29,99 €*
9 Bonuspunkte für diesen Artikel (Wert 0,90 €)
Versand 25,99 € · Tierkurier mit Thermobox · ein Versand für alle Tiere
Lieferzeit: 2-5 Tage
Riffdach-Bohrseeigel „Lila/Schwarz“, Echinometra mathaei
| Deutscher Name: | Riffdach-Bohrseeigel „Lila/Schwarz“ |
| Wissenschaftlich: | Echinometra mathaei |
| Synonyme: | Riffdachseeigel, Bohrseeigel, Kurzstachel-Seeigel, Burrowing Urchin, Rock Boring Urchin |
| Herkunft: | Indopazifik vom Roten Meer und Ostafrika bis Hawaii |
| Lebensweise: | Überwiegend nachtaktiv, tagsüber in Spalten und Bohrlöchern |
| Riffaquarium-tauglich: | Bedingt riffgeeignet: weidet Algen, kann Gestein anbohren |
| Verträglichkeit: | Friedlich, verträgt sich mit Fischen und Garnelen |
| Wasserwerte: | Dichte 1,023–1,025, pH 8,1–8,4, KH 8–12 °dKH |
| Temperatur: | 23–27 °C |
| Beckengröße: | ab etwa 200 Liter mit reichlich Lebendgestein |
| Futter: | Aufwuchsalgen, Biofilm, ergänzend Nori und Algentabletten |
| Maximale Größe: | Gehäuse meist 5–8 cm, mit Stacheln etwas größer |
| Liefergröße: | ca. 7,0-9,0 cm |
Herkunft und Lebensraum von Riffdach-Bohrseeigel „Lila/Schwarz“ (Echinometra mathaei)
Der Riffdach-Bohrseeigel gehört zu den häufigsten Seeigeln der tropischen Korallenriffe. Sein Verbreitungsgebiet erstreckt sich über weite Teile des Indopazifiks, vom Roten Meer und der ostafrikanischen Küste über Madagaskar, Mauritius und die Inseln des Indischen Ozeans bis nach Indonesien, Australien, Japan und Hawaii. Besonders zahlreich lebt er auf flachen Riffdächern, Riffplattformen und in der Brandungszone, wo er oft in dichten Gruppen vorkommt. Einzelne Tiere wurden zwar bis in deutlich größere Tiefen nachgewiesen, die meisten finden sich aber in den obersten Metern. Typisch für die Art ist ihre Lebensweise in selbst geschaffenen Mulden: Mit den kurzen, kräftigen Stacheln und dem Kauapparat, der sogenannten Laterne des Aristoteles, schabt sie sich langsam in Kalkgestein und abgestorbene Korallen hinein und verbringt den Tag gut geschützt in diesen Höhlungen. Nachts verlässt sie das Versteck und weidet die Algenbeläge der Umgebung ab. Die Färbung ist sehr variabel und reicht von grünlich über rotbraun bis zu dunklem Violett. Ein heller Ring an der Basis der Stacheln ist ein gutes Erkennungsmerkmal. Der hier angebotene Artikel ist die kräftig lila bis schwarz gefärbte Form.
Lebensweise und Verhalten
Im Aquarium zeigt sich der Riffdach-Bohrseeigel tagsüber eher zurückhaltend und sitzt bevorzugt in Spalten, Höhlen oder engen Nischen des Riffaufbaus. Mit Beginn der Dunkelphase wird er aktiver und wandert langsam über Gestein und Scheiben, wobei er Aufwuchs abraspelt. Auf seinen Saugfüßchen kann er sich an senkrechten Flächen festhalten. Gelegentlich trägt er kleine Steinchen oder Schalenreste mit sich.
Eignung für das Riffaquarium
Als Algenfresser hält er Fadenalgen und Aufwuchs auf Gestein in Schach und ist damit ein nützlicher Helfer. Er gilt jedoch nur als bedingt riffgeeignet: Auf seinen Wanderungen kann er lose Steine und schlecht befestigte Korallenableger umwerfen, und auf Dauer bohrt er sich in weiches Kalkgestein ein. Krustenkorallen und feine Kalkrotalgen werden mitunter mit abgeweidet. Ableger sollten daher gut verklebt und der Riffaufbau stabil gebaut sein.
Aquarium und Einrichtung
Empfehlenswert ist ein eingefahrenes Riffaquarium ab etwa 200 Litern mit reichlich Lebendgestein, das genügend Algenaufwuchs bietet. Spalten und Höhlen dienen als Tagesversteck. Je größer die Gesteinsfläche, desto besser findet der Seeigel ausreichend Nahrung.
Wasserwerte und Temperatur
Wie alle Stachelhäuter reagiert der Seeigel empfindlich auf Schwankungen der Wasserwerte, vor allem des Salzgehalts. Bewährt haben sich eine Dichte von 1,023 bis 1,025, ein pH-Wert von 8,1 bis 8,4, eine Karbonathärte von 8 bis 12 °dKH sowie eine Temperatur von 23 bis 27 °C. Nitrat und Phosphat sollten niedrig bleiben, Kupfer ist für Seeigel giftig und darf nicht eingesetzt werden.
