitätsmuster. Da Westliche Hakennasennattern regelmäßig am Tage erscheinen, ist eine helle Grundbeleuchtung sinnvoll. Eine schwache, passend abgeschirmte UVB-Beleuchtung wird empfohlen, auch wenn die Art nicht auf eine intensive UV-Bestrahlung angewiesen ist. Entscheidend sind ausreichende Abstände, beschattete Rückzugsmöglichkeiten und eine Einrichtung, in der das Tier die Strahlung selbstständig meiden kann. Die Wärmelampe sollte nur einen begrenzten Sonnenplatz erwärmen und immer über ein geeignetes Thermostat beziehungsweise eine zuverlässige Regeltechnik abgesichert werden. Farbige Nachtlampen sind nicht erforderlich; nachts sollte das Terrarium dunkel bleiben.
Klima, Wasser und Luftfeuchtigkeit
Tagsüber sollte sich ein räumliches Gefälle von ungefähr 22–25 °C auf der kühleren Seite bis 25–30 °C im warmen Bereich ergeben. Ein lokal begrenzter Sonnenplatz darf etwa 32–33 °C erreichen. Nachts ist eine Absenkung auf ungefähr 18–22 °C artgerecht, sofern das Tier gesund ist und am folgenden Tag wieder passende Aufwärmbereiche vorfindet. Temperaturwerte sind direkt auf Höhe des Tieres und an der Substratoberfläche zu kontrollieren. Angaben zur relativen Luftfeuchte schwanken in der Haltungsliteratur zwischen etwa 30 und 60 %. Praxisgerecht ist meist ein mäßig trockener Bereich von ungefähr 35–55 %, ergänzt durch eine leicht feuchte Häutungsbox. Dauerhafte Nässe und Werte über etwa 65 % sollten vermieden werden. Gute Querlüftung hält das Trockenterrarium frisch.
Fütterung und Mineralversorgung
In der Natur frisst die Westliche Hakennasennatter vor allem Amphibien, außerdem Reptilien, Eier und gelegentlich kleine Säugetiere. Gut eingewöhnte Nachzuchten lassen sich in menschlicher Obhut in der Regel mit passend großen, vollständig aufgetauten Frostmäusen ernähren. Das Futtertier sollte ungefähr dem stärksten Körperumfang der Schlange entsprechen und mit einer langen Futterpinzette angeboten werden. Jungtiere erhalten meist in kürzeren Abständen kleine Mahlzeiten, adulte Tiere abhängig von Geschlecht, Körperzustand und Aktivität ungefähr alle sieben bis vierzehn Tage. Überfütterung ist zu vermeiden, da besonders Weibchen leicht zu viel Körpermasse ansetzen können. Lebendfütterung birgt ein unnötiges Verletzungsrisiko. Ganze Futtertiere benötigen normalerweise keine routinemäßige Ergänzung mit Mineralstoffen. Frisches Wasser muss täglich verfügbar sein. Längere Futterpausen sollten anhand von Gewicht, Jahreszeit und Allgemeinzustand beurteilt werden.
Sozialverhalten
Westliche Hakennasennattern leben überwiegend einzelgängerisch und benötigen keinen Sozialpartner. Im Terrarium ist die Einzelhaltung die sicherste und am besten kontrollierbare Form. Gemeinsam gehaltene Tiere können um Wärmeplätze, Verstecke oder Futter konkurrieren; zudem lassen sich Futteraufnahme, Kotabsatz und mögliche Erkrankungen schlechter einem einzelnen Tier zuordnen. Zur Zucht werden passende Tiere nur zeitweise und unter enger Beobachtung zusammengesetzt. Beim Menschen zeigt die Art häufig zunächst ein eindrucksvolles Abwehrverhalten: Sie flacht den Hals ab, zischt laut und führt mitunter Scheinangriffe aus. Wird der Stress zu groß, kann sie sich auf den Rücken drehen und totstellen. Dieses Schauspiel ist kein Zeichen von Zutraulichkeit, sondern eine deutliche Aufforderung, dem Tier Ruhe zu geben.
