Segelkärpfling-Farbmix, Poecilia velifera
8,99 €*
3 Bonuspunkte für diesen Artikel (Wert 0,30 €)
Versand 25,99 € · Tierkurier mit Thermobox · ein Versand für alle Tiere
Lieferung in 2-5 Tagen
Versand in Thermobox, bei Kälte mit Wärmepack · Geld zurück, falls ein Tier nicht lebend ankommt
Segelkärpfling-Farbmix, Poecilia velifera
| Deutscher Name: | Segelkärpfling-Farbmix |
| Wissenschaftlich: | Poecilia velifera |
| Synonyme: | Yucatan-Molly, Velifera-Molly, Riesen-Segelflossenmolly |
| Herkunft: | Mexikanische Halbinsel Yucatán; Küstengewässer, Cenoten und Mangrovenbereiche |
| Gesellschafts-Aquarium: | Gesellige Gruppenhaltung mit deutlichem Weibchenüberschuss |
| Wasserwerte: | pH 7,5–8,5; 15–30 °dGH, mineralreich und alkalisch |
| Temperatur: | 24–28 °C |
| Beckengröße: | Ab 240 Litern und 120 cm Kantenlänge für eine Gruppe |
| Bepflanzung: | Robuste Randbepflanzung, Schwimmpflanzen und freie Schwimmfläche |
| Futter: | Allesfresser mit hohem pflanzlichem Futteranteil |
| Geschlechts-Unterschiede: | Männchen mit Gonopodium und großer, segelartiger Rückenflosse |
| Zucht möglich: | Lebendgebärend; dichte Pflanzen schützen die Jungfische |
| Maximale Größe: | Etwa 12–15 cm |
| Liefergröße: | ca. 5,0-6,0 cm |
| Mit Garnelen verträglich: | Große adulte Garnelen bedingt, Nachwuchs nicht sicher |
Herkunft von Segelkärpfling-Farbmix (Poecilia velifera)
Poecilia velifera stammt ursprünglich von der mexikanischen Halbinsel Yucatán. Das natürliche Verbreitungsgebiet umfasst küstennahe Regionen der Bundesstaaten Campeche, Yucatán und Quintana Roo einschließlich vorgelagerter Inseln wie Cozumel und Isla Mujeres. Dort bewohnt der Segelkärpfling sehr unterschiedliche, aber überwiegend mineralreiche Gewässer: Er findet sich in flachen Küstenlagunen, Mangrovenkanälen, Salzmarschen und teilweise brackigen Flussmündungen ebenso wie in einzelnen Cenoten, den für Yucatán typischen Karstgewässern. Die Art lebt fast ausschließlich im Tiefland und ist eng an die empfindlichen Küstenlebensräume der Halbinsel gebunden. Je nach Standort kann der Salzgehalt deutlich schwanken. Für die Aquarienhaltung ist jedoch nicht die pauschale Zugabe von Salz entscheidend, sondern vor allem hartes, alkalisches und hygienisch einwandfreies Wasser. Wildbestände gelten wegen ihres begrenzten Vorkommens und des Verlustes von Mangrovenlebensräumen als gefährdet. Tiere des Farbmixes stammen üblicherweise aus Zuchtbeständen; das konkrete Zuchtland ist ohne eine Lieferantenangabe nicht sicher bestimmbar. Die verschiedenen Farben sind Zucht- und Handelsvarianten und keine geografisch getrennten Naturformen.
Vergesellschaftung
Segelkärpflinge sind lebhafte, überwiegend friedliche Gruppenfische, die viel freie Schwimmfläche benötigen. Empfehlenswert ist ein deutlicher Weibchenüberschuss, beispielsweise ein Männchen mit zwei bis drei Weibchen. So verteilt sich die intensive Balz des Männchens auf mehrere Partnerinnen. Mehrere ausgewachsene Männchen benötigen ein entsprechend großes, gut strukturiertes Aquarium, da sie einander imponieren und bedrängen können. Als Mitbewohner eignen sich friedliche Fische, die ebenfalls hartes, alkalisches Wasser vertragen. Von einer Vergesellschaftung mit anderen Mollyarten ist abzuraten, wenn unerwünschte Kreuzungen vermieden werden sollen. Sehr ruhige, langflossige oder weichwasserbedürftige Arten sind keine passende Gesellschaft.
