Ba-Den-Bogenfingergecko, Cyrtodactylus badenensis
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Ba-Den-Bogenfingergecko, Cyrtodactylus badenensis
| Deutscher Name: | Ba-Den-Bogenfingergecko |
| Wissenschaftlich: | Cyrtodactylus badenensis |
| Synonyme: | Ba Den Bent-toed Gecko |
| Herkunft: | Ba-Den-Gebirge, Provinz Tay Ninh, Südvietnam, Wildfang |
| Lebensweise: | Felsbewohner, klettert an Steinwänden und nutzt Höhlen |
| Aktivitätszeit: | Dämmerungs- und nachtaktiv |
| Haltungsform: | Felsterrarium mit Steinrückwand, Spalten und Höhlen |
| Mindestgröße des Geheges: | Als Orientierung ab etwa 50 × 40 × 60 cm für ein Einzeltier, mehr Platz ist besser |
| Temperaturzonen: | Tag 26–30 °C, Wärmeplatz lokal bis etwa 32 °C, Nacht 22–25 °C |
| Luftfeuchtigkeit: | Mäßig, etwa 50–70 %, feuchtere Höhle als Rückzugsort |
| UV und Beleuchtung: | Helles Tageslicht 10–12 Stunden, schwache UVB-Versorgung mit Schattenplatz |
| Bodengrund: | Sand-Lehm-Gemisch mit Steinplatten und Kork |
| Futter: | Grillen, Heimchen, Schaben und Heuschrecken, mit Kalzium und Vitaminen bestäubt |
| Sozialverhalten: | Einzelhaltung oder ein Paar, Männchen nicht zusammen |
| Maximale Größe: | Zur Endgröße liegen keine verlässlichen Angaben vor |
| Lebenserwartung: | Zur Lebenserwartung liegen keine verlässlichen Angaben vor. |
| Schutzstatus und Nachweise: | IUCN gefährdet, nach unserem Stand nicht in CITES- oder EU-Anhängen, Wildfang, Herkunftsnachweise prüfen |
Herkunft, Lebensraum und Verhalten von Ba-Den-Bogenfingergecko (Cyrtodactylus badenensis)
Der Ba-Den-Bogenfingergecko (Cyrtodactylus badenensis) wurde erst 2006 wissenschaftlich beschrieben und ist bis heute nur vom Ba-Den-Gebirge in der Provinz Tay Ninh im Süden Vietnams bekannt. Die Art lebt dort in tiefen Felshöhlen und Spalten und wird in der Roten Liste der IUCN als gefährdet (Vulnerable) geführt. Der Gattungsname Bogenfingergecko bezieht sich auf die leicht gebogenen Zehen, mit denen die Tiere auf rauem Fels sicheren Halt finden. Wie die meisten Verwandten ist auch diese Art nachtaktiv und verlässt ihre Verstecke erst in der Dämmerung, um auf Beutejagd zu gehen. Das hier angebotene Tier stammt laut Lieferant aus Wildfang. Das ist bei dieser seltenen Art von besonderer Bedeutung: Das bekannte Verbreitungsgebiet ist sehr klein, und Entnahmen aus der Natur können die Bestände belasten. Beachten Sie deshalb unbedingt die Herkunftsunterlagen und klären Sie vor dem Kauf, ob Ausfuhr und Einfuhr rechtmäßig erfolgt sind. Über Haltung und Verhalten in menschlicher Obhut ist wenig veröffentlicht, deshalb sind die folgenden Angaben Richtwerte, die sich an der Pflege verwandter Arten orientieren.
Das richtige Gehege
Ein Felsbewohner braucht ein Terrarium, das Felsstrukturen nachbildet. Als Richtwert gelten für ein einzelnes Tier etwa 50 × 40 × 60 cm, für ein Paar entsprechend mehr. Eine strukturierte Rückwand aus Stein oder Kork mit Spalten und Höhlen ist wichtiger als freie Fläche. Das Becken muss ausbruchsicher sein, denn Geckos nutzen jede Öffnung. Gut sind Seitenlüftung und eine Abdeckung, die Wärme nicht staut. Die Mindestanforderungen der Tierschutzgutachten und die Auflagen Ihrer Behörde gehen unseren Richtwerten vor.
Einrichtung, Bodengrund und Bepflanzung
Stapeln Sie Steinplatten und Korkröhren so, dass tiefe, dunkle Spalten und mindestens zwei Höhlen entstehen, eine trockenere und eine leicht feuchte. Der Boden besteht aus einem Sand-Lehm-Gemisch, in dem sich das Tier nicht verletzen kann; lose Steine müssen fest verklebt oder verkeilt sein, damit nichts verrutscht. Ein flacher Wassernapf und eine kleine feuchte Moosbox helfen bei der Häutung. Robuste Pflanzen wie Sansevieria geben zusätzliche Deckung.
UV, Beleuchtung und Wärme
Eine helle, zeitgesteuerte Beleuchtung von zehn bis zwölf Stunden pro Tag gibt den Rhythmus vor. Als Dämmerungs- und Nachttier sucht der Gecko tagsüber Schatten; deshalb sollte jeder UVB-Bereich schwach sein und Ausweichmöglichkeiten bieten. Ein Spot erzeugt einen lokalen Wärmeplatz an einem Felsen. Nachts bleibt es dunkel, die Temperatur sinkt leicht. Alle Strahler brauchen Schutzgitter, und die Heizung läuft über einen Thermostat.
