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Rote Haarnixe, Cabomba furcata, Topfpflanze
| Deutscher Name: | Rote Haarnixe |
| Botanisch: | Cabomba furcata |
| Synonyme: | Rote Cabomba, Red Cabomba, Cabomba piauhyensis |
| Herkunft: | Mittel- und Südamerika, von Kuba und Costa Rica bis Brasilien und Bolivien |
| Standort: | Hintergrund in Gruppen |
| Lichtbedarf: | Hoch |
| pH-Bereich: | 5,0 – 6,8 |
| Wasserhärte: | Sehr weich bis weich (0 – 7 °dKH) |
| Wasser-Temperatur: | 20 – 30 °C, ideal 24 – 28 °C |
| Düngung: | Regelmäßige Volldüngung mit Eisen |
| CO₂-Zugabe: | Erforderlich, 20 – 40 mg/l |
| Vermehrung: | Kopfstecklinge, Seitentriebe |
| Wachstum: | Schnell |
| Erreichbare Höhe: | 30 – 80 cm und mehr |
| Lieferung als: | Topfpflanze (5-cm-Topf) |
Herkunft von Rote Haarnixe (Cabomba furcata)
Die Rote Haarnixe, botanisch Cabomba furcata, gehört zur kleinen Familie der Haarnixengewächse, die mit den Seerosen verwandt ist. Ihr Verbreitungsgebiet erstreckt sich über weite Teile Mittel- und Südamerikas, von Kuba, Costa Rica und Panama über Kolumbien, Venezuela und Guyana bis nach Peru, Bolivien und Brasilien. Dort wächst sie in stehenden und langsam fließenden, meist weichen und leicht sauren Gewässern, oft in Lagunen, Altarmen und Sümpfen mit klarem Wasser und kräftiger Sonneneinstrahlung. Die Pflanze bildet lange, biegsame Stängel mit fächerförmig fein zerteilten Unterwasserblättern, die in Quirlen um den Stängel angeordnet sind. Im Gegensatz zu den grünen Haarnixen färben sich Stängel und Blätter bei viel Licht leuchtend rot bis rotviolett, an den Triebspitzen manchmal auch golden oder rosa. In der Natur erscheinen über der Wasseroberfläche kleine rote bis violette Blüten. Im Handel ist die Art lange unter dem Namen Cabomba piauhyensis bekannt gewesen; dieser Name gilt heute als Synonym. Die Rote Haarnixe zählt zu den anspruchsvolleren Aquarienpflanzen und belohnt gute Bedingungen mit einem der schönsten Rottöne unter den feinfiedrigen Stängelpflanzen. Ihr fein strukturiertes Laub ist zugleich ein beliebter Laichplatz für viele Fischarten.
Optimale Standorte im Aquarium
Die Rote Haarnixe gehört in den Hintergrund und entfaltet ihre Wirkung am besten in größeren Gruppen. Vor dunklen Rückwänden oder neben grünen, feinblättrigen Pflanzen leuchtet ihr Rot besonders intensiv. Damit die zarten Triebe nicht beschädigt werden, sollte sie nicht in starker Strömung stehen.
Lichtbedarf
Viel Licht ist für diese Art entscheidend. Nur unter starker Beleuchtung entwickelt sie ihre rote Färbung und einen dichten Wuchs. Bei zu wenig Licht vergrünen die Triebe, werden dünn, und die unteren Blattquirle fallen ab. Schwimmpflanzen über der Gruppe sollten vermieden werden.
Haltung und Pflege im Aquarium
Die Pflege ist anspruchsvoll. Neben viel Licht braucht die Pflanze weiches, leicht saures Wasser, eine stabile CO2-Versorgung und regelmäßige Düngung. Wichtig ist sauberes Wasser, denn Schwebstoffe und Mulm setzen sich gern in den feinen Blättern fest. Die Triebe wachsen rasch zur Oberfläche und werden regelmäßig eingekürzt; die Spitzen setzt man neu ein.
Düngung
Die Rote Haarnixe hat einen hohen Nährstoffbedarf. Eine regelmäßige Volldüngung mit Makro- und Mikronährstoffen, insbesondere Eisen, ist notwendig. Eine leichte Begrenzung von Nitrat kann die Rotfärbung fördern, ein echter Mangel führt dagegen zu Kümmerwuchs.