Passende Wasserparameter
Für eine dauerhaft stabile Haltung benötigt Poecilia velifera mineralreiches Wasser mit hoher Gesamt- und Karbonathärte. Bewährt haben sich ein pH-Wert von etwa 7,5 bis 8,5 und eine Gesamthärte von ungefähr 15 bis 30 °dGH. Entscheidender als ein exakt eingestellter Einzelwert sind Stabilität, gute Sauerstoffversorgung und eine geringe organische Belastung. Weiches oder saures Wasser kann zu Unwohlsein, angelegten Flossen und dem typischen Schaukelverhalten führen. Eine leichte Brackwasserhaltung ist möglich, aber bei ausreichend hartem, alkalischem Süßwasser nicht grundsätzlich erforderlich. Regelmäßige größere Teilwasserwechsel und eine leistungsfähige Filterung sind besonders bei einer gut gefütterten Gruppe wichtig.
Haltungstemperatur
Ein Temperaturbereich von 24 bis 28 °C eignet sich gut für die langfristige Aquarienhaltung. Jungtiere und Tiere aus warmer Zucht profitieren meist von 25 bis 27 °C. Dauerhaft sehr niedrige Temperaturen sollten ebenso vermieden werden wie unnötig hohe Werte, die den Stoffwechsel beschleunigen und den Sauerstoffgehalt reduzieren. Bei warmem Wasser sind eine kräftige Oberflächenbewegung und zuverlässige Filterung wichtig. Temperaturänderungen sollten langsam erfolgen, da Segelkärpflinge auf gleichzeitig schwankende Wasserwerte empfindlich reagieren können.
Beckengröße
Obwohl Jungtiere mit 5 bis 6 cm noch handlich wirken, entwickelt sich der Segelkärpfling zu einem großen, kräftigen und schwimmfreudigen Lebendgebärenden. Für eine kleine Gruppe ist ein Aquarium ab etwa 240 Litern mit mindestens 120 cm Kantenlänge eine praxisgerechte Wahl. Mehr Platz kommt besonders ausgewachsenen Männchen zugute, die ihre hohe Rückenflosse beim Imponieren vollständig aufrichten. In engen oder stark besetzten Becken können Stress, gegenseitige Bedrängung und eine schwächere Flossenentwicklung auftreten. Das Aquarium sollte eine lange freie Schwimmzone, strukturierte Randbereiche und einen ausreichend dimensionierten Filter verbinden.
Bepflanzung
Eine Kombination aus dichter Randbepflanzung und großzügigen offenen Schwimmflächen entspricht dem Verhalten der Art. Robuste, hartwassertaugliche Pflanzen wie Vallisnerien, Javafarn oder Anubias eignen sich gut. Schwimmpflanzen und feinfiedrige Bestände bieten Jungfischen Deckung und geben bedrängten Weibchen Rückzugsmöglichkeiten. Gleichzeitig sollte die Oberfläche nicht vollständig zuwachsen, damit ein guter Gasaustausch erhalten bleibt. Bei geplanter Brackwasserhaltung muss die Pflanzenauswahl an den Salzgehalt angepasst werden. Wurzeln und Steine können zusätzliche Sichtbarrieren bilden, dürfen den aktiven Fischen aber nicht zu viel Schwimmraum nehmen.
Futter
Poecilia velifera ist ein vielseitiger Allesfresser, benötigt jedoch einen deutlich pflanzlich geprägten Speiseplan. Hochwertiges Flocken- oder Granulatfutter mit Spirulina, Algenanteilen und pflanzlichen Bestandteilen bildet eine gute Grundlage. Ergänzend werden weiches Gemüse wie überbrühter Spinat oder Zucchini sowie Algen- und Pflanzenchips angenommen. Artemia, Mückenlarven, Daphnien und anderes Frost- oder Lebendfutter liefern tierisches Protein, sollten aber nicht den Hauptanteil ausmachen. Die Tiere weiden außerdem Aufwuchs und weiche Algenbeläge ab. Mehrere kleine Portionen sind günstiger als eine große Fütterung; Futterreste müssen wegen der hohen Ansprüche an die Wasserhygiene vermieden werden.
Geschlechtsunterschiede
Ausgewachsene Männchen sind an ihrem zum Begattungsorgan umgebildeten Gonopodium sicher zu erkennen. Ihr auffälligstes Merkmal ist die sehr hohe, segelartige Rückenflosse, die bei Balz und Imponierverhalten aufgerichtet wird. Weibchen besitzen eine fächerförmige Afterflosse, wirken meist kräftiger und entwickeln bei Trächtigkeit einen deutlich fülligeren Bauch. Junge Tiere lassen sich wesentlich schwieriger sicher bestimmen, da die charakteristische Segelflosse der Männchen erst mit zunehmender Reife vollständig ausgebildet wird.
