Florida-Wassernatter, Nerodia floridana
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Florida-Wassernatter, Nerodia floridana
| Deutscher Name: | Florida-Wassernatter |
| Wissenschaftlich: | Nerodia floridana |
| Synonyme: | Grüne Wassernatter, Floridawassernatter, Florida Green Water Snake |
| Herkunft: | Südosten der USA (Südkarolina, Georgia, Florida, Alabama), Sümpfe, Marschland und ruhige Gewässer |
| Lebensweise: | Semiaquatisch: jagt im Wasser, sonnt sich an Land oder auf Ästen über dem Wasser |
| Aktivitätszeit: | Tagaktiv, in warmen Regionen das ganze Jahr aktiv |
| Haltungsform: | Aqua-Terrarium mit großem Wasserteil, sicher abgedeckt, einzeln oder mit größerem Abstand gehalten |
| Mindestgröße des Geheges: | Für ein erwachsenes Tier mindestens 150 × 60 × 60 cm, davon mindestens ein Drittel Wasserfläche |
| Temperaturzonen: | Land 26–30 °C, Sonnenplatz 32–34 °C, Wasser 24–26 °C, nachts 21–23 °C |
| Luftfeuchtigkeit: | Hoch, rund 70–85 % durch das große Wasserbecken |
| UV und Beleuchtung: | Helle Beleuchtung mit Wärmespot, UVB-Versorgung sinnvoll |
| Bodengrund: | Feuchtigkeitsbeständiger Bodengrund wie Rindenmulch oder Kokos, Schwimmpflanzen und Uferzone |
| Futter: | Fisch, ergänzend Frösche und Kaulquappen; in Menschenobhut auch aufgetaute Fischfilets und ganze Fische |
| Sozialverhalten: | Einzelgänger, bei Gruppenhaltung Futterneid und Bissverletzungen möglich |
| Maximale Größe: | Erwachsene meist 76–140 cm, Rekord 188 cm; Weibchen werden größer als Männchen |
| Lebenserwartung: | Zur Lebenserwartung liegen keine verlässlichen Angaben vor. |
| Schutzstatus und Nachweise: | Nicht giftig; Haltung und Handel nach geltendem Artenschutzrecht prüfen, Herkunftsnachweis aufbewahren |
Herkunft, Lebensraum und Verhalten von Florida-Wassernatter (Nerodia floridana)
Die Florida-Wassernatter (Nerodia floridana) ist die größte Wassernatter Nordamerikas und lebt im Südosten der USA, von Südkarolina über Georgia bis in weite Teile Floridas und nach Alabama. Ihr Lebensraum sind ruhige, pflanzenreiche Gewässer: Sümpfe, Marschland, Seen, Teiche und Entwässerungsgräben, gelegentlich auch Brackwasser. Dichte Wasserpflanzen, Schwimmmatten und besonnte Uferzonen bieten ihr Jagdgründe und Sonnenplätze zugleich. In Südflorida ist sie ganzjährig aktiv und wandert bei Regen auch über Land, in den kühleren nördlichen Landesteilen hält sie Winterruhe und sonnt sich an milden Tagen. Ihre Nahrung besteht überwiegend aus Fischen, daneben aus Fröschen, Kaulquappen und Salamandern, die sie lebend ergreift und verschlingt. Anders als die meisten Nattern bringt sie lebende Junge zur Welt, ein Wurf umfasst meist 20 bis 40 Tiere. Die Art gilt nach der Roten Liste als nicht gefährdet, wird aber in einzelnen Bundesstaaten als gefährdet geführt. Dieses Angebot besteht aus Wildfängen der Herkunftsregion; solche Tiere müssen besonders ruhig eingewöhnt und auf Parasiten untersucht werden. Die Schlange ist ungiftig, ihre Fluchtreaktion aber heftig. Für Halter bedeutet das: viel Wasser, viel Fisch und ein Terrarium, das Schwimmen, Sonnen und Verstecken gleichermaßen erlaubt.