Geschlechtsunterschiede
Weibchen werden gewöhnlich deutlich länger und vor allem massiger als Männchen. Adulte Männchen bleiben häufig bei etwa 40–60 cm, während Weibchen oft 60–90 cm erreichen können. Der Schwanz wirkt bei Männchen hinter der Kloake im Verhältnis länger und verjüngt sich später; bei Weibchen ist er meist kürzer und läuft rascher spitz zu. Diese äußeren Merkmale erlauben jedoch nicht in jedem Alter eine sichere Geschlechtsbestimmung. Sondieren oder Ausstülpen darf ausschließlich durch erfahrene Fachpersonen erfolgen, da unsachgemäße Versuche schwere Verletzungen verursachen können.
Fortpflanzung und Inkubation
Die Art ist eierlegend. Fortpflanzungsbereite Tiere werden gewöhnlich nach einer saisonalen Abkühlung im Frühjahr kontrolliert zusammengesetzt. Die Begegnungen müssen beaufsichtigt werden; eine dauerhafte Paarhaltung ist weder erforderlich noch empfehlenswert. Weibchen legen ihre Eier in eine feuchte, geschützte und gut grabfähige Ablagebox. Aus Freilandbeobachtungen sind Gelege von etwa 4 bis 23 Eiern und Entwicklungszeiten von ungefähr 52 bis 64 Tagen bekannt. In der Terraristik hängen Gelegegröße und Inkubationsdauer von Alter, Kondition und Temperatur ab. Zuchtweibchen benötigen ausreichende Reserven, dürfen aber nicht verfettet sein. Vor einer geplanten Verpaarung sollten Abstammung, Geschlecht und Gesundheitszustand geklärt werden. Die Bezeichnungen Arctic, Conda und Stripe allein ersetzen keinen belastbaren genetischen Herkunftsnachweis.
Winterruhe oder saisonale Ruhe
Wildlebende Tiere verbringen die kalte Jahreszeit frostgeschützt in unterirdischen Quartieren. Für ein nicht zur Zucht vorgesehenes Heimtier wird die Notwendigkeit einer ausgeprägten Winterruhe unterschiedlich beurteilt; sie sollte daher nicht unvorbereitet eingeleitet werden. Bei geplanter Zucht kann für gesunde, ausreichend kräftige adulte Tiere nach vollständiger Darmentleerung eine kontrollierte Ruhephase von etwa sechs bis zwölf Wochen bei ungefähr 10–15 °C sinnvoll sein. Abkühlung, Verkürzung der Beleuchtung und späteres Aufwärmen erfolgen schrittweise. Während der Ruhezeit wird nicht gefüttert, sauberes Wasser bleibt jedoch verfügbar und Gewicht sowie Allgemeinzustand werden regelmäßig kontrolliert. Jungtiere, untergewichtige oder kranke Tiere dürfen nicht einfach kaltgestellt werden. Das Vorgehen sollte mit reptilienkundiger tierärztlicher Begleitung geplant werden.
Endgröße und Lebenserwartung
Die Westliche Hakennasennatter ist eine kompakte, kräftig gebaute Natter mit deutlichem Geschlechtsunterschied. Männchen erreichen meist ungefähr 40–60 cm Gesamtlänge. Weibchen werden häufig 60–90 cm lang und deutlich schwerer; einzelne Tiere können außerhalb dieser Spannen liegen. Die Zuchtform Arctic Conda Stripe verändert in erster Linie Farbe und Zeichnung, nicht die artspezifisch erreichbare Endgröße. In menschlicher Obhut liegt die Lebenserwartung bei guter Haltung meist bei etwa 15–20 Jahren. Für die langfristige Planung sollte daher mit einer Betreuung über viele Jahre gerechnet werden.