Zucht
Der Segelkärpfling ist lebendgebärend. Nach einer Tragzeit von ungefähr vier bis acht Wochen setzt das Weibchen vollständig entwickelte, frei schwimmende Jungfische ab. Die Wurfgröße hängt stark von Alter, Größe, Kondition und Haltungsbedingungen ab; häufig werden etwa 20 bis 60 Jungtiere genannt. Ein dicht bepflanzter Bereich mit Schwimmpflanzen erhöht ihre Überlebenschancen, da erwachsene Fische und Mitbewohner dem Nachwuchs nachstellen können. Die Jungfische nehmen feines Aufzuchtfutter, zerriebenes Flockenfutter, Mikrowürmer und frisch geschlüpfte Artemia an. Tiere eines Farbmixes müssen ihre Farben nicht reinerbig weitergeben. Eine gemeinsame Zucht mit anderen Mollyarten sollte vermieden werden, wenn die Artzuordnung erhalten bleiben soll.
Endgröße
Für Poecilia velifera wird eine maximale Gesamtlänge von ungefähr 15 cm angegeben. Viele Aquarientiere bleiben mit etwa 12 bis 15 cm in diesem Bereich, wobei Geschlecht, Zuchtlinie, Ernährung und Platzangebot die Endgröße beeinflussen. Die angebotene Größe von 5 bis 6 cm beschreibt daher Jungtiere oder noch nicht vollständig ausgewachsene Exemplare. Besonders die prächtige Rückenflosse männlicher Tiere entwickelt sich erst mit zunehmender Reife und bei großzügigen, guten Haltungsbedingungen vollständig.
Verträglichkeit mit Zwerggarnelen
Eine uneingeschränkt sichere Vergesellschaftung mit Garnelen ist nicht gegeben. Große, ausgewachsene Amanogarnelen oder ähnlich kräftige Garnelen können in einem gut strukturierten Aquarium mit zahlreichen Rückzugsplätzen häufig mit Segelkärpflingen zusammenleben. Kleine Zwerggarnelen, frisch gehäutete Tiere und insbesondere Junggarnelen passen dagegen in das Beuteschema der großen Allesfresser. Eine sich selbst erhaltende Garnelenkolonie ist deshalb kaum zu erwarten. Dichte Moose und Spalten verbessern die Chancen, beseitigen das Risiko aber nicht. Zusätzlich müssen die Garnelen das harte, alkalische Wasser vertragen; bei einer Brackwasserhaltung scheiden viele reine Süßwasserarten als Mitbewohner aus.
Anmelden
Fragen zum Artikel
Noch keine Fragen vorhanden.
Eigene Frage stellen
Die Antwort erscheint in der Regel innerhalb von 30 bis 45 Minuten nach Ihrer Frage.
Häufige Fragen (FAQ)
Wie gewöhne ich Zierfische nach der Ankunft ein?
Wie gewöhne ich Zierfische nach der Ankunft ein?
Um Stress und Temperaturschocks zu vermeiden, sollten neue Zierfische langsam eingewöhnt werden:
- Beutel schwimmen lassen – Legen Sie den verschlossenen Transportbeutel für ca. 20–30 Minuten auf die Wasseroberfläche des Aquariums, damit sich die Temperatur angleicht.
- Wasser schrittweise mischen – Öffnen Sie den Beutel vorsichtig und geben Sie alle 5–10 Minuten kleine Mengen Aquariumwasser hinzu, bis sich das Volumen mindestens verdoppelt hat (Dauer: ca. 45–90 Minuten).
- Fische umsetzen – Setzen Sie die Fische mit einem Kescher ins Aquarium, ohne das Transportwasser einzubringen, um Verunreinigungen zu vermeiden.
- Licht reduzieren – Dimmen Sie die Beleuchtung oder schalten Sie sie für einige Stunden aus, um den Stress zu minimieren.
- Erste Fütterung – Füttern Sie erst nach einigen Stunden oder am nächsten Tag, damit sich die Fische in Ruhe an die neue Umgebung gewöhnen können.
Durch diese langsame Eingewöhnung passen sich die Fische optimal an die neuen Wasserwerte an.
Wie werden Zierfische versendet?
Fische sind Wirbeltiere und werden von uns, den gesetzlichen Bestimmungen folgend, mit einem dafür zugelassenen Tierkurier (GO!) per Übernachtexpress versendet. Der Versand aller Zierfische erfolgt ganzjährig immer in einer hochwertigen, dickwandigen Styroporbox. Bei hohen Außentemperaturen werden die Fische mit zusätzlichem Wasservolumen vor Hitze geschützt. Im Winter legen wir zum Schutz vor Kälte Heatpacks bei und sorgen ggf. für eine zusätzliche Isolierung durch die Verwendung einer wärmereflektierende Spezialfolie als zusätzliche Isolierungschicht.