Das richtige Gehege
Die Florida-Wassernatter braucht ein Aqua-Terrarium mit großem Wasserteil und einer gut erreichbaren Landzone. Für ein erwachsenes Tier sollte die Grundfläche mindestens 150 × 60 cm betragen, bei einer Höhe von etwa 60 cm. Das Becken muss absolut ausbruchsicher und fest abgedeckt sein, denn die Tiere sind kräftig und neugierig. Ein Wasserstand, in dem die Schlange vollständig untertauchen und frei schwimmen kann, ist wichtiger als zusätzliche Kletterhöhe. Gehalten werden sollten die Tiere einzeln; wer mehrere gemeinsam pflegt, plant deutlich mehr Fläche ein und trennt sie zur Fütterung.
Einrichtung, Bodengrund und Bepflanzung
Der Wasserteil wird mit einer kräftigen Filterung ausgestattet, denn Fischfütterung belastet das Wasser stark; regelmäßige Teilwasserwechsel sind Pflicht. Eine breite, rutschfeste Landzone aus Korkröhren, Wurzeln und Steinen ermöglicht das Sonnenbad direkt neben dem Wasser. Schwimmpflanzen, Äste über dem Wasserspiegel und mehrere Verstecke an Land geben Sicherheit. Als Bodengrund eignet sich ein feuchtigkeitsbeständiges Substrat, das nicht verschimmelt und sich leicht reinigen lässt. Alle Technikteile wie Heizstab und Filteransaugung werden mit Schutzgittern gesichert.
UV, Beleuchtung und Wärme
Über der Landzone sorgt ein Strahler für einen deutlich warmen Sonnenplatz, daneben liefert helle Tagesbeleuchtung den natürlichen Rhythmus. Eine UVB-Quelle ist für tagaktive, sonnenhungrige Schlangen empfehlenswert und sollte so angebracht werden, dass sich das Tier nach Belieben zurückziehen kann. Geschaltet wird mit einer Zeitschaltuhr, im Sommer rund zwölf bis vierzehn Stunden, im Winter etwas weniger.
Klima, Wasser und Luftfeuchtigkeit
An Land sind tagsüber 26 bis 30 °C üblich, am Sonnenplatz 32 bis 34 °C, das Wasser wird bei 24 bis 26 °C gehalten. Nachts darf die Temperatur auf etwa 21 bis 23 °C fallen. Die Luftfeuchtigkeit ist durch das große Wasserbecken von Natur aus hoch; Staunässe im Landteil sollte durch gute Belüftung vermieden werden, damit sich keine Schimmel- oder Hautprobleme entwickeln.
Fütterung und Mineralversorgung
Die Nahrung besteht aus Fisch, im Freiland ergänzt durch Frösche, Kaulquappen und Salamander. In Menschenobhut werden ganze Fische sowie aufgetaute Fischfilets angeboten, bei Wildfängen ist eine abwechslungsreiche, sorgfältig ausgewählte Fischfütterung wichtig. Fisch enthält Thiaminase; deshalb sollte nicht dauerhaft nur eine Fischart verfüttert und regelmäßig mit passenden Vitaminpräparaten ergänzt werden. Gefüttert wird bei Jungtieren ein- bis zweimal pro Woche, bei erwachsenen Tieren alle ein bis zwei Wochen.
Sozialverhalten
Die Florida-Wassernatter ist ein Einzelgänger, der Artgenossen nur zur Paarung und beim gemeinsamen Sonnen toleriert. Bei der Fütterung können Schlangen im Gruppenbecken Beute und Artgenossen verwechseln, deshalb wird getrennt gefüttert. Mit Fischen, Fröschen oder Schildkröten im selben Becken ist eine Vergesellschaftung nicht möglich, weil diese als Nahrung gelten.
Geschlechtsunterschiede
Weibchen werden deutlich länger und kräftiger als Männchen und erreichen die Maximalgröße der Art. Männchen sind schlanker und haben einen im Verhältnis längeren Schwanz. Die sichere Geschlechtsbestimmung gelingt bei Jungtieren am besten durch erfahrene Halter oder Tierärzte per Sondierung.