Schutzstatus und rechtliche Hinweise
Heterodon nasicus wird nach aktuellem Stand weder in den CITES-Anhängen noch in den entsprechenden EU-Artenschutzanhängen geführt. Eine artenschutzrechtliche Bestandsmeldung ergibt sich daraus in Deutschland üblicherweise nicht. Die Art besitzt jedoch vergrößerte hintere Zähne und ein für Beutetiere wirksames Sekret. Deshalb können je nach Bundesland, Landkreis oder Gemeinde besondere Vorschriften für Gift- oder Gefahrtiere gelten; regional sind Einschränkungen, Genehmigungspflichten oder Haltungsverbote möglich. Vor Kauf, Bestellung oder Umzug ist die Rechtslage am konkreten Haltungsort bei der zuständigen Ordnungs- oder Veterinärbehörde zu prüfen. Erwerbsbeleg und Herkunftsnachweis sollten unabhängig von einer möglichen Meldepflicht dauerhaft aufbewahrt werden.
Risiken und sicherer Umgang
Westliche Hakennasennattern sind hinterfurchenzähnige Trugnattern. Ein längeres Festbeißen kann Sekret in die Wunde einbringen und Schmerzen, Rötung oder erhebliche Schwellungen verursachen; individuelle und allergische Reaktionen sind nicht vorhersehbar. Futter deshalb ausschließlich mit einer langen Pinzette reichen und nach Kontakt mit Futtertieren die Hände gründlich waschen. Bei einem Biss ruhig bleiben, das Tier nicht gewaltsam abziehen und Schmuck an der betroffenen Gliedmaße entfernen. Bei zunehmender Schwellung, starken Beschwerden, Kreislaufproblemen oder Atemnot ist unverzüglich medizinische Hilfe erforderlich. Das Terrarium muss gegen Entweichen sowie gegen unbeabsichtigtes Öffnen durch Kinder oder Haustiere gesichert sein. Konsequente Handhygiene reduziert zudem das Risiko einer Salmonellenübertragung.
Nice-to-Know
Die namensgebende, nach oben gebogene Schnauzenschuppe dient der Schlange wie eine kleine Schaufel. Oft bleibt sie deshalb stundenlang unsichtbar, während unter dem Bodengrund neue Gänge entstehen. Bei Bedrohung setzt die Art eher auf Schauspiel als auf Angriff: Fauchen, Abflachen des Halses, Scheinbisse und das bekannte Totstellen gehören zu ihrem natürlichen Abwehrrepertoire. Der Handelsname Arctic Conda Stripe beschreibt eine besonders kontrastreiche Zuchtform. Arctic wird mit kühleren Farbtönen und deutlichen Konturen verbunden, Conda mit einer reduzierten Fleckenzeichnung. Stripe bezeichnet hier die sichtbare Streifenausprägung und ist nicht automatisch als eigenständiger Erbfaktor belegt. Aussehen und genetischer Status eines Einzeltieres lassen sich daher nicht allein anhand des Handelsnamens sicher bestätigen.
Anmelden
Fragen zum Artikel
Noch keine Fragen vorhanden.
Eigene Frage stellen
Die Antwort erscheint in der Regel innerhalb von 30 bis 45 Minuten nach Ihrer Frage.
Häufige Fragen (FAQ)
Wie werden Reptilien versendet?
Alle Reptilien sind Wirbelltiere und werden von uns, gemäß den gesetzlichen Bestimmungen, mit einem speziellen Tierkurier (GO!) per Übernachtexpress versendet. Der Versand von Reptilien erfolgt immer in einer stabilen, dickwandigen Styroporbox. Bei niedrigen Außentemperaturen werden die Tiere mit Heatpacks zusätzlich vor kalten Temperaturen geschützt.
Geschlechtsauswahl bei unseren Reptilien
Wenn wir eine gezielte Auswahl des Geschlechts bei Tieren vornehmen können ist dies immer direkt am Artikel angegeben. Bei vielen Tieren geht das leider aus verschiedenen Gründen nicht. Zum Beispiel weil bei Jungtieren die Färbung beider Geschlechter identisch ist, weil es keine äußeren Geschlechtsmerkmale gibt, weil wir beispielsweise immer nur ein Geschlecht geliefert bekommen oder aus diversen anderen Gründen.
Wir versuchen immer den Wünschen unserer Kunden nachzukommen wenn das irgendwie möglich ist.