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Tuka-Fahnenbarsch, Pseudanthias tuka

Leuchtend purpurn

Violetter Schwarmfisch mit gelbem Rückenstreif beim Weibchen

Harem statt Einzelhaltung

Ein Männchen mit mindestens fünf Weibchen hält Frieden im Becken

Mehrmals täglich füttern

Hoher Stoffwechsel: kleines Frost- und Lebendfutter in Portionen

Für Erfahrene

Empfindlich und anspruchsvoll, braucht ein großes, stabiles Becken

Tuka-Fahnenbarsch, Pseudanthias tuka


Auf einen Blick: Tuka-Fahnenbarsch, Pseudanthias tuka
Deutscher Name:Tuka-Fahnenbarsch
Wissenschaftlich:Pseudanthias tuka
Synonyme:Purpur-Fahnenbarsch, Lila Fahnenbarsch, Lilafarbener Fahnenbarsch, Purple Queen, Purple Queen Anthias, Purple Anthias, Yellowstripe Fairy Basslet, Tuka Anthias
Herkunft:Indopazifik, Außenriffhänge von Mauritius bis zum Pazifik
Riffaquarium-tauglich:Korallen geeignet, größere Wirbellose geeignet, winzige Krebstiere bedingt (werden als Plankton gefressen)
Verträglichkeit:Friedlich, nur in Gruppe (1 Männchen, mindestens 5 Weibchen); Männchen untereinander unverträglich
Wasserwerte:Dichte 1,023–1,025, pH 8,1–8,4, KH 7–10 °dKH, Nitrat niedrig
Temperatur:24–26 °C (tolerierter Bereich ca. 22–27 °C)
Beckengröße:ab ca. 400 Liter für eine kleine Gruppe, besser 500–600 Liter und mehr
Futter:Mehrmals täglich kleines Frost- und Lebendfutter (Mysis, Artemia, Copepoden); Trockenfutter nur selten und spät
Schwierigkeitsgrad:Anspruchsvoll, nur für erfahrene Meerwasseraquarianer
Geschlechts-Unterschiede:Weibchen mit gelb-orangem Rückenstreif und Schwanzlappen; Männchen mit dunklem Fleck an der weichen Rückenflosse
Zucht möglich:Im Heimaquarium nicht etabliert; keine Nachzucht angegeben
Maximale Größe:bis ca. 12 cm; Lebenserwartung etwa 3–5 Jahre (Angaben uneinheitlich)
Liefergröße:ca. 4,0-6,0 cm
Im Detail: Tuka-Fahnenbarsch, Pseudanthias tuka

Herkunft von Tuka-Fahnenbarsch (Pseudanthias tuka)

Der Tuka-Fahnenbarsch gehört zu den Fahnenbarschen innerhalb der Zackenbarsch-Verwandtschaft (Serranidae) und lebt im tropischen Indopazifik. Sein Verbreitungsgebiet reicht von Mauritius über Indonesien und die Philippinen bis zu den Salomonen, im Süden bis zum Great Barrier Reef, im Norden bis nach Palau und Japan. Beschrieben wurde die Art von den Philippinen. In der Natur trifft man ihn an der oberen Kante von Steilabhängen und an äußeren Riffhängen, meist in etwa 7 bis 30 Metern Tiefe, vereinzelt auch tiefer. Dort bildet er größere Ansammlungen, die oberhalb des Riffs im strömenden Wasser stehen und Zooplankton aus der Strömung picken. Genau dieses Verhalten erklärt seine Ansprüche im Aquarium: Er braucht Strömung, freien Schwimmraum und häufige kleine Mahlzeiten. Die Tiere im Handel stammen in der Regel aus Wildfängen; eine Nachzucht ist nur bei ausdrücklicher Kennzeichnung als NZ oder DNZ anzunehmen, was bei diesem Artikel nicht angegeben ist. Achtung bei der Namensgebung: Als „Purple Queen“ wird im Handel gelegentlich auch der deutlich seltenere Pseudanthias pascalus bezeichnet. Der Tuka-Fahnenbarsch ist die weitaus häufiger angebotene Art und lässt sich an den gelb-orangen Zeichnungen der Weibchen und am Rückenflossenfleck der Männchen erkennen.

