Westliche Hakennasennatter „Albino Conda Arctic“, Heterodon nasicus
532,99 €*
160 Bonuspunkte für diesen Artikel (Wert 16,00 €)
Lieferung in 2-5 Tagen
Westliche Hakennasennatter „Albino Conda Arctic“, Heterodon nasicus
| Deutscher Name: | Westliche Hakennasennatter „Albino Conda Arctic“ |
| Wissenschaftlich: | Heterodon nasicus |
| Synonyme: | Westliche Hakennatter, Prärie-Hakennasennatter, Plains Hognose Snake, Western Hognose Snake |
| Herkunft: | Nordamerika: südliches Kanada und zentrale USA |
| Lebensweise: | Bodenbewohnend bis unterirdisch, ausgeprägt grabfreudig |
| Aktivitätszeit: | Überwiegend tag- und dämmerungsaktiv |
| Haltungsform: | Einzeln im trockenen, ausbruchsicheren Terrarium |
| Mindestgröße des Geheges: | Adult etwa ab 90 × 45 × 40 cm, für große Weibchen besser 100 × 50 × 50 cm |
| Temperaturzonen: | Kühle Zone 20–22 °C, warmer Bereich 25–30 °C, Sonnenplatz 32–33 °C |
| Luftfeuchtigkeit: | Eher trocken, meist etwa 30–50 %, nicht dauerhaft über 65 % |
| UV und Beleuchtung: | Heller Tag-Nacht-Rhythmus; schwaches UVB empfehlenswert |
| Bodengrund: | Mindestens 10–15 cm grabfähiges, staubarmes Bodensubstrat |
| Futter: | Passend große, vollständig aufgetaute Futtertiere |
| Sozialverhalten: | Solitäre Art; Einzelhaltung empfohlen |
| Maximale Größe: | Meist etwa 40–90 cm, Weibchen gewöhnlich deutlich größer |
| Lebenserwartung: | Bei guter Haltung etwa 15–20 Jahre |
| Schutzstatus und Nachweise: | Nicht besonders geschützt; örtliche Gefahrtiervorschriften vorab prüfen |
Herkunft, Lebensraum und Verhalten von Westliche Hakennasennatter „Albino Conda Arctic“ (Heterodon nasicus)
Die Westliche Hakennasennatter bewohnt nach aktueller taxonomischer Abgrenzung vor allem die offenen Landschaften der nordamerikanischen Great Plains. Ihr Verbreitungsgebiet reicht vom südlichen Kanada mit Teilen Albertas, Saskatchewans und Manitobas durch die zentralen Bundesstaaten der USA bis nach Texas und New Mexico. Ältere Darstellungen beziehen häufig zusätzlich Populationen aus dem nördlichen Mexiko ein. Diese werden heute jedoch überwiegend der eigenständigen Art Heterodon kennerlyi zugerechnet. Heterodon nasicus lebt in kurzgrasigen Prärien, trockenen Savannen, Sandhügelgebieten, lockeren Flusstälern und anderen offenen Landschaften mit sandigem oder feinkiesigem Boden. Solche Substrate sind für die Art besonders wichtig: Mit ihrer auffällig aufgeworfenen Schnauzenschuppe schiebt sie Erde beiseite, legt Gänge an und sucht unterirdisch nach Beute oder geschützten Ruheplätzen. Einen erheblichen Teil des Tages kann die Schlange verborgen verbringen. Je nach Jahreszeit nutzt sie sonnige, rasch erwärmte Flächen ebenso wie kühlere Erdhöhlen. Die Farbform „Albino Conda Arctic“ ist eine in menschlicher Obhut entstandene Kombination von Farb- und Zeichnungsmerkmalen und kommt in dieser Form nicht als natürliche Population vor.
