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Kupferstreifen-Pinzettfisch, Chelmon rostratus, ca. 7,0-8,0 cm
| Deutscher Name: | Kupferstreifen-Pinzettfisch |
| Wissenschaftlich: | Chelmon rostratus |
| Synonyme: | Orangebinden-Pinzettfisch, Kupferbinden-Pinzettfisch, Pinzettfisch, Copperband Butterflyfish |
| Herkunft: | Indopazifik (u. a. Indonesien, Philippinen, Australien); flache Innenriffe und Lagunen |
| Riffaquarium-tauglich: | Bedingt geeignet: meist korallenverträglich, aber Gefahr für Röhrenwürmer, Muscheln, Anemonen und kleine Garnelen |
| Verträglichkeit: | Einzeln oder als harmonisches Paar; revierbewusst, gegenüber ähnlich gezeichneten Falterfischen oft unverträglich; ruhige Mitbewohner nötig |
| Wasserwerte: | Dichte 1,023–1,025 (ca. 32–35 ‰ Salzgehalt), pH 8,1–8,4, KH 7–10 °dKH, 24–27 °C, Nitrat niedrig |
| Temperatur: | 24–27 °C |
| Beckengröße: | Ab etwa 500 Litern, besser 800 Liter und mehr mit viel Schwimmraum |
| Futter: | Kleine Krebstiere und Röhrenwürmer; im Aquarium Artemia, Mysis, Muschelfleisch, feines Frostfutter, Futterumstellung entscheidend |
| Schwierigkeitsgrad: | Anspruchsvoll, nur für erfahrene Meerwasseraquarianer |
| Geschlechts-Unterschiede: | Äußerlich keine verlässlichen Unterschiede erkennbar |
| Zucht möglich: | Pelagischer Freilaicher; Nachzucht im Heimaquarium nicht etabliert |
| Maximale Größe: | Bis ca. 18–20 cm (im Aquarium oft 12–15 cm); Lebenserwartung ca. 4–10 Jahre |
| Liefergröße: | ca. 7,0-8,0 cm |
Herkunft von Kupferstreifen-Pinzettfisch (Chelmon rostratus)
Der Kupferstreifen-Pinzettfisch wurde 1758 von Carl von Linné als Chaetodon rostratus beschrieben und zählt heute zur Familie der Falterfische (Chaetodontidae). Er ist eine von nur drei Arten der Gattung Chelmon, die alle an ihrer lang ausgezogenen Schnauze zu erkennen sind. Sein Verbreitungsgebiet reicht über Teile des Indischen und des westlichen Pazifischen Ozeans, unter anderem rund um Indonesien, die Philippinen, Singapur und Australien, wo er auch am Great Barrier Reef vorkommt. Er lebt in flachen Innenriffen, Lagunen und korallenreichen Küstenbereichen bis in etwa 25 Meter Tiefe. Mit dem pinzettenartigen Maul stochert er gezielt in Spalten und Löchern nach Röhrenwürmern, kleinen Krebsen und anderen Wirbellosen. Die Art ist tagaktiv, lebt einzeln oder paarweise und verteidigt ihr Revier. Die Weltnaturschutzunion stuft sie als nicht gefährdet ein. Für diesen Artikel ist keine Nachzucht angegeben; Angaben zur genauen Herkunft der gelieferten Tiere sollten daher beim Lieferanten erfragt werden.
Eignung für das Riffaquarium
Bedingt geeignet. Korallen werden von dieser Art meist in Ruhe gelassen, einzelne Tiere zupfen aber gelegentlich an Weichkorallen oder Polypen größerer Steinkorallen. Deutlich kritischer sind Röhrenwürmer, Federwürmer, Muscheln und Anemonen: Der Pinzettfisch pickt überall im Becken, und das kann ernste Verletzungen oder Verluste bei diesen Tieren bedeuten. Kleine Garnelen und andere Krebstiere gehören zu seinem natürlichen Beutespektrum und sind daher nicht sicher. Als Nebeneffekt frisst manches Tier Glasrosen (Aiptasia), das klappt aber nicht bei jedem Exemplar. Manchmal wenden sich die Fische nach der Glasrosenplage auch Röhrenwürmern oder Muscheln zu. Eine Giftigkeit ist für die Art nicht bekannt.
