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Pracht-Bodensalmler, Melanocharacidium dispilomma

Seltener Bodensalmler

Kleiner Salmler, der am Boden auf den Flossen ruht

Wildfang aus Peru

Seltene Art aus klaren, steinigen Fließgewässern Südamerikas

Lebhaft und friedlich

Necken sich ständig, ohne sich oder andere Fische zu verletzen

Klein und genügsam

Nur etwa 5 cm groß und frisst jedes passende Zierfischfutter

Pracht-Bodensalmler, Melanocharacidium dispilomma


Auf einen Blick: Pracht-Bodensalmler, Melanocharacidium dispilomma
Deutscher Name:Pracht-Bodensalmler
Wissenschaftlich:Melanocharacidium dispilomma
Synonyme:keine gebräuchlichen Synonyme bekannt
Herkunft:Nördliches Südamerika: Amazonas- und Orinoko-Becken, Guayana; Wildfang aus Peru
Gesellschafts-Aquarium:Friedlicher Bodenbewohner; in einer kleinen Gruppe mit ruhigen Beifischen
Wasserwerte:pH 6,0–7,5, weich bis mittelhart (bis etwa 12 °dGH), sauerstoffreich
Temperatur:23–27 °C
Beckengröße:Ab 60 cm Kantenlänge für eine kleine Gruppe
Bepflanzung:Steine, Kies, Wurzeln und Pflanzen mit Deckung von oben, leichte Strömung
Futter:Kleines Lebend- und Frostfutter, dazu feines Granulat und Flocken
Geschlechts-Unterschiede:Kaum bekannt; Weibchen zur Laichzeit fülliger
Zucht möglich:Im Aquarium bisher kaum dokumentiert
Maximale Größe:Bis etwa 5 cm Gesamtlänge
Liefergröße:ca. 3–5 cm
Mit Garnelen verträglich:Adulte Zwerggarnelen meist sicher, sehr kleiner Garnelennachwuchs gefährdet
Im Detail: Pracht-Bodensalmler, Melanocharacidium dispilomma

Herkunft von Pracht-Bodensalmler (Melanocharacidium dispilomma)

Der Pracht-Bodensalmler gehört zu den Bodensalmlern, einer Gruppe kleiner südamerikanischer Salmler, die sich vom Freiwasser auf den Gewässergrund zurückgezogen haben. Wissenschaftlich beschrieben wurde die Art 1993 von dem brasilianischen Ichthyologen Paulo Buckup in seiner Bearbeitung der Gattung Melanocharacidium. Der Artname bezieht sich auf die zwei dunklen Flecken oberhalb der Augen. Das Verbreitungsgebiet ist sehr groß: Die Art ist aus dem Amazonas- und dem Orinoko-Becken, aus dem Einzugsgebiet des Essequibo und aus Küstenflüssen zwischen Guyana und Französisch-Guayana gemeldet, außerdem aus Peru, Bolivien, Kolumbien und Venezuela. Fachleute vermuten, dass sich hinter dem Namen mehrere sehr ähnliche Arten verbergen. Der Fisch lebt in den Oberläufen von Flüssen und in schnell fließenden Bächen mit Fels- und Steingrund. Dort sitzt er, auf die Brust- und Bauchflossen gestützt, zwischen den Steinen und schnappt nach vorbeitreibenden Kleintieren. Die Art gilt als nicht gefährdet. Im Handel ist sie dennoch selten zu finden. Die angebotenen Tiere sind Wildfänge aus Peru.

Vergesellschaftung

Der Pracht-Bodensalmler ist ein friedlicher und unterhaltsamer Bodenbewohner. Untereinander necken sich die Tiere ständig und jagen sich kurz hin und her, ohne dass es zu Verletzungen kommt. Gegenüber anderen Arten verhält er sich neutral. Am schönsten zeigt sich sein Verhalten in einer kleinen Gruppe ab etwa fünf Tieren. Als Beifische eignen sich ruhige Salmler, kleine Panzerwelse oder Zwergbuntbarsche, die die Bodenzone nicht vollständig besetzen. Große, ruppige Fische können die kleinen Bodensalmler einschüchtern.

Passende Wasserparameter

Als Bewohner klarer Fließgewässer schätzt der Pracht-Bodensalmler sauberes, sauerstoffreiches Wasser. Bewährt haben sich weiches bis mittelhartes Wasser bis etwa 12 °dGH und ein pH-Wert zwischen etwa 6,0 und 7,5. Eine gute Filterung mit leichter bis mäßiger Strömung und regelmäßige Teilwasserwechsel sind wichtig. Hohe Nitratwerte und Sauerstoffmangel verträgt die Art schlecht.

Haltungstemperatur

Ein Temperaturbereich von etwa 23 bis 27 °C entspricht den Bedingungen in seinen tropischen Heimatgewässern. Bei höheren Temperaturen sollte besonders auf eine gute Sauerstoffversorgung geachtet werden, etwa durch eine bewegte Wasseroberfläche. Gleichmäßige Werte ohne starke Schwankungen fördern das Wohlbefinden.