Das richtige Gehege
Für diese kompakte, aber aktive Bodenschlange eignet sich ein niedriges bis mittelhohes, gut belüftetes und absolut ausbruchsicheres Terrarium. Für ein adultes Tier sind etwa 90 × 45 × 40 cm eine sinnvolle Untergrenze; große Weibchen profitieren von mindestens 100 × 50 × 50 cm oder mehr Grundfläche. Alternativ sollte die Gehegelänge mindestens der Gesamtlänge der Schlange entsprechen, die Breite wenigstens der halben Körperlänge. Nutzbare Bodenfläche und Substrattiefe sind wichtiger als große Kletterhöhe. Zwei eng passende Verstecke in der warmen und kühlen Zone sowie zusätzliche Deckung durch Gräser, Korkstücke und leichte Äste geben Sicherheit. Die Art wird am übersichtlichsten einzeln gehalten. Eine Vergesellschaftung bringt keinen notwendigen sozialen Vorteil und erschwert Fütterungs- sowie Gesundheitskontrollen.
Einrichtung, Bodengrund und Bepflanzung
Der Bodengrund sollte mindestens 10–15 cm tief, locker, grabfähig und möglichst staubarm sein. Bewährt sind geeignete Erde-Sand-Gemische, grabfähige Terrariensubstrate oder staubarme Espeneinstreu. Dauerhaft feuchte Erde und scharfkantiger Sand sind ungeeignet. Schwere Steine, Wurzeln und Höhlen müssen direkt auf dem Terrarienboden stehen und gegen Untergraben gesichert sein. Ein trockenes Versteck auf jeder Temperaturseite, eine zeitweise angebotene leicht feuchte Häutungsbox und eine standfeste Wasserschale vervollständigen die Einrichtung. Die Schale wird täglich gereinigt und so platziert, dass verschüttetes Wasser nicht den gesamten Bodengrund durchnässt. Strukturierte, gut gedeckte Terrarien ermöglichen Graben, Erkunden und die selbstständige Wahl passender Mikroklimata.
UV, Beleuchtung und Wärme
Ein klarer Tag-Nacht-Rhythmus von ungefähr zwölf Stunden unterstützt die überwiegend tag- und dämmerungsaktive Lebensweise. Helles sichtbares Licht und eine schwache UVB-Versorgung sind empfehlenswert, wobei stets schattige Rückzüge erreichbar bleiben müssen. Für diese bodennah lebende Art genügt eine zurückhaltende UVB-Stärke mit artgerechtem Abstand und Reflektor. Bei einem Albino-Tier ist besonders auf blendfreie Bereiche, dichte Deckung und die Vermeidung übermäßiger Bestrahlung zu achten. Die Beleuchtung darf das Terrarium nicht flächig überhitzen. Heiz- und Leuchtmittel werden so montiert oder geschützt, dass die Schlange keinen direkten Kontakt aufnehmen kann.
Klima, Wasser und Luftfeuchtigkeit
Im Terrarium braucht Heterodon nasicus ein deutliches Wärmegefälle. Tagsüber eignen sich etwa 25–30 °C im überwiegenden Bereich, während ein lokal begrenzter Sonnenplatz ungefähr 32–33 °C erreichen darf. Auf der kühlen Seite sollten etwa 20–22 °C verfügbar bleiben. Nachts ist eine Absenkung auf ungefähr 18–22 °C sinnvoll, sofern das Tier gesund ist und keine besonderen tierärztlichen Gründe dagegensprechen. Sämtliche Wärmequellen müssen thermostatgesteuert sein; Temperaturen werden an mehreren Stellen und direkt an der Oberfläche des Sonnenplatzes kontrolliert. Die Luftfeuchtigkeit bleibt überwiegend niedrig bis mäßig und sollte nicht dauerhaft über 65 % liegen. Zur Häutung ist eine lokal feuchte Box besser geeignet als großflächiges Sprühen.
Fütterung und Mineralversorgung
In der Natur frisst die Westliche Hakennasennatter unter anderem Amphibien, Echsen, Reptilieneier und kleine Säugetiere. In menschlicher Obhut lassen sich etablierte Nachzuchten gewöhnlich mit passend dimensionierten, vollständig aufgetauten Mäusen ernähren. Das Futtertier sollte sich am Körperumfang und Ernährungszustand der Schlange orientieren; starre Mengenangaben sind weniger sinnvoll als regelmäßige Gewichtskontrollen. Jungtiere werden häufiger, adulte Tiere mit größeren Abständen gefüttert. Lebendfütterung sollte aus Tierschutz- und Verletzungsgründen vermieden werden. Nach der Mahlzeit benötigt die Schlange mindestens 48 Stunden Ruhe. Ganze Futtertiere liefern normalerweise eine ausgewogene Nährstoffbasis; Ergänzungsmittel sollten nicht routinemäßig, sondern nur nach fachlicher Beurteilung eingesetzt werden. Frisches Wasser muss jederzeit bereitstehen.
