Betreff eine möglichen Buffo Guttatus Bestellung würde ich gern wissen wollen , wie groß die B.Guttatus sind ,da ich diese in eine bestehende Gruppe integrieren möchte.
Tropfenkröte, Bufo guttatus
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Tropfenkröte, Bufo guttatus
| Deutscher Name: | Tropfenkröte |
| Wissenschaftlich: | Bufo guttatus |
| Synonyme: | Glattseitenkröte, Gefleckte Kröte, Smooth-sided Toad |
| Herkunft: | Amazonisches Südamerika und die Guyanas |
| Lebensweise: | Bodenbewohnend, vorwiegend dämmerungs- und nachtaktiv |
| Haltungsform: | Einzeln oder mit ähnlich großen Artgenossen bei reichlich Platz |
| Mindestgröße des Terrariums: | Für 1–2 adulte Tiere ab etwa 140 × 60 × 60 cm |
| Temperatur und Luftfeuchtigkeit: | Tagsüber 24–28 °C, nachts etwa 20–23 °C; 50–70 % Luftfeuchte |
| Beleuchtung: | Klarer Tag-Nacht-Rhythmus, schwaches UVB und schattige Rückzugsplätze |
| Bodengrund: | Grabfähige Erde mit Laubschicht, dauerhaft leicht feucht |
| Futter: | Passende Insekten, Schaben, Heuschrecken und Regenwürmer |
| Maximale Größe: | Meist etwa 13–17,5 cm Kopf-Rumpf-Länge; Weibchen größer |
Lebensraum und Verhalten von Tropfenkröte (Bufo guttatus)
Die Tropfenkröte stammt aus dem tropischen Südamerika und besitzt ein sehr weites amazonisches Verbreitungsgebiet. Gesicherte Nachweise liegen aus Teilen Boliviens, Brasiliens, Kolumbiens, Ecuadors, Perus und Venezuelas sowie aus Guyana, Suriname und Französisch-Guayana vor. Bewohnt werden vor allem warme, feuchte Tieflandwälder. Dort hält sich die kräftige Kröte überwiegend am Boden auf, etwa zwischen Falllaub, Wurzeln, Totholz und anderen geschützten Strukturen. Häufig wird sie in der Nähe von Flüssen, Bächen, Waldtümpeln oder zeitweise vernässten Bereichen gefunden, ohne deshalb dauerhaft aquatisch zu leben. Reife Galeriewälder und strukturreiche Uferzonen zählen zu ihren typischen Lebensräumen. Je nach Region werden auch veränderte oder sekundäre Waldflächen genutzt, sofern ausreichend Deckung und Feuchtigkeit vorhanden sind. Das große Verbreitungsgebiet sollte nicht darüber hinwegtäuschen, dass einzelne südliche Populationen taxonomisch noch genauer geprüft werden. Manche älteren Fundangaben könnten ähnliche Arten der Gattung Rhaebo betreffen. Für die Terrarienhaltung ist daher eine nachvollziehbare Herkunfts- und Artangabe besonders wertvoll.
Die richtige Haltung
Rhaebo guttatus ist eine große, kräftige Bodenkröte und benötigt deutlich mehr Grundfläche, als ihre ruhige Erscheinung zunächst vermuten lässt. Für ein bis zwei adulte Tiere sollte das Terrarium ungefähr 140 × 60 × 60 cm messen; zusätzliche Bodenfläche ist immer willkommen. Ein dichter Abschluss verhindert Ausbrüche, während großzügige Lüftungsflächen für stetigen Luftaustausch sorgen. Mehrere geräumige Verstecke aus Kork, Wurzeln oder stabilen Höhlen müssen so angeordnet sein, dass jedes Tier ungestört ruhen kann. Eine flache, standsichere Wasserschale mit bequemem Ausstieg gehört dauerhaft zur Einrichtung. Sie muss groß genug zum vollständigen Hineinsetzen sein und täglich gereinigt werden. Das Terrarium bleibt überwiegend terrestrisch; ein fest eingebauter großer Wasserteil ist außerhalb gezielter Zuchtvorhaben nicht erforderlich. Einzelhaltung ist problemlos möglich. Bei Gruppenhaltung dürfen nur ähnlich große Tiere zusammensitzen, und Futteraufnahme, Körperzustand sowie mögliche Verdrängung sind aufmerksam zu beobachten.