Vergesellschaftung und Verhalten
Der Kupferstreifen-Pinzettfisch ist ein ruhiger, aber territorialer Falterfisch. Er wird am besten einzeln gehalten; eine Paarhaltung gelingt nur in sehr großen Becken und bei Harmonie der Tiere. Gegenüber Artgenossen und ähnlich gezeichneten Falterfischen kann er in kleineren Becken aggressiv werden. Sehr aggressive oder dominante Mitbewohner wie manche Doktorfische setzen ihm zu, wodurch er oft das Fressen einstellt. Ideal sind friedliche, nicht futterneidische Beifische. Er braucht Rückzugsplätze im Riffaufbau und freien Schwimmraum.
Wasserwerte und Temperatur
Gehalten wird er bei einer Dichte von etwa 1,023–1,025 (rund 32–35 ‰ Salzgehalt), einem pH-Wert von 8,1–8,4, einer Karbonathärte von etwa 7–10 °dKH und Temperaturen zwischen 24 und 27 °C. Die Art reagiert empfindlich auf Schwankungen und auf Chemikalien. Nitrat sollte niedrig bleiben, Orientierung bietet ein Wert unter 25 mg/l. Ein langjährig eingefahrenes, stabiles Becken mit guter Filterung und zuverlässiger Technik ist wichtig. Eine UV-C-Anlage kann die Keimbelastung senken, ersetzt aber keine saubere Wasserpflege.
Aquarium und Einrichtung
Die Angaben der Fachquellen gehen auseinander und reichen von etwa 400 bis über 1.000 Litern. Wir empfehlen mindestens rund 500 Liter, besser 800 Liter oder mehr, mit 150 cm Kantenlänge. Der Fisch braucht ein gut strukturiertes Riff mit Höhlen und Spalten zum Abpicken sowie freie Schwimmstrecke. Ältere, ausgewachsene Tiere erreichen bis 20 cm. Nicht für Nano- oder kleine Becken geeignet.
Futter und Futterumstellung
In der Natur zupft er kleine Krebse, Röhrenwürmer und andere Wirbellose aus Spalten. Im Aquarium ist die Futterumstellung der kritische Punkt: Manche Tiere gehen schnell an Frostfutter, andere verweigern es und magern ab. Bewährt haben sich Artemia, Mysis, Krill, Muschelfleisch, Copepoden und feine Frostfuttersorten. Hilfreich sind Lebendfutter, Futterpasten oder Hummereier zum Anfüttern. Mehrere kleine Portionen täglich sind besser als eine große. Trockenfutter und Granulat werden nur von manchen Tieren später akzeptiert. Vor dem Kauf sollte man sich zeigen lassen, dass das Tier tatsächlich frisst. Bei 7–8 cm großen Tieren ist die Umstellung wegen ihrer geringen Reserven besonders sorgfältig zu beobachten.
Eingewöhnung
Das Tier nach Ankunft langsam mit der Tropfmethode an Temperatur und Salzgehalt des Beckens angleichen, über mindestens ein bis zwei Stunden. Anschließend empfiehlt sich eine Quarantäne in einem ruhigen Becken, in dem ohne Futterkonkurrenz das Fressen beobachtet und eine Umstellung auf Ersatzfutter geübt werden kann. Erst wenn das Tier zuverlässig frisst, sollte es ins Hauptbecken umziehen. Frische Fische nicht neben Dominanten einsetzen und Stress durch helles Licht und Umbauten meiden. Bei Fressverweigerung, Abmagerung oder weißen Knötchen auf der Haut frühzeitig fachlichen Rat einholen.
Geschlechtsunterschiede
Männchen und Weibchen lassen sich äußerlich nicht verlässlich unterscheiden. Einen auffälligen Größen- oder Farbunterschied gibt es nicht. Bei Jungtieren ist eine Geschlechtsbestimmung nicht möglich.