Sozialverhalten
Heterodon nasicus lebt außerhalb der Paarungszeit überwiegend allein und benötigt keinen Sozialpartner. Für die dauerhafte Haltung ist ein Terrarium pro Tier die kontrollierbarste Lösung. So lassen sich Futteraufnahme, Kotabsatz, Häutung und Körpergewicht eindeutig beurteilen, und Konkurrenz um Wärmeplätze oder Verstecke wird vermieden. Typisch sind Graben, vorsichtiges Erkunden und längere Ruhephasen unter dem Substrat. Bei Unsicherheit kann die Schlange zischen, den Hals abflachen, Scheinangriffe zeigen oder sich totstellen. Dieses eindrucksvolle Abwehrverhalten ist kein Zeichen von Angriffslust. Das Tier sollte dann nicht weiter bedrängt, sondern in Ruhe gelassen werden.
Geschlechtsunterschiede
Weibchen werden meist länger, kräftiger und deutlich schwerer als Männchen. Adulte Männchen bleiben häufig im Bereich von etwa 40–60 cm, während Weibchen oft 60–90 cm erreichen; einzelne Tiere können von diesen Bereichen abweichen. Männchen besitzen hinter der Kloake gewöhnlich einen längeren, sich langsamer verjüngenden Schwanz. Eine sichere Geschlechtsbestimmung sollte durch eine erfahrene Fachperson erfolgen. Eigenständiges Sondieren oder Ausdrücken kann schwere Verletzungen verursachen.
Fortpflanzung und Inkubation
Die Art ist eierlegend. Nach erfolgreicher Verpaarung setzt ein Weibchen gewöhnlich im Frühsommer ein Gelege in lockerem, leicht feuchtem Substrat ab. Dokumentiert sind etwa 4–23 Eier, wobei kleinere Gelege häufig sind und die Eizahl mit der Größe des Weibchens zusammenhängt. Bei geeigneten Inkubationsbedingungen schlüpfen die Jungtiere meist nach ungefähr 44–64 Tagen; deutlich kühlere Bedingungen können die Entwicklung erheblich verlängern. Zucht setzt sichere Geschlechtsbestimmung, getrennte Unterbringung, sorgfältige Konditionierung und Erfahrung mit Inkubation sowie Futterverweigerung bei Jungtieren voraus. Weibchen dürfen nicht durch zu frühe oder zu häufige Verpaarung körperlich überfordert werden.
Winterruhe oder saisonale Ruhe
Wildlebende Westliche Hakennasennattern verbringen die kalte Jahreszeit in unterirdischen Winterquartieren. In der Terrarienhaltung kann eine kontrollierte saisonale Abkühlung den natürlichen Jahresrhythmus unterstützen und wird besonders im Zusammenhang mit Zuchtvorhaben eingesetzt. Eine ausgeprägte Winterruhe ist jedoch nicht ohne Vorbereitung durchzuführen. Nur gesunde Tiere mit geleertem Verdauungstrakt kommen dafür infrage; Beleuchtungsdauer und Temperaturen müssen schrittweise gesenkt und später ebenso behutsam erhöht werden. Währenddessen sind Gewicht und Allgemeinzustand zu überwachen. Dauer, Temperatur und Eignung sollten an Alter, Gesundheitszustand und Zuchtziel angepasst und bei Unsicherheit mit einer reptilienkundigen Tierarztpraxis abgestimmt werden.
Endgröße und Lebenserwartung
Westliche Hakennasennattern erreichen meist etwa 40–90 cm Gesamtlänge. Männchen bleiben gewöhnlich kleiner und schlanker, während Weibchen kräftiger gebaut sind und den oberen Bereich erreichen können. Für die Farbform „Albino Conda Arctic“ gelten grundsätzlich dieselben artspezifischen Größenbereiche; eine Zuchtform ist keine verlässliche Vorhersage für die individuelle Endgröße. Bei guter Haltung kann Heterodon nasicus etwa 15–20 Jahre alt werden. Die Anschaffung sollte daher als langfristige Verantwortung geplant werden.
