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Filamentstörwels, Lamontichthys filamentosus

Lange Flossenfäden

Brust- und Rückenflosse laufen in auffällig lange Filamente aus

Strömungsliebhaber

Bewohnt schnell fließende, sauerstoffreiche Amazonasflüsse

Reiner Aufwuchsfresser

Weidet Algen und Biofilm, ideal mit Zwerggarnelen kombinierbar

Für Erfahrene

Braucht sehr sauberes Wasser, Ruhe und eine kräftige Strömung

Filamentstörwels, Lamontichthys filamentosus


Auf einen Blick: Filamentstörwels, Lamontichthys filamentosus
Deutscher Name:Filamentstörwels
Wissenschaftlich:Lamontichthys filamentosus
Synonyme:Filament-Störwels, Fadenflossen-Störwels, Sturgeon Catfish
Herkunft:Westliches und zentrales Amazonasbecken: Peru, Brasilien, Ecuador, Bolivien
Gesellschafts-Aquarium:Friedlich, aber scheu; in kleiner Gruppe mit ruhigen Beifischen
Wasserwerte:pH 5,5–7,5, weich bis mittelhart (2–15 °dGH), sehr sauber
Temperatur:24–28 °C
Beckengröße:Ab 120 × 45 cm Grundfläche, starke Strömung
Bepflanzung:Glatte Steine, Wurzeln, Sand; Aufwuchsflächen und Strömung
Futter:Aufwuchs, Algentabletten, Gemüse, wenig Frostfutter
Geschlechts-Unterschiede:Männchen mit Odontodenbesatz und kräftigeren Filamenten
Zucht möglich:Im Artbecken möglich; Haftlaicher ähnlich wie Sturisoma
Maximale Größe:Etwa 17 cm Standardlänge, mit Filamenten deutlich länger
Liefergröße:ca. 9,0-12,0 cm
Mit Garnelen verträglich:Gut mit Zwerggarnelen und deren Nachwuchs
Im Detail: Filamentstörwels, Lamontichthys filamentosus

Herkunft von Filamentstörwels (Lamontichthys filamentosus)

Der Filamentstörwels ist ein eleganter Harnischwels aus dem westlichen und zentralen Amazonasbecken. Nachweise gibt es aus Peru, Brasilien, Ecuador und Bolivien, unter anderem aus den Einzugsgebieten von Ucayali, Marañón, Pastaza, Juruá, Purus, Madeira und Solimões. Als Typusfundort gilt die Mündung des Rio Embira, eines Nebenflusses des Rio Tarauacá in Brasilien. Beschrieben wurde die Art 1935 als Harttia filamentosa; die heutige Gattung Lamontichthys ehrt die amerikanische Ichthyologin Francesca La Monte, der Artname bezieht sich auf die stark verlängerten Flossenstrahlen. Bei Tieren ab etwa 6 cm Standardlänge laufen der erste Strahl der Brustflossen und der Rückenflossenstachel in lange Fäden aus, die die Körperlänge beinahe erreichen können. Der Fisch lebt in schnell fließenden, sauerstoffreichen Flussabschnitten über Fels, Kies und Holz. Dort weidet er mit seinem Saugmaul Algen und Biofilm von harten Oberflächen ab. Mit seinem gestreckten, abgeflachten Körper ist er hervorragend an die Strömung angepasst und erinnert an einen kleinen Stör. Angeboten werden Wildfänge aus Peru. Die Art gilt als anspruchsvoll und ist erfahrenen Aquarianern vorbehalten.

Vergesellschaftung

Der Filamentstörwels ist friedlich gegenüber anderen Fischen, aber sehr scheu und empfindlich. Schon kleine Störungen können dazu führen, dass er das Fressen einstellt. Am besten pflegt man eine kleine Gruppe in einem ruhigen Art- oder Biotopbecken. Als Beifische eignen sich allenfalls ruhige, kleine Schwarmfische, die nicht um Futter konkurrieren. Futterneidische Welse, Buntbarsche und hektische Arten sind ungeeignet.

Passende Wasserparameter

Sehr gute Wasserqualität ist für diese Art entscheidend. Geeignet sind ein pH-Wert von etwa 5,5 bis 7,5 und weiches bis mittelhartes Wasser von 2 bis 15 °dGH. Das Wasser muss klar, sehr sauerstoffreich und arm an Nitrat und organischer Belastung sein. Eine kräftige Filterung mit hoher Umwälzung und regelmäßige, großzügige Teilwasserwechsel sind Pflicht. Neue Tiere sollten nur in gut eingefahrene Becken eingesetzt werden.

Haltungstemperatur

Die Art verträgt in der Literatur einen weiten Bereich von etwa 22 bis 30 °C. Für die Dauerhaltung haben sich 24 bis 28 °C bewährt. Bei höheren Temperaturen sinkt der Sauerstoffgehalt, deshalb ist dann eine besonders gute Belüftung wichtig.

