Regenbogenboa „Paradigma“, Epicrates maurus
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Regenbogenboa „Paradigma“, Epicrates maurus
| Deutscher Name: | Regenbogenboa „Paradigma“ |
| Wissenschaftlich: | Epicrates maurus |
| Synonyme: | Kolumbianische Regenbogenboa, Colombian Rainbow Boa |
| Herkunft: | Nördliches Südamerika und Teile Mittelamerikas, Tier aus deutscher Nachzucht |
| Lebensweise: | Meist am Boden, klettert gelegentlich |
| Aktivitätszeit: | Dämmerungs- und nachtaktiv |
| Haltungsform: | Feuchtwarmes, gut belüftetes Terrarium mit großer Bodenfläche |
| Mindestgröße des Geheges: | Als Orientierung ab etwa 100 × 50 × 50 cm für ein Einzeltier, mehr Platz ist besser |
| Temperaturzonen: | Tag 26–28 °C, Wärmeplatz lokal bis etwa 31 °C, Nacht 23–25 °C |
| Luftfeuchtigkeit: | Hoch, etwa 70–85 %, nie dauerhaft nass |
| UV und Beleuchtung: | Gedimmtes Tageslicht 10–12 Stunden, Schattenplätze anbieten |
| Bodengrund: | Feuchtigkeitsspeichernder Mix aus Kokoserde, Rindenmulch und Moos |
| Futter: | Mäuse und Ratten, Jungtiere wöchentlich, Erwachsene alle ein bis zwei Wochen |
| Sozialverhalten: | Einzelgänger, Einzelhaltung |
| Maximale Größe: | Meist etwa 1,2 bis 1,8 m, Weibchen etwas größer |
| Lebenserwartung: | Bei guter Pflege meist 20 Jahre oder mehr |
| Schutzstatus und Nachweise: | CITES-Anhang II, in der EU besonders geschützt, Herkunfts- und Erwerbsnachweis aufbewahren |
Herkunft, Lebensraum und Verhalten von Regenbogenboa „Paradigma“ (Epicrates maurus)
Die Kolumbianische Regenbogenboa ist eng mit der Roten Regenbogenboa verwandt, wurde lange als deren Unterart geführt und gilt heute als eigene Art. Sie lebt im nördlichen Südamerika und in Teilen Mittelamerikas, vor allem in feuchten Wäldern, an Waldrändern, in Savannen und im Kulturland. Dort jagt sie am Boden und gelegentlich in niedrigen Büschen, vorwiegend in der Dämmerung und nachts, nach Kleinsäugern, Vögeln und Echsen. Charakteristisch ist der Regenbogenschimmer: Die Schuppen brechen das Licht, sodass die braune Haut je nach Blickwinkel in Blau, Grün und Kupfer schillert. Das hier angebotene Tier stammt aus deutscher Nachzucht und gehört zur Zuchtform „Paradigma“. Diese Bezeichnung nennt der Lieferant; Einzelheiten zu Zeichnung und Erbgang sind nicht unabhängig belegt und sollten beim Kauf erfragt und dokumentiert werden. Regenbogenboas gelten als reizvoll, aber klimaempfindlich. Wer sie hält, braucht Erfahrung mit hoher Luftfeuchtigkeit und stabilen Wärmezonen.
Das richtige Gehege
Die Kolumbianische Regenbogenboa ist vor allem bodenaktiv, deshalb zählt die Grundfläche mehr als die Höhe. Als Orientierung gelten für ein einzelnes erwachsenes Tier etwa 100 × 50 × 50 cm; großzügigere Becken erleichtern die Klimasteuerung. Das Terrarium soll Feuchtigkeit halten, braucht aber trotzdem Zu- und Abluft, damit sich kein Schimmel bildet. Mehrere Verstecke sind unverzichtbar. Die Tierschutzgutachten und die Auflagen der Behörde gehen unseren Richtwerten vor.
Einrichtung, Bodengrund und Bepflanzung
Ein Bodengrund aus Kokoserde, Rindenmulch und Moos speichert Feuchtigkeit und lässt sich leicht pflegen. Korkröhren, Höhlen aus Rinde und dichte Bepflanzung mit robusten Pflanzen geben Deckung. Ein paar stabile Äste bieten Abwechslung, ein Wassernapf auf der kühleren Seite dient zum Trinken und Baden. Eine Feuchtbox mit Moos unterstützt die Häutung. Alle Einbauten stehen fest, damit nichts verrutscht.
UV, Beleuchtung und Wärme
Gemäßigtes Licht genügt: Zehn bis zwölf Stunden Tageslicht aus einer LED-Leuchte mit Zeitschaltuhr reichen aus. Wärme erzeugt man am besten mit Heizmatte, Heizkabel oder Keramikstrahler an einem Thermostat, damit es nicht zu hell wird. Eine schwache UVB-Quelle kann angeboten werden, ist aber nicht zwingend nötig. Alle Heizquellen werden gegen direkten Hautkontakt gesichert.