Die richtige Bepflanzung
Robuste tropische Pflanzen schaffen Sichtschutz, schattige Ruheplätze und ein ausgeglicheneres Mikroklima. Gut eignen sich widerstandsfähige Arten mit festen Blättern, beispielsweise größere Philodendron- oder Epipremnum-Formen. Da die schweren Kröten Pflanzen umdrücken oder beim Graben Wurzeln freilegen können, sollten Gewächse geschützt eingetopft oder zwischen stabilen Wurzeln platziert werden. Eine teilweise offene Bodenfläche erleichtert die Fütterung und Kontrolle. Eine dicke Laubauflage bietet natürliche Deckung und unterstützt in einem sorgfältig eingefahrenen bioaktiven Terrarium die Bodenfauna.
Beleuchtung, UV, Heizung und Luftfeuchte
Tagsüber sind überwiegend 24–28 °C passend. Ein räumlich begrenzter, gut kontrollierter Wärmebereich darf etwas wärmer sein, während kühlere und schattige Zonen jederzeit erreichbar bleiben. Nachts kann die Temperatur auf ungefähr 20–23 °C sinken. Als Orientierung eignet sich eine relative Luftfeuchte von etwa 50–70 %. Kurze Anstiege nach dem Sprühen sind unproblematisch, das Terrarium sollte anschließend jedoch wieder ablüften können. Dauerhaft nasse, stehende Luft begünstigt Haut- und Atemwegsprobleme. Der grabfähige Bodengrund wird leicht feucht gehalten, aber niemals vernässt. Ein Tagesrhythmus von ungefähr zwölf Stunden ist sinnvoll. Schwaches UVB-Licht kann die Versorgung unterstützen, ersetzt jedoch weder eine ausgewogene Supplementierung noch geeignete Schattenplätze. Lampen müssen so installiert werden, dass sich das Terrarium nicht unkontrolliert aufheizt.
Fütterung
Die Tropfenkröte ist ein kräftiger Lauerjäger und frisst unterschiedliche, passend große Wirbellose. Abwechslung bieten unter anderem Heimchen, Grillen, Schaben, Heuschrecken, Regenwürmer und geeignete Käferlarven. Sehr fettreiche Larven sollten nur einen kleinen Teil des Speiseplans ausmachen. Die Futtertiere werden hochwertig ernährt und regelmäßig mit einem geeigneten Calciumpräparat bestäubt; ein amphibiengeeignetes Vitaminpräparat kommt in größeren Abständen hinzu. Jungtiere benötigen kleinere Beute und häufigere Mahlzeiten als adulte Kröten. Bei erwachsenen Tieren sind Körperform und Gewicht wichtiger als ein starrer Fütterungsplan, da diese Art bei reichlichem Angebot leicht zu viel Energie aufnimmt. Unbeaufsichtigt verbliebene Futtertiere sollten entfernt werden. Wild gefangene Insekten aus Flächen mit möglicher Pestizid- oder Düngerbelastung sind ungeeignet.
Geschlechtsunterschiede
Adulte Weibchen werden im Durchschnitt größer und massiger als die Männchen und können eine Kopf-Rumpf-Länge von etwa 17,5 cm erreichen. Erwachsene Männchen bleiben häufig kleiner und sind während der Fortpflanzungszeit an ihren Rufen sowie geschlechtstypischen Merkmalen im Kehl- und Vorderfußbereich erkennbar. Bei jungen oder noch nicht geschlechtsreifen Tieren ist eine sichere Bestimmung anhand der Körpergröße nicht möglich. Auch bei adulten Tieren sollte die Beurteilung mehrerer Merkmale erfahrenen Haltern oder amphibienkundigen Tierärzten überlassen werden.
