Teppichpython „Jaguar het. Albino“, Morelia spilota
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Teppichpython „Jaguar het. Albino“, Morelia spilota
| Deutscher Name: | Teppichpython „Jaguar het. Albino“ |
| Wissenschaftlich: | Morelia spilota |
| Synonyme: | Carpet Python, Rautenpython |
| Herkunft: | Australien und Neuguinea, Tier aus deutscher Nachzucht |
| Lebensweise: | Baumbewohnend und bodenaktiv, klettert gern |
| Aktivitätszeit: | Dämmerungs- und nachtaktiv |
| Haltungsform: | Hohes, gut belüftetes Holzterrarium mit kräftigen Kletterästen |
| Mindestgröße des Geheges: | Als Orientierung ab etwa 150 × 75 × 100 cm für ein Einzeltier, mehr Platz ist besser |
| Temperaturzonen: | Tag 26–28 °C, Sonnenplatz lokal bis etwa 32–34 °C, Nacht 22–24 °C |
| Luftfeuchtigkeit: | Etwa 50–60 %, Häutungsecke leicht feucht |
| UV und Beleuchtung: | Helles LED-Tageslicht 11–12 Stunden, leichte UVB-Versorgung empfohlen |
| Bodengrund: | Buchenholz, Rindenmulch oder Kokossubstrat, Moosecke zur Häutung |
| Futter: | Mäuse und Ratten, Jungtiere wöchentlich, Erwachsene alle zwei bis drei Wochen |
| Sozialverhalten: | Einzelgänger, Einzelhaltung |
| Maximale Größe: | Je nach Linie etwa 1,5 bis über 3 m, Weibchen deutlich größer |
| Lebenserwartung: | Meist rund 20 Jahre, bei guter Pflege bis etwa 30 Jahre |
| Schutzstatus und Nachweise: | Nicht in CITES- oder EU-Anhängen gelistet, Herkunftsnachweis aufbewahren, Länder- und Gemeindevorschriften beachten |
Herkunft, Lebensraum und Verhalten von Teppichpython „Jaguar het. Albino“ (Morelia spilota)
Der Teppichpython gehört zu den bekanntesten Pythons der Terraristik und lebt von Natur aus in weiten Teilen Australiens sowie im Süden Neuguineas. Sein Lebensraum reicht von feuchten Regenwäldern im Nordosten Queenslands über Eukalyptuswälder und Küstenbuschland bis in trockene Felslandschaften im Landesinneren. Dort jagt er in der Dämmerung und nachts, versteckt sich tagsüber in Baumhöhlen, Dachböden oder Felsspalten und sonnt sich gern auf Ästen. Die Art ist so formenreich, dass die Fachliteratur je nach Quelle sechs bis acht Unterarten unterscheidet. Das hier angebotene Tier stammt aus deutscher Nachzucht und trägt die Zeichnungsform „Jaguar“. Diese Mutation verwischt das typische Rautenmuster zu einem dichten, wolkig verwobenen Fleckenmuster mit kräftigem Kontrast. Der Zusatz „het. Albino“ bedeutet, dass das Tier das rezessive Albino-Gen verdeckt in sich trägt: Es selbst ist nicht albinotisch gefärbt, kann das Gen aber an Nachkommen weitergeben. Wer später mit der Schlange züchten möchte, sollte diese Erbinformation kennen und sauber dokumentieren.
Das richtige Gehege
Teppichpythons sind kräftige Kletterer. Ein ausgewachsenes Tier braucht deshalb ein hohes, gut belüftetes Terrarium, möglichst aus Holz, weil Holz die Wärme besser hält als Glas und Zugluft vermeidet. Als Orientierung gelten für ein einzelnes Tier etwa 150 × 75 × 100 cm; Jungtiere beginnen in kleineren Behältern mit vielen Verstecken und werden später umgesetzt. Die Platzanforderungen steigen mit der Größe der jeweiligen Linie, und die Vorgaben der Behörden sowie die Tierschutzgutachten haben Vorrang vor unseren Richtwerten. Eine Lüftung mit Zu- und Abluft verhindert Staunässe, die Tür muss zuverlässig verriegelbar sein, denn Pythons nutzen jede Lücke.