Zusätzliche CO₂-Versorgung
Eine CO2-Zugabe von etwa 20 bis 40 mg/l ist für gesundes Wachstum praktisch unverzichtbar. Ohne zusätzliches CO2 bleibt die Pflanze meist blass und geht auf Dauer zurück.
Vermehrung
Die Vermehrung erfolgt über Kopfstecklinge und Seitentriebe. Die abgeschnittenen Triebspitzen werden nach dem Entfernen der untersten Blattquirle einzeln in den Bodengrund gesteckt und bewurzeln sich schnell.
Wachstumsgeschwindigkeit
Unter guten Bedingungen wächst die Rote Haarnixe schnell und kann mehrere Zentimeter pro Woche zulegen. Ihre langen, biegsamen Stängel tragen dichte Quirle aus fein zerteilten Blättern und wachsen bis zur Wasseroberfläche.
Endgröße
Im Aquarium erreichen die Triebe meist 30 bis 80 Zentimeter, in hohen Becken auch mehr. Durch Rückschnitt lässt sich die Höhe gut an das Aquarium anpassen.
Lieferung als Topfpflanze
Die Pflanze kommt im 5-cm-Topf mit Steinwolle zu Ihnen. Vor dem Einsetzen den Topf entfernen und die Steinwolle sorgfältig von den Wurzeln und Stängeln lösen, ohne die empfindlichen Triebe zu knicken. Anschließend die Stängel vereinzeln, die untersten Blattquirle entfernen und die Triebe mit etwas Abstand in den Bodengrund stecken. Die zarten Blätter dürfen beim Einsetzen nicht austrocknen, daher zügig arbeiten.
| Temperaturbereiche: | Mäßig warm (22-23°C) - wenig zuheizen, Sehr warm (27-30°C) - viel heizen, Warm (24-26°C) - heizen |
|---|---|
| Wasserhärte: | sehr weich bis weich (Pflanzenangabe) |
| Pflegeanspruch: | Anspruchsvoll |
| Lichtbedarf: | Hoch |
| CO₂-Zufuhr: | Erforderlich |
| Pflanzentyp: | Stängelpflanze |
| Aquarienposition: | Hintergrund |
| Aquarientemperatur: | Geeignet bei 20 °C, Geeignet bei 22 °C, Geeignet bei 24 °C, Geeignet bei 26 °C, Geeignet bei 28 °C, Geeignet bei 30 °C |
| Wachstumsgeschwindigkeit: | Schnell |
| Wuchshöhe: | Sehr hoch (über 40 cm) |
| Lieferform: | Topf |
| pH-Wert: | 5–6,8 |
| Karbonathärte KH: | 0–7 °dKH |
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Häufige Fragen (FAQ)
Wie Aquarienpflanzen einpflanzen?
Die Vorgehensweisen beim Einpflanzen von Bund- und Topfpflanzen für das Aquarium unterscheiden sich nicht sehr. Gehen Sie dabei wie folgt vor:
- Entfernen Sie den Bund oder den Topf.
- Entfernen Sie auch ggf. das Material, in das die Topfpflanzen eingewurzelt sind.
- Bei den Bundpflanzen entfernen Sie ggf. auch das Schaumstoffband, das die Wurzeln umgibt.
- Spülen Sie die neuen Pflanzen gut ab.
- Entfernen Sie ggf. beschädigte Blätter und Triebe mit einer Schere.
- Kürzen Sie die Wurzel um etwa 1/3 ein.
- Die Triebe/Stengel der Bundpflanzen können Sie vereinzeln.
- Bilden Sie mit Ihren Fingern oder einem Aquarium-Pflanzspatel ein Pflanzloch in Ihrem Aquarium-Bodengrund.
- Pflanzen sie die Pflanzen so tief ein, dass das "Herz" der Pflanze nicht vom Bodengrund bedeckt wird. Also nie so tief einpflanzen, dass man den Ursprung der Triebe nicht mehr sehen kann. Eine Pinzette kann dabei hilfreich sein!
- Drücken Sie nach dem Einpflanzen den Bodengrund rings um die frisch eingepflanzte Aquarienpflanze leicht an oder verwenden Sie für den besseren Halt eine Pflanzenklammer.