Eignung für das Riffaquarium

Für Korallen ist der Tuka-Fahnenbarsch geeignet: Er knabbert weder an Stein- noch an Weichkorallen und zupft sein Futter aus dem Wasser. Auch gegenüber Putzergarnelen, Einsiedlern, Schnecken, Muscheln und Seesternen gilt er als unproblematisch. Bedingt geeignet ist er für sehr kleine Krebstiere wie winzige Garnelenjungtiere oder Copepoden-Populationen im Becken, denn als Planktonfresser betrachtet er alles Winzige in Maulgröße als Futter. Ein Riffbecken ist sein bevorzugter Lebensraum, wenn Aufbau und Strömung stimmen: Viele Verstecke aus Riffgestein, aber auch ein großer, freier Wasserraum davor. Wichtig ist, dass er in einem Becken mit aggressiven Nachbarn nicht lange Freude macht. Draufgängerische Doktorfische, Zwergkaiser mit Revieranspruch oder Drückerfische setzen den scheuen Planktonfressern am Futter und im Schwimmraum zu.

Vergesellschaftung und Verhalten

Der Tuka-Fahnenbarsch ist ein ausgesprochener Schwarmfisch und friedlich gegenüber anderen Arten. Er sollte nicht einzeln gepflegt werden: Üblich und empfehlenswert ist eine Gruppe aus einem Männchen und mindestens fünf Weibchen. Tuka-Fahnenbarsche sind protogyne Zwitter, das heißt, die Weibchen können bei Bedarf zu Männchen werden. Mehrere Männchen im selben Becken führen schnell zu heftigen Auseinandersetzungen, vor allem wenn der Platz knapp ist. Erfahrungsberichte zeigen außerdem, dass eine eingewöhnte Gruppe später hinzugesetzte Tiere stark bedrängen kann. Am besten setzt man die gesamte Gruppe möglichst gleichzeitig und aus derselben Quelle ein. Als Mitbewohner eignen sich ruhige, nicht futterneidische Arten wie Kardinalbarsche, Grundeln, Zwergbarsche oder Anemonenfische. Fahnenbarsche sollten in der Regel als letzte Fische ins Becken kommen, damit sie nicht gleich auf etablierte Reviere treffen. Ein Tuka-Fahnenbarsch mit 4 bis 6 cm ist noch ein Jungtier; das Geschlecht lässt sich in dieser Größe nicht sicher bestimmen.

Wasserwerte und Temperatur

Gewünscht sind stabile, saubere Bedingungen wie im Außenriff: Salzgehalt beziehungsweise Dichte 1,023 bis 1,025 (ca. 33–35 ‰), pH-Wert 8,1 bis 8,4, Karbonathärte 7 bis 10 °dKH und eine Temperatur von 24 bis 26 °C. Der tolerierte Bereich wird mit etwa 22 bis 27 °C angegeben, dauerhaft höhere Werte sind wegen des hohen Stoffwechsels und des Sauerstoffbedarfs ungünstig. Ammoniak und Nitrit müssen immer nicht messbar sein, Nitrat sollte niedrig bleiben. Der Tuka-Fahnenbarsch reagiert empfindlich auf Schwankungen, deshalb sind eine zuverlässige Osmosewasser-Nachfüllung und ein konstanter Salzgehalt wichtiger als jede Feinabstimmung. Starke, sauerstoffreiche Strömung mit einem wirksamen Eiweißabschäumer und guter Gasaustausch an der Oberfläche unterstützen die Tiere. Ein eingefahrenes, reifes Becken mit stabiler Biologie ist Voraussetzung.