Einrichtung, Bodengrund und Bepflanzung
Richten Sie das Terrarium dreidimensional ein: mehrere waagerechte, kräftige Äste in unterschiedlicher Höhe, mindestens eine erhöhte Liegefläche direkt unter dem Wärmespot und zwei dunkle Höhlen, eine warm und eine etwas kühler. Der Boden besteht aus Buchenholzchips, Rindenmulch oder Kokossubstrat; eine kleine Ecke mit feuchtem Moos dient als Häutungsplatz. Ein großer, standsicherer Wassernapf, in den sich das Tier legen kann, gehört auf die kühlere Seite. Alle Einbauten müssen kippsicher befestigt sein, denn ausgewachsene Pythons sind schwer.
UV, Beleuchtung und Wärme
Ein heller, zeitgesteuerter LED-Strahler sorgt für den Tag-Nacht-Rhythmus und dient als Wärmequelle am Sonnenplatz; elf bis zwölf Stunden Licht pro Tag sind ein guter Wert. Teppichpythons kommen auch ohne UVB zurecht, doch eine leichte UVB-Versorgung mit einer T5-Röhre geringer Stärke (etwa 2–5 %) wird von erfahrenen Haltern empfohlen. Alle Strahler brauchen Schutzgitter, damit sich das Tier nicht verbrennt. Nachts bleibt es dunkel; falls zusätzliche Wärme nötig ist, eignen sich Keramikstrahler oder Heizmatten mit Thermostat.
Klima, Wasser und Luftfeuchtigkeit
Tagsüber hält man im Terrarium etwa 26 bis 28 °C, am Sonnenplatz darf es lokal 32 bis 34 °C erreichen. Nachts sinkt die Temperatur auf 22 bis 24 °C. Die Luftfeuchtigkeit liegt bei etwa 50 bis 60 %; wenige Sprühstöße am Abend und ein Wassernapf genügen meist. Nur die Häutungsecke wird dauerhaft leicht feucht gehalten. Jede Wärmequelle gehört an einen Thermostat, und Temperatur sowie Feuchte werden täglich an mehreren Stellen kontrolliert.
Fütterung und Mineralversorgung
Teppichpythons sind Lauerjäger und fressen Mäuse, später Ratten, in passender Größe. Jungtiere erhalten etwa einmal pro Woche ein aufgetautes Futtertier, das nicht dicker sein sollte als die breiteste Körperstelle der Schlange. Erwachsene Tiere füttert man im Abstand von zwei bis drei Wochen, weil sie sonst schnell verfetten. Das Futter wird gut aufgetaut, handwarm und mit einer langen Pinzette angeboten. Nach der Mahlzeit gönnt man dem Tier mindestens zwei Tage Ruhe. Frisches Wasser steht immer bereit.
Sozialverhalten
Pythons sind Einzelgänger und gehören einzeln gehalten. Zusammengesetzte Tiere stressen sich, konkurrieren um Futter und können sich verletzen. Zur Paarungszeit werden Partner nur kurz und unter Aufsicht zusammengebracht.
Geschlechtsunterschiede
Weibchen werden deutlich länger und können bis zu viermal schwerer werden als Männchen. Bei diesem Angebot ist das Geschlecht nicht angegeben.
Fortpflanzung und Inkubation
Teppichpythons sind eierlegend. Ein Weibchen legt je nach Größe etwa 10 bis 50 Eier und umschlingt das Gelege, um es zu wärmen. Die Inkubation bei rund 29 °C dauert etwa 60 Tage. Für die Zucht mit Jaguar-Tieren gilt besondere Verantwortung: Die Jaguar-Mutation wird kodominant vererbt, und die Verpaarung zweier Jaguar-Tiere kann Nachkommen mit schweren neurologischen Schäden hervorbringen. Über das verdeckte Albino-Gen lassen sich bei passender Verpaarung Albino-Nachkommen erzielen.
