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Krustenanemone „Green Kiss“ (Nachzucht), Zoanthus spec., ca. 30 - 35 Polypen

Grüne Handelsform

Zoanthus „Green Kiss“ aus Nachzucht, benannt nach grüner Färbung

Licht als Energiequelle

Zooxanthellen liefern Energie, Futter ist nur eine Ergänzung

Bildet Polypenrasen

Neue Polypen sprossen an der Basis und überziehen Steine

Schutz beim Umsetzen

Palytoxin: immer Handschuhe und Augenschutz tragen

Krustenanemone „Green Kiss“ (Nachzucht), Zoanthus spec., ca. 30 - 35 Polypen


Auf einen Blick: Krustenanemone „Green Kiss“ (Nachzucht), Zoanthus spec.
Deutscher Name:Krustenanemone „Green Kiss“ (Nachzucht)
Wissenschaftlich:Zoanthus spec.
Synonyme:Zoa, Zoanthide, Button Polyps
Herkunft:Tropische Küsten weltweit; Nachzucht
Korallengruppe:Krustenanemone (Zoanthus) mit Zooxanthellen
Lichtbedarf:Gering bis mittel, etwa 75–250 PAR
Strömung:Mäßig und wechselnd
Wasserwerte:Dichte 1,023–1,026, pH 8,1–8,4, KH 8–9,5 °dKH, Ca 400–450 mg/l, Mg 1.300–1.450 mg/l
Temperatur:24–27 °C
Platzierung:Unten bis Mitte, gern auf eigenem Stein
Ernährung:Licht; gelegentlich Feinfutter und Aminosäuren
Wachstum:Zügig, bildet flächige Polypenrasen
Schwierigkeitsgrad:Einfach; Palytoxin – Handschuhe und Augenschutz
Lieferform:ca. 30 - 35 Polypen
Im Detail: Krustenanemone „Green Kiss“ (Nachzucht), Zoanthus spec.

Herkunft von Krustenanemone „Green Kiss“ (Nachzucht) (Zoanthus spec.)

Zoanthus ist eine Gattung koloniebildender Krustenanemonen aus der Familie Zoanthidae und der Ordnung Zoantharia. Vertreter dieser Gattung kommen an tropischen und subtropischen Küsten fast überall vor, vom Indopazifik über das Rote Meer bis in die Karibik. Sie wachsen meist in sehr flachem, lichtdurchflutetem Wasser auf Riffdächern, in Gezeitenbecken und am oberen Riffhang, wo einige Kolonien bei Niedrigwasser kurzzeitig an der Luft liegen. Symbiotische Algen im Gewebe, die Zooxanthellen, versorgen die Polypen über Photosynthese mit Energie, weshalb Licht für diese Tiere die wichtigste Lebensgrundlage ist. Die einzelnen Polypen sind an ihrer Basis durch ein gemeinsames Gewebe verbunden und bilden mit der Zeit dichte Teppiche. Zoanthus besitzt fluoreszierende Proteine, die zu den leuchtenden Farben vieler Handelsformen beitragen. Weil molekulargenetische Studien zeigen, dass verschieden aussehende Kolonien oft zur selben Art gehören, lässt sich eine Handelsform nicht sicher einer Art zuordnen; sie wird daher als Zoanthus spec. geführt. „Green Kiss“ ist ein reiner Handelsname, der auf eine grüne Färbung hindeutet; eine verbindliche Beschreibung der Zeichnung liegt nicht vor. Die Kolonien stammen aus Nachzucht.