Klima, Wasser und Luftfeuchtigkeit
Tagsüber sind etwa 26 bis 30 °C richtig, am Wärmeplatz lokal bis etwa 32 °C; nachts darf es auf 22 bis 25 °C absinken. Die Luftfeuchtigkeit liegt mit etwa 50 bis 70 % im mäßigen Bereich. Ein- bis zweimal pro Woche wird abends übersprüht, sodass die Oberflächen abtrocknen können. Eine feuchtere Höhle bietet dem Tier die Wahl. Kontrollieren Sie Temperatur und Feuchte an mehreren Stellen mit zuverlässigen Messgeräten.
Fütterung und Mineralversorgung
Bogenfingergeckos sind Insektenfresser. Angeboten werden Grillen, Heimchen, Schaben und kleine Heuschrecken, die mit Kalzium und Vitaminpräparaten bestäubt werden. Gefüttert wird am Abend; die Futtertiere sollten nicht größer sein als der Abstand zwischen den Augen des Geckos. Jungtiere erhalten täglich bis alle zwei Tage Futter, ausgewachsene Tiere zwei- bis dreimal pro Woche. Frisches Wasser steht ständig bereit.
Sozialverhalten
Die Art kann einzeln oder paarweise gehalten werden. Männchen sind untereinander unverträglich und gehören nicht zusammen. Wird ein Paar gehalten, braucht jedes Tier eigene Verstecke.
Geschlechtsunterschiede
Zu auffälligen Geschlechtsunterschieden liegen für diese Art keine gesicherten Angaben vor. Bei Geckos der Gattung lassen sich Männchen oft an Porenreihen und Hemipenistaschen erkennen. Das Geschlecht ist bei diesem Angebot nicht angegeben.
Fortpflanzung und Inkubation
Geckos der Familie legen meist zwei hartschalige Eier. Für den Ba-Den-Bogenfingergecko sind kaum Zuchtberichte bekannt; die Nachzucht in Menschenhand gilt als wenig dokumentiert. Wer Erfahrungen sammelt, sollte Beobachtungen genau festhalten.
Winterruhe oder saisonale Ruhe
Eine ausgeprägte Winterruhe ist für die Art nicht belegt. Eine leichte Absenkung von Temperatur und Licht im Winter kann den Jahreszyklus nachbilden, sollte aber nur bei gesunden Tieren und mit Erfahrung erfolgen.
Endgröße und Lebenserwartung
Zur Endgröße des Ba-Den-Bogenfingergeckos liegen keine verlässlichen Angaben vor, er ist als mittelgroßer Felsgecko einzuordnen. Zur Lebenserwartung liegen keine verlässlichen Angaben vor. Planen Sie die Haltung deshalb vorsorglich als langfristige Verpflichtung ein.
Schutzstatus und rechtliche Hinweise
Der Ba-Den-Bogenfingergecko steht in der Roten Liste der IUCN als gefährdet (Vulnerable). Nach unserem Kenntnisstand ist die Art nicht in den Anhängen des Washingtoner Artenschutzübereinkommens (CITES) oder der EU-Artenschutzverordnung aufgeführt. Weil das Tier aus Wildfang stammt, sind der rechtmäßige Export aus Vietnam und die Einfuhr in die EU zu belegen; bewahren Sie Rechnung und alle Herkunftspapiere auf. Zusätzliche Vorgaben von Bundesland oder Gemeinde sowie das Tierschutzgesetz sind zu beachten. Im Zweifel hilft die untere Naturschutzbehörde.
Risiken und sicherer Umgang
Bogenfingergeckos sind ungiftig und scheu, können aber bei Stress zubeißen und werfen den Schwanz ab, der nicht in gleicher Form nachwächst. Handling sollte deshalb auf das Nötigste beschränkt bleiben. Wie alle Reptilien können sie Salmonellen übertragen; nach jedem Kontakt gründlich Hände waschen, besonders im Haushalt mit Kindern, Schwangeren und immungeschwächten Personen. Wildfänge brauchen Ruhe und eine tierärztliche Kotuntersuchung auf Parasiten.
Nice-to-Know
Die Art ist so selten und lokal begrenzt, dass bisher nur eine einzige Originalbeschreibung vorliegt. Der Name „Ba Den“ bezieht sich auf den gleichnamigen Berg, der in Vietnam auch als Pilgerort bekannt ist. Wildfänge benötigen eine längere Eingewöhnungszeit; planen Sie Ruhe und eine störungsfreie Umgebung ein.
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Häufige Fragen (FAQ)
Wie werden Reptilien versendet?
Alle Reptilien sind Wirbelltiere und werden von uns, gemäß den gesetzlichen Bestimmungen, mit einem speziellen Tierkurier (GO!) per Übernachtexpress versendet. Der Versand von Reptilien erfolgt immer in einer stabilen, dickwandigen Styroporbox. Bei niedrigen Außentemperaturen werden die Tiere mit Heatpacks zusätzlich vor kalten Temperaturen geschützt.
Geschlechtsauswahl bei unseren Reptilien
Wenn wir eine gezielte Auswahl des Geschlechts bei Tieren vornehmen können ist dies immer direkt am Artikel angegeben. Bei vielen Tieren geht das leider aus verschiedenen Gründen nicht. Zum Beispiel weil bei Jungtieren die Färbung beider Geschlechter identisch ist, weil es keine äußeren Geschlechtsmerkmale gibt, weil wir beispielsweise immer nur ein Geschlecht geliefert bekommen oder aus diversen anderen Gründen.
Wir versuchen immer den Wünschen unserer Kunden nachzukommen wenn das irgendwie möglich ist.