Zucht, Fortpflanzung und Entwicklung
Die Fortpflanzung findet im Wasser statt und steht mit feuchten beziehungsweise regenreichen Bedingungen in Verbindung. Zur gezielten Nachzucht ist daher ein gesondert vorbereitetes Zuchtbecken oder eine kontrollierte Regenkammer mit geeigneter Wasserzone erforderlich. Die Tiere zeigen einen Amplexus; anschließend entwickeln sich die Larven vollständig aquatisch. Aus der Haltung sind ausgesprochen große Gelege bis in den fünfstelligen Bereich bekannt. Eine Vermehrung darf deshalb nur geplant werden, wenn ausreichend Platz, Wasserhygiene, Aufzuchtfutter und verlässliche Unterbringungsmöglichkeiten für sehr viele Kaulquappen und Jungkröten vorhanden sind. Die natürliche Fortpflanzungsbiologie ist noch nicht in allen Einzelheiten geklärt. Temperatur- oder Feuchtigkeitsänderungen sollten nicht ohne Erfahrung abrupt erzwungen werden.
Endgröße und Lebenserwartung
Rhaebo guttatus gehört zu den großen südamerikanischen Kröten. Adulte Männchen erreichen ungefähr 13–15 cm Kopf-Rumpf-Länge, Weibchen können etwa 17–17,5 cm erreichen und wirken meist deutlich kräftiger. Noch größere Angaben finden sich vereinzelt, sind jedoch nicht für jedes Tier zu erwarten. Wegen des breiten Körpers und des beträchtlichen Gewichts muss die Terrariengröße an adulten Weibchen ausgerichtet werden. Auch Wasserschale, Höhleneingänge und Einrichtungsgegenstände müssen ausreichend groß und kippsicher gewählt sein.
Nice-to-Know
Trotz ihres deutschen Namens ist die Tropfenkröte nicht vollkommen glatt. Im Vergleich zu vielen anderen Kröten wirkt ihre Haut jedoch weniger stark warzig, während kräftige Kopfleisten und die großen Drüsen hinter den Augen besonders auffallen. Die Tiere sind vor allem in der Dämmerung und nachts aktiv, können sich aber auch tagsüber neugierig zeigen. Gelegentlich fressen Kröten ihre abgestreifte Haut; dieses als Dermatophagie bezeichnete Verhalten ist auch bei Rhaebo guttatus aus der Natur dokumentiert und kein Grund zur Beunruhigung.
Giftigkeit und Vorsichtsmaßnahmen
Die großen Parotiddrüsen hinter den Augen und weitere Hautdrüsen produzieren ein wirksames Abwehrsekret. Rhaebo guttatus kann dieses Sekret bei starker Bedrängung nicht nur abgeben, sondern gezielt verspritzen. Es darf keinesfalls in Augen, Mund, Nase, offene Wunden oder auf Lebensmittel gelangen. Die Kröte ist deshalb kein Tier zum Anfassen. Unvermeidbare Umsetzungen erfolgen ruhig mit angefeuchteten, puderfreien Einmalhandschuhen; anschließend werden Hände und verwendete Geräte gründlich gereinigt. Kinder und Haustiere dürfen keinen direkten Kontakt haben. Zugleich schützt diese Vorgehensweise die empfindliche Amphibienhaut vor Schmutz, Salzen und Rückständen auf menschlichen Händen. Nach Schleimhautkontakt oder bei Beschwerden ist umgehend medizinischer beziehungsweise tiermedizinischer Rat einzuholen.
| Temperaturbereiche: | Mäßig warm (22-23°C) - wenig zuheizen, Warm (24-26°C) - heizen |
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