Klima, Wasser und Luftfeuchtigkeit
Tagsüber liegen die Werte bei etwa 26 bis 28 °C, am Wärmeplatz lokal bei bis zu 31 °C, nachts bei 23 bis 25 °C. Die Luftfeuchtigkeit sollte etwa 70 bis 85 % betragen, ohne dass der Boden dauerhaft nass ist. Regelmäßiges Sprühen und ein großer Wassernapf helfen dabei. Zu trockene Luft verursacht Häutungsprobleme, zu nasse Haltung Hautentzündungen. Kontrollieren Sie Temperatur und Feuchte täglich mit Messgeräten an mehreren Stellen.
Fütterung und Mineralversorgung
Die Kolumbianische Regenbogenboa nimmt aufgetaute Mäuse, später Ratten in passender Größe an. Junge Tiere füttert man etwa einmal pro Woche, erwachsene im Abstand von ein bis zwei Wochen. Die Beute wird handwarm mit einer langen Pinzette angeboten. Nach der Mahlzeit bleibt das Tier einige Tage ungestört. Frisches Wasser steht jederzeit bereit.
Sozialverhalten
Regenbogenboas leben als Einzelgänger und gehören einzeln gehalten. Nur zur Verpaarung werden Partner kurzzeitig zusammengebracht.
Geschlechtsunterschiede
Weibchen sind meist etwas länger und kräftiger als Männchen. Das Geschlecht ist bei diesem Angebot nicht angegeben.
Fortpflanzung und Inkubation
Regenbogenboas sind lebendgebärend: Die Jungtiere entwickeln sich im Mutterleib und kommen fertig ausgebildet zur Welt. Die Zucht verlangt ein stabiles Klima und Erfahrung. Wer mit einem Tier der Form „Paradigma“ züchten möchte, sollte den Erbgang der Zeichnung klären und die Abstammung vollständig dokumentieren.
Winterruhe oder saisonale Ruhe
Eine Winterruhe ist in der reinen Haltung nicht erforderlich, die feuchtwarmen Bedingungen bleiben ganzjährig bestehen. Vor der Zucht senken manche Halter Temperatur und Licht leicht ab. Das sollte nur bei gesunden Tieren und mit Erfahrung geschehen.
Endgröße und Lebenserwartung
Erwachsene Tiere erreichen meist etwa 1,2 bis 1,8 m Länge. Die Lebenserwartung liegt bei guter Pflege meist bei 20 Jahren oder mehr. Eine Regenbogenboa ist daher eine Entscheidung für viele Jahre.
Schutzstatus und rechtliche Hinweise
Alle Regenbogenboas der Gattung Epicrates stehen im Washingtoner Artenschutzübereinkommen (CITES) in Anhang II. In der EU gelten sie als besonders geschützt; maßgeblich ist die EU-Artenschutzverordnung. Heben Sie Rechnung, Herkunfts- und Erwerbsnachweis dauerhaft auf, denn der legale Erwerb muss jederzeit belegbar sein. Geben Sie das Tier weiter, gehören die Papiere dazu. Zusätzliche Vorgaben von Bundesland oder Gemeinde sowie das Tierschutzgesetz gelten ebenfalls. Im Zweifel hilft die untere Naturschutzbehörde.
Risiken und sicherer Umgang
Regenbogenboas sind ungiftig, können bei Stress oder Verwechslung mit Futter aber mit ihren feinen Zähnen zubeißen. Nach dem Umgang mit Futtertieren die Hände waschen. Reptilien können Salmonellen übertragen; deshalb nach jedem Kontakt gründlich Hände waschen, besonders im Haushalt mit Kindern, Schwangeren und immungeschwächten Personen. Neue Tiere brauchen mehrere Wochen Ruhe zur Eingewöhnung.
Nice-to-Know
Der Regenbogenschimmer beruht auf der Struktur der Schuppen und nicht auf Farbstoffen. Er zeigt sich am schönsten bei frisch gehäuteten Tieren im Licht. „Paradigma“ ist ein Handelsname für eine Zuchtform; Hinweise zu Zeichnung und Erbgang sollten Sie sich vom Züchter bestätigen lassen.
Herkunftsnachweise versenden wir grundsätzlich per E-Mail als PDF. Ein Versand in Papierform erfolgt nicht.
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Häufige Fragen (FAQ)
Wie werden Reptilien versendet?
Alle Reptilien sind Wirbelltiere und werden von uns, gemäß den gesetzlichen Bestimmungen, mit einem speziellen Tierkurier (GO!) per Übernachtexpress versendet. Der Versand von Reptilien erfolgt immer in einer stabilen, dickwandigen Styroporbox. Bei niedrigen Außentemperaturen werden die Tiere mit Heatpacks zusätzlich vor kalten Temperaturen geschützt.
Geschlechtsauswahl bei unseren Reptilien
Wenn wir eine gezielte Auswahl des Geschlechts bei Tieren vornehmen können ist dies immer direkt am Artikel angegeben. Bei vielen Tieren geht das leider aus verschiedenen Gründen nicht. Zum Beispiel weil bei Jungtieren die Färbung beider Geschlechter identisch ist, weil es keine äußeren Geschlechtsmerkmale gibt, weil wir beispielsweise immer nur ein Geschlecht geliefert bekommen oder aus diversen anderen Gründen.
Wir versuchen immer den Wünschen unserer Kunden nachzukommen wenn das irgendwie möglich ist.