Königsspringspinne „Dark“, Phidippus regius
133,99 €*
Lieferung in 2-5 Tagen
Königsspringspinne „Dark“, Phidippus regius
| Deutscher Name: | Königsspringspinne „Dark“ |
| Wissenschaftlich: | Phidippus regius |
| Synonyme: | Regius-Springspinne, Königliche Springspinne, Regal Jumping Spider |
| Herkunft: | Südöstliche USA und Karibik, besonders Florida, Bahamas und Große Antillen |
| Lebensweise: | Kletternder Vegetations- und Oberflächenbewohner; einzeln halten |
| Aktivitätszeit: | Tagaktiver, sprunggewandter Sichtjäger |
| Haltungstyp: | Gut belüftetes, ausbruchsicheres Hochterrarium mit Frontöffnung |
| Mindestgröße des Terrariums: | Für adulte Tiere ab etwa 15 × 15 × 20 cm, höher als breit |
| Temperatur und Luftfeuchtigkeit: | Tagsüber etwa 24–28 °C, nachts 20–22 °C; rund 50–70 % Luftfeuchte |
| Bodengrund: | Dünne, saugfähige und überwiegend trockene Bodenschicht |
| Verstecke und Gespinst: | Dichte Kletterstruktur und Ankerplätze für Ruhenester im oberen Bereich |
| Futter: | Passend große Fliegen, Schaben, Heimchen und andere lebende Futtertiere |
| Gift und Abwehrverhalten: | Flucht und Sprung; Giftbiss möglich, keine Brennhaare |
| Körpergröße und Beinspannweite: | Körperlänge etwa 6–22 mm; Beinspannweite bei großen Tieren rund 3,5–4 cm |
| Lebenserwartung: | Meist etwa 1–3 Jahre; Weibchen leben gewöhnlich länger |
Herkunft und Lebensraum von Königsspringspinne „Dark“ (Phidippus regius)
Phidippus regius stammt aus warmen Regionen Nordamerikas und der Karibik. Das gesicherte natürliche Verbreitungsgebiet umfasst die südöstlichen USA sowie karibische Inselgruppen; besonders häufig wird die Art auf der Halbinsel Florida angetroffen. Weitere Vorkommen liegen unter anderem auf den Bahamas und den Großen Antillen. Auf der Osterinsel gilt sie als eingeschleppt. Besiedelt werden vor allem Wiesen, Feldränder, lichte Gehölze und offene Waldlandschaften. Geschlossene, alte Laubwälder gehören dagegen nicht zu ihren bevorzugten Lebensräumen. Jungtiere halten sich häufig in der Krautzone, an Blattspitzen oder in eingerollten Blättern auf. Mit zunehmender Größe nutzen die Spinnen verstärkt Sträucher, Palmen, Palmettos und Bäume. Auch ebene, sonnenexponierte Flächen wie Hauswände werden angenommen. Ihre seidenen Rückzugsnester entstehen geschützt zwischen Blättern, entlang von Blattrippen, unter lockerer Rinde oder in schmalen Spalten. Der Handelszusatz „Dark“ bezeichnet eine dunkle Farbausprägung, ist jedoch keine taxonomisch anerkannte Einheit und erlaubt ohne Herkunftsnachweis keine Zuordnung zu einer bestimmten Insel-, Fundort- oder Zuchtlinie.
Lebensweise und Haltungstyp
Die Königsspringspinne ist eine tagaktive, ausgezeichnet sehende Lauer- und Pirschjägerin. Sie beobachtet ihre Umgebung, richtet den Körper auf interessante Bewegungen aus und nähert sich ihrer Beute in kurzen Etappen, bevor sie gezielt springt. Dabei führt sie meist einen Sicherungsfaden mit. Ein Fangnetz baut sie nicht; Seide verwendet sie für Ruheplätze, Häutungsnester, Eikokons und zur Absicherung ihrer Sprünge. Im Terrarium benötigt sie vor allem nutzbaren Raum im oberen Bereich. Feine Äste, Korkstücke, robuste Blätter und strukturierte Seitenflächen schaffen Wege und geeignete Ankerpunkte. Phidippus regius ist nicht sozial und muss dauerhaft einzeln gehalten werden. Begegnungen mit Artgenossen können außerhalb einer sorgfältig beaufsichtigten Verpaarung in Kannibalismus enden.
Terrarium
Für ein adultes Tier eignet sich ein ausbruchsicheres Hochterrarium ab etwa 15 × 15 × 20 cm. Etwas mehr Höhe und eine abwechslungsreiche Einrichtung erweitern den nutzbaren Bewegungsraum. Entscheidend ist nicht allein das Volumen, sondern eine funktionale Struktur aus mehreren waagerechten und schrägen Kletterwegen. Da Ruhenester bevorzugt nahe der Oberseite angelegt werden, ist eine Front- oder seitliche Öffnung vorteilhaft: Ein von oben abgenommener Deckel kann das Gespinst regelmäßig beschädigen. Lüftungsflächen und Türspalten müssen so fein und dicht sein, dass weder die Spinne noch kleine Futtertiere entkommen. Das Terrarium sollte sicher stehen und nicht in direkter Sonne platziert werden, da kleine Behälter sehr schnell überhitzen.