Zucht
Der Kupferstreifen-Pinzettfisch ist ein pelagischer Freilaicher und bildet zur Fortpflanzungszeit monogame Paare. Die Eier und die winzigen Larven treiben im freien Wasser und benötigen eine sehr spezielle Aufzucht. Im Heimaquarium ist eine Vermehrung nicht etabliert. Vereinzelt wird von Erfolgen in spezialisierten Anlagen berichtet. Für Hobbyhalter sollte man nicht mit Nachwuchs rechnen.
Endgröße und Lebenserwartung
Die Art erreicht in der Natur etwa 18–20 cm, im Aquarium bleibt sie häufig bei rund 12–15 cm. Die angebotene Größe von 7–8 cm entspricht einem jungen Tier, das noch deutlich wachsen wird. Zur Lebenserwartung nennen seriöse Quellen unterschiedliche Spannen: Im Aquarium sind etwa 4 bis 6 Jahre realistisch, mit sehr guter Pflege werden bis zu 10 Jahre angegeben, wobei die Angaben variieren. Vorsicht: Viele Tiere erreichen diese Zeit nicht, wenn die Futterumstellung misslingt.
| Temperaturbereiche: | Mäßig warm (22-23°C) - wenig zuheizen, Warm (24-26°C) - heizen |
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Häufige Fragen (FAQ)
Wie werden Meerwassertiere versendet?
Meerwasserfische, Garnelen, Seesterne, Korallen und Anemonen versenden wir ausschließlich mit dem zugelassenen Tierkurier GO! im Übernachtexpress. Jedes Tier beziehungsweise jede Koralle reist einzeln in einem Beutel mit Meerwasser und Sauerstoff, verpackt in einer isolierten Styroporbox – bei kühler Witterung zusätzlich mit Wärmepack.
Meerwassertiere führen wir als Bestellware mit einer Lieferzeit von 2–5 Tagen. Bitte sorge dafür, dass die Sendung am Liefertag angenommen werden kann, damit die Tiere schnell ins Aquarium kommen.
Wie gewöhne ich Meerwassertiere nach der Ankunft ein?
Dimme zunächst das Licht im Aquarium. Lege die geschlossenen Beutel 15–20 Minuten auf die Wasseroberfläche, damit sich die Temperatur angleicht. Gib dann mit der Tropfmethode langsam Aquarienwasser in ein Gefäß mit den Tieren, bis sich Salzgehalt und pH-Wert angeglichen haben – bei Fischen etwa 30–45 Minuten, bei Garnelen, Seesternen und Seeigeln deutlich langsamer über 60–90 Minuten, denn sie reagieren empfindlich auf Salzgehaltsschwankungen.
Setze die Tiere anschließend um, ohne das Transportwasser ins Aquarium zu geben. Seesterne, Muscheln und Schwämme sollten dabei möglichst nicht an die Luft kommen. Lass das Licht am ersten Tag gedimmt und füttere erst am nächsten Tag.
Was muss ich bei Korallen und Anemonen beachten?
Gewöhne Korallen langsam an das Licht: Platziere sie anfangs etwas tiefer oder schattiger und setze sie erst nach einigen Tagen an ihren endgültigen Platz. Halte Abstand zu Nachbarkorallen, denn viele Arten bilden Nesselfäden. Achte auf eine zur Art passende Strömung.
Anemonen können wandern – sichere Pumpen und Überläufe deshalb mit einem Schutzkorb. Bei Krustenanemonen (Zoanthus, Palythoa) beim Umgang immer Handschuhe und Augenschutz tragen, da sie Palytoxin enthalten können; die Kolonien niemals abkochen, abbürsten oder unter Druck abspülen.
Welche Wasserwerte brauchen Meerwassertiere?
Die meisten Riffbewohner fühlen sich in diesem Rahmen wohl: Salzgehalt 33–35 ‰ (Dichte etwa 1,023–1,025 bei 25 °C), Temperatur 24–26 °C, pH-Wert 8,0–8,4, KH 7–9 °dH, Calcium 400–450 mg/l und Magnesium 1.250–1.350 mg/l bei niedrigen Nitrat- und Phosphatwerten. Wichtiger als einzelne Spitzenwerte ist, dass die Werte stabil bleiben.
Artspezifische Angaben findest du jeweils in der Artikelbeschreibung.