Beckengröße

Für eine kleine Gruppe genügt ein Aquarium ab etwa 60 cm Kantenlänge. Wichtiger als die Höhe ist eine große Bodenfläche mit mehreren Sitzplätzen. Eine Abdeckung ist empfehlenswert, da kleine Salmler bei Schreck springen können.

Bepflanzung

Eine bachähnliche Einrichtung mit Kies, flachen Steinen und Wurzeln bietet viele Sitzplätze. Die Tiere halten sich gern unter Deckung von oben auf, etwa unter überhängenden Wurzeln, breiten Blättern oder Schwimmpflanzen. Robuste Pflanzen wie Javafarn, Anubias oder Cryptocorynen eignen sich gut. Eine leichte Strömung über dem Bodengrund wird geschätzt.

Futter

In der Natur ernährt sich der Pracht-Bodensalmler von kleinen Insektenlarven und anderen Wirbellosen, die er vom Boden aufnimmt oder aus der Strömung schnappt. Im Aquarium frisst er jedes passende Zierfischfutter. Besonders gern nimmt er kleines Frost- und Lebendfutter wie Mückenlarven, Artemia, Cyclops und Daphnien. Ergänzend eignen sich feines, sinkendes Granulat und zerriebene Flocken.

Geschlechtsunterschiede

Für diese Art sind die Geschlechtsunterschiede kaum beschrieben. Weibchen wirken zur Laichzeit meist fülliger und etwas kräftiger gebaut. Bei verwandten Bodensalmlern sind die Männchen oft etwas schlanker und zeigen eine kontrastreichere Flossenzeichnung, eine sichere Bestimmung ist aber schwierig.

Zucht

Berichte über eine gelungene Nachzucht im Aquarium liegen kaum vor. Verwandte Bodensalmler legen ihre Eier zwischen Pflanzen oder Steinen ab und betreiben keine Brutpflege. Wer eine Zucht versuchen möchte, sollte ein eigenes, gut eingerichtetes Becken mit weichem Wasser und feinfiedrigen Pflanzen bereitstellen und die Eltern nach dem Ablaichen herausfangen.

Endgröße

Der Pracht-Bodensalmler erreicht eine Gesamtlänge von etwa 5 cm und gehört damit zu den kleinen Salmlern. Geliefert werden Tiere von etwa 3 bis 5 cm. Zur Lebenserwartung liegen keine verlässlichen Angaben vor.

Verträglichkeit mit Zwerggarnelen

Ausgewachsene Zwerggarnelen werden in der Regel nicht ernsthaft verfolgt. Sehr kleiner Garnelennachwuchs passt aber ins Beuteschema des kleinen Bodenjägers und kann gefressen werden. In einem Garnelenzuchtbecken ist er daher nur bedingt geeignet.

Temperaturbereiche: Mäßig warm (22-23°C) - wenig zuheizen, Warm (24-26°C) - heizen
Wasserhärte: sehr weich (0–4 °dGH), weich (4–8 °dGH), mittelhart (8–15 °dGH)
pH-Bereich: sauer (unter pH 6,5), neutral (pH 6,5–7,5)
Endgröße: bis 5 cm
Haltungsform: Gruppenhaltung
Aufenthaltsbereich: Boden

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Häufige Fragen (FAQ)


 

Wie gewöhne ich Zierfische nach der Ankunft ein?

Wie gewöhne ich Zierfische nach der Ankunft ein?

Um Stress und Temperaturschocks zu vermeiden, sollten neue Zierfische langsam eingewöhnt werden:

  1. Beutel schwimmen lassen – Legen Sie den verschlossenen Transportbeutel für ca. 20–30 Minuten auf die Wasseroberfläche des Aquariums, damit sich die Temperatur angleicht.
  2. Wasser schrittweise mischen – Öffnen Sie den Beutel vorsichtig und geben Sie alle 5–10 Minuten kleine Mengen Aquariumwasser hinzu, bis sich das Volumen mindestens verdoppelt hat (Dauer: ca. 45–90 Minuten).
  3. Fische umsetzen – Setzen Sie die Fische mit einem Kescher ins Aquarium, ohne das Transportwasser einzubringen, um Verunreinigungen zu vermeiden.
  4. Licht reduzieren – Dimmen Sie die Beleuchtung oder schalten Sie sie für einige Stunden aus, um den Stress zu minimieren.
  5. Erste Fütterung – Füttern Sie erst nach einigen Stunden oder am nächsten Tag, damit sich die Fische in Ruhe an die neue Umgebung gewöhnen können.

Durch diese langsame Eingewöhnung passen sich die Fische optimal an die neuen Wasserwerte an.

Wie werden Zierfische versendet?