Beckengröße

Für den Filamentstörwels sollte das Aquarium eine Grundfläche von mindestens etwa 120 × 45 cm haben. Wichtig sind eine kräftige, gerichtete Strömung und eine hohe Sauerstoffversorgung, etwa durch zusätzliche Strömungspumpen. Ein großes, ruhiges Becken mit stabilen Werten erleichtert die Eingewöhnung erheblich.

Bepflanzung

Ideal ist eine an Fließgewässer angelehnte Einrichtung mit feinem Sand oder Kies, glatten Steinen und Wurzeln, auf denen sich Aufwuchs bilden kann. Von Algen bewachsene Steine und Flächen sind für die dauerhafte Pflege besonders wichtig. Robuste, aufsitzende Pflanzen wie Anubias oder Javafarn können ergänzt werden.

Futter

Der Filamentstörwels ernährt sich überwiegend von Algen und Biofilm. Im Aquarium sollte der Schwerpunkt auf pflanzlicher Kost liegen: Algentabletten, Spirulina-haltiges Futter, überbrühtes Gemüse wie Zucchini, Gurke oder Spinat sowie selbst hergestelltes Gemüsefutter. Mückenlarven und andere eiweißreiche Futtermittel nur sparsam reichen, da zu viel Eiweiß zu Verdauungsproblemen führen kann. Gerade frisch importierte Tiere fressen oft zögerlich und brauchen Ruhe und reichlich Aufwuchs.

Geschlechtsunterschiede

Ausgewachsene Männchen sind an einem deutlicheren Besatz mit Hautzähnchen (Odontoden) an Kopf und Brustflossen zu erkennen und tragen oft kräftigere Flossenfilamente. Weibchen wirken von oben betrachtet etwas breiter. Bei Jungtieren sind die Unterschiede kaum erkennbar.

Zucht

Die Zucht ist im Artbecken möglich und verläuft vermutlich ähnlich wie bei den verwandten Störwelsen der Gattung Sturisoma. Dort werden die Eier an glatte, senkrechte Flächen in starker Strömung geheftet und vom Männchen bewacht und sauber gehalten. Voraussetzung sind sehr gute Wasserwerte, kräftige Strömung und gut genährte Tiere. Die Jungfische benötigen viel Aufwuchs und feines pflanzliches Futter.

Endgröße

Der Filamentstörwels erreicht eine Standardlänge von etwa 17 cm; mit den Flossenfäden wirken die Tiere deutlich größer, teils werden Gesamtlängen um 20 cm genannt. Geliefert werden Tiere von etwa 9 bis 12 cm. Zur Lebenserwartung liegen keine verlässlichen Angaben vor.

Verträglichkeit mit Zwerggarnelen

Als reiner Aufwuchsfresser belästigt der Filamentstörwels weder ausgewachsene Zwerggarnelen noch deren Nachwuchs. Allerdings konkurrieren Garnelen mit ihm um Aufwuchs; in kleinen Becken sollte das berücksichtigt werden.

Temperaturbereiche: Sehr warm (27-30°C) - viel heizen, Warm (24-26°C) - heizen
Wasserhärte: sehr weich (0–4 °dGH), weich (4–8 °dGH), mittelhart (8–15 °dGH)
pH-Bereich: sauer (unter pH 6,5), neutral (pH 6,5–7,5)
Endgröße: über 10 bis 20 cm
Haltungsform: Gruppenhaltung
Aufenthaltsbereich: Boden

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Häufige Fragen (FAQ)


 

Wie gewöhne ich Zierfische nach der Ankunft ein?

Wie gewöhne ich Zierfische nach der Ankunft ein?

Um Stress und Temperaturschocks zu vermeiden, sollten neue Zierfische langsam eingewöhnt werden:

  1. Beutel schwimmen lassen – Legen Sie den verschlossenen Transportbeutel für ca. 20–30 Minuten auf die Wasseroberfläche des Aquariums, damit sich die Temperatur angleicht.
  2. Wasser schrittweise mischen – Öffnen Sie den Beutel vorsichtig und geben Sie alle 5–10 Minuten kleine Mengen Aquariumwasser hinzu, bis sich das Volumen mindestens verdoppelt hat (Dauer: ca. 45–90 Minuten).
  3. Fische umsetzen – Setzen Sie die Fische mit einem Kescher ins Aquarium, ohne das Transportwasser einzubringen, um Verunreinigungen zu vermeiden.
  4. Licht reduzieren – Dimmen Sie die Beleuchtung oder schalten Sie sie für einige Stunden aus, um den Stress zu minimieren.
  5. Erste Fütterung – Füttern Sie erst nach einigen Stunden oder am nächsten Tag, damit sich die Fische in Ruhe an die neue Umgebung gewöhnen können.

Durch diese langsame Eingewöhnung passen sich die Fische optimal an die neuen Wasserwerte an.

Wie werden Zierfische versendet?