Winterruhe oder saisonale Ruhe
Für die reine Haltung ist keine Winterruhe notwendig. Wer züchten möchte, senkt im Spätherbst über einige Wochen Temperatur und Beleuchtungsdauer leicht ab, um den Zuchtzyklus anzuregen. Das sollte nur bei gesunden, gut genährten Tieren und mit Erfahrung geschehen.
Endgröße und Lebenserwartung
Die Endlänge hängt stark von der Herkunftslinie ab und liegt grob zwischen 1,5 und über 3 m. Weibchen sind größer und wesentlich schwerer als Männchen. Die Lebenserwartung beträgt bei guter Pflege meist rund 20 Jahre, nach Literaturangaben bis etwa 30 Jahre. Ein Teppichpython ist deshalb eine langfristige Verpflichtung.
Schutzstatus und rechtliche Hinweise
Der Teppichpython ist nach aktuellem Stand nicht in den Anhängen des Washingtoner Artenschutzübereinkommens (CITES) gelistet und fällt nicht unter die Anhänge der EU-Artenschutzverordnung. Bewahren Sie dennoch Rechnung und Herkunftsnachweis auf. Einzelne Bundesländer, Landkreise und Gemeinden regeln die Haltung großer Würgeschlangen mit Anzeige- oder Erlaubnispflicht oder verlangen einen Sachkundenachweis; auch mietvertragliche Regeln können greifen. Informieren Sie sich vor dem Kauf bei der zuständigen Behörde. Das Tierschutzgesetz und die Gutachten zu den Mindestanforderungen an die Reptilienhaltung sind zu beachten.
Risiken und sicherer Umgang
Teppichpythons sind nicht giftig, haben aber viele kleine, scharfe Zähne; Bisse sind besonders bei Jungtieren und unsicherem Umgang möglich. Wer zuvor Futtertiere angefasst hat, wäscht sich vor dem Kontakt die Hände, damit die Schlange Hand und Futter nicht verwechselt. Größere Tiere sollten nie allein gehandhabt werden. Reptilien können Salmonellen übertragen; nach jedem Kontakt gründlich Hände waschen, besonders bei Kindern, Schwangeren und immungeschwächten Personen.
Nice-to-Know
Die Jaguar-Zeichnung gehört zu den beliebten Mutationen beim Teppichpython, steht aber auch im Zusammenhang mit einem neurologischen Merkmal, das sich etwa als Kopfwackeln zeigen kann. Zeigt Ihr Tier solche Auffälligkeiten, sprechen Sie mit einem reptilienkundigen Tierarzt. Lassen Sie neue Tiere eine Eingewöhnungszeit ohne Handling, bevor Sie mit dem Umgang beginnen.
Herkunftsnachweise versenden wir grundsätzlich per E-Mail als PDF. Ein Versand in Papierform erfolgt nicht.
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Häufige Fragen (FAQ)
Wie werden Reptilien versendet?
Alle Reptilien sind Wirbelltiere und werden von uns, gemäß den gesetzlichen Bestimmungen, mit einem speziellen Tierkurier (GO!) per Übernachtexpress versendet. Der Versand von Reptilien erfolgt immer in einer stabilen, dickwandigen Styroporbox. Bei niedrigen Außentemperaturen werden die Tiere mit Heatpacks zusätzlich vor kalten Temperaturen geschützt.
Geschlechtsauswahl bei unseren Reptilien
Wenn wir eine gezielte Auswahl des Geschlechts bei Tieren vornehmen können ist dies immer direkt am Artikel angegeben. Bei vielen Tieren geht das leider aus verschiedenen Gründen nicht. Zum Beispiel weil bei Jungtieren die Färbung beider Geschlechter identisch ist, weil es keine äußeren Geschlechtsmerkmale gibt, weil wir beispielsweise immer nur ein Geschlecht geliefert bekommen oder aus diversen anderen Gründen.
Wir versuchen immer den Wünschen unserer Kunden nachzukommen wenn das irgendwie möglich ist.