Haltung im Riffaquarium

Zoanthus gilt als robuste Krustenanemone, die sich auch für Einsteiger in ein gut eingefahrenes Riffaquarium eignet. Entscheidend sind stabile Wasserwerte, eine mäßige, wechselnde Strömung und ein Lichtangebot, an das die Kolonie langsam gewöhnt wird, denn zu plötzlich starkes Licht kann zum Ausbleichen führen. Bleiben die Polypen über mehrere Tage geschlossen, sind meist zu viel Licht, zu starke Strömung, Schmutzauflagen oder Fraßschädlinge die Ursache. Neue Kolonien sollten vor dem Einsetzen genau auf kleine Nacktschnecken, Asselspinnen und deren Gelege an der Unterseite untersucht werden. Sicherheitshinweis: Krustenanemonen der Gattung Zoanthus können Palytoxin enthalten, ein sehr starkes Gift. Tragen Sie beim Umsetzen, Teilen und Reinigen stets Handschuhe und Augenschutz und fassen Sie die Kolonie niemals mit offenen Wunden, Rissen oder kleinen Schnitten an den Händen an. Kolonien und bewachsene Steine niemals abkochen, abbürsten, mit heißem Wasser übergießen oder unter Druck abspülen, denn dabei können Spritzer und feine Aerosole entstehen. Aquarienwasser nicht mit dem Mund ansaugen und Werkzeuge nach Gebrauch gründlich reinigen. Treten nach einem möglichen Kontakt Beschwerden wie metallischer Geschmack, Fieber, Husten oder Atemnot auf, sollte umgehend ein Arzt oder der Giftnotruf verständigt werden.

Licht, Strömung und Platzierung

Am besten startet die Krustenanemone im unteren bis mittleren Bereich des Riffaufbaus oder an einer leicht beschatteten Stelle. Öffnen sich die Polypen dort zuverlässig, kann die Kolonie schrittweise höher gesetzt werden. Die Strömung soll Schwebstoffe von den Polypen fernhalten, sie aber nicht ständig zusammendrücken. Weil Zoanthus mit der Zeit Steine überwächst und Nachbarkorallen bedrängen kann, ist ein eigener Stein oder eine kleine Felsinsel mit Abstand zu langsam wachsenden Korallen sinnvoll.

Wasserwerte und Spurenelemente

Bewährt haben sich stabile Riffaquarienwerte: Salzgehalt um 35 ‰ beziehungsweise eine Dichte von etwa 1,023 bis 1,026, pH-Wert 8,1 bis 8,4 und eine KH von etwa 8 bis 9,5 °dKH. Calcium sollte bei 400 bis 450 mg/l und Magnesium bei 1.300 bis 1.450 mg/l liegen, die Temperatur bei 24 bis 27 °C. Krustenanemonen kommen mit etwas Nährstoffen gut zurecht; Nitrat um 10 bis 25 mg/l und Phosphat zwischen 0,01 und 0,1 mg/l gelten als günstig, Ammonium und Nitrit sollten nicht nachweisbar sein. Gleichmäßige Werte sind wichtiger als ein exakter Zielwert, starke Schwankungen bei Salzgehalt und KH werden schlecht vertragen.

Ernährung und Fütterung

Den größten Teil ihres Energiebedarfs decken die Polypen über die Zooxanthellen, sodass die Kolonie in einem eingefahrenen Riffaquarium mit Licht allein auskommen kann. Gelegentliche Gaben von feinem Korallenfutter wie Phyto- oder Zooplankton sowie Aminosäuren können Wachstum und Färbung zusätzlich unterstützen. Am besten sparsam und gezielt mit einer Pipette bei reduzierter Strömung füttern, damit keine unnötigen Nährstoffe ins Becken gelangen.

Wachstum und Vermehrung

Krustenanemonen vermehren sich im Aquarium vor allem ungeschlechtlich: An der Basis vorhandener Polypen knospen neue Polypen, die über das gemeinsame Gewebe verbunden bleiben. Unter passenden Bedingungen wächst die Kolonie dadurch vergleichsweise zügig und überzieht nach und nach Steine und Riffaufbauten; einzelne Polypen bleiben dabei klein. Die Färbung kann je nach Licht und Wasserqualität etwas variieren. Ableger lassen sich gut weitervermehren, beim Teilen gelten aber unbedingt die Schutzmaßnahmen wegen des Palytoxins.

Abstand und Verträglichkeit mit Nachbarkorallen

Zoanthus ist friedlich und eignet sich für die meisten Riffaquarien mit Weich- und Steinkorallen. Durch ihr flächiges Wachstum kann die Kolonie benachbarte Korallen jedoch bedrängen und langsam wachsende Arten überwuchern, daher ist ausreichend Abstand ratsam. Fische und Wirbellose, die gezielt Polypen fressen, sind für Krustenanemonen ungeeignet; vor dem Besatz sollte das jeweils geprüft werden. Fraßschädlinge wie spezialisierte Nacktschnecken und Asselspinnen können eine Kolonie unbemerkt schädigen.

