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Pracht-Kalkröhrenwurm „Rot/Weiß“, Protula bispiralis
| Deutscher Name: | Pracht-Kalkröhrenwurm „Rot/Weiß“ |
| Wissenschaftlich: | Protula bispiralis |
| Synonyme: | Kalkröhrenwurm, Röhrenwurm, Coco Worm, Hardtube Coco Worm, Red Fan Worm |
| Herkunft: | Indopazifik vom Roten Meer bis Australien und Indonesien |
| Lebensweise: | Festsitzender Filtrierer in einer selbst gebauten Kalkröhre |
| Riffaquarium-tauglich: | Riffgeeignet, tut Korallen und Mitbewohnern nichts |
| Verträglichkeit: | Nicht mit Kaiserfischen, Falterfischen oder Krabben pflegen |
| Wasserwerte: | Dichte 1,023–1,025, pH 8,1–8,4, KH 8–12 °dKH |
| Temperatur: | 22–26 °C |
| Beckengröße: | ab etwa 200 Liter, eingefahrenes Riffaquarium |
| Futter: | Phytoplankton, Zooplankton und feines Staubfutter |
| Maximale Größe: | Röhre meist 7–10 cm; Liefergröße M–L mit Krone von ca. 3–5 cm Durchmesser |
| Liefergröße: | ca. 3,0-5,0 cm |
Herkunft und Lebensraum von Pracht-Kalkröhrenwurm „Rot/Weiß“ (Protula bispiralis)
Der Pracht-Kalkröhrenwurm gehört zu den Kalkröhrenwürmern und ist im tropischen Indopazifik weit verbreitet. Nachweise gibt es unter anderem aus dem Roten Meer, dem Indischen Ozean, Indonesien mit Sulawesi, dem Westpazifik, Australien und Neuseeland. Er besiedelt Hartsubstrate von der unteren Gezeitenzone bis in größere Tiefen und wird häufig in etwa zehn bis fünfzehn Metern Tiefe an Riffhängen, unter Überhängen und an Felsen gefunden. Dort baut er aus Kalk eine harte, weiße Röhre, die er fest an Gestein, Schalen oder abgestorbene Korallen anheftet und die ihm lebenslang als Schutz dient. Aus der Öffnung entfaltet er seine eindrucksvolle Tentakelkrone, die bei erwachsenen Tieren aus zwei spiralig gewundenen Fächern mit mehreren Windungen besteht. Mit dieser Krone filtert er Plankton und feine Schwebstoffe aus dem Wasser und atmet zugleich. Bei Gefahr zieht er sie blitzschnell in die Röhre zurück. Im Handel wurde die Art lange auch als Protula magnifica geführt. Der hier angebotene Artikel zeigt die rot-weiß gebänderte Krone.
Lebensweise und Verhalten
Der Kalkröhrenwurm ist ein festsitzender Filtrierer, der seinen Standort nicht mehr verlässt. Bei ruhigen Bedingungen entfaltet er die Tentakelkrone weit und filtert unablässig Nahrung aus dem Wasser. Schatten, Erschütterungen oder Berührungen lassen ihn sofort in der Röhre verschwinden; nach kurzer Zeit kommt er wieder hervor. Gut eingewöhnte und gut gefütterte Tiere wachsen sichtbar und können die Röhre verlängern.
Eignung für das Riffaquarium
Für ein Riffaquarium ist der Kalkröhrenwurm gut geeignet, denn er schadet weder Korallen noch anderen Mitbewohnern. Gefährdet ist eher er selbst: Kaiserfische, Falterfische, manche Lippfische sowie Krabben und Einsiedlerkrebse zupfen gern an der Krone. Auch Schnecken, die über die Röhre kriechen, lassen ihn ständig zurückziehen. Ruhige, friedliche Mitbewohner sind daher ideal.
Aquarium und Einrichtung
Empfehlenswert ist ein gut eingefahrenes Riffaquarium ab etwa 200 Litern mit stabilen Wasserwerten und einem reichen Angebot an Plankton. Die Röhre sollte so platziert werden, dass sie sicher liegt oder fest im Gestein steckt, nicht umfallen kann und von hinten nicht von anderen Tieren erreicht wird. Ein Standort mit mäßiger, wechselnder Strömung und eher gedämpftem Licht ist ideal.
Wasserwerte und Temperatur
Gute und stabile Wasserqualität ist für diesen Filtrierer besonders wichtig. Bewährt haben sich eine Dichte von 1,023 bis 1,025, ein pH-Wert von 8,1 bis 8,4, eine Karbonathärte von 8 bis 12 °dKH und eine Temperatur von 22 bis 26 °C. Ein ausreichender Calciumgehalt fördert den Röhrenbau. Kupfer ist für Wirbellose giftig und darf nicht verwendet werden.
Ernährung
Der Kalkröhrenwurm ernährt sich von Plankton und feinsten Schwebstoffen. In der Regel reicht das natürliche Angebot im Aquarium nicht aus, eine regelmäßige Zufütterung ist deshalb entscheidend. Geeignet sind lebendes oder flüssiges Phytoplankton, Rotatorien, frisch geschlüpfte Artemia-Nauplien, Copepoden und feines Staubfutter. Am besten wird mehrmals pro Woche, idealerweise täglich, in kleinen Portionen gezielt in die Nähe der Krone gefüttert, bei reduziertem Abschäumer.