Ernährung
Der Riffdach-Bohrseeigel ernährt sich überwiegend von Aufwuchsalgen und Biofilmen auf Gestein. Reicht das natürliche Algenangebot nicht aus, sollte zugefüttert werden, etwa mit getrockneten Meeresalgen wie Nori, Algentabletten oder pflanzlichem Futter, das in Reichweite auf das Gestein gelegt wird. Ein gut genährtes Tier bleibt aktiv und behält seine Stacheln.
Eingewöhnung
Die Eingewöhnung erfolgt langsam und sorgfältig: Den Beutel zunächst etwa 15 bis 20 Minuten schwimmen lassen, damit sich die Temperatur angleicht. Anschließend das Tier über mindestens 45 bis 60 Minuten mit der Tropfmethode an den Salzgehalt des Aquariums gewöhnen. Der Seeigel sollte dabei möglichst nicht an die Luft kommen. Danach in der Nähe von Gestein absetzen, damit er sich rasch festhalten kann.
Besonderheiten und sicherer Umgang
Die Stacheln sind spitz und brechen leicht ab, sie können schmerzhafte Stichverletzungen verursachen. Beim Umsetzen und bei Arbeiten im Aquarium empfiehlt es sich daher, Handschuhe zu tragen und das Tier mit einem Becher oder Netz statt mit der bloßen Hand zu bewegen. Die Art gilt nicht als giftig. Abgebrochene Stachelspitzen in der Haut sollten vorsichtig entfernt werden.
Endgröße und Lebenserwartung
Ausgewachsen erreicht das Gehäuse meist einen Durchmesser von etwa 5 bis 8 Zentimetern, mit den kurzen Stacheln wirkt der Seeigel etwas größer. Zur Lebenserwartung liegen keine verlässlichen Angaben vor.
| Tiergruppe: | Seeigel & Sanddollar |
|---|---|
| Riffverträglichkeit: | Mit Einschränkungen |
| Wassertemperatur: | 23 °C, 24 °C, 25 °C, 26 °C, 27 °C |
| Endgröße: | über 5 bis 10 cm |
Anmelden
Fragen zum Artikel
Noch keine Fragen vorhanden.
Eigene Frage stellen
Die Antwort erscheint in der Regel innerhalb von 30 bis 45 Minuten nach Ihrer Frage.
Häufige Fragen (FAQ)
Wie werden Meerwassertiere versendet?
Meerwasserfische, Garnelen, Seesterne, Korallen und Anemonen versenden wir ausschließlich mit dem zugelassenen Tierkurier GO! im Übernachtexpress. Jedes Tier beziehungsweise jede Koralle reist einzeln in einem Beutel mit Meerwasser und Sauerstoff, verpackt in einer isolierten Styroporbox – bei kühler Witterung zusätzlich mit Wärmepack.
Meerwassertiere führen wir als Bestellware mit einer Lieferzeit von 2–5 Tagen. Bitte sorge dafür, dass die Sendung am Liefertag angenommen werden kann, damit die Tiere schnell ins Aquarium kommen.
Wie gewöhne ich Meerwassertiere nach der Ankunft ein?
Dimme zunächst das Licht im Aquarium. Lege die geschlossenen Beutel 15–20 Minuten auf die Wasseroberfläche, damit sich die Temperatur angleicht. Gib dann mit der Tropfmethode langsam Aquarienwasser in ein Gefäß mit den Tieren, bis sich Salzgehalt und pH-Wert angeglichen haben – bei Fischen etwa 30–45 Minuten, bei Garnelen, Seesternen und Seeigeln deutlich langsamer über 60–90 Minuten, denn sie reagieren empfindlich auf Salzgehaltsschwankungen.
Setze die Tiere anschließend um, ohne das Transportwasser ins Aquarium zu geben. Seesterne, Muscheln und Schwämme sollten dabei möglichst nicht an die Luft kommen. Lass das Licht am ersten Tag gedimmt und füttere erst am nächsten Tag.
Was muss ich bei Korallen und Anemonen beachten?
Gewöhne Korallen langsam an das Licht: Platziere sie anfangs etwas tiefer oder schattiger und setze sie erst nach einigen Tagen an ihren endgültigen Platz. Halte Abstand zu Nachbarkorallen, denn viele Arten bilden Nesselfäden. Achte auf eine zur Art passende Strömung.
Anemonen können wandern – sichere Pumpen und Überläufe deshalb mit einem Schutzkorb. Bei Krustenanemonen (Zoanthus, Palythoa) beim Umgang immer Handschuhe und Augenschutz tragen, da sie Palytoxin enthalten können; die Kolonien niemals abkochen, abbürsten oder unter Druck abspülen.
Welche Wasserwerte brauchen Meerwassertiere?
Die meisten Riffbewohner fühlen sich in diesem Rahmen wohl: Salzgehalt 33–35 ‰ (Dichte etwa 1,023–1,025 bei 25 °C), Temperatur 24–26 °C, pH-Wert 8,0–8,4, KH 7–9 °dH, Calcium 400–450 mg/l und Magnesium 1.250–1.350 mg/l bei niedrigen Nitrat- und Phosphatwerten. Wichtiger als einzelne Spitzenwerte ist, dass die Werte stabil bleiben.
Artspezifische Angaben findest du jeweils in der Artikelbeschreibung.