Eingewöhnung

Den Beutel zunächst geschlossen im Aquarium schwimmen lassen, bis sich die Temperatur angeglichen hat. Anschließend nach der Tropfmethode langsam Aquarienwasser zugeben, bis Salzgehalt und Temperatur übereinstimmen; das Transportwasser wird verworfen. Vor dem Einsetzen empfiehlt sich ein Korallendip nach Herstellerangabe und eine Kontrolle auf Schädlinge und Gelege. Danach die Kolonie zunächst schattig platzieren und erst nach einigen Tagen an einen helleren Platz setzen. Während des gesamten Vorgangs Handschuhe und Augenschutz tragen und den Kontakt mit offenen Wunden vermeiden.

Lieferung

Die Krustenanemone „Green Kiss“ wird als Nachzucht-Ableger geliefert. Die Mengenangabe im Artikelnamen nennt die ungefähre Zahl der Polypen. Da es sich um lebende, wachsende Tiere handelt, kann die tatsächliche Polypenzahl leicht abweichen. Nach dem Transport sind die Polypen häufig noch geschlossen und öffnen sich in der Regel nach einigen Stunden bis wenigen Tagen. Der Artikel ist Bestellware und wird für Sie beim Lieferanten bestellt.

Tiergruppe: Krustenanemonen
Wassertemperatur: 24 °C, 25 °C, 26 °C, 27 °C

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Häufige Fragen (FAQ)


 

Wie werden Meerwassertiere versendet?

Meerwasserfische, Garnelen, Seesterne, Korallen und Anemonen versenden wir ausschließlich mit dem zugelassenen Tierkurier GO! im Übernachtexpress. Jedes Tier beziehungsweise jede Koralle reist einzeln in einem Beutel mit Meerwasser und Sauerstoff, verpackt in einer isolierten Styroporbox – bei kühler Witterung zusätzlich mit Wärmepack.

Meerwassertiere führen wir als Bestellware mit einer Lieferzeit von 2–5 Tagen. Bitte sorge dafür, dass die Sendung am Liefertag angenommen werden kann, damit die Tiere schnell ins Aquarium kommen.

Wie gewöhne ich Meerwassertiere nach der Ankunft ein?

Dimme zunächst das Licht im Aquarium. Lege die geschlossenen Beutel 15–20 Minuten auf die Wasseroberfläche, damit sich die Temperatur angleicht. Gib dann mit der Tropfmethode langsam Aquarienwasser in ein Gefäß mit den Tieren, bis sich Salzgehalt und pH-Wert angeglichen haben – bei Fischen etwa 30–45 Minuten, bei Garnelen, Seesternen und Seeigeln deutlich langsamer über 60–90 Minuten, denn sie reagieren empfindlich auf Salzgehaltsschwankungen.

Setze die Tiere anschließend um, ohne das Transportwasser ins Aquarium zu geben. Seesterne, Muscheln und Schwämme sollten dabei möglichst nicht an die Luft kommen. Lass das Licht am ersten Tag gedimmt und füttere erst am nächsten Tag.

Was muss ich bei Korallen und Anemonen beachten?

Gewöhne Korallen langsam an das Licht: Platziere sie anfangs etwas tiefer oder schattiger und setze sie erst nach einigen Tagen an ihren endgültigen Platz. Halte Abstand zu Nachbarkorallen, denn viele Arten bilden Nesselfäden. Achte auf eine zur Art passende Strömung.

Anemonen können wandern – sichere Pumpen und Überläufe deshalb mit einem Schutzkorb. Bei Krustenanemonen (Zoanthus, Palythoa) beim Umgang immer Handschuhe und Augenschutz tragen, da sie Palytoxin enthalten können; die Kolonien niemals abkochen, abbürsten oder unter Druck abspülen.

Welche Wasserwerte brauchen Meerwassertiere?

Die meisten Riffbewohner fühlen sich in diesem Rahmen wohl: Salzgehalt 33–35 ‰ (Dichte etwa 1,023–1,025 bei 25 °C), Temperatur 24–26 °C, pH-Wert 8,0–8,4, KH 7–9 °dH, Calcium 400–450 mg/l und Magnesium 1.250–1.350 mg/l bei niedrigen Nitrat- und Phosphatwerten. Wichtiger als einzelne Spitzenwerte ist, dass die Werte stabil bleiben.

Artspezifische Angaben findest du jeweils in der Artikelbeschreibung.

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