Aquarium und Einrichtung

Weil der Tuka-Fahnenbarsch in einer Gruppe gepflegt wird und im Freiwasser viel schwimmt, braucht er ein großes Becken. Händlerangaben und Fachliteratur reichen von etwa 400 Litern als absolutes Minimum bis zu 600 Litern und mehr; wir empfehlen für eine Gruppe von einem Männchen und fünf Weibchen mindestens 500 Liter. Eine Beckenlänge von deutlich über 1,5 Metern ist wichtiger als Tiefe. Der Aufbau sollte Höhlen und Überhänge zum Zurückziehen bieten und gleichzeitig eine große, freie Fläche im oberen Wasserdrittel lassen. Wichtig ist eine gute, ungleichmäßige Strömung. Anthias können bei Schreck aus dem Becken springen, daher ist eine Abdeckung oder ein Netz ratsam. Im Gegensatz zu kleineren Riffbewohnern ist der Fahnenbarsch für Nano- und Kleinbecken nicht geeignet.

Futter und Futterumstellung

In der Natur pickt der Tuka-Fahnenbarsch Zooplankton aus der Strömung, und sein Stoffwechsel ist entsprechend hoch. Im Aquarium muss er mehrmals täglich gefüttert werden, bewährt sind drei bis vier kleine Portionen. Gut geeignet sind fein zerkleinertes Frostfutter wie Mysis, Artemia, Copepoden und Krill sowie, bei Bedarf, Lebendfutter. Das Futter sollte stromaufwärts eingebracht werden, damit es zu den Tieren treibt. Die Futterumstellung ist die größte Hürde: Frisch importierte Tiere fressen oft nicht von selbst, und manche Tiere lassen sich zunächst nur mit angereicherten lebenden Artemia locken. Haben sie Frostfutter angenommen, kann man nach und nach feines Granulat und Flockenfutter untermischen. Trockenfutter wird nur selten dauerhaft akzeptiert und sollte deshalb nur als Ergänzung betrachtet werden. Bitte beobachten Sie vor dem Kauf, ob die Tiere in der Gruppe aktiv fressen, und achten Sie auf eingefallene Bäuche.

Eingewöhnung

Fahnenbarsche sind transportempfindlich, deshalb sollte die Eingewöhnung ruhig und ohne Stress erfolgen. Den Transportbeutel schwimmen lassen, bis die Temperatur ungefähr angeglichen ist, dann mit der Tropfmethode über mindestens eine Stunde, besser länger, langsam Beckenwasser zugeben, damit sich Temperatur und Salzgehalt schonend angleichen. Die Beleuchtung im Becken dimmen und die Tiere nicht mit dem Kescher jagen; besser mit einem Behälter umsetzen. Das Transportwasser gehört nicht ins Aquarium. Eine Quarantäne ist empfehlenswert, sollte aber ruhig, mit Verstecken und gutem Futterangebot geführt werden, weil ein längerer Hungerzustand den Tieren schadet. Im Hauptbecken kommen die Tiere als letzte Fische hinein. Die ersten Tage sind kritisch; füttern Sie klein und regelmäßig, und beobachten Sie, ob alle Tiere der Gruppe fressen.

Geschlechtsunterschiede

Jungtiere und Weibchen haben einen gelb-orangen Streifen auf dem Rücken, der sich auf die Schwanzflosse fortsetzt. Männchen sind kräftiger purpurn gefärbt, haben einen dunklen Fleck am Ansatz der weichen Rückenflosse, verlängerte Rückenflossenstrahlen und oft gelbliche Kiefer- und Kehlpartien. Die Art ist ein protogyner Zwitter: Tiere starten als Weibchen, und das dominante Tier wandelt sich bei Bedarf zum Männchen. Bei einem Tier von 4 bis 6 cm ist das Geschlecht in der Regel noch nicht eindeutig; meistens handelt es sich um Weibchen oder Jungtiere.

Zucht

Der Tuka-Fahnenbarsch ist ein Freiwasserlaicher, dessen Eier und Larven im offenen Wasser treiben. Eine Vermehrung im Heimaquarium ist nicht etabliert und kommt nur selten vor. Die angebotenen Tiere sind nicht als Nachzucht gekennzeichnet. Wer einen Harem pflegt, kann gelegentlich Balzverhalten beobachten, mit einer erfolgreichen Aufzucht ist aber nicht zu rechnen.