Je nach Art reisen die Fische entweder in kleineren Gruppen oder einzeln verpackt.
Wie kann ich Krankheiten bei Aquarienfischen vermeiden?
Damit deine Fische gesund und munter bleiben, sind einige grundlegende Maßnahmen erforderlich. Viele Fischkrankheiten entstehen durch schlechte Wasserqualität, Stress oder falsche Ernährung. Mit den folgenden Tipps kannst du das Risiko minimieren und für ein gesundes Aquarium sorgen.
1. Optimale Wasserqualität sicherstellen
- Regelmäßige Wasserwechsel durchführen (ca. 20-30 % alle 1-2 Wochen).
- Wichtige Wasserwerte kontrollieren:
- Temperatur (je nach Fischart passend einstellen)
- pH-Wert (artgerechter Bereich)
- Ammoniak & Nitrit: IMMER 0 mg/l (giftig für Fische)
- Nitrat: unter 25 mg/l (bei hohen Werten Wasser wechseln)
- Kein Chlor oder Schwermetalle im Wasser! Falls nötig, Wasseraufbereiter nutzen.
2. Gesunde Ernährung bieten
- Abwechslungsreiche Kost: Trockenfutter, Frostfutter (z. B. Artemia, Mysis), Lebendfutter (z. B. Wasserflöhe) und pflanzliche Nahrung (je nach Fischart).
- Überfütterung vermeiden: Fische sollten das Futter in 1-2 Minuten komplett fressen. Reste entfernen, um das Wasser nicht zu belasten.
- Spezialfutter je nach Art: Bodenfresser brauchen sinkendes Futter, Oberflächenfresser Flocken oder Granulat.
3. Neue Fische richtig eingewöhnen
- Langsame Anpassung: Neue Fische mit der Tropf-Methode oder schrittweiser Wasserzugabe an das Aquarium gewöhnen.
- Quarantäne für neue Fische: Falls möglich, 2-4 Wochen in einem separaten Becken halten, um Krankheiten nicht ins Hauptaquarium einzuschleppen.
- Transportwasser entsorgen: Neue Zierfische immer mit dem Kescher ins Becken geben, das Transportwasser entsorgen.
4. Stress vermeiden
- Artgerechte Vergesellschaftung: Keine aggressiven Fische mit friedlichen Arten mischen.
- Ausreichend Verstecke bieten (Pflanzen, Wurzeln, Höhlen).
- Keine plötzlichen Temperatur- oder Wasserwechsel – Fische reagieren empfindlich auf starke Schwankungen.
- Nicht zu viele Fische im Becken halten – Überbesatz führt zu Stress und Krankheiten.
5. Krankheiten frühzeitig erkennen
- Symptome wie weiße Punkte (Ichthyophthirius/“Pünktchenkrankheit“), Pilzbeläge, oder abstehende Schuppen können auf Krankheiten hinweisen.
- Verändertes Verhalten (z. B. schnelle Atmung, apathisches Verhalten, Schaukeln, Reiben an Gegenständen) kann ein frühes Warnzeichen sein.
- Infizierte Fische sofort isolieren und bei Bedarf mit geeigneten Medikamenten behandeln.
6. Aquariumpflege & Hygiene beachten
- Filter regelmäßig warten, aber nie komplett reinigen (sonst gehen wichtige Bakterien verloren).
- Bodengrund absaugen, um Futterreste und Kot zu entfernen.
- Keine Chemikalien oder Seifen beim Reinigen des Aquariums verwenden – nur Wasser oder spezielle Aquarienreiniger nutzen.
Wenn du diese Tipps beachtest, bleiben deine Fische gesund und das Aquarium stabil!
Geschlechtsauswahl bei unseren Fischen
Wenn wir eine gezielte Auswahl des Geschlechts bei Tieren vornehmen können ist dies immer direkt am Artikel angegeben. Bei vielen Tieren geht das leider aus verschiedenen Gründen nicht. Zum Beispiel weil bei Jungtieren die Färbung beider Geschlechter identisch ist, weil es keine äußeren Geschlechtsmerkmale gibt, weil wir beispielsweise immer nur ein Geschlecht geliefert bekommen oder aus diversen anderen Gründen.
Wir versuchen immer den Wünschen unserer Kunden nachzukommen wenn das irgendwie möglich ist.