Bodengrund, Einrichtung und Fallhöhe
Eine dünne, saugfähige Bodenschicht genügt, denn Phidippus regius gräbt keine Wohnröhren. Geeignet sind beispielsweise Kokoshumus, ungedüngte Terrarienerde oder saugfähiges Zellstoffmaterial. Der Boden dient vor allem dazu, einzelne Wassertropfen aufzunehmen und Futterreste leichter kontrollieren zu können. Er sollte überwiegend trocken und sauber bleiben; dauerhaft nasses Substrat begünstigt stehende, unhygienische Luft. Klettereinrichtung und Gespinstplätze sind für diese Art deutlich wichtiger als große Substrathöhe. Harte, scharfkantige Dekoration direkt unter bevorzugten Sprungwegen sollte vermieden werden. Kork, dünne Zweige und dichtes Blattwerk bieten Halt und vermindern zugleich das Verletzungsrisiko bei einem Fehltritt.
Klima und Beleuchtung
Bewährt haben sich tagsüber etwa 24–28 °C mit einer leichten Absenkung auf ungefähr 20–22 °C in der Nacht. Kurzzeitig werden moderate Abweichungen meist besser vertragen als Überhitzung oder feuchte Stauluft. Eine relative Luftfeuchte von etwa 50–70 % ist ein sinnvoller Orientierungsbereich; hierzu liegen in Haltungsempfehlungen abweichende Angaben vor, weshalb Temperatur, Lüftung und tatsächliche Feuchte am Standort geprüft werden sollten. Ein Teil der Seitenwand kann regelmäßig fein benetzt werden, sodass trinkbare Tropfen entstehen. Das gesamte Terrarium darf dabei nicht vernässt werden. Eine gute Querlüftung ist besonders wichtig. Direkte Sonne und ungeschützte Heizquellen sind ungeeignet. Zusätzliche Wärme darf nur kontrolliert und so eingesetzt werden, dass kühlere Rückzugsbereiche erhalten bleiben.
Fütterung und Wasserversorgung
Gefüttert werden lebende, bewegliche Beutetiere, die von der Spinne gut überwältigt werden können. Je nach Körpergröße eignen sich Fruchtfliegen, Stuben- und Goldfliegen, kleine Schaben, Heimchen oder andere hygienisch gezüchtete Futterinsekten. Abwechslungsreiche Fütterung ist einer einseitigen Dauerkost vorzuziehen. Die Beute sollte höchstens ungefähr der Körperlänge der Spinne entsprechen; wehrhafte oder deutlich größere Futtertiere erhöhen das Verletzungsrisiko. Erwachsene Tiere benötigen gewöhnlich mehrere kleine Mahlzeiten pro Woche, wobei Hinterleibsfüllung, Aktivität und Fressverhalten bessere Anhaltspunkte als ein starrer Kalender liefern. Nicht gefressene Heimchen oder Schaben werden zeitnah entfernt, insbesondere vor und während einer Häutung. Wild gefangene Beutetiere können Pestizide oder Parasiten eintragen und sind daher nicht empfehlenswert.
Häutung
Zur Häutung zieht sich Phidippus regius in ein dichteres Seidennest zurück und verschließt dessen Zugänge teilweise oder vollständig. Futterverweigerung, längere Ruhephasen und ein Aufenthalt im Gespinst sind in dieser Zeit normal. Das Nest darf weder geöffnet noch besprüht oder mit Werkzeugen berührt werden. Verbliebene Futtertiere müssen entfernt werden, weil die frisch gehäutete Spinne weich und wehrlos ist. Eine Wasserquelle in Form kleiner Tropfen sollte außerhalb des Rückzugs verfügbar bleiben, ohne das Gespinst zu durchnässen. Erst wenn das Tier das Nest wieder selbstständig verlässt und sich sicher bewegt, wird vorsichtig kleine, gut kontrollierbare Beute angeboten. Adulte Tiere häuten sich nach ihrer Reifehäutung nicht weiter.
Einzelhaltung und sicherer Umgang
Auch wenn Königsspringspinnen häufig aufmerksam und wenig konfrontativ wirken, sind sie keine Streicheltiere. Umsetzen und Terrarienpflege gelingen am sichersten mit Fangbecher, weichem Pinsel und ruhigen Bewegungen. Freiwilliges Übersteigen auf eine Hand sollte nur knapp über einer weichen, freien Fläche erfolgen. Ein plötzlicher Sprung von einem Tisch oder aus größerer Höhe kann trotz Sicherungsfaden zu schweren Verletzungen führen. Festhalten oder Einklemmen kann einen Abwehrbiss auslösen. Nach Kontakt sollten die Hände gewaschen werden; Berührungen im Gesicht sind zu vermeiden. Für Kinder ist der Umgang nur unter enger Aufsicht geeignet. Die Bedürfnisse und Sicherheit der Spinne haben Vorrang vor direktem Kontakt.