Fische sind Wirbeltiere und werden von uns, den gesetzlichen Bestimmungen folgend, mit einem dafür zugelassenen Tierkurier (GO!) per Übernachtexpress versendet. Der Versand aller Zierfische erfolgt ganzjährig immer in einer hochwertigen, dickwandigen Styroporbox. Bei hohen Außentemperaturen werden die Fische mit zusätzlichem Wasservolumen vor Hitze geschützt. Im Winter legen wir zum Schutz vor Kälte Heatpacks bei und sorgen ggf. für eine zusätzliche Isolierung durch die Verwendung einer wärmereflektierende Spezialfolie als zusätzliche Isolierungschicht.
Je nach Art reisen die Fische entweder in kleineren Gruppen oder einzeln verpackt.

Wie kann ich Krankheiten bei Aquarienfischen vermeiden?

Damit deine Fische gesund und munter bleiben, sind einige grundlegende Maßnahmen erforderlich. Viele Fischkrankheiten entstehen durch schlechte Wasserqualität, Stress oder falsche Ernährung. Mit den folgenden Tipps kannst du das Risiko minimieren und für ein gesundes Aquarium sorgen.

1. Optimale Wasserqualität sicherstellen

  • Regelmäßige Wasserwechsel durchführen (ca. 20-30 % alle 1-2 Wochen).
  • Wichtige Wasserwerte kontrollieren:
    • Temperatur (je nach Fischart passend einstellen)
    • pH-Wert (artgerechter Bereich)
    • Ammoniak & Nitrit: IMMER 0 mg/l (giftig für Fische)
    • Nitrat: unter 25 mg/l (bei hohen Werten Wasser wechseln)
  • Kein Chlor oder Schwermetalle im Wasser! Falls nötig, Wasseraufbereiter nutzen.

2. Gesunde Ernährung bieten

  • Abwechslungsreiche Kost: Trockenfutter, Frostfutter (z. B. Artemia, Mysis), Lebendfutter (z. B. Wasserflöhe) und pflanzliche Nahrung (je nach Fischart).
  • Überfütterung vermeiden: Fische sollten das Futter in 1-2 Minuten komplett fressen. Reste entfernen, um das Wasser nicht zu belasten.
  • Spezialfutter je nach Art: Bodenfresser brauchen sinkendes Futter, Oberflächenfresser Flocken oder Granulat.

3. Neue Fische richtig eingewöhnen

  • Langsame Anpassung: Neue Fische mit der Tropf-Methode oder schrittweiser Wasserzugabe an das Aquarium gewöhnen.
  • Quarantäne für neue Fische: Falls möglich, 2-4 Wochen in einem separaten Becken halten, um Krankheiten nicht ins Hauptaquarium einzuschleppen.
  • Transportwasser entsorgen: Neue Zierfische immer mit dem Kescher ins Becken geben, das Transportwasser entsorgen.

4. Stress vermeiden

  • Artgerechte Vergesellschaftung: Keine aggressiven Fische mit friedlichen Arten mischen.
  • Ausreichend Verstecke bieten (Pflanzen, Wurzeln, Höhlen).
  • Keine plötzlichen Temperatur- oder Wasserwechsel – Fische reagieren empfindlich auf starke Schwankungen.
  • Nicht zu viele Fische im Becken halten – Überbesatz führt zu Stress und Krankheiten.

5. Krankheiten frühzeitig erkennen

  • Symptome wie weiße Punkte (Ichthyophthirius/“Pünktchenkrankheit“), Pilzbeläge, oder abstehende Schuppen  können auf Krankheiten hinweisen.
  • Verändertes Verhalten (z. B. schnelle Atmung, apathisches Verhalten, Schaukeln, Reiben an Gegenständen) kann ein frühes Warnzeichen sein.
  • Infizierte Fische sofort isolieren und bei Bedarf mit geeigneten Medikamenten behandeln.

6. Aquariumpflege & Hygiene beachten

  • Filter regelmäßig warten, aber nie komplett reinigen (sonst gehen wichtige Bakterien verloren).
  • Bodengrund absaugen, um Futterreste und Kot zu entfernen.
  • Keine Chemikalien oder Seifen beim Reinigen des Aquariums verwenden – nur Wasser oder spezielle Aquarienreiniger nutzen.

Wenn du diese Tipps beachtest, bleiben deine Fische gesund und das Aquarium stabil!

Geschlechtsauswahl bei unseren Fischen

Wenn wir eine gezielte Auswahl des Geschlechts bei Tieren vornehmen können ist dies immer direkt am Artikel angegeben. Bei vielen Tieren geht das leider aus verschiedenen Gründen nicht. Zum Beispiel weil bei Jungtieren die Färbung beider Geschlechter identisch ist, weil es keine äußeren Geschlechtsmerkmale gibt, weil wir beispielsweise immer nur ein Geschlecht geliefert bekommen oder aus diversen anderen Gründen. 
Wir versuchen immer den Wünschen unserer Kunden nachzukommen wenn das irgendwie möglich ist.

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