Schutzstatus und rechtliche Hinweise
Heterodon nasicus ist derzeit weder in den CITES-Anhängen noch in den entsprechenden EU-Artenschutzanhängen geführt und gilt in Deutschland nicht allein aufgrund des Artenschutzrechts als meldepflichtig. Für giftige oder potenziell gefährliche Tiere bestehen jedoch keine vollständig einheitlichen Regelungen: Vorschriften, Anzeige- oder Genehmigungspflichten können sich je nach Bundesland und Kommune unterscheiden. Da die Art hinterständige Giftzähne und ein wirksames Drüsensekret besitzt, sollte die zuständige Behörde am tatsächlichen Haltungsort vor dem Kauf verbindlich befragt werden. Zusätzlich gelten das Tierschutzrecht sowie gegebenenfalls mietvertragliche Vorgaben.
Risiken und sicherer Umgang
Die Westliche Hakennasennatter gehört zu den Trugnattern und besitzt hinterständige Giftzähne. Bisse sind selten, dürfen aber nicht verharmlost werden: Längeres Festhalten kann lokale Schmerzen, Rötung, Juckreiz und teils deutliche Schwellungen auslösen. Nach einem Biss wird die Schlange nicht gewaltsam abgezogen; Schmuck an der betroffenen Gliedmaße ist zu entfernen und medizinischer Rat einzuholen. Atemnot, Kreislaufprobleme oder rasch zunehmende Schwellungen sind Notfälle. Beim Arbeiten im Terrarium sollten die Hände nicht nach Futter riechen. Nach Tier- und Substratkontakt ist gründliches Händewaschen wichtig, da Reptilien Salmonellen übertragen können. Für kleine Kinder oder Haushalte mit stark immungeschwächten Personen ist besondere Vorsicht erforderlich.
Nice-to-Know
Die namensgebende, nach oben gebogene Schnauzenschuppe dient als kleiner Grabspaten. Die Handelsbezeichnung „Albino Conda Arctic“ beschreibt eine Kombination mehrerer in der Zucht etablierter Farb- und Zeichnungsmerkmale: Albino reduziert dunkle Pigmente, während Conda und Arctic das Erscheinungsbild von Musterung und Grundfarbe beeinflussen. Intensität und Zeichnung können sich individuell unterscheiden und sich während des Heranwachsens verändern. Das bekannte Totstellen mit geöffnetem Maul ist eine Abwehrstrategie und sollte nicht absichtlich provoziert werden.
Anmelden
Fragen zum Artikel
Noch keine Fragen vorhanden.
Eigene Frage stellen
Die Antwort erscheint in der Regel innerhalb von 30 bis 45 Minuten nach Ihrer Frage.
Häufige Fragen (FAQ)
Wie werden Reptilien versendet?
Alle Reptilien sind Wirbelltiere und werden von uns, gemäß den gesetzlichen Bestimmungen, mit einem speziellen Tierkurier (GO!) per Übernachtexpress versendet. Der Versand von Reptilien erfolgt immer in einer stabilen, dickwandigen Styroporbox. Bei niedrigen Außentemperaturen werden die Tiere mit Heatpacks zusätzlich vor kalten Temperaturen geschützt.
Geschlechtsauswahl bei unseren Reptilien
Wenn wir eine gezielte Auswahl des Geschlechts bei Tieren vornehmen können ist dies immer direkt am Artikel angegeben. Bei vielen Tieren geht das leider aus verschiedenen Gründen nicht. Zum Beispiel weil bei Jungtieren die Färbung beider Geschlechter identisch ist, weil es keine äußeren Geschlechtsmerkmale gibt, weil wir beispielsweise immer nur ein Geschlecht geliefert bekommen oder aus diversen anderen Gründen.
Wir versuchen immer den Wünschen unserer Kunden nachzukommen wenn das irgendwie möglich ist.