Fische sind Wirbeltiere und werden von uns, den gesetzlichen Bestimmungen folgend, mit einem dafür zugelassenen Tierkurier (GO!) per Übernachtexpress versendet. Der Versand aller Zierfische erfolgt ganzjährig immer in einer hochwertigen, dickwandigen Styroporbox. Bei hohen Außentemperaturen werden die Fische mit zusätzlichem Wasservolumen vor Hitze geschützt. Im Winter legen wir zum Schutz vor Kälte Heatpacks bei und sorgen ggf. für eine zusätzliche Isolierung durch die Verwendung einer wärmereflektierende Spezialfolie als zusätzliche Isolierungschicht.
Je nach Art reisen die Fische entweder in kleineren Gruppen oder einzeln verpackt.

Wie kann ich Krankheiten bei Aquarienfischen vermeiden?

Damit deine Fische gesund und munter bleiben, sind einige grundlegende Maßnahmen erforderlich. Viele Fischkrankheiten entstehen durch schlechte Wasserqualität, Stress oder falsche Ernährung. Mit den folgenden Tipps kannst du das Risiko minimieren und für ein gesundes Aquarium sorgen.

1. Optimale Wasserqualität sicherstellen

  • Regelmäßige Wasserwechsel durchführen (ca. 20-30 % alle 1-2 Wochen).
  • Wichtige Wasserwerte kontrollieren:
    • Temperatur (je nach Fischart passend einstellen)
    • pH-Wert (artgerechter Bereich)
    • Ammoniak & Nitrit: IMMER 0 mg/l (giftig für Fische)
    • Nitrat: unter 25 mg/l (bei hohen Werten Wasser wechseln)
  • Kein Chlor oder Schwermetalle im Wasser! Falls nötig, Wasseraufbereiter nutzen.

2. Gesunde Ernährung bieten

  • Abwechslungsreiche Kost: Trockenfutter, Frostfutter (z. B. Artemia, Mysis), Lebendfutter (z. B. Wasserflöhe) und pflanzliche Nahrung (je nach Fischart).
  • Überfütterung vermeiden: Fische sollten das Futter in 1-2 Minuten komplett fressen. Reste entfernen, um das Wasser nicht zu belasten.
  • Spezialfutter je nach Art: Bodenfresser brauchen sinkendes Futter, Oberflächenfresser Flocken oder Granulat.

3. Neue Fische richtig eingewöhnen

  • Langsame Anpassung: Neue Fische mit der Tropf-Methode oder schrittweiser Wasserzugabe an das Aquarium gewöhnen.
  • Quarantäne für neue Fische: Falls möglich, 2-4 Wochen in einem separaten Becken halten, um Krankheiten nicht ins Hauptaquarium einzuschleppen.
  • Transportwasser entsorgen: Neue Zierfische immer mit dem Kescher ins Becken geben, das Transportwasser entsorgen.

4. Stress vermeiden

  • Artgerechte Vergesellschaftung: Keine aggressiven Fische mit friedlichen Arten mischen.
  • Ausreichend Verstecke bieten (Pflanzen, Wurzeln, Höhlen).
  • Keine plötzlichen Temperatur- oder Wasserwechsel – Fische reagieren empfindlich auf starke Schwankungen.
  • Nicht zu viele Fische im Becken halten – Überbesatz führt zu Stress und Krankheiten.

5. Krankheiten frühzeitig erkennen

  • Symptome wie weiße Punkte (Ichthyophthirius/“Pünktchenkrankheit“), Pilzbeläge, oder abstehende Schuppen  können auf Krankheiten hinweisen.
  • Verändertes Verhalten (z. B. schnelle Atmung, apathisches Verhalten, Schaukeln, Reiben an Gegenständen) kann ein frühes Warnzeichen sein.
  • Infizierte Fische sofort isolieren und bei Bedarf mit geeigneten Medikamenten behandeln.

6. Aquariumpflege & Hygiene beachten

  • Filter regelmäßig warten, aber nie komplett reinigen (sonst gehen wichtige Bakterien verloren).
  • Bodengrund absaugen, um Futterreste und Kot zu entfernen.
  • Keine Chemikalien oder Seifen beim Reinigen des Aquariums verwenden – nur Wasser oder spezielle Aquarienreiniger nutzen.

Wenn du diese Tipps beachtest, bleiben deine Fische gesund und das Aquarium stabil!

Geschlechtsauswahl bei unseren Fischen

Wenn wir eine gezielte Auswahl des Geschlechts bei Tieren vornehmen können ist dies immer direkt am Artikel angegeben. Bei vielen Tieren geht das leider aus verschiedenen Gründen nicht. Zum Beispiel weil bei Jungtieren die Färbung beider Geschlechter identisch ist, weil es keine äußeren Geschlechtsmerkmale gibt, weil wir beispielsweise immer nur ein Geschlecht geliefert bekommen oder aus diversen anderen Gründen. 
Wir versuchen immer den Wünschen unserer Kunden nachzukommen wenn das irgendwie möglich ist.

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