Eingewöhnung
Den Beutel zunächst 15 bis 20 Minuten schwimmen lassen, damit sich die Temperatur angleicht, danach das Tier über 45 bis 60 Minuten mit der Tropfmethode an den Salzgehalt gewöhnen. Anschließend die Röhre ruhig und ohne Luftkontakt der Krone an den vorgesehenen Platz setzen. In den ersten Tagen helfen eine etwas geringere Strömung und gedämpftes Licht, bis der Wurm seine Krone regelmäßig zeigt.
Besonderheiten und sicherer Umgang
Für Menschen geht vom Kalkröhrenwurm keine Gefahr aus. Beim Umsetzen sollte die Röhre jedoch vorsichtig behandelt werden: Sie darf nicht brechen, und der Wurm sollte nicht aus der Röhre gezogen werden. Fassen Sie die Röhre am unteren Ende an und vermeiden Sie Berührungen der Tentakelkrone.
Endgröße und Lebenserwartung
Die Kalkröhre erreicht meist 7 bis 10 Zentimeter Länge, sehr alte Tiere bauen auch deutlich längere und dickere Röhren. Geliefert wird die Handelsgröße M–L; die geöffnete Tentakelkrone misst dabei ca. 3 bis 5 Zentimeter im Durchmesser. Das ist eine ungefähre Angabe, denn die Krone wird nur bei entspannten Tieren voll entfaltet. Die Lebenserwartung liegt im Aquarium nach Erfahrungen aus der Haltung oft nur bei wenigen Jahren, gut ernährte Tiere leben länger.
| Tiergruppe: | Röhrenwürmer |
|---|---|
| Riffverträglichkeit: | Geeignet |
| Wassertemperatur: | 22 °C, 23 °C, 24 °C, 25 °C, 26 °C |
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Häufige Fragen (FAQ)
Wie werden Meerwassertiere versendet?
Meerwasserfische, Garnelen, Seesterne, Korallen und Anemonen versenden wir ausschließlich mit dem zugelassenen Tierkurier GO! im Übernachtexpress. Jedes Tier beziehungsweise jede Koralle reist einzeln in einem Beutel mit Meerwasser und Sauerstoff, verpackt in einer isolierten Styroporbox – bei kühler Witterung zusätzlich mit Wärmepack.
Meerwassertiere führen wir als Bestellware mit einer Lieferzeit von 2–5 Tagen. Bitte sorge dafür, dass die Sendung am Liefertag angenommen werden kann, damit die Tiere schnell ins Aquarium kommen.
Wie gewöhne ich Meerwassertiere nach der Ankunft ein?
Dimme zunächst das Licht im Aquarium. Lege die geschlossenen Beutel 15–20 Minuten auf die Wasseroberfläche, damit sich die Temperatur angleicht. Gib dann mit der Tropfmethode langsam Aquarienwasser in ein Gefäß mit den Tieren, bis sich Salzgehalt und pH-Wert angeglichen haben – bei Fischen etwa 30–45 Minuten, bei Garnelen, Seesternen und Seeigeln deutlich langsamer über 60–90 Minuten, denn sie reagieren empfindlich auf Salzgehaltsschwankungen.
Setze die Tiere anschließend um, ohne das Transportwasser ins Aquarium zu geben. Seesterne, Muscheln und Schwämme sollten dabei möglichst nicht an die Luft kommen. Lass das Licht am ersten Tag gedimmt und füttere erst am nächsten Tag.
Was muss ich bei Korallen und Anemonen beachten?
Gewöhne Korallen langsam an das Licht: Platziere sie anfangs etwas tiefer oder schattiger und setze sie erst nach einigen Tagen an ihren endgültigen Platz. Halte Abstand zu Nachbarkorallen, denn viele Arten bilden Nesselfäden. Achte auf eine zur Art passende Strömung.
Anemonen können wandern – sichere Pumpen und Überläufe deshalb mit einem Schutzkorb. Bei Krustenanemonen (Zoanthus, Palythoa) beim Umgang immer Handschuhe und Augenschutz tragen, da sie Palytoxin enthalten können; die Kolonien niemals abkochen, abbürsten oder unter Druck abspülen.
Welche Wasserwerte brauchen Meerwassertiere?
Die meisten Riffbewohner fühlen sich in diesem Rahmen wohl: Salzgehalt 33–35 ‰ (Dichte etwa 1,023–1,025 bei 25 °C), Temperatur 24–26 °C, pH-Wert 8,0–8,4, KH 7–9 °dH, Calcium 400–450 mg/l und Magnesium 1.250–1.350 mg/l bei niedrigen Nitrat- und Phosphatwerten. Wichtiger als einzelne Spitzenwerte ist, dass die Werte stabil bleiben.
Artspezifische Angaben findest du jeweils in der Artikelbeschreibung.