Fortpflanzung und Inkubation
Die Art ist lebendgebärend. Die Paarung findet im Spätwinter oder Frühjahr statt, die Jungen kommen zwischen Juni und September zur Welt. Ein Wurf umfasst in der Regel 20 bis 40 Jungtiere, in Ausnahmefällen deutlich mehr. Für die Nachzucht in Menschenobhut sind ein Wintertemperaturabfall und ein großes, ruhiges Becken nötig; die Aufzucht der vielen Jungtiere erfordert Platz und ein ausreichendes Angebot an Kleinfischen.
Winterruhe oder saisonale Ruhe
In den kühleren Teilen des Verbreitungsgebiets hält die Art Winterruhe, in Südflorida bleibt sie das ganze Jahr aktiv. In Menschenobhut kann ein moderates Absenken von Temperatur und Beleuchtungsdauer im Winter hilfreich sein, besonders wenn gezüchtet werden soll. Eine Ruhephase darf nur bei gesunden, gut genährten Tieren und mit sorgfältiger Kontrolle erfolgen.
Endgröße und Lebenserwartung
Erwachsene Tiere erreichen meist 76 bis 140 cm Gesamtlänge, der Rekord liegt bei 188 cm. Damit gilt die Art als größte Wassernatter Nordamerikas. Zur Lebenserwartung liegen keine verlässlichen Angaben vor.
Schutzstatus und rechtliche Hinweise
Die Art ist ungiftig und gilt nach der Roten Liste als nicht gefährdet. Nach unserem Kenntnisstand ist sie weder im Washingtoner Artenschutzübereinkommen noch in den EU-Anhängen gelistet. Halter prüfen vor dem Kauf die aktuelle Rechtslage in ihrem Bundesland und bewahren Herkunftsnachweise auf.
Risiken und sicherer Umgang
Die Florida-Wassernatter ist ungiftig, kann aber bei Bedrängnis heftig zubeißen und scharf riechendes Sekret absondern. Ihr Biss ist schmerzhaft und blutet wegen der gerillten Zähne oft kräftig. Wildfänge sollten nur mit Hakenstab oder Handschuhen angefasst werden, und das Becken verlangt eine feste Abdeckung. Nach dem Umgang mit Tier und Wasser gründlich Hände waschen.
Nice-to-Know
Anders als viele Nattern bringt die Florida-Wassernatter lebende Junge zur Welt. Im Freiland gehört sie zu den auffälligsten Bewohnern von Seeufern und Gräben und wird häufig mit anderen Wassernattern verwechselt. Wer sie hält, bekommt eine kräftige, ausdauernde Schwimmerin, die vor allem durch ihr Fressverhalten und ihr Jagdspiel im Wasser fasziniert.
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Häufige Fragen (FAQ)
Wie werden Reptilien versendet?
Alle Reptilien sind Wirbelltiere und werden von uns, gemäß den gesetzlichen Bestimmungen, mit einem speziellen Tierkurier (GO!) per Übernachtexpress versendet. Der Versand von Reptilien erfolgt immer in einer stabilen, dickwandigen Styroporbox. Bei niedrigen Außentemperaturen werden die Tiere mit Heatpacks zusätzlich vor kalten Temperaturen geschützt.
Geschlechtsauswahl bei unseren Reptilien
Wenn wir eine gezielte Auswahl des Geschlechts bei Tieren vornehmen können ist dies immer direkt am Artikel angegeben. Bei vielen Tieren geht das leider aus verschiedenen Gründen nicht. Zum Beispiel weil bei Jungtieren die Färbung beider Geschlechter identisch ist, weil es keine äußeren Geschlechtsmerkmale gibt, weil wir beispielsweise immer nur ein Geschlecht geliefert bekommen oder aus diversen anderen Gründen.
Wir versuchen immer den Wünschen unserer Kunden nachzukommen wenn das irgendwie möglich ist.