Geschlechtsunterschiede
Die Geschlechter unterscheiden sich bei Phidippus regius deutlich. Adulte Männchen sind überwiegend schwarz mit kontrastreichen weißen Zeichnungselementen und auffälligen Fransen am ersten Beinpaar. Ihre vergrößerten Cheliceren schimmern häufig grünlich, blau oder violett. Weibchen sind im Mittel kräftiger gebaut und können graue, beige, braune oder orangefarbene Schuppen tragen; auch sehr dunkle Tiere kommen vor. Große Weibchen erreichen etwa 22 mm Körperlänge, während Männchen bis rund 18 mm erreichen können. Durchschnittlich bleiben beide Geschlechter kleiner. Bei ausgewachsenen Tieren ermöglichen die verdickten Pedipalpen des Männchens beziehungsweise die Epigyne des Weibchens eine zuverlässigere Bestimmung als die Farbe allein. Der Zusatz „Dark“ ist daher kein Geschlechtsmerkmal.
Fortpflanzung
Eine Verpaarung darf nur unter ständiger Beobachtung und mit ausreichend Platz sowie Fluchtwegen erfolgen. Beide Tiere sollten adult, gut genährt und eindeutig bestimmt sein. Das Männchen nähert sich mit optischen Balzsignalen; reagiert das Weibchen abwehrend oder verfolgt den Partner, müssen die Tiere sofort getrennt werden. Nach einer Paarung kann das Weibchen mehrere Kokons in dichten Seidennestern anlegen. Während dieser Phase bleibt das Nest ungestört. Die Zahl der Jungtiere kann sehr hoch sein, weshalb vor einer Zucht ausreichend geeignete Einzelbehälter, kleine Futtertiere und langfristige Unterbringungsmöglichkeiten vorhanden sein müssen. Heranwachsende Tiere werden rechtzeitig separiert, da Kannibalismus auftreten kann. Handelsbezeichnungen wie „Dark“ belegen weder eine reinerbige Farblinie noch eine definierte geografische Herkunft.
Größe und Lebenserwartung
Die belegte Körperlänge adulter Männchen liegt bei etwa 6–18 mm, im Mittel ungefähr bei 12 mm. Weibchen erreichen etwa 7–22 mm und durchschnittlich rund 15 mm. Große Weibchen wirken kompakter, während große Männchen durch das überproportional lange erste Beinpaar eine größere Spannweite erzielen können. Bei besonders großen Tieren nähert sich die Beinspannweite etwa 3,5 cm bei Weibchen und kann bei Männchen 4 cm überschreiten. Körperlänge und Beinspannweite sind daher getrennt zu betrachten. Alter, Geschlecht, Ernährungszustand und individuelle Veranlagung beeinflussen den sichtbaren Größenunterschied erheblich.
Gift, Brennhaare und Sicherheit
Bei Störung versucht Phidippus regius gewöhnlich auszuweichen, sich fallen zu lassen oder davonzuspringen. Wird das Tier bedrängt, eingeklemmt oder festgehalten, kann es beißen. Wie andere Spinnen besitzt die Art Gift zur Beuteüberwältigung. Ein Biss kann schmerzhaft sein und lokale Beschwerden verursachen; individuelle oder allergische Reaktionen lassen sich nicht sicher vorhersagen. Nach einem Biss sollte die Stelle gereinigt und bei stärkeren, anhaltenden oder allgemeinen Beschwerden medizinischer Rat eingeholt werden. Brennhaare besitzt diese Springspinne nicht. Das größte alltägliche Risiko besteht häufig für die Spinne selbst: offene Türen, unkontrolliertes Hantieren und Stürze auf harte Flächen sind konsequent zu vermeiden.
Nice-to-Know
Mit ihren großen nach vorn gerichteten Hauptaugen kann die Königsspringspinne Beute, Hindernisse und mögliche Partner sehr genau erfassen. Ihre scheinbar neugierigen Dreh- und Blickbewegungen sind Teil dieser ausgeprägten visuellen Orientierung. Vor einem Sprung prüft sie häufig den Untergrund und befestigt einen Sicherheitsfaden. Das kompakte Ruhenest im oberen Terrarienbereich ist kein Schmutz und sollte bei der Reinigung erhalten bleiben. Die dunkle Handelsausprägung „Dark“ kann besonders kontrastreich wirken, doch Färbung und Zeichnung verändern sich mit Häutungen, Geschlecht und Alter. Der Zusatz beschreibt keine Unterart und ohne Zuchtnachweis auch keine fest definierte Linie.
Anmelden
Fragen zum Artikel
Noch keine Fragen vorhanden.
Eigene Frage stellen
Die Antwort erscheint in der Regel etwa 30 Minuten nach Ihrer Frage.
Ähnliche Artikel
Häufige Fragen (FAQ)