Endgröße und Lebenserwartung

Ausgewachsen wird der Tuka-Fahnenbarsch etwa 10 bis 12 cm lang; einzelne Händlerangaben nennen bis zu 15 cm, im Aquarium bleiben die Tiere oft kleiner. Die hier angebotenen 4 bis 6 cm entsprechen daher einem Jungtier oder einem noch nicht ausgewachsenen Tier. Zur Lebenserwartung: Die Angaben sind uneinheitlich. Erfahrene Halter und Händler nennen im Aquarium meist etwa 3 bis 5 Jahre, vereinzelt werden bis zu 6 Jahre genannt. Belastbare wissenschaftliche Daten zum Freiland liegen nicht vor, und die tatsächliche Lebensdauer hängt stark von Futterannahme, Wasserstabilität und Gruppenzusammensetzung ab.

Tiergruppe: Fische
Riffverträglichkeit: Mit Einschränkungen
Wassertemperatur: 24 °C, 25 °C, 26 °C
Endgröße: über 10 bis 20 cm
Haltungsform: Gruppenhaltung

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Häufige Fragen (FAQ)


 

Wie werden Meerwassertiere versendet?

Meerwasserfische, Garnelen, Seesterne, Korallen und Anemonen versenden wir ausschließlich mit dem zugelassenen Tierkurier GO! im Übernachtexpress. Jedes Tier beziehungsweise jede Koralle reist einzeln in einem Beutel mit Meerwasser und Sauerstoff, verpackt in einer isolierten Styroporbox – bei kühler Witterung zusätzlich mit Wärmepack.

Meerwassertiere führen wir als Bestellware mit einer Lieferzeit von 2–5 Tagen. Bitte sorge dafür, dass die Sendung am Liefertag angenommen werden kann, damit die Tiere schnell ins Aquarium kommen.

Wie gewöhne ich Meerwassertiere nach der Ankunft ein?

Dimme zunächst das Licht im Aquarium. Lege die geschlossenen Beutel 15–20 Minuten auf die Wasseroberfläche, damit sich die Temperatur angleicht. Gib dann mit der Tropfmethode langsam Aquarienwasser in ein Gefäß mit den Tieren, bis sich Salzgehalt und pH-Wert angeglichen haben – bei Fischen etwa 30–45 Minuten, bei Garnelen, Seesternen und Seeigeln deutlich langsamer über 60–90 Minuten, denn sie reagieren empfindlich auf Salzgehaltsschwankungen.

Setze die Tiere anschließend um, ohne das Transportwasser ins Aquarium zu geben. Seesterne, Muscheln und Schwämme sollten dabei möglichst nicht an die Luft kommen. Lass das Licht am ersten Tag gedimmt und füttere erst am nächsten Tag.

Was muss ich bei Korallen und Anemonen beachten?

Gewöhne Korallen langsam an das Licht: Platziere sie anfangs etwas tiefer oder schattiger und setze sie erst nach einigen Tagen an ihren endgültigen Platz. Halte Abstand zu Nachbarkorallen, denn viele Arten bilden Nesselfäden. Achte auf eine zur Art passende Strömung.

Anemonen können wandern – sichere Pumpen und Überläufe deshalb mit einem Schutzkorb. Bei Krustenanemonen (Zoanthus, Palythoa) beim Umgang immer Handschuhe und Augenschutz tragen, da sie Palytoxin enthalten können; die Kolonien niemals abkochen, abbürsten oder unter Druck abspülen.

Welche Wasserwerte brauchen Meerwassertiere?

Die meisten Riffbewohner fühlen sich in diesem Rahmen wohl: Salzgehalt 33–35 ‰ (Dichte etwa 1,023–1,025 bei 25 °C), Temperatur 24–26 °C, pH-Wert 8,0–8,4, KH 7–9 °dH, Calcium 400–450 mg/l und Magnesium 1.250–1.350 mg/l bei niedrigen Nitrat- und Phosphatwerten. Wichtiger als einzelne Spitzenwerte ist, dass die Werte stabil bleiben.

Artspezifische Angaben findest du jeweils in der Artikelbeschreibung.

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